Forum: Wirtschaft
Klimaschutz: Warum wir uns fürs Fliegen nicht schämen müssen
Getty Images

Zurück in die Zugkunft: So wollen - salopp gesagt - Union, Grüne und Linke das Klima retten. Eine ziemlich kurzsichtige Strategie.

Seite 30 von 45
Klekih_petra 29.07.2019, 22:48
290. Verursachungsgerechte Kostenbelastung ...

... ist der einzige Weg. Keine Subventionen für Flugbenzin und Provinzflughäfen, aber auch nicht für LKWs, die Krabben nach Marokko fahren, damit sie dort gepuhlt werden. LKWs belasten wie Flugzeuge die Umwelt, wobei die LKWs auch noch die Straßen kaputt machen. Leider hat bisher deutschen Regierungen zur Umweltrettung ein Plan und die nötige Konsequenz gefehlt. Ich wette, dass auch bei einem neuen Ansatz wieder nix Gescheites rauskommen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Chillmalbesser 29.07.2019, 22:51
291.

Natürlich hat der Kommentator recht, wenn er bemerkt das vieles zu kurzsichtig gedacht ist. Jahrelang wurde auch von der Bundesregierung gepennt. Wir alle sollten uns einschränken, aber auch fordern das unser Arbeitsleben erträglicher wird. Wir brauchen eine komplette Entschleunigung. So kann es nicht weitergehen. Wir machen uns und unseren Planeten kaputt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bonebene 29.07.2019, 22:55
292.

Ich muss dem Kommentar recht gebe und solangsam nervt das Thema Klimaschutz. Es gibt noch andere wichtige Dinge die man anpacken muss.
Und bei aller verteufelei vom Flugzeug dem Auto dem Fleischessern usw. sollten mal alle darüber nachdenken, dass an diesen Industrien weltweit hunderte Millionen an Arbeitsplätzen hängen. Menschen die keine Arbeit haben und täglich darum kämpfen für sich und ihre Familie was zu essen zu haben, die interessieren sie absolut 0 für das klima oder die Umwelt.
Man muss ein Umstieg über Technologie erreichen und nicht mit verboten die nur Arbeitsplätze kostet

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mutenroshi 29.07.2019, 22:57
293. Co2

Es geht nicht um könnte, sollte, vielleicht und unter der Voraussetzung das. Und es ist auch völlig egal, wie wir uns dabei fühlen.
Es geht darum, wie viel CO2 (und Methan) JETZT KONKRET TATSÄCHLICH und in absoluten Zahlen in die Atmosphäre gelangt. Punkt.
Das gilt auch für Flüge und Kerosin. Es ist völlig egal, ob und wie sehr wir man sich dessen schämt und ob irgendwann vielleicht einmal Flugzeuge mit grünem Kerosin, Batterien oder Feenstaub fliegen könnten.
Und wenn man schon darüber nachdenken mag, inwiefern Fliegen auch Vorteile hat: Diese Überlegung ist sinnvoll, da Fliegen ohne Frage Vorteile hat. Sonst würden nur Dummköpfe fliegen. Die Vorteile lauten: Man kommt vergleichsweise schnell und billig an weit entfernte Orte. Das führt dazu, dass selbst deutlich preiswertere Züge als bisher, die stets pünktlich sind, keine nennenswerte Alternative wären, da immer noch teurer und immer noch langsamer als Flüge. Das ist auch keine Frage von gutem Willen, Völkerverständigung, Jux und Tollerei: Wer auf diese Vorteile verzichtet, kann durchaus beruflich ins Hintertreffen geraten. Am Ende ausschlagebend für fast Alles sind in der Regel die kurzfristigen finanziellen Konsequenzen. Das Problem und zugleich die einzige beeinflussbare Variable (s.o.) lautet: "billig". D.h., um konkret sehr viel weniger CO2 durch Flüge auszustossen, muss es pro Gramm CO2 sehr viel teurer werden. Oder verboten. Aus Letzterem wird aber auch nichts, weil niemand Verbotspartei genannt werden möchte. Daraus folgt dann alles Andere: Persönliche Entscheidungen, technologische Entwicklungen und die Völkerverständigung. Wenn und nur wenn es um sehr viel Geld geht, läuft es dann auch auf einmal wie am Schnürchen. Die einzige Entscheidung ist die, ob und wann man das politisch so umsetzen will oder nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gabriel1 29.07.2019, 23:00
294. doppelt für die null

also eines muss man mal zur Luftfahrtindustrie auch sagen können, sie zahlt bereits 1,5 Milliarden pro Jahr mit der sogenannten Luftverkehrssteuer. Man weiß nicht wirklich zurecht wozu diese Steuer endlich da ist aber sie ist mit Sicherheit in einer ähnlichen Höhe als würde man das Kerosin versteuern. Wenn man also sich auf CO2 Problematiken beschränkt, und hierbei de Kerosin Besteuerung bzw deren Nichtbesteuerung als Subvention betrachtet muss man auch die 1,5 Milliarden gegenrechnen die die Industrie derzeit einfach für die schwarze Null des Herrn Schäuble ständig zahlen musste. Wenn also die deutsche Luftfahrtindustrie mit dieser Summe von 1,5 Milliarden belastet wird und zusätzlich mit der Besteuerung des Kerosin und mit einer eventuellen Ticketsteuer auf Kurzstrecken, dann wird es schwierig Mit dem wirtschaftlichen Gleichgewicht. Darum plädiere ich unbedingt dafür solche Dinge auf europäischer Ebene zu lösen. Denn gerade diese Vielflieger wie easyJet oder Ryanair sind Gesellschaften die ausschließlich im europäischen Raum fliegen.

Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn die 1,5 Milliarden für Infrastrukturmaßnahmen der Bahn verwendet worden wären damit die Bahn auf Kurzstrecken z.b. zwischen Nürnberg und München einfach besser wären und auch komfortabler als irgendein Jet. Aber diese Erhebungen waren eher dazu gedacht die sogenannte schwarze Null zu sichern. obwohl die schwarze Null uns kaputte Straßen schlechte Infrastruktur keine ausgebaute Bahn und andere Dinge beschert hat...

Wenn wir es übrigens schaffen die Bahn als zentrales Steuerung Instrument zu etablieren wäre das natürlich gut. ich würde dazu noch einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr empfehlen und dann am Ende die Bahn wirklich zu verstaatlichen damit man dieses Instrument auch in eigener Hand hält. OW jetzt habe ich das böse Wort gesagt, ich erwarte viel Feedback

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k70-ingo 29.07.2019, 23:14
295.

Zitat von geri&freki
... an Visionen und praktischenLösungsvorschlägen aus der SPIEGEL-Redaktion kommt, dann gute Nacht! Sich durch "Fernreisen für andere gesellschaftliche Konzepte öffnen..." Wie soll man diese Worthülse übersetzen? Etwa damit: "Fliegen, bis die Erleuchtung kommt"? Ich fürchte leider, Godot kommt nicht...! Vielleicht sollte Herr Schultz seine Flugreisen wenigstens dazu nutzen, zu den Brennpnkten des globalen Klimawandels zu fliegen. Zumindest hätten sie dann überhaupt einen, wenn auch indirekten Nutzeffekt.
Um diese Brennpunkte zu besuchen, benötigt man kein Flugzeug. Das geht mit dem Auto und in der rheinischen Tiefebene sogar mit dem Fahrrad.

Ein Besuch von Garzweiler, Hambi und vor allem den dem Untergang geweihten Dörfern, und jegliche Flugscham ist ein für alle mal nachhaktig verschwunden.

Zu diesem Trip -ich würde meinen katalysatorlosen Oldtimer dafür zur Verfügung stellen- habe ich bereits mehrfach, auch hier bei SPON, überzeugte E-Auto-Nutzer eingeladen - Zusagen habe ich nie erhalten.
Es ist wohl zu unangenehm, seine Filterblase zerpiekst zu bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hudchatmail 29.07.2019, 23:22
296. 2,69%

hat der WELTWEITE Luftverkehr am globalen CO2 Anteil. Bin wirklich beeindruckt das sich hier Foristen um die Wette schämen möchten und eine Challenge starten wer verabscheut das Fliegen am meisten. Es gibt 1400 Kohlekraftwerke weltweit die aktuell im Bau sind oder in Planung. Und allen ernstes fangen hier Leute an, die Menschen für einen Kurztrip nach London zu verdammen. Ist wirklich eine komische Welt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Profdoc1 29.07.2019, 23:22
297. Leier,....

Genau das ist doch der Punkt. Wenn etwas nur noch bedingt funktioniert, ist die Aufgabenstellung technologisch zu lösen. Zu glauben, dass es mit weniger Fliegen beim jetzigen technologischen Standard getan ist, ist aus zwei Gründen naiv, a) die CO2-Belastung lässt sich durch Nichtfliegen kaum reduzieren (vgl. Statitisches Bundesamt und erfasste Zahlen durch u.a. Greenpeace) und b) besteht in der internationalen Geschäftswelt und wiss. Meeting die Notwendigkeit des Reisens. Das wird sich auch nicht reduzieren lassen - Teleconferencing hin oder her. Wer glaubt, dass sich nun etwas ändert, indem die vorgetragene operative Hektik obsiegt, die/der irrt. Natürlich muss das (Urlaubs)fliegen teurer werden. Das war allen jedoch vor 10 Jahren klar. Flüge, die 99 EUR und damit inrentabel sind, wird es so nicht mehr geben können.
Nebenbei: ich muss regelmäßig fliegen und Schämen liegt mir sehr fern, weil es irrational ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
katznar 29.07.2019, 23:24
298. Immer die gleiche Leier

Diese ewig gestrige Sturköpfigkeit des Autors ist symptomatisch. Er verweigert die Einsicht, dass es nicht ums Shaming oder um bösgemeinte Regeln geht - das Überleben von uns Menschen hängt davon ab, ob wir das in den Griff bekommen. Flugzeugemissionen lassen sich nicht am Boden kompensieren. Was in der Atmosphäre ausgestoßen wird, bleibt da. Wir haben uns seit Jahrzehnten kurz vor den Abgrund gebracht, weil wir immer an den technologischen Vortschritt und die Vernunft geglaubt haben. Das funktioniert jetzt nicht mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
equigen 29.07.2019, 23:27
299. Wer sich für‘s Fliegen schämt, muss sich für‘s LEBEN schämen

Denn alleine durch das tägliche Leben produziert jeder genügend CO2. Das bisschen Fliegen ist ein Muckenschiss im Vergleich zu allem anderen was man an 365 Tagen im Jahr verbraucht.
Wenn Andere wieder mit dem Gaul oder Ochsen (die übrigens Methan erzeugen, das 20x klimaschädlicher ist!) ihre Fortbewegung erledigen wollen: Bitteschön.
Wasserstoff als Alternative? Hm, wie soll denn der ganze „Öko“strom erzeugt werden? Der Wirkungsgrad ist bei der Umwandlung sehr schlecht. Dazu kommt dass Windräder und Photovoltaik auch nur Bruchteile ihrer Bruttoleistung als Nettoertrag bringen. Damit könnte man ganz DE verspargeln...
Und Batterieflugzeuge? Also bitte, die schaffen als es Zweisitzer grad mal über den Ärmelkanal... Wie Bleriot vor über 100 Jahren! Weit, weit entfernt von einem A320.

Einige Leuten scheinen hier durch die täglich 3-5 Klimakatastrophen-Nachrichten auf SPON schon ganz schön weichgekocht zu sein und geradezu darauf zu drängen alle bürgerlichen Freiheiten zu verlieren und noch mehr Steuern und Abgaben bezahlen zu dürfen. Vielleicht sollten sie mal die Weissagungen der Klimaforscher SELBST prüfen um die Verlässlichkeit zu prüfen. Die Arktis müsste sein 2017 eisfrei sein, beispielsweise. Die Hurricans hätten zunehmen sollen. Die Wüsten hätten sich ausbreiten sollen... Alles NICHT eingetreten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 30 von 45