Forum: Wirtschaft
Klimawandel: Warum wir uns fürs Fliegen schämen sollten
Federico Gambarini/ DPA

Fliegen ist die Aktivität einer kleinen globalen Elite - und sie verursacht Unmengen an klimaschädlichem CO2. Es wird Zeit, dass jeder Einzelne Verantwortung übernimmt.

Seite 13 von 28
furorteutonikus 02.08.2019, 15:33
120. Ja

Zitat von riomaster181
(…) Schließlich kann man ja mit der Bahn in den Schwarzwald fahren, das hat unseren Großeltern ja auch genügt.
Ja, oder mit Gleiskettenfahrzeugen in den Osten. Das ging ja schließlich auch.

Beitrag melden
Alex1960 02.08.2019, 15:33
121. Ich habe in meinem...

... Bekanntenkreis eine Flugschamdebatte angestoßen. Für mich war der Abend gelaufen... Davon will keiner etwas wissen. Und schon gar nicht in der Ferienzeit, wo einige sich auf die Fernreisen freuen. Diese Debatte juckt niemanden außer Medien und Politik.

Beitrag melden
Newspeak 02.08.2019, 15:35
122. ...

Zitat von smallbit
In "Grenzen des Wachstums" kam der Club of Rome zu dem Ergebnis, dass bei 500 Mio. Menschen auf der Erde ein dauerhaftes Gleichgewicht erreicht werden könne. Damit das erreicht werden kann, sollten sich also die Menschen nicht mehr fortpflanzen und von den 7,8 Milliarden sollten sich 7.300.000.000 so schämen, dass sie am besten Suezid begehen, damit die restlichen 500.000.000 gut leben können. Fliegen hat damit gar nichts zu tun; wir sind einfach zu viele und werden mehr. Wenn wir auch noch so sparsam leben, die Welt wird uns nicht ernähren können (ohne CO2-Ausstoss). Denn selbst die Herstellung von Kunstdünger erzeugt CO2. Und zwar mehr, als das Fliegen... Kann sich jeder selbst ausrechnen nach etwas Google-Suche.
Auch "Grenzen des Wachstums" ist keine Bibel. Es gab schon vorher solche Leute wie Malthus, der 1779 vorhergesagt hat, dass die Menschheit einer Katastrophe entgegengeht, weil die Bevoelkerung staerker steigen wird, als die Produktion von Lebensmitteln. Und so sehr die urspruengliche Idee richtig ist, so FALSCH war seine Prognose. Die Erde ernaehrt heute mehr Menschen als jemals zuvor, weil industrielle Landwirtschaft zu enormen Produktivitaetszuwaechsen und Produktionssteigerungen gefuehrt hat. Nach Malthus kam z.B. das Haber-Bosch Verfahren, mit dem die Erzeugung von Duengemittel grosstechnisch moeglich wurde.

Ein anderes Beispiel sind die prospektierten Mengen an Rohstoffen, die sich laengst weit von frueheren Prognosen entfernt haben, ebenfalls, weil es heute bessere Technologien gibt, die eine bessere Ausbeutung ermoeglich und in der Zwischenzeit neue Rohstofffunde ermoeglicht haben, die in frueheren Prognosen nie beruecksichtigt worden sind.

Das soll explizit nicht heissen, dass die Grundidee, dass man bei beschraenkten Ressourcen, den Ressourcenverbrauch regulieren sollte, im Sinne einer effizienten, nicht verschwendenden Nutzung, nicht richtig ist. Aber es hilft nichts, wenn man mit 50 Jahre alten, inzwischen wiederlegten Zahlen argumentiert. Die Erde kann ohne Probleme nachhaltig mehrere Milliarden Menschen ernaehren. Deshalb gibt es weiterhin keinen Grund, SUVs zu fahren, und die Rohstoffe sinnlos zu verschleudern.

Beitrag melden
Mitdenker77 02.08.2019, 15:35
123.

Zitat von hirni82
Wenn man sich diese Kommentare durchliest, kommt man immer wieder auf den altbekannten Satz (s. Überschrift) Ich finde, der Artikel (Kommentar) trifft es auf den Punkt. Man muss nicht auf den Kanaren oder in der Türkei Urlaub machen und nicht für einen Kurztrip von München nach Berlin fliegen. Ich habe das Auto abgeschafft und fliege aus Prinzip nicht mehr. Neben dem guten Gewissen finde ich mittlerweile sogar, dass ich mit Bus+Bahn (egal ob Im ÖPNV oder auf Fernstrecken) viel entspannter und angenehmer unterwegs bin.
Ich habe die letzten Monate die Deutsche Bahn leider öfter beruflich nutzen "dürfen". Der Service ist aus meiner Sicht echt nicht besonders gut und warum schafft die Deutsche Bahn es nicht mal wirklich pünktlich zu sein?

Im Durchschnitt war die Verspätung bei einer eigentlichen Fahrzeit von weniger als 4 Stunden etwa 30 Minuten. Weniger als 10 Minuten Verspätung war die absolute Ausnahme. Und das bei einer Verbindung, bei der kein Umsteigen notwendig war.

Beitrag melden
brüggebrecht 02.08.2019, 15:36
124.

"Sich für einen Flug zu schämen, ist also ein guter Einstieg in den Klimaschutz."
Oder für das günstige Fleisch vom Supermarkt, den SUV, die billigen Bananen etc etc. Diese Form der "Verantwortungslüge" verschiebt das eigentliche Problem auf den Einzelnen. Verantwortlich ist aber unser wirtschaftliches und politisches System. Gerade in Deutschland wird Umweltschutz seit Jahrzehnten erfolgreich verhindert und Verbraucherschutz sehr klein geschrieben. Davon zeugen u.a.. die nichtssagenden "Bio bis Öko-Label, die sich jeder selbst basteln kann. Steuern auf Flugbenzin? Fehlanzeige.Ausbau von Bus und Bahn? dito...

Beitrag melden
verbal_akrobat 02.08.2019, 15:36
125. Es geht....

...."als so Weider" wie wir im hessischen sagen, und zwar bis der Krug bricht. Und nix anneres. Dass ist menschlich normal und zu 99% das zu erwartende!

Beitrag melden
herrsturzbach 02.08.2019, 15:37
126.

Zitat von sverris
Jedes % zählt, egal wo. Jetzt verstanden?
Jawohl, verstanden ! Sparen Sie bitte meine Prozente mit ein, ich werde es nämlich nicht machen. Genauso wenig werde ich mich für irgendeine Reise oder irgendein Fortbewegungsmittel schämen. Weder jetzt noch in Zukunft.

Beitrag melden
Derwatt 02.08.2019, 15:37
127. Wenn Klimaaktivismus mit Pazifismus zusammentrifft:

... kommt ein Linkpopulismus dabei heraus, der dem schlimmsten AfD-Rechtspopulismus in nichts nachsteht.

Beitrag melden
tokata 02.08.2019, 15:38
128. Lächerlich

Wenn die Fliegerei in Deutschland nicht mehr geht, na dann starte ich demnächst von Wien, Prag oder Amsterdam, was solls.
Deutschland schiesst sich nur selbst ins Bein. Und irgendwann ist auch kein Geld mehr da um all den Grünen Weltenrettern ihr leben zu finanzieren.

Beitrag melden
ruhepuls 02.08.2019, 15:38
129. Kleine Elite - auf "Ballermann"?

Die Einschätzung der Flugreisenden als "kleine Elite" hätte vor 30 oder 40 Jahren noch gestimmt, denn da war Fliegen wirklich ein Luxus. Mit den Billigfliegern wurde es zum Massenvergnügen. Heute fliegen selbst Studenten auf einen Städtewochenende nach Paris oder London. Zu meiner (Studien-)zeit fuhr man per Anhalter.
Eine der Ursachen für die Klima- und generell die Umweltproblematik ist der Massenwohlstand, der dazu geführt hat, dass alles, was früher mal "Luxus" war, heute für fast alle verfügbar ist: Auto, Reisen, Flüge, geheizte Wohnung, tägliches Essen, Fleisch, ein Schrank voller Klamotten. Zumindest in den westlichen Industrienationen.
Und ich behaupte mal, kaum jemand hier, möchte darauf in Zukunft wirklich verzichten. Daher wird der schwarze Peter hin und her geschoben, Hauptsache wir selbst müssen auf nichts verzichten.

Beitrag melden
Seite 13 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!