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Koalitionsprogramm: Spediteure fürchten Pleitewelle durch Bundesstraßen-Maut
DPA

Der Beschluss zur Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen ist im Koalitionsgerangel beinahe untergegangen. Dabei sind die Folgen erheblich - besonders mittelständische Speditionsbetriebe sehen sich bedroht.

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hj.binder@t-online.de 30.11.2013, 08:02
10. Ganz gut,

wenn halbseidene "Geschäftsmodelle", die auf Betrug u.ä. basieren ("Scheinselbstständige", Unterschlagung von Sozialabgaben, Subventins- und Steuerbetrug) endgültig vom Markt geblasen werden. Es ist gut für die Sicherheit auf Straßen, gut für ordentliche Kaufleute und letztendlich ein Beitrag für die mwelt.

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uwelu 30.11.2013, 08:04
11. Allen gerecht zu werden ist eine Kunst ...

Die Belastung durch LKWs ist aus meiner Sicht grenzwertig bis zu hoch. Insofern kann ich nur gut heißen was diesen Wahnsinn wieder etwas eindämmt.
Für ländliche Gebiete oder auch spezial Anwendungen wie Baustellen wird wahrscheinlich weiterhin Bedarf für LKW-Transporte geben. Ich hoffe aber sehr dass die zusätzliche Maut den allgemeinen LKW-Verkehr wieder etwas eindämmt.
Für den kleinen Fuhrunternehmer, der dadurch sein Geschäft aufgegeben muss tut es mir leid, aber bei fast jeder Änderung wird es Benachteiligte geben.

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meinsenf1 30.11.2013, 08:05
12. Marktbereinigung

Zitat von sysop
Greenpeace-Experte Moser sieht jedoch wenig Grund für Mitleid mit der Branche. "Wenn Wohl und Wehe eines Unternehmers von ein paar Hundertern für die Mautkosten abhängen, dann sollte er sein Geschäftsmodell überdenken", sagt er kühl. Es könne jedenfalls nicht angehen, dass die Allgemeinheit die Kosten für die Umwelt übernehme, während Einzelne ihr Geschäft machten.
Da stimme ich ausnahmsweise mal mit einem Greenpeace-Vertreter überein.
Es werden viel zu viele Waren kreuz und quer durchs Land gekarrt.
Ohne an den verursachten Kosten beteiligt zu werden, entspricht das einer indirekten Subvention.
Wenn das Geschäft nur durch Subventionen lukrativ ist, muss es eine Marktbereinigung geben.
Man könnte den Effekt noch durch einen dringend nötigen gesetzlichen Mindestlohn für LKW-Fahrer verstärken.
Wenn dadurch Waren und Dienstleistungen teuerer werden, entspricht das nur den tatsächlichen Kosten.
Hört sich hart an, ist aber so.

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laermgegner 30.11.2013, 08:10
13. Zweiklassenmedizien

Die Kleinen bekommen wieder eins darauf, werden jetzt wohl noch auf die Kreisstraßen ausweichen - die Fahrer bekommen noch Streß und die Flußzeugindustrie kann schalten und walten wie sie will. Ihr seit ein paar Politiker - im namen es Volkes.

Ach ja und die LKW - Kultur wird sich noch weiter ändern- sehe jetzt schon nur noch polische Fahrzeueg - auch bei der Post und bei der Bahn.

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RainerCologne 30.11.2013, 08:10
14. hmmm

Ich erinnere mich an eine Grafik, die prophezeite in gar nicht weiter Zukunft eine Verdopplung des Lkw Aufkommens.

Wenn nun ein Großteil der Speditionen pleite geht, wird unsere Wirtschaft dem entsprechend brach liegen.

Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass Aufträge unangenommen verschimmeln.

Vielleicht braucht die Branche Innovationen.

An den Untergang der Branche glaube ich nicht, wahrscheinlich niemand. Denn wie sollen die Güter sonst transportiert werden? Die Schiene ist keine Alternative

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paulrichterhausdorf 30.11.2013, 08:14
15. ein Glück

für unsere Region. In Kernzeiten befahren innerhalb einer Stunde 150 bis 200 LKW die Straße, die an unserem Dorf entlang führt. Nur wenige Fahrzeuge kommen aus der Region. 99 % sind Mautpreller.
Trotz vieler Unzuläglichkeiten in dem GrKo-Vertrag
ist das mal eine gute Nachricht

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großwolke 30.11.2013, 08:15
16. optional

Ich verstehe das Gejammer ehrlich gesagt nicht so richtig. Eine Maut wäre doch etwas, das ALLE Wettbewerber in diesem Markt trifft? Wenn durch die (vermutlich überschaubaren) Mautkosten der im Beispiel genannte mecklenburger Weizen nicht mehr vermarktbar ist, dann trifft das doch in allererster Linie die Bauern und erst danach die Fuhrunternehmer (wenn überhaupt).

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Luke1973 30.11.2013, 08:15
17. LKW Maut

Der Quatsch mit der Umlagerung auf die Schiene scheint auch nie auszusterben.
1. Es ist kaum möglich, da eben tatsächlich nicht jeder "Acker einen Gleisanschluss hat".
2. Es bringt kaum was, da die Bahn entgegen dem Volksglauben kaum umweltfreundlicher ist, als der LKW.

Es wird immer so getan, als sei die Bahn umweltfreundlich. Dabei ist nur ein ganz ganz ganz kleines bißchen weniger umweltschädlich.
Je nach dem wie man es rechnet, kann die Bahn sogar als Verlierer gegenüber dem LKW dastehen.
Die Fakten muss man doch mal zur Kenntnis nehmen.

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kabian 30.11.2013, 08:15
18. Unlogisch

So ein lächerlicher Gewinn soll aus dem Fuhrgeschäft zu erzielen sein? Da sollte mal das Finanzamt nachprüfen ob das stimmt. Mir fallen auf anhieb unzählige Geschäftsideen ein die mehr bringen. Selbst eine Geldanlage von 3% ist bei den Investitionskosten von einem LKW sinnvoller. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das eine Spedition ihren Betrieb als Hobby betreibt.

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Spiegelleserin57 30.11.2013, 08:16
19. defekte und abgefahrene Autos

wenn ich jeden Tag die großen schaukelnden LKWs morgens sehr früh beobachte die sich mühsam über kaputte Straßen schaukeln (man fragt sich nach der Überladung) kann ich die Maut nur begrüßen. Besonders gut in FFM-Ost (Riederwald) zu beobachten
wo die Straßen provisoirsch repariert worden sind.
Dort findet kaum eine Verkehrsüberwachung statt und man hat wirklich Angst hinter diesen schaukelnden Fahrzeugen zu fahren.

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