Forum: Wirtschaft
Kollektivierung von Unternehmen: Kühnerts Vorschlag stößt bei Deutschen auf Skepsis
Lino Mirgeler/DPA

Der Juso-Chef hat mit seinem Vorstoß zur Kollektivierung von Konzernen heftige Diskussionen ausgelöst. Laut einer SPIEGEL-ONLINE-Umfrage sehen 70 Prozent der Deutschen seinen Vorschlag negativ. Bei einigen Gruppen kommt er aber gut an.

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Sportzigarette 03.05.2019, 13:27
10. soziale Marktwirtschaft ja, Sozialismus, nein, nie wieder!

Zitat von tiger56
Bevölkerungsmehrheit zu interpretieren regt in mich auf. Repräsentativ? Spiegelleser?! Spiegelleser wissen mehr... meist verfügen die auch über ein höheres Einkommen;0)). Ein Schelm ist wer hier Böses denkt.. Um so eine Aussage zu treffen.. wäre wohl eine Volksbefragung der objektivere Weg. Gemäß dem Motto: traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.. :0))
Ich glaube und hoffe, dass die übergroße Mehrheit in diesem Land, der es gut und sehr gut geht, keine Lust auf Sozialismusexperimente hat. Die 30 %, die nicht viel haben, werden das allerdings anders sehen und bei denen kommt "nehmt es den Reichen" immer gut an. Ja, wir haben ein Problem mit den ungleich verteilten Vermögen, aber die Vorschläge von Kevin gehen entscheiden zu weit. Vergemeinschaftung von Unternehmen führt in den Untergang selbiger und noch schlimmer ist der Vorschlag, dass jeder nur eine Wohnung besitzen darf. Dann müßte also der Staat enorm viel Geld in die Hand nehmen und alle anderen Wohnungen übernehmen, sicher würde es dann so aussehen, wie in der DDR, aber das will wohl niemnand! Insofern sollte Kevin lieber bei der "Linken" eintreten.

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carn 03.05.2019, 13:27
11. Schön, vielleicht können Journalisten irgendwann mal die

eigentlich entscheidende Frage an Kühnert stellen:

Wenn ein demokratischer Sozialist feststellt, dass die Mehrheit seine sozialistischen Ideen ablehnt, ist er dann gegen diese Ideen bzw. stellt deren Umsetzungen ein, auch wenn er gerade die Macht hat?

Denn dann muss sich der demokratische Sozialist zwischen Demokratie und Sozialismus entscheiden, denn beides zusammen gibt es dann nicht mehr.

In der Vergangenheit haben sich die meisten dann dafür entschieden, dass ihnen das "Sozialist" wichtiger ist als das "demokratisch". Dazu würde ich gerne was von Kühnert hören.

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smokey55 03.05.2019, 13:27
12. künstliche Aufregung

Künstliche Aufregung um einen Denkanstoss. Ansonsten interpretiert wieder nur jeder was er darin sehen will.
Dabei sind unsere Grosskonzerne, speziell BMW, genau das Beispiel um was es geht. Die Familie mal außen vor, ist BMW ein Konzern, der eine Menge Dinge tut die tw. nicht beweisbar sind, aber augenscheinlich.
a) Zulieferer knebeln und ausbeuten, Subunternehmer ohne Mindestlohn etc.
b) keine Steuernn zahlen bzw. durch Tricks vermeiden
c) Politiker (insbes. bay. Verrkehrsminister) direkt oder indirekt an die Leine nehmen
d) Deutschland-AG: eklatantestes Beispiel VW, wo man Handwerker/Lieferanten aussperren wollte die keinen VW fuhren. Ansonsten leben die dt. PKW Konzerne hauptsächlich von den angesetzten Firmenwagen und der blöde Privatmann soll die überhöhten Preise zahlen weil anderswo Rabatte gewährt werden.

Dass von den üblichen Verdächtigen (BDI, CDU/CSU, FDP etc. sofort Widerworte kommen ist ja klar. Die bilden sich ja auch ein die Wirtschaft würde immer so weiterlaufen wie bisher. Ja nicht mal über konzeptionelles nachdenekn. Die Sozilismus-Keule als Argument hilft immer bei Leuten die sich einbilden es gehe ihnen gut (Schere arm-reich?)
Aber wenns dann nicht läuft nach Subventionen fragen, weil das unternehmerische Risisko gilt nur bei Gewinnabschöpfung .. Grossunternehmen sind ja systemrelevant ...

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womau1962 03.05.2019, 13:27
13. Was Staat kann

Was Staat kann sieht man beim BER.

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anonlegion 03.05.2019, 13:32
14. Bildung, Bildung, Bildung,...

Bildung hilft komplexe Zusammenhänge von Indoktrination und Manipulation zu unterscheiden.
Trifft Bildung auf Interesse an politischen Zusammenhängen und auf den Willen sich für diese Zivilgesellschaft politisch zu engagieren, steigt die Chance auf eine Besinnung auf wirklich gesellschaftsdienliche Entscheidungen und gesellschaftsdienliches Handeln. Bei Bürgern und in der Politik. Dann erst wird es möglich sein, die neoliberale Wirtschaftsdoktrin, die die Staats- und Privatvermögen plündert, Risiken und Verluste aus Missmanagement sozialisiert, an Steuern und Subventionen betrügt und durch immensen politischen Einfluss diese Gesellschaft spaltet...und verdummt, einzuhegen und in ein sozialeres System zu transformieren.
Bis dahin....Kopf runter und durch.

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molokai 03.05.2019, 13:32
15. tiger56

dann warten wir eben die nächsten Wahlen ab. Ist das repräsentativ genug?
3700 EUR/Monat verdient ein BMW Arbeiter. Gut. + eine Erfolgsbeteiligung von mehreren 100 EUR/Jahr. Alles kinderleicht.
Und die Aktionäre: zahlen Steuern und investieren in das nächste Unternehmen. Frau Klatten hat z.B. bei SGL Carbon viel Geld investiert, bislang sicherlich mehr Verluste als Gewinne gemacht. Auch in andere neue technologien wird investiert, weil man es sich leisten kann. Man sehe sich nur Hern Plattner, SAP (selbstverdient!!!) an: Hoffenheim, etliche Start-ups leben ausschließlich von ihm. Das macht dann alles Herr Kühnert mit seiner Weisheit und Weitsicht!

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DrWaumiau 03.05.2019, 13:34
16. Endlich, endlich!

Endlich mal wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer für die SPD! Das muss ja alles nicht dazu führen, dass wir die Unternehmen an Ende enteignen, aber die Diskussion ist doch mehr als notwendig. Konzerne, die nur noch zum Wohle einiger Weniger arbeiten und dafür zum Schaden der Allgemeinheit müssen endlich irgendwie an die Leine gelegt werden- Und das ist genau die Aufgabe der Politiker im demokratischen Kapitalismus, eine Aufgabe, die sie dank unablässiger Lobbyarbeit seitens der Konzerne immer weniger erfüllen. (Genau das ist meiner Meinung nach auch der eigentliche Grund für das ganze 'Merkel-muss-weg'-Gebrülle und AFD-Gewähle. Die Migranten sind nur ein leicht zu fassender Proxy.)

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Die linke Kobra 03.05.2019, 13:34
17. Kapitalismus-Kritik ?

Was ist denn jetzt los, ist das jetzt hip ? Wie viele meiner Kommentare mit Kapitalismuskritik, insbesondere im Zusammenhang mit Migration, wurden einfach wegzensiert. Anstatt in den Ländern das kapitalistische System anzuprangern und zu beseitigen, hat sich Klein-Kühnert mit seiner Partei als Helfer dieser Systeme prostituiert.

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kaiservondeutschland 03.05.2019, 13:36
18. So ein Quatsch

Natürlich sind die meisten Deutschen für eine Enteignung von BMW. Die meisten Deutschen sind nämlich Reichen gegenüber negativ eingestellt und neidisch. Das ist die deutsche DNA. Die meisten Deutschen verstehen auch nichts von Finanzen, weil sie erstens von der Hand in den Mund leben und kein Geld anlegen und sich zweitens auch nicht für Zwecke der geistigen Gymnastik mit Investmentfragen befassen. Folglich denken sie, Investments brächten „leistungslose” Einkommen. Aufgrund der genannten Einstellung ist Deutschland eher rückständig und geistig und wirtschaftlich verarmt. Ganz anders die Schweiz.

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Rubikon_2016 03.05.2019, 13:38
19. Ich bezweifle ernsthaft,

daß die Befragten überhaupt verstanden haben, worum es geht.
Nach den Schlagzeilen der Bild zu urteilen, ist das ja alles Teufelszeug - und welcher Normalbürger beschäftigt sich im Detail mit solchen komplexen Themen?
Eben - diese Umfrageergebnisse sind auch unserer mangelnden Bildung geschuldet.

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