Forum: Wirtschaft
Koalitionsverhandlungen: Union und SPD einigen sich bei der Rente
REUTERS

Die Verhandlungsführer von Union und SPD haben sich auf ein Gesamtpaket bei der Rente verständigt. Sie rechnen mit Mehrausgaben in Höhe von mehreren Milliarden Euro.

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schensu 05.02.2018, 13:16
230. Schlecht argumentiert

Zitat von hexenbesen.65
Solange aber nur ein TEIL einbezahlt, und ALLE haben wollen, ist das ein Minus-Spiel... Wiso zahlen Beamte und Selbstständige nix ein ? Und bekommen 70 % "Pensionen" ? So ist es eben, "alle sind gleich",einige sind "gleicher"....
Erst schmeißen Sie Beamte und Selbstständige in den Nichtzahlersack und dann behaupten Sie, die bekämen beide 70%-Pensionen. Was soll das denn?
Solcherart vernebelt muss auch unsere zwangsbeglückende Rentensirene Nahles zu ihren seltsamen Hirnverrenkungen kommen.
Richtig ist: Beamte zahlen nix ein und bekommen überdurchschnittlich raus.
Wenn Selbstständige nix einzahlen, sorgen sie i.d.R. selber vor. Das ist wesentlicher Inhalt einer SELBSTständigkeit!
Große Teile dieser Gesellschaft bis in die politischen Spitzen hinein scheinen nicht ansatzweise zu begreifen, was es heißt, auf eigenes Risiko tätig zu sein.

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Stephanie1962 06.02.2018, 10:28
231. "Mütterrente"

Die Mütterrente wurde ausgeweitet liest man immer wieder. Dass dies nur für Mütter gilt die vor 1992 3 oder mehr Kinder geboren haben, wird kaum erwähnt. Was ist mit den Müttern die 2 oder 1 Kind haben? Gerade vor 1992 waren die Hilfen noch nicht so ausgeweitet wie heute. Was ist mit den vielen Alleinerziehenden? Ich wage zu behaupten, dass eine Alleinerziehende mit 2 Kinder mehr Stress hatte als eine Mutter mit 3 Kinder die zu Hause war. Für mich ist dieser "Zusatz" beziehungsweise die Bedingung mit "3 Kindern und mehr" eine Ungerechtigkeit gegenüber den anderen Müttern. Schließlich gibt es diesen Zusatz für die Mütter die nach 1992 Kinder geboren haben auch nicht.

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dr.lothar.thuermer 07.02.2018, 11:27
232. Reform vertagt!

Ein großer Wurf? Eine vorausschauende Politik, die die Zukunft mutig gestalten will? Kaum! Die Rentenversicherung in ihrer heutigen Form wird nach Einschätzung vieler Fachleute auf Dauer weder den Lebensstandard sichern noch Armut vermeiden können. Doch was die GroKo hierzu kurz- und mittelfristig beabsichtigt (doppelte Haltelinie, Mütterrente, Zuzahlung für Geringverdiener usw.), erinnert im Kern wohl eher an ein kostspieliges Herumdoktern an den Symptomen einer Fehlentwicklung als an eine nachhaltige Anpassung der Strukturen an absehbare Umwälzungen des Arbeitsmarktes und die Alterung unserer Gesellschaft.
Das ist umso bedauerlicher, als es längst zukunftsfeste Konzepte gibt. Etwa die beitragsfinanzierte Sockelrente der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, die steuerfinanzierte Grundsicherung von Kurt Biedenkopf oder das Schweizer Modell der Rentenversicherung. Allerdings müsste die Politik jetzt, wo es der Rentenkasse gut geht, eine grundlegende Reform zügig anpacken. Der Verweis auf eine künftige Kommission ist da wenig hilfreich. Denn es ist wie in der Medizin: Je länger man die Behandlung von Fehlentwicklungen verschleppt, desto schlimmer werden diese und desto gravierender dann die notwendigen Eingriffe.

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