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Kliniken und Heime: Spahn stellt deutlich mehr Pflegekräfte in Aussicht
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Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn verspricht im SPIEGEL mehr Pflegepersonal für Krankenhäuser und Altenheime. Dort gäbe es eine "wahnsinnige Verdichtung der Arbeit" - die Lage sei gefährlich.

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felix750_4 28.04.2018, 10:12
1. Gute Erkenntnis

Seit den 2000‘er Jahren wissen wir, dass in der stationären Altenpflege 20% Personal fehlen um die geforderten Leistungen zu erbringen. Nun fast 20 Jahre später will man uns pro Einrichtung eine Stelle geben.
Lieber Herr Spahn, sagen Sie den Pflegekräften, dass Sie dafür sorgen werden, das es zum Ende der Legislatur einen Fackraftmindestlohn über 3.000 Euro geben wird und die Stellen um 10% erhöht werden. Verdi hat in den letzten Jahren bewiesen, dass sie nicht in der Lage ist konkurrenzfähige Löhne in der Pflege durchzusetzen. Hören Sie endlich auf mit den kleinkarierten Maßnahmen ihrer Vorgänger weiter zu machen. Ihnen fehlen in 12 Jahren 500.000 Pflegekräfte. Es wird Zeit das Ruder entschiedener herumzureißen.

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isar56 28.04.2018, 10:29
2. Um das zu versprechen

braucht’s keinen Spahn, wenn es fehlen ca 35 000 dieser Fachkräfte. Wen wollen Sie einstellen, Herr Span und wie sieht es mit nahezu 20 000 fehlenden Erziehern aus, Hebammen , Sozialarbeitern? Und mit der schwarzen Null ?

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Tschepalu 28.04.2018, 10:43
3. Nun......

da darf man mal gespannt sein was von den vollmundigen Versprechungen umgesetzt wird, schließlich ist das Problem nicht neu. Das ganze wird natürlich massive Erhöhungen bei den KV verursachen, was schlicht verschwiegen wird. Und so schnell wird sich das Problem auch nicht beheben lassen was wieder verschwiegen wird. Ich habe die Befürchtung, dass hier mehr versprochen wird als hinterher gehalten wird...

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mirage122 28.04.2018, 10:53
4. Verdichtung der Arbeit!

Er merkt aber auch alles, unser Gesundheitsminister. Nur wo will er die Pflegekräfte her nehmen? Eine Reform der Fall-Pauschalen soll nur eine Übergangslösung sein. Und es gibt Kliniken mit erheblichen Problemen im Pflegebereich. Und das Ganze realisiert er mal eben noch vor der Sommerpause. Fragt sich nur, wie sich die Krankenkassen zu seinem Vorschlag stellen, wenn sie das alles bezahlen sollen!

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Das dazu 28.04.2018, 11:02
5. Verlogene Worte

Hieß es nicht vor kurzem, es sollen um die 700 Krankenhäuser geschlossen werden?
Was wird wohl mit den Angestellten dieser Häuser passieren?
Die werden in den Hirnen der Politiker schon auf die verbliebenen Häuser verteilt, so hat man dann dort die offenen Stellen ganz kreativ besetzt.
Und wenn man mal kurz überlegt, werden da mindestens 8000 Pfelegekräfte in 700 Krankenhäusern betroffen sein.
Zufall?
Da wird gar nichts wirklich passieren, da werden wie immer nur Augen gewischt.

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genugistgenug 28.04.2018, 11:30
6. Pfleger äh Schönes Wetter in Aussicht

Doch wo liegt dieses Aussicht überhaupt?

Hat Spahn Tausende von Pflegern auf Eis im Ministeriumskeller liegen?
Wie will er die neuen Pfleger den wirtschaftlich/privat geführten Heimen aufdrücken? Denn die brauchen die ja nicht, sind nur Mehrkosten = Gewinnminderung, denn bisher hat es auch mit viel zu wenig Personal funktioniert.
Wieso mehr Pfleger? Wieso kein Wort über die Heimunternehmen, die auf Kosten und Risiko der Mitarbeiter ihre Gewinne so maximieren, dass kein menschlicher Umgang mehr möglich ist?
Unserer Meinung nach stehen die Pfleger mit mindestens einem Bein im Gefängnis, während sich die Unternehmer dank Absprachen zur Prüfung mit dem MDK sehr gute Noten geben lassen! z.B. Wundliegen des Patienten durch mangelnde Pflege kann dadurch kompensiert werden, dass die Dokumentation dazu stimmt. Schreiben statt pflegen!

Wieder mal ein typischer Spahn! Menschlichkeit wird sowieso überbewertet, bzw. ist nicht einzupreisen/abzukassieren!

Anm. Vor kurzem kam eine ganze Sendung in "Die Anstalt / zdf" zu diesem Thema - ziemlich realitätsbezogen!

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derhey 28.04.2018, 12:22
7. Gute Erkenntnis

leider falsch. Die Krankenkassen sollen also zahlen - gut so und auch ok aber zum gleichen Lohn wie jetzt??? Von einer grundlegenden und massiven Vergütungs-ERHÖHUNG kein Wort also bleibt alles beim Alten. Die Krux is doch die, daß niemand auf dem jetzigen Lohnniveau arbeiten möchte aber das zu erkennen reicht es beim Spahn halt nicht. Personalschlüssel, ach zu meine Güte, wenn es das war, Kopfschütteln.

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panama¡consulting 28.04.2018, 12:54
8. Pflege zu Hause stärken

Das ganze Pflegesystem bedarf eines Reengineering. Den Bedarf an Pflegekräften in Heimen lässt sich auch dadurch steuern indem die finanzielle Situation pflegender Angehöriger verbessert würde. Damit könnten mehr Familien Ihre Eltern zu Hause pflegen und müssten sie nicht ins Pflegeheim geben. Wir diskutieren über die Zahl der Pflegekräfte in Relation der Patienten in den Heimen übersehen aber dass in den Heimen auch anderes Personal arbeitet. Das ganze Personal berücksichtigt haben wir hier ca. 0,6 bis 0,7 Mitarbeiter je Heimbewohner, die noch nicht einmal alle Pflegebedürftig sind. Bei einer Zahlung von 2/3 des Durchschnittgehalts eines Soniorenheims an die betreuende Familie werden wir sofort eine Entlastung im Pflegenotstand erleben. Das entlastet zudem die Sozialämter, die meiner Kenntnis nach bei ca. 80 Prozent aller Heimbewohner Zuschüsse bezahlen.
Macht die gesellschaftliche Aufgabe der Altenbetreuung zuhause finanziell tragbar und das ganze Pflegeproblem ist gelöst.

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labellen 28.04.2018, 13:05
9. hohles Gerede,

Die Ausbildung von Fachkräften dauert und der Arbeitsmarkt dafür ist leergefegt. Viele Einrichtungen halten sich nur noch mit der Dauerbeschäftigung ungelernter Hilfskräfte über Wasser.

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