Forum: Wirtschaft
Kommentar: Warum Standard & Poor's richtig liegt

Weil die USA ihr Top-Rating verloren haben, drohen neue Turbulenzen an den Finanzmärkten. Doch die Herabstufung könnte sich als gute Nachricht erweisen: Sie beweist die Unabhängigkeit der Rating-Agenturen - und zwingt die Amerikaner, endlich die Steuern zu erhöhen.

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duffybarracuda 07.08.2011, 14:46
1. "Wer das Schuldenproblem erst jetzt erkennt, dem ist nicht zu helfen"

da war wohl dem Spiegel nicht mehr zu helfen, denn kein zweites dt. Blatt agierte dermaßen gegen Mccain, dessen Wahlkampf auf Schuldenabbau beruhte. Ist ja absurd dass man nun so tut, als hätte man das schon lange verstanden mit dem Schuldenabbau.

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Björn Borg 07.08.2011, 14:51
2. Wählt Intelligente in die Parlamente!

Zitat von sysop
Weil die USA ihr Top-Rating verloren haben, drohen neue Turbulenzen an den Finanzmärkten. Doch die Herabstufung könnte sich als gute Nachricht erweisen: Sie beweist die Unabhängigkeit der Rating-Agenturen - und zwingt die Amerikaner, endlich die Steuern zu erhöhen.
Nicht die Rating-Agenturen machen mich wütend, sondern die Art und Weise, wie Politiker sich von ihnen abhängig gemacht haben, und die Ohnmacht, als 'normaler Mensch' weder gegen das eine noch gegen das andere irgendetwas unternehmen zu können.

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mhwse 07.08.2011, 14:52
3. weder

weder die Sowiet Kommunisten noch die Nationalsozialisten mit all ihrem Militär, Falschgeldrucken, Polemik, waren in der Lage der Kreditwürdigkeit der USA zu schaden.

Die konservativen Teaparty Anhänger haben geschafft, was die Machthaber und Widersacher der USA erträumt haben.

Hip Hip Hurray!

(eine geringe Steuererhöhung wären ein laues Lüftchen gegen die jetzt zu erwartenden (stürmischen) Verluste gewesen.)

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Gman 07.08.2011, 14:58
4. Propaganda

Zitat von sysop
Weil die USA ihr Top-Rating verloren haben, drohen neue Turbulenzen an den Finanzmärkten. Doch die Herabstufung könnte sich als gute Nachricht erweisen: Sie beweist die Unabhängigkeit der Rating-Agenturen - und zwingt die Amerikaner, endlich die Steuern zu erhöhen.
Die Herabstufung ist sicherlich richtig und längst überfällig.
Vergessen bzw. bewusst verschwiegen werden in dem Kommentar jedoch folgende Fakten:

Die Ermittlung des jeweiligen Ratings ist intranspararent
und oftmals interessengesteuert.
Die Ratingagenturen sind daran interessiert, dass sie Gewinne für sich und Ihre Kunden erwirtschaften. Daher geben sie Prognosen oder Ratings ab, um u.a. Märkte, Entwicklungen und Finanzprodukte gezielt zu beeinflussen.
Weiterhin sind die Ratingsagenturen nicht in der Haftung für Ihre Bewertungen. Das ist weiterhin ein sehr großes Dilemma und zementiert den Status Quo.
Das ist besonders in den letzten Jahren derartig perfide, da eben diese Agenturen, jahrelang den Handel mit undurchsichtigen Finanzprodukten durch nicht nachvollziehbare Top-Ratings weltweit befeuert und zu der Blasenbildung auf diesem Sektor MAßGEBLICH beigetragen haben.
Als diese Blase geplatzt ist, haben die Industriestaaten diesen Sektor durch unvorstellbare Summen vor dem Kollaps gerettet, in dem sie u.a. die Neuverschuldung massiv ausweiten mussten. Weiterhin wurden die Zentralbanken weltweit angewiesen, den Geldmarkt mit Geld, zeitweise zinslos, zu versorgen.
Zentralbanken haben sogar massivst Staatsnleihen aufgekauft.

Es ist daher schon grotesk, diese Staaten für diese Rettungsaktion zu "bestrafen" und durch ständige Abwertungen in die Zinsfalle zu treiben.

Ratingagenturen sind per se nicht "Schlechtes", verdeutlichen im jetzigen Stadium nur weiterhin eindrucksvoll, dass ein unkontrollierter Finanzmarkt nicht funktionieren kann und mittlerweile bedrohlichere Auswirkungen als militärische Massenvernichtungswaffen haben kann.

Der Burgfrieden der Ratingagenturen mit den USA scheint aufgekündigt zu sein.
Es ist auch nicht auszuschließen, dass mit dieser Maßnahme eine Wiederwahl von Obama verhindert oder zumindest erheblich erschwert werden soll.
Superreiche sollen & wollen weiterhin nicht mehr Steuern zahlen. Der Markt soll "ungestört arbeiten".
Das ist eindeutig die Wählerklientel der Republikaner bzw. der GOP, denen derartige Ratings erheblich in die Hände spielen, um politischen Druck aufzubauen.
Nicht nur die Medien entscheiden im Wahlkampf, nun sind es auch die Ratingsagenturen und die Finanzmärkte...

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Björn Borg 07.08.2011, 14:58
5. Wählt Intelligente in die Parlamente!

Zitat von sysop
Weil die USA ihr Top-Rating verloren haben, drohen neue Turbulenzen an den Finanzmärkten. Doch die Herabstufung könnte sich als gute Nachricht erweisen: Sie beweist die Unabhängigkeit der Rating-Agenturen - und zwingt die Amerikaner, endlich die Steuern zu erhöhen.
Nicht die Rating-Agenturen machen mich wütend, sondern die Art und Weise, wie Politiker sich erst auf unsere Kosten maßlos everschuldet und dann von denen abhängig gemacht haben, und die Ohnmacht, als 'normaler Mensch' weder gegen das eine noch gegen das andere irgendetwas unternehmen zu können.

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Paul-Merlin 07.08.2011, 15:00
6. So wird es bestimmt nicht kommen

Zitat von sysop
Weil die USA ihr Top-Rating verloren haben, drohen neue Turbulenzen an den Finanzmärkten. Doch die Herabstufung könnte sich als gute Nachricht erweisen: Sie beweist die Unabhängigkeit der Rating-Agenturen - und zwingt die Amerikaner, endlich die Steuern zu erhöhen.
denn die maßgeblichen 10 % der Einkommens- und Vermögenspyramide, die allein bestimmen wo es in den USA und anderswo langgeht, werden nicht daran denken einen höheren Beitrag zu leisten. Andersrum wird es laufen. Denen die jetzt kaum noch was haben, wird das wenige genommen werden. Die Zeltstädte werden sich noch gewaltig ausdehnen und den vorgeblichen "Faullenzern" werden die Hammelbeine langgezogen.

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tiefseetanker 07.08.2011, 15:01
7. ..

Naja,

1. kam die Herabstufung viel zu spät (Im Gegensatz zu manchen europäischen Staaten)
2. haben die anderen Rating-Agenturen (noch) nicht abgestuft
3. würde ein CCC-Rating meiner Ansicht nach viel besser passen ("Nur bei günstiger Entwicklung sind keine Ausfälle zu erwarten")

Aber ich habe sowieso keine Ahnung, wie das ganze funktioniert...

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einfachgerecht 07.08.2011, 15:02
8. Das würde auch bei uns helfen !!!!

"In ihrem Rating-Bericht weisen die Analysten mehrmals explizit darauf hin, dass dies nur funktionieren kann, wenn die Steuern erhöht werden beziehungsweise die noch von der Bush-Regierung beschlossenen Steuererleichterungen für Besserverdiener endlich gekappt werden ."

Auch bei uns wird die größte Steuerlast von Otto Normalverdiener gezahlt, nur die Reichen habe Ihre Tricks und Möglichkeiten der Abschreibungen. Aber es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die Menschen gegen die unsoziale Politik auf die Strassen gehen. Jetzt geht es schon in Israel los, da sich die Menschen keine Wohnung mehr leisten können. Bei uns in Deutschland geht die Schere auch immer weiter auseinander. Und der scheiss Euro hat dem Normalbürger nur einen Wertverlust gebracht und ein kleines Klientel verdient so viel und gibt nichts weiter. Es stinkt zum Himmel, nicht nur in den USA , auch bei uns. Ob es ein Herr Busch, oder ein Herr Westerwelle, immer nur für die Reichen!!

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ttx 07.08.2011, 15:05
9.

Zitat von duffybarracuda
da war wohl dem Spiegel nicht mehr zu helfen, denn kein zweites dt. Blatt agierte dermaßen gegen Mccain, dessen Wahlkampf auf Schuldenabbau beruhte. Ist ja absurd dass man nun so tut, als hätte man das schon lange verstanden mit dem Schuldenabbau.
McCain sagte "let's not raise anybody's taxes!" - so funktioniert es in der aktuellen Situation Amerikas allerdings nicht. Die Steuern sind historisch niedrig, und nur durch Ausgabensenkung kann man das Defizit nicht überwinden (es sei denn, man möchte das Land komplett gegen die Wand fahren).

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