Forum: Wirtschaft
Klinikkonzern Asklepios: Ärzte warnen vor Risiken durch Personalmangel
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Engpässe in der Notaufnahme, alleingelassene Berufsanfänger: Beim Klinikkonzern Asklepios schlagen Internisten in Brandbriefen Alarm. Eine sichere Patientenversorgung sei "nicht mehr uneingeschränkt möglich".

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TheFunk 24.11.2018, 09:08
50. Das passiert, wenn die CDU

gutfunktionierende städtische Krankenhäuser für wenig Geld verklappen. Öffentliche Daseinsfürsorge. Asklepios hat gezeigt, daß sie es nicht können und Hamburg keine gute Krankenhaus-Struktur hat, also muss die Politik Sorge dafür tragen, das sie Krankenhäuser wieder städtisch betrieben werden. Ob nun Enteignung oder Rückkauf. Asklepios ist nicht gut für Hamburg.

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dirkcoe 24.11.2018, 09:10
51. Gesundheit wird verhandelbar

Wir erleben es im Krankenhaus, bei der Ärztlichen Versorgung, bei den Diesel Abgasen. Die Gesundheit der Bürger - immerhin oberstes Gut unseres GG - wird von der Politik nur noch belächelt und hat gegen die Interessen von Lobbyisten und Aktionären kaum noch Bedeutung. Leider ist das nur ein Schüppchen auf dem von Merkel verursachten Trümmerhaufen.

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Jason04 24.11.2018, 09:12
52. Ps

Und was hält uns Ärzte eigentlich davon ab dieses Spiel zu beenden! Ein Streik an der Klinik und diese liegt still!!
Wie kann ein solcher Betreiber überhaupt noch ärztliches Führungspersonal bekommen?!? Wie kann man als Arzt dort führend arbeiten?!?! Was muss man dafür alles vergesthaben!?!?

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olli08 24.11.2018, 09:12
53. Ein Krankenhaus DARF KEINE Geldmaschine sein!

Eine der wenigen Pflichtaufgaben unseres Staates ist, den Menschen ein funktionierendes Gesundheitssystem bereitzustellen das nebenbei auch den Möglichkeiten einer modernen und reichen Industrienation enspricht.
Hier wurde dieses Ziel vollständig und vorsätzlich verfehlt.
Was ist zu tun?
1. Sofortige Enteignung und Verstaatlichung.
2. Anklage der verantwortlichen Vorstände/Geschäftsführer.
3. Rücktritte der verantwortlichen Politiker. Aber die konnten das ja bestimmt nicht ahnen, dass wirtschaftliche Interessen und Patientenwohl einfach nicht zusammen passen, besonders nicht unter den geltenden Rahmenbedingungen. Also werden sie ihre Hände in Unschuld waschen ...

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Guerilla_79 24.11.2018, 09:19
54. ...

Zitat von w_jupe
Die Diskussion um überforderte Ärzte/Pflegekräfte ist ziemlich bigott: Auf der einen Seite sind sich alle einig, dass "endlich etwas passieren" müsse und alle Beteiligten wahlweise mehr Gehalt/mehr Urlaub/mehr Personal/mehr Studienplätze/weniger Bürokratie haben sollten. Auf der anderen Seite kostet das viel Geld. Wenn es heißt, den Beitrag zur GKV (14,6%) zu erhöhen, jammert der Deutsche Michel lauthals und mit hochrotem Kopf: - Das System muss effizienter werden (trotz toller BWLer, die im Krankenhaus seit Jahren allen auf den Keks gehen)! - Die Medikamente sind zu teuer (soll deren Entwicklung verstaatlicht werden?)! - Es wird zu viel Geld für Unnötiges ausgegeben (weil die o.g. Effizienztreiber das DRG-System missbrauchen)! - Die Ärzte verdienen zu viel (siehe Wochenarbeitszeit. Das geht dann bei Berufseinsteigern Richtung Mindestlohn. Kein Wunder gehen die alle in die Schweiz...)! Nee nee, liebe Leute. Deutschland ist Weltmarktführer im "wichtige Dinge erst angehen wenn der Schaden schon da ist". Die Bahn/unsere Brücken sind marode? Hat Zeit. Die Verwaltung ineffizient? Erst mal zur 10-Uhr-Kaffeepause. Die Ärzte arbeiten so viel, dass zwangsläufig Fehler passieren und Menschen sterben? Ich habe so Angst abends vor die Tür zu gehen!!1! Schönen Samstag, Ihr Wolfgang Jupe
Einspruch,

Asklepios hat 2017 einen Gewinn von 194mio Euro eingefahren bei einem Umsatz von rund 3mrd Euro.

Ich weiss bis heute nicht mit welchem Recht VERSICHERUNGSleistungen bzw. "Gebühren", genau genommen Zwangsabgaben an Aktionäre verteilt werden?

In privaten Kliniken können die Cash von Scheichs, oder Trumps oder sonstwem nehmen und bezahlen oder auch nicht bezahlen was sie wollen.

Geld aus Versicherungen haben die aber garantiert nicht zu bekommen so als "private" - dann müssen sie auch privat geld einsammeln.

Und wenn dann meine/unsere Versicherungsgelder wieder in Krankenhäuser/Kliniken fließen, erst danach kann man daraüber nachdenken das "irgendwas teuerer werden könnte" wenn es nicht ausreicht.
Also Asklepios muss dafür erstmal alle Dividenden und Renditen einstellen und die 194mio in ihre Buden stecken.

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borstigerwolf 24.11.2018, 09:22
55. Alle haben es doch gewusst

Wenn man Krankenhäuser wie Wurstfabriken führt, dann kommt außer Profit auch nicht viel Vernünftiges heraus. Wie dumm muss man sein, um das nicht zu begreifen? Krankenhäuser, Pflegeheime, Energieversorger, Wasser- und Gas, Bahn, all das muss vom Staat gewährleistet und betrieben werden. Der Markt richtet nämlich gar nichts, der Markt sorgt nur für Profit.

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hermanngaul 24.11.2018, 09:22
56. bis vor 15 Jahren

sind Fachärzte auch mal gerne noch für ein paar Jahre im Krankenhaus geblieben und haben ihr wissen und können vertieft und an junge Assistenten weitergegeben unter normalen Arbeitsbedingungen. Oftmals war es auch richtig angenehm auch wenn es naturgemäß nachts und Wochenendarbeit gibt. Meine Frau und ich sind beide direkt mit dem Erreichen des Internistischen Facharztes aus der Klinik förmlich geflohen. Es sind schreckliche Zustände. Und es wird schlimmer. Die innere Medizin ist komplett ungeeignet, um Rendite zu erwirtschaften.
Ich kann jungen Kollegen nur raten: Macht es anders!

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karlo1952 24.11.2018, 09:22
57. Solange solche Einrichtungen privatisiert werden,

braucht man sich nicht zu wundern. Welcher Privatinvestor möchte sein Geld für gute Taten anlegen, ohne vernünftige Rendite. Und wenn es Rendite abwirft ist die nächste Aufgabe des Manage,ents Renditemaximierung. Das ist alles legitim, nur gehören Einrichtungen und Versorgungen, die für ein Volk Voraussetzung sind nicht in Privathände. Aber dieser Zug ist abgefahren. Es kommt höchstens noch schlimmer.

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damp2012 24.11.2018, 09:23
58. Die Privatisierung der Krankenhäuser...

... war der falsche Weg. Sicher muss effizient und effektiv gearbeitet werden - aber wie hier schon erwähnt, sind die Renditen, die die Haie im Gesundheitsteich (Namen sollen an dieser Stelle nicht genannt werden...) schon lange dafür verantwortlich, dass das gesamte System torpediert wird. Eine schlichte Frechheit, ein wirklich gute Gesundheitssystem in unserem Land dermaßen verkommen zu lassen... Und die Zahnarztpraxen sind die nächsten...

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Niteftef 24.11.2018, 09:24
59. Eigentum verpflichtet

Gerade ein Krankenhaus verpflichtet dazu, eine gute Versorgung der Patienten sicherzustellen. Jedes Krankenhaus, wo so etwas, wie hier im Artikel beschrieben wird, passiert, sollte umgehend enteignet werden.
Immerhin geht es da tatsächlich manchmal um Leben und Tod. Mir wurde als Kind nämlich noch beigebracht, dass ein Menschenleben wichtiger ist, als alles Geld der Welt.

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