Forum: Wirtschaft
Koalitionsverhandlungen: Trüffel gegen Zitronen getauscht

Die SPD hat sich schon einmal von Angela Merkel übertölpeln lassen. Bei den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen müssen es die Sozialdemokraten besser machen: Sie sollten auf dem Finanzministerium bestehen und sich in der Euro-Politik nicht auf faule Kompromisse einlassen.

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klara2013 09.10.2013, 19:47
70. Kommentatoren

erstaunlich wieviele Kommentatoren anscheinend Merkel- Sympathisanten sind und trotzdem Spiegel lesen ;-) naja man muss ja wissen was der "Feind" denkt, oder sollte ich mich irren?

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garfield 09.10.2013, 19:50
71.

Zitat von Emil Peisker
Sie werden wohl die langen Jahre bis 2017 zu einem nicht existierenden Gott der Partei Die Linke beten müssen, damit nicht Ihre Partei am Ende in den Orkus geht.
Muahaha! Sollte es zur GroKo kommen, wette ich hier und jetzt mit Ihnen einen Tausender, dass 2017 die sPD ihr schlechtestes Ergebnis einfahren wird und die LINKE zulegt.

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rw2 09.10.2013, 19:59
72. Die Chancen der SPD in 2017..

Auf der einen Seite entfällt der A.M. Bonus wahrscheinlich 2017. Ich sehe noch keinen in der CDU der diese Lücke schliessen könnte.
Auf der anderen Seit sehe ich das Wahldebakel der SPD hauptsächlich in der bedingungslosen Euro/Europa Politik. Mit einer anderen Euro Politik (z.B. Forderung auf Einhaltung der Masstricht Verträge) könnte die SPD fuer 2017 gut aufgestellt sein. Die Agenda 2010 ist Schnee von gestern.

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SeasickSteve 09.10.2013, 20:04
73. ...

Zitat von fatalismo
Die von Ihnen gescholtenen Verlierer sind wohl in der Mehrheit - und sie täten allesamt gut daran, die Schwarzen allein regieren zu lassen. Notfalls die gesamte Legislatur, hangelnd von einer zur nächsten Vertrauensfrage der dann Kazler-Darstellerin. Nur zu mit dem Neuwahl-Kalkül; Neuwahlen müssen aber erst einmal legal erreicht werden - gegen eine rechnerische große Koalition der Opposition und einem in dieser Frage sehr mürrischen BP. Und selbst wenn Neuwahlen und sogar eine absolute Mehrheit der Unionsparteien. Dann müssten letztere immerhin richtiggehend regieren und sogar die Verantwortung dafür selber tragen. Das Tandem Merkel-Seehofer hat keine Mehrheit. Punkt. Und der bayrische Schwanz wird mit dem Berliner Dackel noch Schlitten fahren, des können Sie gewiss sein.
… wenn ich mich recht erinnere, hat Gregor Gysi schon vor einem Jahr konstatieren müssen, dass zwischen Linken-Ost und Linken-West der blanke Hass regiert (neueste Volte: die "Fraktionsführerschaft").

Nicht wesentlich besser dürfte es wohl um das Verhältnis von grünen mal ex DDR-Bürgerrechtlern, mal neuen Besserverdienern und roten Stasi-Karrieristen bestellt sein.

Und gelten nicht die Sozialdemokraten vielen dogmatischen Linken (gerade auch hier im Forum, siehe vorne) bis zum heutigen Tage als die Verräter der "Arbeiterklasse"?

Wie man angesichts dessen glauben kann, dass diese Schütteltruppe aus Wahlverlierern einen monolithischen Mehrheitsblock ("Linke Mehrheit") darstellen könnte, nur weil sie sich irgendwie dem gesäßgeographischen Begriff "links" zurechnen lässt, erschließt sich vermutlich nur Eingeweihten …

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localpatriot 09.10.2013, 21:00
74. Merkel hat ein hoeheres Ziel

Zitat von reflectionman
Wer sich fragt warum die SPD nach der großen Koalition wie ein gerupftes Huhn da stand, dem muss ich sagen "Face it, Merkel hat mehr richtig gemacht!" Wie Herr Münchau es oben kommentiert, sie denkt langfristiger, strategischer und umsichtiger als das Triumvirat der SPD. Ich glaube sie wird der SPD alle wesentlichen Forderungen in den anstehenden Koalitionsverhandlungen erfüllen, auch bei den Ministerposten (inkl. Finanzen). Wohlwissend, dass sie die SPD damit noch besser entzaubern kann... Wer heute noch glaubt mit dem Finanzressort gestalten zu können hat seine eigene Kurzsichtigkeit bereits bewiesen. Leitlinien und strategische Eckpfeiler setzt "La Merkel" auf europäischer Ebene und dagradiert das Finanzministerium schnell zum Zahlendrehher und Schudenverwalter... Ich erhoffe mir mehr Intelligenz und Auffassungsgabe bei den Roten und wünsche ihnen viel Glück in den Verhandlungen, sie werden es brauchen!!
Das Ziel der Kanzlerin war erstens die Wahl zu gewinnen und zweitens die eigene Macht und die ihrer Partei weiter auszubauen.
Das Ziel der SPD war immer als Verlierer eine Grosse Koalition anzustreben. Dadurch wird die persoenliche Position der Parteimaechtigen verbessert und die strategische Lage der Partei selbst verschlechtert.

Die Kanzlerin kann geben was sie ohnehin geben wolltel, naemlich alles was beim Waehler nach unbeliebtheit riecht.

Resultat: Ein weiterer Schub fuer Schwarz und ganz Schwarz (CSU) und die langsame Schwindsucht fuer die SPD.

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localpatriot 09.10.2013, 21:10
75. Der 'Feind' ist wo?

Zitat von klara2013
erstaunlich wieviele Kommentatoren anscheinend Merkel- Sympathisanten sind und trotzdem Spiegel lesen ;-) naja man muss ja wissen was der "Feind" denkt, oder sollte ich mich irren?
Der Feind der SPD ist nicht im Forum. Der Feind ist in der Parteispitze die auf Bequemlichkeit baut.

Um ernsthaft fuer eine echte Koalitionsposition zu verhandeln muesste die SPD in erster Linie bessere politische Loesungen auf den Tisch legen und zweitens gleichzeitig Gespraeche mit den Linken und den Gruenen fuehren.

Die Kanzlerin hat noch zwei Karten: Koalition mit den Gruenen und Minderheitsregierung. Moeglicherweise auch Neuwahl was man bei ihrer verbesserten Beliebtheit nicht von der Hand weisen sollte.

Fuer die SPD und fuer D waere eine weitere Zeit in der Opposition das richtige. Man koennte eine neue Parteispitze und neue poltiische Grundsaetze entwickeln ohne unter der nassen Wolldecke einer Koalition den untertaenigen Handlanger der Schwarzen zu spielen.

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Liechtenstein 09.10.2013, 21:15
76. Gurkentruppe

Zitat von u.loose
Da ist doch nur Murks heraus gekommen - das bitte nicht nochmal!
Schlimmer als es jetzt ist kann es ja wohl kaum kommen.
Zum Glück ist die Gurkentruppe nicht mehr dabei.

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Liechtenstein 09.10.2013, 21:21
77. 4. Ministerium

Zitat von Eppelein von Gailingen
Den de Maizière endlich nach Sachsen zurück geben. Rainer Arnold soll den Verteidigungsminister geben. Das Außenministerium muss die SPD auch noch besetzen, den Rest kann die Unionsmeute unter sich aufteilen. Wobei das Verbraucherministerium auch noch so eine Krücke sein kann, das haben wir mit der Mia-san-mia-Dirndl-Aigner mit dem rrrollenden RRRR gesehen.
Mit dem Grüßaugustministerium (Außenministerium) ist kein Blumentopf zu gewinnen. Mutti macht da die wichtigen Sachen selber.
Verteidigung bleibt besser bei der CDU/CSU. Den Sauhaufen sollen die selber aufräumen.
Aber das Verbraucherministerium ist in der Tat etwas für die SPD.
Man kann es ja nur besser machen als "10-Punkte-Plan" Aigner.

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Steve Holmes 09.10.2013, 21:21
78.

Zitat von Eppelein von Gailingen
Dann brauchen sie sich nicht mehr zu wundern, wenn es 2017 wieder, gleich zum dritten Mal nichts mit der Regierungsverantwortung wird.
Nach den Wahlen 1998, 2002 und 2005 hat die SPD jeweils Regierungsverantwortung übernommen und auch jetzt hat sie wieder eine realistische Chance dazu.

2005-2009 hatte sie auch viele wichtige Ressorts inne:
Vizekanzler - Franz Müntefering
bis 21. November 2007 - Frank-Walter Steinmeier
ab 21. November 2007
Auswärtiges Amt - Frank-Walter Steinmeier
Bundesministerium der Justiz - Brigitte Zypries
Bundesministerium der Finanzen - Peer Steinbrück
Arbeit und Soziales - Franz Müntefering
bis 21. November 2007 - Olaf Scholz
ab 21. November 2007
Bundesministerium für Gesundheit - Ulla Schmidt
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung - Wolfgang Tiefensee
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - Sigmar Gabriel
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - Heidemarie Wieczorek-Zeul

Trotz dieser vielen wichtigen Ressorts wurde die SPD bei der nächsten Wahl abgestraft.

Zitat von Eppelein von Gailingen
Besser als die Merkel ist die SPD allemal.
Das sehen die Wähler offensichtlich anders.

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Steve Holmes 09.10.2013, 21:33
79.

Zitat von rw2
Auf der einen Seite entfällt der A.M. Bonus wahrscheinlich 2017. Ich sehe noch keinen in der CDU der diese Lücke schliessen könnte.
2017 ist Angela Merkel 63 Jahre alt. Ihr Konkurrent bei der letzten Wahl, Peer Steinbrück ist mit 66 Jahren angetreten und Konrad Adenauer war 73 zu Beginn seiner ersten Amtszeit. Mit der Nachfolgesuche kann man sich also noch Zeit bis nach 2021 lassen.

Zitat von rw2
Auf der anderen Seit sehe ich das Wahldebakel der SPD hauptsächlich in der bedingungslosen Euro/Europa Politik. Mit einer anderen Euro Politik (z.B. Forderung auf Einhaltung der Masstricht Verträge) könnte die SPD fuer 2017 gut aufgestellt sein.
Etwas mehr Euroskepsis wird jeder Partei zu besseren Wahlergebnissen helfen. Die CSU hat es in Bayern vorgemacht als sie Autobahngebühren nur für Ausländer forderte. Angela Merkel wird diesen Trend sicher nicht verschlafen.

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