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Kliniken und Heime: Spahn stellt deutlich mehr Pflegekräfte in Aussicht
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Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn verspricht im SPIEGEL mehr Pflegepersonal für Krankenhäuser und Altenheime. Dort gäbe es eine "wahnsinnige Verdichtung der Arbeit" - die Lage sei gefährlich.

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zermuerber 28.04.2018, 13:14
10. Pflegekräfte grundsätzlich vorhanden

Die Pflegekräfte sind grundsätzlich ausgebildet und vorhanden. Jedoch ist unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen in der Pflege keiner bereit , lange im Beruf zu bleiben. Konkret : im Schnitt beendet jede ausgebildete Pflegekraft ihre Karriere nach 8 Jahren , weil die Bezahlung zu schlecht ist und v.a. die Arbeitsbedingungen unmenschlich sind. Würden sich diese beide Faktoren erheblich verbessern, wären auch genug Leute bereit, in der Pflege zu arbeiten. Zusätzlich könnte damit vermieden werden, dass aus Osteuropa billige Arbeitskräfte abgezogen würden, welche dort natürlich fehlen.

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progressivo 28.04.2018, 14:04
11. Schade!

Für einen kurzen Moment war ich positiv überrascht über das Vorhaben.
Aber was musste ich dann lesen? Dass Spahns Pläne vorsehen, die neuen Pflegekräfte von Mitteln der Krankenkassen zu bezahlen, um die armen armen Krankenhauskonzerne zu schonen, die Schiss vor höheren Pflegekosten haben. Damit würde die Politik mal wieder private Renditen und Gewinne subventionieren. Die privatwirtschaftliche Organisierung im Gesundheitswesen ist ein Skandal, schließlich kann sich niemand aussuchen, ob er krank wird oder nicht.

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Freidenker10 28.04.2018, 14:24
12. Gar nichts wird sich ändern...

Im Moment sind die Pflegeeinrichtungsträger in den ehemaligen jugoslawischen Ländern, in Polen, Ungarn und Rumänien unterwegs um Pflegekräfte zu rekrutieren. Man übernimmt alle bürokratischen Hürden und stellt Personalzimmer für den Anfang. Die Anerkennung dauert hierzulande 1 Jahr und die Pflegekräfte verpflichten sich für weitere 3 Jahre nach Anerkennung beim jeweiligen Träger zu arbeiten. Soviel zu den 8000 Stellen, aber die werden den abgebenden Ländern einfach geklaut und fehlen am Ende dann dort. Auch sind diese neuen Pflegekräfte natürlich mit dem Einkommen sehr zufrieden sehr zum Leidwesen des Stammpersonals. Übrigens bedeuten diese 8000 Stellen rund eine 1/2 Pflegekraft pro Einrichtung/Klinik! Im Grunde wird sich gar nichts ändern, denn der Druck die Löhne ENDLICH deutlich anzupassen entfällt somit mal wieder, weil man sowieso kein deutsches Pflegepersonal mehr findet das sich den Job noch antut. Natürlich kochen auch unsere ach so guten kirchlichen Arbeitgeber in der Pflege ihr eigenes Süppchen indem sie einfach nach Kirchenrecht bezahlen und das ziemlich lausig! Also wenn Herr Spahn tatsächlich was ändern will, muss er auch ans Kirchenrecht ran und da bin ich bei einem CDU ler echt gepsannt....

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Lankoron 28.04.2018, 14:55
13. 13000 Einrichtungen,

überall zusätzliches Personal, macht 8000 Stellen....politische Rechnerei muss man nicht nachvollziehen können. Und woher man die fehlenden und die zusätzlichen Beschäftigten herzaubern will, und aufgrund der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung motivieren will, dazu hat der Minister keine Ideen??

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tom0781 28.04.2018, 16:20
14.

Einerseits sollen die Pflegekräfte durch die Krankenkassen bezahlt werden und andererseits sollen die Krankenkassen Überschüsse an die Versicherten zurückgeben. Hmmm...

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Leser Stefan 29.04.2018, 17:10
15. Da sollte man sich...

...fragen, aus welchem Land Herr Spahn diese Pflegekräfte herholen will???? Selbst den Chinesen ist der Lohn zu niedrig! Den Mangel an Pflegern ist der Privatisierung der Altenheimen geschuldet, dessen Chefetage dem Personal sehr viel zugemutet wird wie z.b. die Aufteilung der Bewohner pro Pflegekraft, sparen beim Material.... Viele Pflegekräfte resignieren, - da viele private Alterseinrichtungen sich untereinander gut kennen und schätzen und vor allem sich beim gestalten der Löhne sehr schnell einig sind - da ein Wechsel keinerlei Verbesserungen mit sich bringt, weder finanzieller noch vom Arbeiten her, entwickelt sich als ein Teufelskreis....Sowas findet man aber in vielen Branchen in Deutschland. Attraktivität bekommt eine Arbeit erst dann, wenn die Löhne stimmen, dann erst das Arbeitsumfeld...den Arbeitnehmer der aus Berufung für wenig Lohn arbeitet, ist eine vom Lobbyismus erzwungene Lüge!

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alex77lubu 30.04.2018, 05:45
16. Die Kassen

Sollen die zusätzlichen Pflegekräfte also zahlen. Und das wo die Gesellschafter der Heimbetreiber pro Jahr über 100 Prozent EK-Rendite NACH Steuer scheffeln? Da muss man ansetzen. Der Mann ist eine Farce.

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Martin98 30.04.2018, 06:55
17. Unrealistische Ideen

Da gibt es auch Stimmen, dass die Zuwanderer/Zuwanderinnen ja in der Pflege arbeiten können. Bei allem Optimismus wird das nicht funktionieren. Allerdings wird man den Grund nicht sagen dürfen. Muslime sollen Ungläubige pflegen? Muslimische Männer möglicherweise Frauen? Da müssten viele ihren Glauben und ihre Kultur verleugnen. Aber man wird das ignorieren bis es zu spät ist. Es sind ja auch die Deutschen, die zunehmend antisemitisch werden.

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chiefseattle 30.04.2018, 08:19
18. Lieber Herr Spahn,

ihre Hoffnung, 8000 von den Krankenkassen finanzierte neue Stellen einzurichten, ist leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein (ich möchte keine stärkeren Redewendungen verwenden!!). Wenn Sie gesagt hätten - 30.000 neue Pflegestellen mit 3000 Euro brutto - dann hätte ich Hoffnung, dass Sie versuchten, die Pflegekrise in den Griff zu bekommen. Ihre Aussage bleibt also - Schall und Rauch, bald sind Sommerferien.

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AndreHa 30.04.2018, 08:41
19. Neuanfang

Es braucht keine Reform. Die gab es in jeder Legislaturperiode. Was wir brauchen, ist ein Neuanfang. Ein kompletter Neustart, der Druck auf den Reset Knopf.
Das gesamte Gesundheitssystem gehört auf den Prüfstand. Zurück zur gesellschaftlichen Verantwortung, mit Gesundheit dürfen keine Profite gemacht werden - schon gar nicht mit meinen Pflichtversicherungsbeiträgen.
Alles andere ist Murks und das Gleiche, was jeder Gesundheitsminister verspricht - und am Ende nicht hält.

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