Forum: Wirtschaft
Kolumne: Besser ein Teil des Geldes weg als die ganze Kohle
REUTERS

Einigung, aber keine Lösung: Auch nach dem Kompromiss von Brüssel braucht Griechenland eine Reduzierung seiner Schuldenlast, um wieder auf die Beine zu kommen. Für den deutschen Steuerzahler wäre das die beste Lösung.

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mdew 23.02.2015, 14:33
1. Das mit dem

"Der deutsche Wutbürger will die Griechen draußen sehen. Der rationale Homo Oeconomicus würde sagen: besser ein Teil des Geldes weg als die gesamte Kohle."

Hmmm, der Homo Oeconomicus sagt aber auch, dass man schlechtem Geld kein gutes Geld hinterherwerfen soll.

Woher nehmen Sie diese unverwüstliche, ja schon trotzige Zuversicht, dass auch nur ein Cent davon zurückkommt - entgegen aller (Jahrhunderte alter) Erfahrungen mit Griechenland?

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kappelc 23.02.2015, 14:39
2. lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Tut mir leid aber ich bleibe lieber ein Realist als ein Träumer. Wir werden unser Geld nie wiedersehen und Griechenland wird noch lange Zeit ein Fass ohne Boden bleiben. Weil die "Elite" (Politik, Medien, Verbände usw.) in diesem Land zum Großteil aus ideologisch verträumten Menschen besteht, die eher nach dem "was wünsche ich mir" handeln und argumentieren als nach den harten Fakten. Aber jeder wird früher oder später in der Realität ankommen. Hoffentlich ist es dann nicht zu spät!

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Wassup 23.02.2015, 14:40
3. Das Geld ist weg! - nicht nur ein Teil!

Welcher Leser glaubt den Unsinn, das irgendein Kredit an Griechenland zurück bezahlt wird?

Mit dem Argument, Geld zu retten soll jetzt noch mehr Geld verkliehen werden?

Die Kreditverträge werden ja nur bis zur nächsten Regierung eingehalten, die Tsiapras Nachfolgeregierung wird wieder einen Schuldenschnitt fordern - usw.

Was interessiert das Geschwätz von gestern?

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Inga123 23.02.2015, 14:40
4.

Zitat: "Der deutsche Wutbürger will die Griechen draußen sehen. Der rationale Homo Oeconomicus würde sagen: besser ein Teil des Geldes weg als die gesamte Kohle."

Ist schon lustig, wie der kurzfristig denkende "Homo Oeconomicus" die Weisheit für sich pachten will. Die Frage ist doch nicht, ob ein Teil des Geldes weg ist oder Alles. Wenn es um Griechenland (und später die Ukraine) geht, so ist die Regel viel einfacher: Es ist immer ALLES weg. Jetzt viel und später noch VIEL MEHR.

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conny1969 23.02.2015, 14:42
5. Die beste Lösung

für den Steuerzahler wäre wohl gewesen die DM zu behalten. Da hätten wir keine Banken retten müssen, hätten noch Zinsen auf unsere Sparbücher, Erträge bei unseren Lebensversicherungen und vielleicht sogar noch eine Rente von der man Leben kann, abgesehen davon müssten wir nicht für andere Länder haften.

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Harry143 23.02.2015, 14:42
6. Totaler Unsinn

Ich war mehrere Jahre professioneller Pokerspieler und der wichtigste Leitsatz im Poker lautet: Schmeiß niemals schlechtem Geld gutes hinterher.

Griechenland ist ein verlorener Fall. Das Geld was wir bereits reingesteckt haben ist schon lange weg, jeder einzelne Cent davon. Es wird keine Rückzahlung geben, Griechenland wird in die Staatsinsolvenz gehen, wie auch immer die aussehen mag. Die beste Lösung für den deutschen Steuerzahler ist die Folgende: 100% Schuldenschnitt, Griechenland raus aus Euro und EU, keinen weiteren Cent mehr hineinpumpen.
Gebt den Griechen eine echte Chance auf Neuanfang aber ohne unsere Hilfe.

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Motormaul 23.02.2015, 14:42
7.

Lieber Herr Münchau,

bitte hören Sie sich einfach mal dieses Interview mit Herrn Richter beim DLF an:

http://www.deutschlandfunk.de/griechenland-reiche-sind-seit-1830-steuerfrei.694.de.html?dram:article_id=312332

Griechenland ich NICHT reformierbar und passt von seinem Staatssystem, falls man das so nennen kann, eher zur Türkei als zur EU!

Das Geld ist sowieso futsch!
GR gehört weder in die Eurozone, noch in die EU!

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vulcain 23.02.2015, 14:44
8.

Der Autor irrt sich auf allen Ebenen. Ein Austritt von Griechenland aus Euro und EU führt nicht automatisch zum Verlust der Ansprüche. Diese werden danach immer noch von Griechenland in Euro zu zahlen sein. Nur wird es dem Land mit einer eigenen Weichwährung deutlich schwerer fallen,dies zu tun als mit noch mehr geliehenem oder geschenktem Geld von anderen EU-Staaten. Andererseits hat das Land nur so eine Chance auf die Beine zu kommen, um selbst zu zahlen.
Bezüglich der Beträge an sich, insbesondere bezüglich der Annahme, ein Teilverlust sei besser als ein Totalausfall, hat der Autor nicht verstanden, dass der Totalausfall bereits Fakt ist. Dieser beträgt für Deutschland rund 90 Mrd. Euro, für die ganze Euro-Zone jedoch um die 300 Mrd. Euro.
Schließlich noch ein Blick auf die erwähnten Phasen der Schockbewältigung. Ausgehend von intensivem Studium der Kommentare sind die Deutschen wohl zum großen Teil eher im Stadium der Akzeptanz angelangt und haben den Schock verkraftet. Allerdings nicht ohne Folgen, fordern doch viele, und sicher bald die Mehrheit, die Verluste aus Krediten und Target II einfach abzuschreiben. Gleichzeitig fordern sie allerdings auch, nie mehr einen einzigen Euro-Cent des deutschen Steuerzahlers nach Griechenland fließen zu lassen. Sollen sie dort schauen, wie sie nach Jahrzehnten der Vollalimentation mal ein paar Jahrzehnte ohne unser Geld klarkommen.

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Gustav Struve 23.02.2015, 14:44
9. ins Unermeßliche

Die Ausführungen des Autors lassen weder viel Wissen noch viel Verständnis bzgl. der Krise Griechenlands vermuten.
Es sind einfache Wahrheiten, welche man auch angesichts des permantenten Hick-Hacks bei der sog. Euro bzw. Griechenlandrettung nicht verdrängen sollte:
Das Land hat jahrenlang über seine Verhältnisse gelebt und damit in der Zeit enorme Auslandsschulden angehäuft.
Das Land ist nicht wettbewerbsfähig und wird es innerhalb der Währungsunion nicht werden.
Griechenland wird die Staatsschulden nicht zurückzahlen können. Das Geld ist weg; egal wie weit prolongiert(Augenwischerei) wird - Stichwort "Uneinbringbare Forderung".

"Seien Sie als Laie also auf der Hut, wenn Sie solche extremen Forderungen unterstützen. Es ist Ihr Steuergeld, das hier verloren geht."
Mit solchen Verdummungssprüchen wurden die Bürger hierzulande bereits vor zwei Jahren bei Laune gehalten.
Ergebnis: die Verlustsumme und das Verlustrisiko stiegen zwischenzeitlich ins Unermeßliche.

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