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Klimawandel: Warum wir uns fürs Fliegen schämen sollten
Federico Gambarini/ DPA

Fliegen ist die Aktivität einer kleinen globalen Elite - und sie verursacht Unmengen an klimaschädlichem CO2. Es wird Zeit, dass jeder Einzelne Verantwortung übernimmt.

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noch_ein_forenposter 02.08.2019, 16:30
190. Genau das

Zitat von forcieren.hemmen
Jedes % zählt und darüber. Dort sollte man anfangen. Nicht bei 0,00x. Tut mir leid! So kommen wir nicht weiter. 200 Jahre Erdverschmutzung und -zerstörung sind vergangen. Und nun wird seit Jahren versucht die 0,00x zu mobiliiseren. Um wieviel ??? 2 - 3 °C zu kompensieren. Na dann schauen Sie sich mal die Kommastelle an, auf die das einen Einfluss hat. Das ist zu wenig, wie wir heute wissen. Es ist der falsche Ansatz. Es ist Schlicht weg Makulatur. Politik eben.
Man muss die großen Brocken zuerst anfassen. Das Pareto-Prinzip (80:20-Regel) hat ein anderer Kommentator schon erwähnt. In Deutschland ist der weitaus größte Brocken der Energiesektor, dann kommt die Industrie. Bei Ersterem sind wir zwar dran, aber es müsste wesentlich mehr Geld in die entsprechende Forschung investiert werden.

Die Flüge zu verteuern würde übrigens in erster Linie die "kleinen Leute" mit ihren Urlaubsreisen treffen. Die geschäftlichen Vielflieger (bzw. deren Firmen) würde es wenig interessieren. Notfalls ists halt Holzklasse statt Business-Class.

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politician 02.08.2019, 16:32
191. GROTESKE Debatte

Jetzt drehen Viele komplett durch. Ich sage es ganz deutlich: Ich fliege beruflich und privat viel und werde dies mit größter Freude ohne jede Scham auch weiterhin tun (müssen). Und jetzt kommt es: ich möchte trotzdem persönlich Verantwortung für meinen Umweltverbrauch übernehmen und dafür gerne einen angemessenen Preis zahlen. Der Verbrauch von Umweltressourcen hat viel zu lange nichts gekostet. Also: Der Königsweg zu schneller CO2 - Reduktion auch im Flugverkehr heisst CO2 - Zertifikate und/oder Steuer. Also nicht schämen, sondern zahlen, dann wird es auch was mit der notwendigen CO2 - Reduktion.

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ruhuviko 02.08.2019, 16:32
192. Ja, lieber Freund,

Zitat von herbert
Anstatt das Fliegen zu verteufeln, sollte der Spiegel mal Technikenvorstellen in allen Bereichen, wie man es Klimaneutral machen kann. Damals hat man den stinkenden Autos auch einen Kat verordnet. Zudem wäre neben dem Professor Gösslings Meinung auch die Meinung von verschiedenen Profs von allen Erdteilen wichtig. Denn auch Pros haben unterschiedliche Meinungen und Ideen.
am besten fangen wir mal mit Techniken zum Einfangen der Atemluft an.

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poppi 02.08.2019, 16:33
193.

Zitat von ruhepuls
Also im Norden mag das mit den zwei Wochen schon stimmen. Hier im Südwesten haben wir allerdings wochenlang geschwitzt, mit teilweise fast 40° C über Tage hin.
Gerade im Norden hat es in den letzten 12 Monaten weit unterdurchschnittlich geregnet. Nicht umsonst schränken die ersten Wasserversorger seit geraumer Zeit den Verbrauch ein. Heiß war es übrigens auch.

Wer weiß, wo turnus wohnt.

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leidernein 02.08.2019, 16:33
194. Und wieder wird nicht verstanden

Und nicht mal beiläufig erwähnt, dass die meisten Reisenden Geschäftsleute sind, gerade auf innerdeutschen Strecken, aber auch global. Der Möglichkeit, mit dem Flugzeug zu reisen, verdanken wir einen großen Teil unseres Wohlstands, und der Art, wie wir leben. Natürlich könnten wir auch alle wieder Kutsche fahren und Geschichten am Kamin, oh Moment, CO 2, Geschichten am Tisch erzählen. Aber die Welt wäre so nicht tragbarer für die immer noch expandierende Bevölkerung, die, nebenbei bemerkt, die Hauptursache für den Klimawandel ist.

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Frequent Traveller 02.08.2019, 16:33
195. Fliegen, das geringste aller Klimaprobleme

schaemen muessen sich jene, die jeden Meter mit dem Auto fahren, Leute, die "gezwungen sind" (vom wem???) 80 km zu pendeln, Fleisch ueber Fleisch (fr)essen, Waehler, die immer noch Braunkohle-Parteien waehlen, solche die Kartoffeln aus Neuseeland, Mexiko, oder Trauben aus Indien, Suedafrika kaufen und amerikanischen Wein konsumieren. SUV, Kreuzfahrt, Grillen, Hochglanzmagazine, Smartphone...da gaebe es noch tausend solcher Beispiele fuer die man sich wirklich schaemen muesste. Das Fliegen ist nicht dabei.

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janeeistklar 02.08.2019, 16:37
196. Einseitig

Es geht Mal um die und Mal um jene Branche. Ob man sich fürs fliegen schämen soll oder nicht ist die falsche Frage. Man sollte das große ganze im Blick haben. Wer jeden Tag Fleisch und Milchprodukte im Übermaß isst, hat wahrscheinlich einen größeren ökologischen Fußabdruck als so mancher Veggie-Vielflieger. Jeder und jede sollte bewusst konsumiere wo immer es geht. Dafür ist Aufklärung wichtig. Welche Klimagase gibt es, wie wirken sie und wo kommen sie her? Solange das niemandem klar ist, wird sich nichts ändern. Anstatt immer mit dem Zeigefinger auf Flieger, Autofahrer oder sonst wen zu zeigen, sollte sich jeder Mal an die eigene Nase fassen und die Medien sollten auf- und erklären anstatt reißerische Schlagzeilen gegen das Fliegen zu produzieren.

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ruhuviko 02.08.2019, 16:37
197. Zum Nichtschämen ..

Zitat von Weitblicker
nicht. Insbesondere dann nicht wenn ich daran denke, wie oft unsere Politiker fliegen. Bei Verbindungen wo ich keinen Umstieg habe, nutze ich diese inzwischen auch. Ansonsten ist mir beruflich das Risiko für Verspätungen einfach zu hoch. Denn meine Freizeit an irgendeinem Bahnhof abhocken, weil die Bahn nicht pünktlich ist und der Folgezug nicht geschafft wurde, sehe ich nicht ein. Da greife ich dann entweder zum PKW - wenn die Strecke in einer akzeptablen Zeit zu fahren ist oder eben den Flieger. Wenn ich insbesondere die derzeitigen Klima-Apostel betrachte stelle ich fest, dass diese teilweise täglich durch Deutschland mit dem Flieger pendeln. Geht es wirklich noch um das Klima oder doch eher darum den europäischen Wirtschaftsraum weiter zu schwächen und den arbeitenden Menschen noch tiefer in die Tasche zu greifen. Vielleicht aber auch nur die OECD-Forderung (höhere und neue Steuern für Deutschland) zu erfüllen. Hmmm... denkt mal darüber nach.
... brauche ich keine Politiker oder wen auch immer. Wenn ich zu meiner Familie nach Afrika zu annehmbaren Preisen fliegen kann, dann fliege ich. Und wenn ich in Afrika wahlweise mit dem Bus 16 Stunden oder mit dem Flugzeug 2 Stunden unterwegs bin, dann entscheidet allein der Preis über die Wahl des Busses oder des Flugzeugs. So einfach.
"Denn meine Freizeit an irgendeinem Bahnhof abhocken, weil die Bahn nicht pünktlich ist und der Folgezug nicht geschafft wurde, sehe ich nicht ein." - da würde ein gutes Buch helfen. Ansonsten stimme ich Ihnen inhaltlich zu: Es ist eben nicht immer der Weg das Ziel.

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Dokoqueen 02.08.2019, 16:37
198. Autoreisezug

Ich bin früher sehr gerne mit dem Autoreisezug gefahren.
Nach Innsbruck oder nach Südfrankreich. Für mich war das eine umweltfreundliche und entspannende Art des Reisens. Ich will und kann an meinen Urlaubsorten nicht komplett auf das Auto verzichten, schon, wegen der letzten Kilometer bis zu den Zielorten, die meist nicht vom Zug erreicht werden. Da stellte es sich für mich meist als optimale Alternative dar, einen großen Teil der Reiseroute im Autoreisezug zurückzulegen. Man verbrachte die Nacht im Schlafwagenabteil und kam am nächsten Morgen entspannt in Innsbruck oder Narbonne an.
Ich gebe zu, es war nicht ganz billig, aber man sparte Benzin, Mautgebühren und ggfs. auch eine Hotelübernachtung, so dass ein Teil der Kosten wieder ausgeglichen wurde. Leider wurde diese sinnvolle Art des Reisens vor einigen Jahren (2012 oder 2013?) von der Bahn abgeschafft.
Wie wäre es denn, wenn der Autoreisezug, natürlich in etwas modernisierter Form, wieder eingeführt würde. Für Reisen nach Österreich, in die Schweiz, nach Kroatien, Ungarn, Italien, Frankreich, Skandinavien oder sogar Spanien. Ich wäre begeistert und würde mir die Fahrt durchaus etwas kosten lassen.

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Freedom of Seech 02.08.2019, 16:38
199. Energiewende Scham statt Flugscham

Bevor ich mich als Vielflieger für das beruflich notwendige Fliegen schäme, sollen sich erst einmal all diejenigen schämen die uns 20 Jahre lang mit Luftbuchungen glauben machen wollten, dass eine Energiewende mit Ausbau von Eneuerbaren und gleichzeitigem Austieg aus Kernkraft funktioniert (was außer in Deutschland in keimem Land geglaubt wurde). Das sind die selben Leute die uns jetzt Flugscham einreden wollen. Diese Leute haben mit Angst Propaganda über die Gefahren der Kernkraft die Leute verrückt gemacht und verängstigt und uns damit in Deutschland die potentiell effektivste Möglichkeit genommen CO2 zu reduzieren. Auch für diese Angstpropaganda sollen sich die Energiewende Apostel schämen. Noch mehr schämen sollen sie sich weil sie uns jetzt dummdreist erzählen wollen, dass mit Symbolpolitik wie Flugverbote oder Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahmen irgendwas am CO2 Problem geändert werden kann. Wer wirklich das CO2 Problem und damit den Klimawandel in den Griff kriegen will muss Prioritäten setzen und dort ansetzen wo wirklich in relevanter Größenordnung etwas bewirkt werden kann. Der Weltklimarat (IPPC) listet diese effektiven Hebel auf: 1) Ausbau von Erneuerbaren, 2) Ausbau von Kernkraft, 3) massive Wiederaufforstung, 4) erhebliche Effizienzsteigerung der Landwirtschaft durch genetische Modifikation (grüne Genetik). In Deutschland wurde lediglich Punkt 1 vorangetrieben (und stößt mittlerweile an seine Grenzen). Die übrigen drei Punkte (insbesondere Punkt 2 und 4) werden in Deutschland verhindert und zwar insbesondere von denjenigen die uns gerade die Flugscham einreden wollen.

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