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Kommentar zum Bahnstreik: Der unsympathischste Arbeitskampf Deutschlands
DPA

Grundsätzlich hat jeder Streik die Solidarität anderer Arbeitnehmer verdient. Bei den Lokführern ist das anders: Für das Kompetenzgerangel unter konkurrierenden Gewerkschaften muss man kein Verständnis aufbringen.

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imlattig 05.11.2014, 06:23
1. der bundestag...

hat die privatisierung der bahn beschlossen und somit beamte zu angestellten
gemacht die streiken duerfen. bitte beschweren sie sich bei der politik.

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klaus-bärbel 05.11.2014, 06:27
2. Mir gehts anders.

Gerade vor dem politischen Hintergrund, dass die Macht der kleineren Nicht-DGB-Gewerkschaften gebrochen werden soll, habe ich für diesen Streik mehr Verständnis, als wenn es nur um 2,50 EUR geht.

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wo_st 05.11.2014, 06:35
3. Es geht doch nur um eines Mannes Macht ...

... und es geht nicht um die paar Prozente. Wer so Machtgeil einen Streik anzettelt, der stellt sich ins Abseits. Und wieviel Prozent der Lokführer sind für den Streik?

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women_1900 05.11.2014, 06:40
4. Der unsympathischste Arbeitskampf Deutschlands

Nun, unsympathisch wohl auch wegen der negativen Pressekampagne. Obwohl ich als Pendlerin betroffen bin, stehe ich voll hinter dem Streik der GDL. Es geht nicht nur um mehr Geld, es geht jetzt auch um den Erhalt des kleinen Restes an freiheitlich, demokratischen rechten udn Arbeitnehmer Rechten. Ich wünschte mir, es gäbe mehr derartig mutige Menschen wie Weselsky und die Lokführer in diesem Lande. Dann gäbe es weniger mordernes Sklaventum.
So aber sind viele gegen diesen Streik, kommt vielleicht auch daher, daß die eigene Feigheit indirekt zum Vorschein kommt und, wie immer, wird der Neid in unserer Gesellschaft durch die Presseberichte angeheizt. Nichts ist leichter in D, als den Neid der Leute hervorzurufen, um dann locker flockig einen weiteren Abbau von Arbeitnehmerrechten, Verbraucherschutz, Sozialleistungen durchzuziehen. Dann bleibt den Leuten wieder das große Gejammere in Foren.
Aber darüber nachdenken, daß die Eskalation politisch durchaus gewollt ist, Merkel, Nahles & Co. nur darauf warten, daß die Bereitschaft der Bevölkerung zur Beschneidung des Tarifrechtes gegeben ist, ist natürlich wesentlich anstrengender, als hinterher zu jammern. Der Bahnvorstand Grube weiß dies natürlich auch.

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syd_ 05.11.2014, 06:47
5. Ich finde es gut

Im Gegensatz zu Piloten verdienen die einen Witz und sind genauso für sehr viele Menschenleben verantwortlich. Wer da kein Verständnis hat soll dann bitte selbst auch nicht mehr Streiken. Klar betrifft das mehr Personen als ein Streik bei Metallarbeitern aber das ist halt so wenn man Lokführer ist.

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bahndurchblick 05.11.2014, 06:53
6. Auch Sie

haben es nicht verstanden. Warum wohl will die GdL die Vertretungsmacht für das übrige fahrende Bahnpersonal erstreiken? Weil die Mitglieder tief enttäuscht sind von der großen EVG, die bisher das Sagen hat und die Interessen des Zugpersonals über Jahre nicht vernünftig vertreten hat. Sie holt lieber was raus für die Bahnmitarbeiter der Infrastruktur, ( und auch dort immernoch viel zu wenig) um den Preis, dass die Probleme des Fahrpersonals unter den Tisch fallen. Wenn die GdL erst mal die Vertretungsmacht erstritten hätte, wäre die Folge, dass endlich Tarifverträge verhandelt würden, die auch für das Zugbegleitpersonal endlich spürbare Verbesserung brächte. So wie für die Lokführer, nachdem erstmals die Vertretungsmacht der GdL für die Lokführer vor einigen Jahren erstreikt worden ist.
Übrigens bin ich Bahnmitarbeiter, und mit einem Fahrpersonal verheiratet. Ich weiß, welche Einschränkungen dieser Beruf mit sich bringt, im Gegensatz zu uns als stationärem Personal. Aber ein Blick über den Tellerrand ist schon beim Bahnpersonal meist Fehlanzeige, was will man da von Dritten erwarten.
Es geht in der Konsequenz um bessere Bedingungen für Zugbegleiter, das ist doch das, wofür Sie angeblich Verständnis hätten?

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Volker Birk 05.11.2014, 06:55
7. Bild-Niveau

Anders kann man diesen unsäglichen Artikel nicht mehr bezeichnen. Und wie auch im Hetzblatt-Vorbild, so wirkt auch hier der Aufruf zur Entsolidarisierung.

Welcher der Leser schaut schon nach, wie sich die Löhne und Arbeitsbedingungen bei den Bahnmitarbeitern entwickelt haben die letzten 10 Jahre? Wen interessiert dann schon noch, ob dieser Streik nicht völlig berechtigt ist?

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johnny_cgn 05.11.2014, 06:57
8. Geltungsbedürftiger Kleingeist ?

Unabhängig davon, ob man nun grundsätzlich Verständnis für organisierten Arbeitskampf, statt individuell ausgehandelten Arbeitsverträgen hat, sind im Fall GDL kaum die gewohnten Betrachtungsweisen des Themas zulässig...
Schließlich geht es nur oberflächlich um Arbeitsbedingungen, sondern wohl eher schlicht darum, dass ein gewisser Gewerkschaftschef seinem schier unendlich großen Geltungsbedürfnis nachkommen möchte..

Daher: 0 Toleranz für den Egoismus eines einzelnen!

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hevopi 05.11.2014, 07:12
9. Streiken ohne Sinn,

nur um diese kleine GDL und ihren Vorsitzenden zu profilieren, der in einer Talkshow nicht mal wußte, wie hoch der geforderten Zugeständnisse sind, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Das Streikrecht verkommt zur Profilisierungssucht von Unpersönlichkeiten und hat mit der ehemaligen Zielsetzung (z.B. auch Stabilisierung des Unternehmens) nichts mehr zu tun. Egoismus und in diesem Fall auch Unwissenheit hat noch keinem etwas gebracht.

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