Forum: Wirtschaft
Kohleausstieg: Umweltbundesamt reicht wohl Stilllegung von zehn Kraftwerken
DPA

Die Jamaika-Koalitionäre in spe streiten über das Aus für Kohlekraftwerke. Die Grünen wollen für den Klimaschutz 20 Meiler stilllegen. Das Umweltbundesamt gibt sich offenbar mit weniger zufrieden.

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karl-felix 15.11.2017, 00:06
70. Ich

Zitat von ir²
.... Der Vorschlag sieht vor, dass Braun- und Steinkohlekraftwerke, die älter als 20 Jahre sind, nur noch ein Strombudget von maximal 4000 sogenannten Volllaststunden pro Anlage pro Jahr produzieren dürfen. .... Windkraft: 2000 Volllaststunden PV: 1000 Volllaststunden Und jetzt? Die "Sturmgeschütze" der Energiewende erreich noch nicht einmal 50% des Strombudget der bösen Kohlekraftwerke. Schilda lebt, nennt sich Öko-Deutschland.
bin ganz bei Ihnen , die völlig abzuschalten dann haben die bösen KKW 0 Volllaststunden und Ihr Problem ist erledigt . Aber man sollte es intelligent und geordnet auf einer Zeitschiene machen so wie es 2000 beim Atomausstieg gemacht wurde.
In 22 Jahren geht dann das letzte KKW in Deutschland vom Netz.
Völlig einverstanden .

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karl-felix 15.11.2017, 00:08
71. Na,ja

Zitat von dr.könig
Das Pumpspeicherkraftwerk Saar würde 300 MW leisten. Das entspricht der Leistung von 100 Windkraftanlagen.
die WEA könnte man ja oben auf die Halden stellen und an die Flanken Solarkraftwerke mit deren Strom man dann pumpen könnte.

In Geesthacht funktioniert das prima.

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doomsday_device 15.11.2017, 06:54
72. Das UBA ist ja auch SPD geführt (noch)

und die SPD ist eine Partei, deren Führung spätestens seit Schröder von der Wirtschaft korrumpiert ist. Siehe VW. Da werden kurzfristige Gewinninteressen durchgesetzt. Nach uns die Sintflut. Man will halt die durchaus enormen Kosten der Energiewende nicht bezahlen. Schliesslich haben die Pappnasen die schwarze Null ja mit beschlossen und wer will schon dass das Großkapital...oder auch nur die 10% der Wohlhabensten in der Gesellschaft...einen akzeptablen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft leistet?

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fatherted98 15.11.2017, 07:45
73. lach...

Zitat von dr.könig
Die RAG hat Machbarkeitsstudien für z.B. Schachtanlage Prosper Haniel und Nordschacht Saar erstellt, um Pumpspeicherkraftwerke zu bauen. Keine Emissionen, Netzanschlüsse vorhanden, Infrastrukturen da, d.h.keine Anwohnerklagen. Was fehlt ist grünes Licht aus Berlin. Das ist die Zukunft. Packen wir es an.
....wir schaffen es ja nicht mal ein Versuchs-Erdwärme Kraftwerk zu bauen ohne Erdstösse auszulösen....bin mal gespannt was die Anwohner zu einem Pumpspeicher sagen, wenn sich die Straßen heben und die Häuser kippen...

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Freedom of Seech 15.11.2017, 07:50
74. Denkfabrik Agora?

Agora ist keine Denkfabrik sondern ein Zahlenliferant für die aktuelle Regierungspolitik.

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bruno_67 15.11.2017, 09:20
75.

Zitat von dr.könig
Die Wassermenge wird nur einmal gebraucht. Es läuft den Schacht runter, z.B. 800m, und treibt dabei Turbinen an. Dann wieder hochgepumpt. Dann wieder runter, um Turbinen anzutreiben. Dann wieder rauf. Das gibt den Strom. Es ist immer das selbe Wasser. Keinerlei CO² oder sonstige Emissionen. Sauber und sicher.
Ähm, und woher kommt die Energie fürs Hochpumpen? Aus der Steckdose ?

Wie schon unschwer aus dem Namen abzuleiten ist, dienen Pumpspeicherkraftwerke nur zur SPEICHERUNG von auf anderem Wege erzeugter Energie. Sie selbst als reiner Speicher sind natürlich emmissionsfrewi, ob die ursprünglich erzeugte Energie das ist, hängt nunmal von deren Herstellungsart ab, in Deutschland derzeit eben noch weit über 50% nicht emmissionsfrei.

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martin.michaelis 15.11.2017, 09:29
76.

Das Umweltbundesamt ist in der Frage der Stromproduktion völlig inkompetent. Das ist vor allem eine technisch-ökonomsiche Frage und die kann das Umweltbundesamt nicht sachgerecht beantworten.

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hhseguin 15.11.2017, 09:30
77. Stimmt, aber.

Zitat von karl-felix
aus dem Streb ,Stollen und Schacht. Zu den Ewigkeitskosten gehört, dass man das Wasser ständig abpumpen muss. Dann kann man das auch energetisch nutzen . Sowohl über Wärme als auch über Strom . Das wird einer der ersten Schritte sein , wenn Öl und Kohle nicht mehr verfügbar/bezahlbar ist . Erdwärme und Lageenergie nutzen . Je früher wir anfangen , umso milder wird der Aufschlag sein , umso geringer die Kosten und Schäden .
Für ein „Druckwasserkraftwerk“ braucht‘s ein bisschen mehr; zu den infrastrukturfördernden Straßen und Temperaturen unter Tage kämen neu 1km Trichter und der Tauchsieder mit 500MW. Dann können Sie 200-300 m³/s durchleiten (grob 1,5GW-0,5GW). Vielleicht könnte man dafür in einen kleinen Test mit 1 m³/s (e.g. in Siegmundshall) investieren. Dazu wäre eine Power-to-Gas Ergänzung ganz auch schön, denn hier entscheidet sich der grüne Hirnschoner zwischen zwei aus-gebauten Versorgungsnetzen (Strom, Gas) für das minder intelligente, ignoriert den mehrmonatigen Vorrat, sowie die in jedem Dorf implementierbare Zapfstelle und wickelt Deutschland in Klingeldraht ein.

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Das Pferd 15.11.2017, 10:35
78.

Zitat von Poco Loco
Ich behaupte ja nicht, dass der Atomausstieg nicht notwendig ist und nicht schon lange daran gearbeitet wurde. Merkel hat halt den Ausstieg vom Ausstieg und den darauf folgenden Ausstieg nach ihren Wahlerfolgschancen ausgerichtet. Aber der Ausstieg aus der Kohle wäre viel wichtiger gewesen und natürlich muss auch der Ausst. aus der Kernenergie folgen.
das halte ich für eine vernünftige Ansicht. Ich bedaure schon seit langem, daß ein Spurengas in der Atmosphäre oder die Aussicht, daß es wärmer wird, nicht annähernd die emotionale Wucht der Atomangst (die real ist, bitte nicht falsch verstehen) hat.

Aber es ist jetzt Zeitverschwendung, und wir haben leider keine Zeit mehr, das aufzudröseln. Man stelle sich nur vor in den Jamaika-Verhandlungen käme jemand auf die Idee, daß man mit weiteren Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke bei grundsätzlichem Ausstieg aus Kohle und Atom schon in der Übergangszeit gigantische Mengen CO2 vermeiden könnte. Wenn die Grünen da jemand mit MINT-Hintergrund in die Verhandlungen schicken, gibt der nachts um zwei und unter vier Augen und nach dem dritten Bier auch zu, daß die Reihenfolge falsch war. Aber das öffentlich zuzugeben wäre das Todesurteil für die Grünen, die Basis würde ablehnen und die Führungsschicht komplett austauschen, wir hätten Neuwahlen und die Grünen wären Geschichte.
Also die Atomsuppe nicht aufrühren, das Thema ist gegessen.

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Das Pferd 15.11.2017, 10:55
79.

Zitat von karl-felix
1) Industrie und die Verbraucher und die Stromerzeuger können sich darauf einstellen / umstellen . ........................
wie stellen uns doch um. Noch höherer Druck bringt wenig. Und wenn die Umstellung bis in die Grundlast durchschlägt, werden Kraftwerke abgeschaltet. Still und ohne Regierungsbeschluß. Und Netzbetreiber werden Kraftwerke, die sie nur noch drei mal Im Jahr hochfahren, einmotten oder abreißen.
Wenn aber per Beschluß Kraftwerke schneller abgeschaltet werden, als sich die Verbraucher (wie verbraucht man eigentlich Strom, jetzt komme ich auch schon in diese Soziologensprache) und die Erzeuger
und Netzbetreiber sich anpassen, kommt der Strom erstaunlicherweise immer noch aus der Steckdose. Das liegt am europäischen Verbundnetz. "Ihr" CO2 wird dann also woanders in die Luft gepustet. Wofür? für eine schöne runde Zahl im Koalitionsvertrag.
Das mit der festen Zahl abzuschaltener Kraftwerke ist ungefähr so sinnvoll das schließen von 10.000 Tankstellen, um den Benzinverbrauch in Deutschland zu senken.

Worum es mit geht, ist, daß man weg muß von infantiler Symbolpolitik. Wir haben bei der CO2-Vermeidung in Deutschland ein lausiges Ergebnis, bei gleichzeitig gewaltigen Getöse und Kosten. Ich will mehr Ergebnis und weniger tolle Symbole für den Basisparteitag der Grünen.

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