Forum: Wirtschaft
Kohleausstieg: Chance auf ein ökologisches Wirtschaftswunder
DPA

Der erfolgreiche Kompromiss der Kohlekommission ist nicht nur ein Erfolg für die betroffenen Regionen. Er sollte als Weckruf dienen für die Politik, die Energiewende voranzutreiben.

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amwald 26.01.2019, 23:11
130. Unfig ist aber auch, dass

Zitat von m.jakobs
"Grundlastsicherung" gehört zu den beliebtesten Buzzwords der Lobby der Energiemonopole, damit sie schmutzige Energie landauf-landab an den Mann bringen kann. In Zeiten, in denen ich zu mehr als 100% erneuerbaren Strom habe (und das kam auch bei dem nur teilweisen Ausbau der erneuerbaren Energien schon wiederholt vor), brauche ich keine "Grundlast" - sie ist ja abgedeckt. Sobald es weniger werden sollte, werden Kraftwerke zb. mit Biogas dazugeschaltet oder Wasserkraftwerke, die ihre Speicher abzapfen. Und es gibt weitere Energiespeicher, etwa geparkte E-Mobile usw. Wenn das auch noch nicht reichen sollte, können wir immer noch kurzfristig Gaskraftwerke in Betrieb nehmen, um Lücken zu decken. Und auch Strom kann in Gas verwandelt werden, um so gespeichert zu werden und bedarfsweise verfügbar zu sein. Man muss manchmal daran erinnern, dass wir uns nicht mehr auf dem technischen Stand der 60er-Jahre befinden...
z.B. Wasserkraftwerke dazugeschaltet werden, die ihre Speicher abzapfen. Diese (Speicher-)Waserkraftwerke - gibt es in DE so gut wie gar nicht. Die weit überwiegende Zahl der Wasserkraftwerke in DE sind Laufwasserkraftwerke ohne nennenswerte Speicherkapazitäten.
Und aus den e-Autos Strom abzapfen ist auch nur etwas verzapft, nur dass etwas verzapft wird.

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joris_bln 26.01.2019, 23:21
131. Ideologisch motivierter Harakiri

Der Steinkohleausstieg war ökonomisch motiviert, der Braunkohleausstieg hat nur ideologische Gründe. Er wird teuer, er wird ökologisch kaum Nutzen bringen und macht Deutschland noch abhängiger von ausländischen Energie-Importen. Dümmer geht Politik nicht. Aber es gibt viele historische Beispiele, wie prosperierende Nationen letztendlich an ihrem Reichtum und der damit zwangsläufig einhergehenden Dekadenz in die Bedeutungslosigkeit verschwinden.

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pjotrmorgen 26.01.2019, 23:23
132. Ja mehr als genug Strom

Zitat von equigen
Haben wir dann genug Strom? Natürlich nicht. Die Leistung der erneuerbaren schwänkt erbärmlich. Selbst wenn wir die Bruttoleistung verzehnfachen würden wäre nachs und im Winter von Photovoltaik kaum was wahrzunehmen. Und auch die Windleistung schwankt so, dass 10x mehr noch nicht verhindern könnte, dass wir tageweise manchmal praktisch Null hätten. Wo kommt der Strom dann her? Und warum soll es nachhaltig und umweltfreundlich sein 20x zuviel Bruttoleistung zu BAUEN nur um immer noch nicht genug im Schlechtfall Netto zu bekommen?
Gas, Erdöl, Wasserkraft, Biomasse fallen doch gar nicht weg. Meinetwegen könnte man AKWs länger laufen lassen, da die kein CO2 ausstossen. Sie irren auch damit, dass ganz Deutschland an manchen Tagen völlig windstill wäre. Dass gibt es vielleicht in der Sahara, aber nicht in Westeuropa. Schauen Sie doch mal eine Wetterkarte und die Veränderungen im Lauf eines Tages an. Wind wehrt immer und je näher am Meer, desto stärker. Offshore-Anlagen haben ein mächtiges Potential, das Sie halt nicht wahrhaben wollen, wie Ihrer bedauerlichen Uninformiertheit zu entnehmen ist.

Was wir zusätzlich brauchen, sind Hochleitungsstromtrassen und bessere Energiespeicher. Doch das ist technisch machbar und braucht eben seine Zeit. Nur weil diese Installationen heute nicht vorhanden sind, zu sagen, das funktioniert nicht, ist einfach extrem kurz gedacht - genau wie Ihre falschen 10x/20x-Rechnungen, die völlig faktenfrei sind.

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nach-mir-die-springflut 26.01.2019, 23:26
133. Analyse und Synthese

Zitat von günter1934
Aber Sie geben doch zu, dass wir beim Klimawandel global denken müssen. Und welche Deppen bauen da weltweit immer noch jede Menge Kohlekraftwerke, wenn doch Wind und Solar billiger ist?
Der Titel "Kohleausstieg: Chance auf ein ökologisches Wirtschaftswunder" ist nicht schlecht. Man muss die EE ökonomisch begreifen, das Ökologische kommt dann frei Haus mitgeliefert. Wobei der Ausbau der EE der größte Eingriff in die Natur an sich wieder meint. Den kann man nur so naturgerecht wie möglich gestalten. Was sich über viele Jahrzehnte hinzieht. Die EE-Anlagen rechnen sich im freien Markt nicht. Zentralisiert dagegen kommt ein Energiepreis gegen Null gehend heraus. Die Energie aus dem Komplex wird zu einer Steuer, einem Leitzins. Dort ist die "Ökonomie" zu finden - und damit auch das Wirtschaftswunder. Anders bleiben die EE ein Zuschussgeschäft.

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Ökofred 26.01.2019, 23:27
134. Ist das so?

Zitat von Flari
Naja, sobald man Italien vom Importstrom trennt, gehen sofort in ganz Italien die Lichter aus. Da ist Deutschland tatsächlich noch verspätet dran, möchte aber unbedingt aufholen.
Italien importiert ca. 15% seines Stromes. Das ist nicht wenig, aber auch nicht so viel, "dass gleich die Lichter ausgehen".

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aspi01 26.01.2019, 23:32
135. Und wo bleiben die "ganzen" Fakten?

Liebe Redakteure, zurück auf den Boden der Realität!
Hier der Link auf die Seite des Fraunhofer-Instituts, wo man die aktuelle bundesweite Stromproduktion je Tag, nach Energiequelle aufgesplittet sehen kann: https://www.energy-charts.de/power_de.htm. Der Beitrag von Sonne und Wind zur Stromversorgung war in letzter Zeit tagelang unter 10 Prozent, teilweise fast bei Null. Kaum Sonne, Tage kurz, im "sonnenreichen Süden" die Solarflächen mit Schnee bedeckt, zeitweise kaum Wind. Wenn Deutschland flächendeckend mit Schnee bedeckt wäre (hatten wir vor ein paar Jahren!), anschließend ein 2-wöchiges Hochdruckgebiet mit Eiseskälte und wenig Wind, die Folgen wären ohne konventionelle Stromversorgung wahrscheinlich katastrophal. Der "schnelle Ausstieg" ist ein grobfahrlässiges Wolkenkuckucksheim!

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amwald 26.01.2019, 23:35
136. mit Ausnahme der Fusionsreaktoren, die es

Zitat von PeaceNow
Heute schon haben wir mit die höchsten Strom- und Energiekosten der Erde. Verdopplung der erneuerbaren Energien zu heutigen Subventionen bedeutet Verdopplung der Stromkosten. Das wäre ein Todesurteil für die gesamte produzierende Industrie. Selbst das ändern aber NICHTS am Problem das wenn kein Wind geht und keine Sonne, dann massiv Energie fehlt. Entweder man entwickelt und investiert zig Milliarden in Wandler und Energiespeicher, oder Gaskraftwerke müssen Standby bleiben. Am lustigsten wird aber falls wir in 15-20 Jahren serienreife Fusionsreaktoren weltweit bekommen, die zum Bruchteil der heutigen Kosten Energie erzeugen. Was passiert dann mit den Windrädern und Solaranlagen in die wir dann hunderte Milliarden versenkt haben? Und es gab seit Bestehen der Erde unzählige Klimawandel und immer schon war die Hauptursache dafür die schwankende Sonnenaktivität sowie weltweite Vulkanaktivität. Bis zu 98% wird diesen Effekten zugeschrieben. Wie kommt man daher auf die illusorisch absurde Idee der Mensch könnte irgend etwas nennenswert dafür oder dagegen unternehmen? EGAL was der Mensch tut, der Effekt ist und bleibt nahe NULL. Und die inzwischen sektenartige Co2 Ideologie ist die größte Farce, denn der CO2 Gehalt war Erdgeschichtlich schon oft viel höher und auch niedriger wie heute und bei der letzten Eiszeit fast doppelt so hoch wie heute. Das Leben auf der Erde blühte dennoch in jeder Co2 Phase. Warum gab es eine Eiszeit trotz höherem Co2 als heute, obwohl man uns täglich einhämmert CO2 sei die Hauptursache für die Erderwärmung? Offensichtlicher Unsinn. Apropos, der CO2 Gehalt aktuell liegt bei rd. 0,038%! Selbst eine Verdopplung wäre wohl kaum spürbar und messbar, aber man will sich offenbar das hunderte Milliarden schwere Geschäft mit CO2 Zertifikaten u.a. nicht verderben. Neben dem bestehenden Fiatgeldsystem will man damit wohl das nächstgrößte Umverteilungs- und Betrugssystem der Erde installieren?
angeblich schon bald geben wird /könnte, bin ich bei Ihnen.Die Idee gibt es mind. schon seit einem halben Jahrhundert, tatsächliche Fortschritte sind bis heute nicht zu vermelden.
Realistisch sind eher AKW's, die den bisher an(ge)fallen(d)en, nicht verwertbaren Abfall aus den aktuellen AKW's "verbrennen". Das Problem in DE daran >> die zutreffende Kraftwerksbezeichnung enthält das Unwort ATOM..

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peters.david 26.01.2019, 23:50
137. Umweltschutz statt Klimaschutz

Zitat von Nordstadtbewohner
Um die Folgen des Klimawandels abzumildern, bedarf es der Energiewende. Da führt kein Weg daran vorbei. Was mir auffällt, ist, dass vor allem die alten Menschen gegen Windkraftanlagen sind und Eigentümer von Photovoltaikanlagen beneiden, während die Jüngeren den Veränderungen positiv gegenüber stehen. Der Kohleausstieg ist wichtig und richtig.
Der Klimawandel verläuft positiv für uns. Warum sollten wir einen völlig sinnlosen Versuch mit Unsummen von Steuergeldern finanzieren, dar quasi wirkungslos ist. Wenn wir in Deutschland den Menschen gemachten CO2 Ausstoß auf Null reduzieren, würde das die Temperatur um einen quasi nicht messbaren bereich abkühlen. Prognosen vom IPCC sind nicht eingetreten und entpuppten sich als pure Hysterie und Angstmacherei. Das Klima hat sich schon vor der Industrialisierung geändert und wird sich auch weiter immer ändern. Der sogenannte Klimaschutz ist ein völlig unsinniger Begriff. Wir können das Klima nicht schützen. Höchstens das Klima uns in dem es nicht kälter wird. Was wir schützen können ist die Umwelt. Das sollte die Industrie tun, indem keine giftigen Stoffe in Flüsse und Umwelt geleitet werden und auch jeder persönlich. Die immer aggressiver auftretende Verbots- und Gebotskultur dient nur dazu, unsere Freiheit und unseren Wohlstand zu mindern zum nutzen einiger Weniger aber nicht zum Allgemeinwohl.

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WirUndIch 26.01.2019, 23:50
138. Hallo

Der Punkt ist relativ einfach. Man steigt aus, wenn man weiß, wo man einsteigen will. Und so, dass es besser wird. Gas und Steinkohle (Prinzip Trittin) machen keinen Sinn. Die Energiewende ist gut gestartet, nur seit 10 Jahren hat keiner ein Konzept mehr, weder Politik noch die Wirtschaft. Frau Merkel kennt das Wort Konzept glaube ich ich nicht. Dazu bräuchte man nämlich Leidenschaft, und eine eigene Logik. Was gebraucht wird ist Folgendes: Stromleitungen unter der Erde, damit diese nicht so leicht sabotiert / gesprengt werden können. Und höchst dringlich Investitionen in Stromspeicher, low tech oder high tech, es gibt Lösungen, man muss aber Geld in die Hand nehmen. Aber bitte keine Akkus.. Dann spielen die Windräder (bitte eher im Meer und nicht an Land) und die Solaranlagen ihre ganze Kraft aus, und wir müssen nicht doppelt und dreifach in die Verstromungskapazitäten investieren. Könnte dies bitte Herr Altmaier lesen? Dieser Herr hat auch kein Konzept. Das wäre auch egal, wenn etwas Strategisches auf Ministerienebene passieren würde!! Liegt das auch an Merkel? So, das war mein ‚Bierdeckel‘ zur Energiewende. Hat gerade noch draufgepasst.

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interessierter Laie 26.01.2019, 23:55
139. oh mein Gott...

Sonne und Wind haben gewonnen, weil für etwas entscheidendes nicht gilt: Eine Dienstleistung muss normalerweise erbracht werden, wann und wo sie gebraucht wird. Nur mal ein paar Beispiele, was das für eine Dienstleistung bedeutet: Der Friseur schnipselt mit der Schere in der Luft herum, während Sie noch im Büro sitzen. Ihr Ferienflieger fliegt leer 3 Wochen nachdem ihr Urlaub beendet ist. Der gebuchte Animateur hampelt eine Woche auf Ibiza herum, obwohl Sie Mallorca gebucht haben. In all diesen Fällen würde Ihnen jeder Richter dieses Landes Recht geben, dass Sie diese Leistung nicht entlohnen müssen, weil sie so nicht den versprochenen Nutzen bringt. Einzig das Windrad oder die Solarzelle darf zum vollen Preis produzieren, wenn und wo die Leistung nicht(!) gebraucht wird. Kein Problem solange es die blöden anderen gab, die den Mist ausgeglichen haben. Und das ist das erfreuliche an diesem Artikel: Endlich bekommt jeder einen verblendete Ökoidiot einen Eindruck davon, was diese einfache Änderung der Bedingungen einer Dienstleistung bedeutet.

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