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Koalitionsverhandlungen: Prepaid-Karten sollen Stromsperren verhindern
DPA

Mehr als 300.000 Haushalte sind jedes Jahr von Stromsperren betroffen. Damit soll nach Plänen der künftigen Koalition bald Schluss sein. Union und SPD wollen Vorkasse-Systeme einführen.

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thw999 11.11.2013, 11:34
70. Blinder Aktionismus

Zitat von sysop
Mehr als 300.000 Haushalte sind jedes Jahr von Stromsperren betroffen. Damit soll nach Plänen der künftigen Koalition bald Schluss sein. Union und SPD wollen Vorkasse-Systeme einführen.
Klingt einfach - Prepaid Karte wie am Mobiltelefon und der Strom versiegt, sobald das "Guthaben" aufgebraucht wird...flächendeckend einsetzbar.
Alles zum Wohle der Menschen, deren Existenz durch einen zu hohen Strompreis (nicht durch Gas-, Zigaretten-, Benzin- oder GEZ-Gebühren...) gefährdet ist. Gutes Geschäft wieder für die Konzerne - die Kosten werden sozialisiert, Gewinne privatisiert. Im Einzelnen:
1: Kunden erhalteneinen separaten Zähler (...Zählergebühren erhöhen sich für alle...)
2: Netzbetreiber installieren einen neuen Service (...Netzbetreiber müssen einen sicheren Weg finden, den Kunden vom Strom zu nehmen und ihn schnell wieder zurück zu bringen...Netzgebühren erhöhen sich für alle. Netzbetreiber folgen politische Vorgaben und dürfen Investitionen auf alle Verbraucher umlegen)
3: Neue Tarife müssen her - das Risiko der Abschaltung und erhöhtem Aufwand in Kundenservice wird eingepreist (...Prepaid-Tarife sind höher und somit zahlt das Amt wieder mehr bzw. die 300.000 Menschen erhalten weniger Strom für mehr Geld...).

Das ganze geht nicht mit der quasi verabschiedeten Verpflichtung zum Einbau eines intelligenten Mess-Systems einher. Dieser soll pflichtmässig nur dort erfolgen, wo entweder
- mehr als 6.000 kw/h per annum verbraucht werden
und/oder
- eine Erzeugungsanlage von mehr als 0,25kW Nennleistung betrieben wird.

Wieviele der betroffenen Haushalte fallen in diese Kategorie ?
Also rollen wir zwei unterschiedliche Systeme aus - 900 Energieversorger brauchen IT, Zähler, etc....

Diese Schnapsideen kosten für sich gesehen Millionen Euro für die Infrastruktur und erhöhen die Gesamtkosten und somit den Strompreis. Helfen tut das (mit Ausnahme der energieversorgenden Unternehmen und ihren Lieferanten) niemandem - zu allerletzt den Betroffenen.
Man sollte sich stattdessen überlegen, wie ein zukünftiges Energie-Regime die Belange der ärmsten berücksichtigt (z.B. Grundtarife sozialverträglich gestalten) und die Gesamtsystemkosten energiewendekonform niedrig hält (z.B. verbrauchszeitabhängige Tarife).
Der häufig kompetenzfreie, durch schiere Propaganda geschürte, angstgetriebene Aktionismus der Koalition in Sachen Energiepolitik macht mir Angst.

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trader_07 11.11.2013, 11:34
71. Doch....

Zitat von berns
weil dadurch nichts für die armen Menschen verbessert wird.
Doch, es gibt schon eine Verbesserung ... sie werden zukünftig keine Mahngebühren oder Inkasso-/Rechtsanwaltskosten mehr zahlen müssen. Bei manchen Leuten sammelt sich an diesen überflüssigen Kosten jährlich ein Betrag an, von dem man bequem in Urlaub fahren könnte.

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genugistgenug 11.11.2013, 11:34
72. politische Hochintelligenz?!

Zitat von
"Die Versorger bekommen ihr Geld und der Verbraucher muss nicht auf Strom verzichten", sagte die CDU-Politikerin Mechthild Heil
ist das noch Politikergeschwurbel oder bereits Realitätsferne (ansteckend?)
Können die nicht so weit denken, dass egal ob Stromsperre oder 'Karte leer' der Mensch keinen Strom mehr hat?
Aber bei denen kommt der Strom aus der Steckdose und die Diäten vom Bankkonto das von den Steuerzahlern immer treudoof aufgefüllt wird.

PS wie wäre es mit einer PrePaid Karte für Politiker/Bürokraten? Jeder Bürger kann anklicken ob man mit der Arbeitsleistung zufrieden war und wenn nicht, bleibt die Karte leer.

II. wegen BSOD (PC abgeschmiert noch mal geschickt)

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Susiisttot 11.11.2013, 11:35
73. Gute Idee

das hilft einigen ganz sicher sich mal mental mit ihrem täglichen Stromverbrauch zu beschäftigen, vielleicht auch mal vor der Anschaffung von energiehungrigen Großbildschirmen.

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Midgard_ 11.11.2013, 11:35
74. Klingt irgendwie populistisch

Was passiert denn, wenn die Prepaid verbraucht ist - gibt es dann trotzdem keine Sperre und der Versorger sein Geld?
Wenn ich von einigen Notfällen absehe, wird doch schlicht mehr Strom verbraucht als gezahlt wird, diese Mentalität wird sich also kaum ändern.
Da soll mal lieber Zwegat ran und schauen, wofür die Haushalte lieber ihr Geld ausgeben ;-)

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sternfalke77 11.11.2013, 11:35
75. Sozialtarif .

Zitat von themistokles
Eben. Aber die Energieriesen bleiben nicht mehr auf unbezahlten Rechnungen sitzen. Ein Musterbeispiel für erfolgreiche Lobby- Politik.
Anstatt, so wie es in vielen Städten mittlerweile im ÖPN Sozialtickets gibt, ebenfalls Sozialtarife für Energie einzuführen, werden die Probleme eher zugunsten der Energie-Abzocker gelöst.
Man fasst es kaum !

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e-dirk 11.11.2013, 11:36
76.

Zitat von spot78
Ein Bekannter hat aufgrund von Zahlungsproblemen in der Vergangenheit vom Versorger einen Prepaid-Zähler ... zahlt er nun für die Kilowattstunde noch mehr als andere Kunden. ...
Wieso soll er mehr Zahlen?
Weniger wäre richtig!
Er gibt dem EVU einen Kredit durch seine Vorauszahlung.
Ein Abzug von 10-20 % (Dispoüberziehungszinsen) wäre angemessen.

Dirk

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Odde23 11.11.2013, 11:37
77. Dr. med. Wurst

Zitat von themistokles
Eben. Aber die Energieriesen bleiben nicht mehr auf unbezahlten Rechnungen sitzen. Ein Musterbeispiel für erfolgreiche Lobby- Politik.
In der Deutschen Politik hat es nur mehr Versager. Was anderes fällt mir dazu nicht ein. Das Problem wird nicht angegangen sondern noch höhere Kosten werden generiert (Zählertausch). Ferner wird der Strombezug für alle Stromkunden umständlicher.

Setzen 6. Wie kann man nur dermaßen unfähig sein.

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Altesocke 11.11.2013, 11:37
78.

Zitat von herrdainersinne
...um wieder Licht zu haben, laden Sie bitte Ihre Karte auf. Wenn Sie sich das nicht leisten können, wird Ihnen für eine Stunde täglich eine Notstromversorgung zur Verfügung gestellt. MFG: Ihr Energieversorger.
Kurz nach Mitternacht, richtig? ;-)

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Obi-Wan-Kenobi 11.11.2013, 11:37
79.

Zitat von sysop
Mehr als 300.000 Haushalte sind jedes Jahr von Stromsperren betroffen. Damit soll nach Plänen der künftigen Koalition bald Schluss sein. Union und SPD wollen Vorkasse-Systeme einführen.
Was für eine blödsinnige Idee. Das einzige was mit Prepaid-Strom gespart wird sind die Kosten fürs abklemmen, was sich die Versorger gut bezahlen lassen.

Der Verbraucher sitzt trotzdem im Dunklen wenn er sich sein Stromguthaben gerade nicht aufladen kann.

Sinnvoller wäre sicherlich, H4-Empfänger und Geringverdiener bekommen den Strom zu den kwh-Preisen, wie ein Großkonzern. Dann haben die auch eine Chance den Strom bezahlen zu können und die Versorger machen bei den Preisen immer noch Gewinn.

Mit Prepaid-Strom wird den Versorgern nur eine Möglichkeit geboten versteckt die Preise zu erhöhen. Prepaid-Handys haben i.d.R. auch einen höheren Minutenpreis als Vertrags-Handys. So wird das mit Strom auch laufen, dass im Prepaid-Tarif letztendlich ein paar Cent mehr für die kwh bezahlt werden muss.

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