Forum: Wirtschaft
Klimaschutz: US-Regierung will Deutschland altes Speiseöl liefern
Henning Kaiser/ DPA

Als Basis für Biodiesel kann Altspeiseöl einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bislang bezog Deutschland das Öl vor allem aus Asien. Nun bieten die USA Hilfe an.

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dieter.zuckermann 20.04.2019, 15:15
50.

Ich würde weiterhin Asien bevorzugen. Zu USA kann es kein Vertrauen mehr geben. Es entstehen neue Abhängigkeit und genau das brauchen wir nicht. Wir sehen doch wie schnell die USA auch schon Freunden mit Sanktionen droht. Die machen das auch ohne Rücksicht auf eigene Verluste. So lange Asien die gewünschte Mengen liefern kann, soll das bei Asien auch bleiben. USA soll immer letzter Ausweg sein oder der Preis ist wirklich gut. Man weiß nicht was passiert, wenn man auf deren Öl angewiesen ist. Abhängigkeit von Asien ist da deutlich bequemer. Die haben noch nie mit Sanktionen gedroht. Das kennt man gar nicht.

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hyp408 20.04.2019, 15:17
51. Ah ja ... die Gründe ...

Bitte keine Verschwörungstheorien. Die Amis brauchen das Used Cooking Oil einfach nicht, weil sie einerseits weniger Dieselfahrzeuge haben und der benötigte Diesel bei der Benzinproduktion sowieso anfällt.
Eine Tonne Used Cooking Oil wird aber im Moment bei etwa 560 Euro gehandelt. Das heisst, wir reden hier über ein Handelsvolumen von rd. 65 Milliarden Euro …. was sich tatsächlich auf die Handelsbilanz zwischen USA und Europa auswirken würde. Die sind ihr UCO los und wir können daraus CO2 vermeidenden Biodiesel machen ...

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weltverbesserer75 20.04.2019, 15:21
52.

Wenn es hilft, CO2 zu vermeiden, dann ist mir egal, woher das Speiseöl kommt. Und Importe aus Amerika würden dabei helfen, Transportkosten etc. hin oder her. Die Foristen, die hier aus Unwissen, (berechtigtem) Frust über die US-Politik oder mit böser Absicht dagegen argumentieren, sollten sich Nachhilfe bei Greta Thunberg nehmen. Traurig, dass ein junges Mädchen weiser zu sein scheint als einige der erwachsenen Männer hier im Forum.

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schlob 20.04.2019, 15:24
53.

Zitat von purple
Haben Sie für ihre Bahauptung irgend eine Quelle? Und wie erklären sie sich dann, daß sich der co2 Gehalt in der Atmosphere seit beginn der Industrialisierung dramatisch erhöht hat und immer schneller steigt. Das kommt durch die Verbrennung von fossilem Kohlenstoff - alles andere ist Blödsinn.
Das habe ich nirgends bestritten.Nur weil dies zu viele CO 2 menschengemacht ist , muss es aber nicht durch menschengemachtes reduziert werden.Da ist man regelrecht verbohrt.-Mann kann viel einfacher am andern Knopf drehen- an den 97 % natürlichem CO 2.-
Die Natur hat es vorgemacht .Sie hat Bäume an der Verrottung gehindert,indem sie Kohle daraus machte.,

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tailspin 20.04.2019, 15:30
54. Geht richtig ins Geld

Die Veresterung von altem Mc Donalds Fett in Biodiesel war vor 15-20 sehr populaer in den USA. Zahlreiche kleine und grosse Firmen wollten dabei sein. Exxon alleine sollte eigentlich in der Lage sein, saemtliche in den USA anfallenden Fette und Oele dieser Art zu verarbeiten. Das Problem ist hier, dass die Ausgangsstoffe nicht konsistent und mengenmaessig limitiert sind. Biodiesel ist immer nur ein kleiner Zusatz zum Mineraloeldiesel, ca 5-20 % . Will man mehr Konsistenz oder Menge, muss man die Oele, zB Sojaoel, industriell produzieren. Dann ist man aber limitiert durch teuren Flaechenverbrauch, moeglicherweise Abholzung, Wasserverbrauch und Energieeinsatz, immer in der Hoffnung, man haette endlich das Perpetuum Mobile erfunden. (Nope).

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purple 20.04.2019, 15:35
55.

Zitat von weltverbesserer75
Wenn es hilft, CO2 zu vermeiden, dann ist mir egal, woher das Speiseöl kommt. Und Importe aus Amerika würden dabei helfen, Transportkosten etc. hin oder her. Die Foristen, die hier aus Unwissen, (berechtigtem) Frust über die US-Politik oder mit böser Absicht dagegen argumentieren, sollten sich Nachhilfe bei Greta Thunberg nehmen. Traurig, dass ein junges Mädchen weiser zu sein scheint als einige der erwachsenen Männer hier im Forum.
FALLS tatsächlich verbrauchtes Speiseöl in den diskutierten Mengen anfällt ist es absolut ok wenn wir es verarbeiten. ALLERDINGS hätte ein LOCALES Verbrennen in Kraftwerken definitiv einen höheren Wirkungsgrad. Insoweit ist es Unsinn das Zeug hierher zu verschiffen und dem Diesel beizumischen.
Solange es nicht ausschließlich für die Treibstoffnutzung ANGEBAUT wird ist das ok.

Mann sollte sich folgendes klarmachen: 1ha Raps ergibt ungefähr 1000 - 1500 l Rapsöl oder rund 10000 - 15000 kwh/pa (1ha=10 000m²).
Die gleiche Energiemenge kann ich mit einer 20 - 30 m² großen PV-Anlage erzeugen. Bei einem Konversionswirkunggrad von nur 30% (liegt viel häher) kann ich mit 60 -100m² PV die gleiche Treibstoffmenge erzeugen.

Das zeigt den ganzen Irrsinn von Pflanzenkraftstoffen oder Biogasanlagen.

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Sonnefüralle 20.04.2019, 15:40
56. Ist das Klimaschutz?

Für mich klingt das eher nach einem üblen Klimascherz! Da es sich aber offenbar lohnt, altes Öl einmal um die halbe Welt zu schippern (egal ob aus den USA oder aus Asien), sollte man sich mal fragen, ob man da nicht ansetzen muss: Offenbar ist der schmutzige Transport per Schiff einfach viel zu billig!

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Byrne 20.04.2019, 15:43
57. Lieber noch mal rechnen

Zitat von hyp408
Bitte keine Verschwörungstheorien. Die Amis brauchen das Used Cooking Oil einfach nicht, weil sie einerseits weniger Dieselfahrzeuge haben und der benötigte Diesel bei der Benzinproduktion sowieso anfällt. Eine Tonne Used Cooking Oil wird aber im Moment bei etwa 560 Euro gehandelt. Das heisst, wir reden hier über ein Handelsvolumen von rd. 65 Milliarden Euro …. was sich tatsächlich auf die Handelsbilanz zwischen USA und Europa auswirken würde. Die sind ihr UCO los und wir können daraus CO2 vermeidenden Biodiesel machen ...
Nein, wir sprechen über ein Handelsvolumen von 117 Millionen. 210 Millionen Liter sind rund 210.000 Tonnen. Jede Tonne kostet nach Ihren Angaben 560 Euro.

Deutschland hat übrigens einen Jahresverbrauch von rund 105 Millionen Tonnen Mineralöl. wenn wir 210.000 Tonnen davon durch alte Speisefette ersetzen, beträgt der Anteil also keine 0,2 Prozent.

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hyp408 20.04.2019, 15:47
58. Rechenfehler

Der Yield (also der Ertrag pro Hektar) liegt bei etwa 10 tonnen (und nicht wie behauptet bei 1000-1500 l) - Quelle Factfish.com

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Hamberliner 20.04.2019, 15:59
59. Re: Propaganda

Zitat von purple
Der Biodiesel stammt großteils aus Palmölplantagen für die z.B. in Malaysia größflächig der Regenwald zerstört wurde und noch wird. Die Verwendung von Altöl wäre ja noch akzeptabel - aber das ist mengenmäßig überhaupt nicht ausreichend. Treibstoffe aus Pflanzen sind rein rechnerisch Umweltzerstörung pur.
Das ist hier off topic. Die Rede ist hier weder von Biodiesel aus Palmöl noch von anderen umweltzerstörenden Biedieseln. Du versuchst uns die Behauptung auf die Nase zu binden, dass die Verwendung von altem Frittieröl einen Einfluss auf die Palmöl-Produktion hätte. Gleichzeitig ignorierst Du, dass die Pflanzenabfälle (die ja nicht um den Preis einer Umweltzerstörung produziert werden, sondern so oder so anfallen) der EU ausreichen würden, um 16% (sechzehn, sic!) des Straßenverkehrs der EU mit Kraftstoff zu versorgen.

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