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Koalitionskrach: Worum sich Union und SPD schon wieder bei der Rente streiten
DPA

Eigentlich hatten Union und SPD sich im Koalitionsvertrag auf eine Rentenreform geeinigt. Doch nach wenigen Monaten sorgt das Thema schon wieder für Streit. Im Kern geht es dabei um die Arbeitsgrundlagen der Großen Koalition.

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lars.manhof 28.08.2018, 11:28
50. Der kleine Unterschied

Die CDU sagt: 'Wir sind traditionell immer schon für die Einkünfte der Besserverdienenden zuständig gewesen. Wenn wir nun die breite Masse mit einbeziehen würden, dann wird das uferlos. Und wer soll es bezahlen? Die Besserverdienenden? Das ist ja vollkommen kontraproduktiv und nicht vereinbar mit unserer bisherigen Politik'.
Und so überdeckte der Streit mit der SPD die häßlichen Vorgänge in Sachsen ein wenig.

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freddygrant 28.08.2018, 11:28
51. Meine Frage hier ...

... ist nun. Sollten wir und über die aktuellen Renten
und Rentenentwicklung streiten oder die in 2040?

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timvie 28.08.2018, 11:33
52. Und?

Zitat von pom_muc
Die meisten Menschen in Altersarmut waren in den jahrzehntelangen Zeiten der Arbeit aber auch Urlaubsweltmeister. Autoweltmeister. Haben lieber den Gegenwert eines Hauses verraucht und versoffen als für ein Haus oder ihre Rente zu sparen. Schauen wir uns doch mal die Lebensläufe der Armutsrentner genauer an.
Jedem seines. Nicht pauschalisieren.
Ich hab's sogar noch verkokst und weiss nicht was noch. Den Spass kann ich mir locker noch zehn Jahre leisten. War aber auch 20 Jahre im Urlaub, weil ich die Kohle verdient hab. Und weiter verdienen werde.
Was brauch ich den ne Doppelhaushalte am Arsch der Welt. Da hau ich mir mit 90 lieber Mojitos in Laos rein.
Es gibt auch nen Spass-Effekt im Leben. Und nicht nur die Polstergarnitur von der Oma.

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jk1! 28.08.2018, 11:33
53. Danke SPD

Danke für die dritte Unterwerfung in einer durch Frau Merkel geführten Koalition. Aber nur so kann kann man ja tatsächlich gestalten und sozialdemokratische Politik machen, das es quietscht.
Es gibt mit Österreich, der Schweiz und Norwegen doch genug Vorbilder, wie man es besser organisieren kann. Was soll diese Kommission eigentlich.
Wieder mal die Angst davor das zu tuen wofür man gewählt wurde: Verantwortung übernehmen.
Armseliges Gegurke!

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rleu 28.08.2018, 11:35
54.

Zitat von grain
[...] Dann muss endlich das Gejammer aufhören von den Leuten, die bis dreißig studieren, damit sich ein entsprechend höheres Einkommen sichern (anderes macht die Studiererei keinen Sinn) und nachher die gleiche Rente haben wollen wie Leute, die 45 - 50 Jahre gearbeitet haben. [...]
Welcher Rechtsanwalt will denn die gleiche Rente wie seine Sekretärin? Welcher Bauingenieur möchte auf dem Niveau vom Sandschipper verrentet werden? Oder hab ich die Ausführung falsch verstanden?

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alfredo24 28.08.2018, 11:37
55. @pom_muc, #25

Zitat von pom_muc
Erzählen Sie mal warum ein "Reicher" 30x mehr für sein Brötchen beim Bäcker zahlen soll als ein "Armer"? Wenn Sie das ordentlich begründen können klappt es auch bei den Sozialsystemen. Und danach erklären Sie noch warum ein "Reicher" in so einem System bleiben sollte nachdem es ihm möglich ist jederzeit D zu verlassen und woanders zu wohnen.
Sie fragen hannac. Auch ich kann es Ihnen erklären: Sie wollen wissen, wieso ein Reicher 30x mehr für sein Brötchen beim Bäcker bezahlen soll, wie ein Armer. Ganz einfach: Ein Reicher hat auch 3000x mehr monatlich zur Verfügung. Ein wirklich Reicher hat sein Reichtum nicht erarbeitet, sondern geerbt. Oder er hat eine Firma gegründet und mit etwas Glück 1.000 bis 10.000 Mitarbeiter für ihn arbeiten lassen. Durch die Politik/Förderungen und durch Lohn auf niederem Niveau hat er an jedem Mitarbeiter kräftig verdient. Die Politik hat die Rahmenbedingungen dafür geschaffen (Zeitarbeitsverträge, Arbeitslosigkeit, Steuerpolitik, etc.). Die Produktivitätssteigerung, die seine Mitarbeiter jeweils erreicht haben, wird von der Politik nicht als zusätzliche Wertschöpfung entsprechend den Sozialsystemen oder Steuern zugeführt. Dies sorgt dafür, dass diese Menschen immer Reicher werden. Immobilien und Mieten werden überproportional teurer. Es ist kein Luxus, in irgendeiner Wohnung zu leben. Man muss irgendwo leben können. Das Geld zum Leben wird durch jährliche Lohnsteigerungen abzüglich Miete immer weniger. Ebenso nehmen die Armutsrentner in den nächsten Jahren signifikant zu. Und auch der Reiche kann aus Deutschland auswandern, wenn es ihm nicht mehr gefällt, weil ihm die Rahmenbedingungen ungerecht vorkommen, aber vor allem, bevor er das deutsche System ausgenutzt hat.

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seppfett 28.08.2018, 11:39
56.

Zitat von Renée Bürgler
Was ist schlimmer: Wenn die Opposition (noch) kein Rentenkonzept hat oder wenn die Regierung kein Rentenkonzept hat? Wie sind die Aufgaben von Regierung und Opposition in einer parlamentarischen Demokratie?
Es gibt eine Rente und ein Rentenkonzept. Wenn „Experten“ behaupten , dass das momentane Konzept mit der doppelten Haltelinie zu teuer ist, muss das diskutiert werden. Viele Journalisten benutzen das Wort Streit. Für mich ist das eine nötige Diskussion zwischen Partnern und Kontrahenten.

Die Oposition will gewählt werden, also muss sie Konzepte für Ihre Politik den Wählern vorstellen. Oder woher soll der/die Wähler(in) denn wissen warum er die eine oder andere Partei wählen soll? Durch die AFD ist dieser demokratische Grundssatz zerstört worden, da ein Thema aufgeblasen wird um das Unwissen über andere Themen zu verdecken. Oder, um ihre neokapitalistische, unsoziale Politik durch die Hintertür der Angst vor Fremden aufzudrängen.

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seamanslife 28.08.2018, 11:39
57. gut erkannt

Zitat von tailspin
Das ist doch alles eine unverschaemte Korinthenkackererei von Politikern, die sich selbst den Hintern nach allen Regeln der Kunst gepudert haben. Wenn fuer Asylanten Geld da ist, die sich selbst eingeladen haben, dann sollte es auch fuer Mitbuerger da sein, die jahrzehntelang zwangsweise einbezahlt haben. Vielleicht sind die mal genannten 5000 Euro /Asylant an direkten Beihilfen und indirekten Folgekosten zu hoch gegriffen. Ich kriege jedenfalls nur ein Viertel davon, und ich habe seit den 70'ern des letzten Jahrtausends einbezahlt.
in Mecklenburg-Vorpommern sitzt gleich bei der CDU Vater und Sohn (beide aus Greifswald) im Landtag. Sie nutzen eben klever die ihnen gesetzlich gegebenen Möglichkeiten der Selbstversorgung. Der Herr gibst den Seinen steht in der Bibel und sie setzen das im Familienkreis konsequent um.

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marinero7 28.08.2018, 11:40
58. Geht doch!

Zitat von nixproblem
Die Rentenforderung von Scholz und den ihn unterstützenden SPD-Politikern ist auf seriöse Weise nicht zu finanzieren, sie ist eigentlich ein Betrugsversuch am Wähler. Wäre es Scholz wirklich um einen zukunftsfähige Rente gegangen, dann hätte er das Ergebnis des Expertengremiums abgewartet.
Höhere Renten sind nicht zu finanzieren? Dann schauen Sie mal nach Österreich und sehen wie das gemacht wird. Finanziert wird dies über einen höheren Rentenbeitrag. Er lag dort 2014 bei 22,8 Prozent im Vergleich zu 18,9 Prozent hierzulande. Allerdings werden in Österreich die Arbeitgeber stärker belastet, sie zahlen monatlich 12,55 Prozent, und nicht, wie in Deutschland, die Hälfte des Beitrags. Zu Diskussionen führe diese Ungleichheit in der Alpenrepublik nicht, sagt Werner Thum, Vorsitzender der Pensionist/innen im Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB). Das sei schon immer so gewesen.
Österreich ist wohl noch am Besten mit dem deutschen System zu vergleichen, eventuell auch die Schweiz. Dort zahlen alle prozentual zu ihrem Einkommen ein. In unserer Firma hat das bei einigen Führungskräften zu Überraschungen geführt als sie ihre erste Gehaltsabrechnung bekamen und die Rentenabzüge gesehen haben. Die Rente ist allerdings gedeckelt.

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Allenore 28.08.2018, 11:41
59. Dies ist falsch.

Zitat von vfleischhauer
(...) Und Scholz will uns für die derzeitigen Rentner, denen es zu über 90% richtig gut geht, noch tiefer in die Taschen greifen. (...)
5 Mio. Rentner (das sind ca. 20 %) haben Renten unter 800 Euro, also unterhalb dessen, was die Volksverkäufer für ihre Freunde aus dem Ausland (die nie einen Finger für D. krumm gemacht haben) als unabdingbar für einen menschenwürdigen Lebensunterhalt ansehen (Sozialhilfe).

Es gibt wohl kaum eine Netto-Rente in der "Gesetzliche" über 1.600 Euro im Monat. Man möge es mir beweisen. Durchschnittsrente netto ist 960 Euro. Alles andere ist nur noch Augenwischerei der Politik. Darüber hinaus wurden die Rentenfreibeträge abgeschafft und die Renten besteuert. Weil das als Plünderung der alten Menschen dieses Landes immer noch nicht reichte, wurden die seit 1919 bestehende Vergünstigungen für Rentner in Schwimmbäder, Sportanlagen, Museen, Theater, Oper, Bahnen in einer konzertierten Aktion der Altenfeindlichkeit zusammengestrichen.

Die grössten Schweinereien passierten allerdings den berufstätigen älteren Kranken, die bisher durch die Berufsunfähigkeitsversicherung mehr schlecht als recht abgesichert waren. Die hatten dafür ein Arbeitsleben lang Beiträge gezahlt hatten, um die sie vom "Staat" betrogen wurden. Die schickten diese "humanen" Volksverräter in Hartz-4, um nach der entstehenden Armut durch Krankheit und Arbeitslosigkeit über bezahlte Schlechtachtern deren Spargroschen für´s Alter plündern zu können. Da sind ganz üble Dramen passiert. Und raus aus dem Haus: wir versteigern für Sozialhilfe.

Übrigens, 56 % der dt. Bevölkerung ist älter als 50. Für die ist die Altersversorgung das wichtigste Thema. Auch wenn die Medien alles tun, das zu verschweigen und nicht diskutieren zu lassen.

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