Forum: Wirtschaft
Kollektivierung von Unternehmen: Kühnerts Vorschlag stößt bei Deutschen auf Skepsis
Lino Mirgeler/DPA

Der Juso-Chef hat mit seinem Vorstoß zur Kollektivierung von Konzernen heftige Diskussionen ausgelöst. Laut einer SPIEGEL-ONLINE-Umfrage sehen 70 Prozent der Deutschen seinen Vorschlag negativ. Bei einigen Gruppen kommt er aber gut an.

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yvowald@freenet.de 03.05.2019, 12:35
1. Über Sozialisierung nach Art. 15 GG nachdenken

BMW ist ein gutes Beispiel. Die Hälfte des Unternehmens (Aktienmehrheit) gehört dem Familien-Clan Quandt/Klatten. Aufgrund ihres Aktienvermögens erhielt die Familie für 2017 Dividenden in Höhe von rund 900.000.000 EURO, in Worten 900 Millionen Euro.
Und dies als leistungsloses Einkommen.
Ist das zu rechtfertigen? Wohl kaum. Da sollten wir also ruhig über die Vergesellschaftung (Sozialisierung gemäß Artikel 15 Grundgesetz) nachdenken und Denkverbote endlich auflösen.

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hegoat 03.05.2019, 12:55
2.

schon lustig, da haut der Kevin mal einfach was raus und die halbe BRD fängt an zu diskutieren, SPON startet sogar ne Umfrage. Bravo! Dabei sagt er eigentlich nur das, was tief im Parteiprogramm der SPD schlummert, aber seit der Ära Kohl vergessen war.

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schlumz 03.05.2019, 12:56
3. Ein reizvoller Gedanke

Ich glaube aber, dass Staat leider nur Behörde kann. Unternehmen kann Staat nicht.

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tiger56 03.05.2019, 13:10
4. Dieses Fazit hier als die

Bevölkerungsmehrheit zu interpretieren regt in mich auf. Repräsentativ? Spiegelleser?! Spiegelleser wissen mehr... meist verfügen die auch über ein höheres Einkommen;0)). Ein Schelm ist wer hier Böses denkt.. Um so eine Aussage zu treffen.. wäre wohl eine Volksbefragung der objektivere Weg. Gemäß dem Motto: traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.. :0))

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pundamaria 03.05.2019, 13:19
5.

Damit hat sich für die Partei der Wahlkampf beendet und sie kann sich weiter voll auf ihre Selbstzerstörung konzentrieren.

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Rahvin 03.05.2019, 13:21
6.

Warum sich da irgendwelche Leute dauernd bemüßigt fühlen, für Superreiche und Fußballspieler in die Bresche zu springen. Wo liegt die Leistung, Familienunternehmen zu erben und dann von Gewinnen und Dividenden zu leben? Natürlich ist der Vorschlag vom Juso-Vorsitzenden extrem, aber es ist höchste Zeit, dass man sich überlegt, wie man die Spaltung der Gesellschaft beendet. Es kann nicht sein, dass es Reiche gibt, bei denen es unmöglich ist, dass sie all das Geld, für das sie auch nicht (mehr) arbeiten müssen, überhaupt ausgeben können, während es Teile der Bevölkerung gibt, die trotz Arbeit nicht vom Lohn leben können. Es kann nicht sein, dass genau diese Reichen durch Steuerschlupflöcher und juristisch windige Konstruktionen teilweise nur minimal Steuern zahlen. Wo liegt dann die Leistung dieser Menschen, warum werden diese als Leistungsträger bezeichnet? Das verschließt sich mir.

Ich finde die Forderungen nach Enteignung extrem, aber es ist mal etwas anderes als das ewige Weiterso und das Speichelgelecke der Politikerkaste vor dem Kapital.

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AndreasKurtz 03.05.2019, 13:23
7. Mutig statt mutlos

Eine mutige Wahlaussage für Die Linke, und ein realistischer Ansatz das verrückte und extreme System, das sich Kapitalismus oder wahlweise freie Marktwirtschaft, soziale Marktwirtschaft oder Schweinesystem nennt, endlich abzuschaffen und gegen ein vernünftiges, auch ökologische Probleme lösendes, solidarisches zu ersetzen. Der Kommunismus, schrieb schon Brecht, ist das mittlere, das Einfache, das schwer zu machen ist. Skeptisch kann man allemal sein, aber nicht feige.

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Liudin69 03.05.2019, 13:24
8. Irrsinn darf auf Skepsis stoßen

Klar, ich verstehe Kevin. Er will den Umbruch. Er will die neue SPD. Und zwar um jeden Preis. Soll er ruhig so weitermachen, wahrscheinlich wird es auch klappen. Einziges Manko: Es wird dann für diese reformierte Sozibude immer schwieriger, die 5-Prozent-Hürde zu knacken. Dafür haben sie einen coolen Typen an der Spitze, der mal wieder eine echte Alternative zu den grünen Krautern mit dem E-Mobility-Tick darstellt. Ändert natürlich nichts daran, dass beide Parteien mit Träumen weitab der Realität jonglieren. Ist schon fast esotherisch, was sich hier gerade in der deutschen Politik manifestiert. Dazu ein bisschen Folklore und ab in die Sommerpause. Vielleicht passiert ja ein Wunder und im Herbst haben alle Internet hierzulande;);)

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sarapo29 03.05.2019, 13:26
9. Bitte mehr Details

Da sich diese Umfrageergebnisse in keinster Art und Weise mit der Vermögensverteilung in Deutschland decken sind mehrere Deutungen möglich- Da ich nicht spekulieren will würde ich Spon bitten doch noch mehr in die Details zu gehen (Einkommens- bzw. Vermögensverhältnisse, Bildungsgrad usw.) Denn das beispielsweise Menschen, die nie selbst gearbeitet haben sondern immer nur von dem Mieteinnahmen ererbter Häuser leben große Angst davor haben einmal selbst Erwerbstätig werden zu müssen (wie Millionen anderer auch) ist ja klar- Nur reicht das nicht als Deutung dieser Ergebnisse...

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