Forum: Wirtschaft
Kommentar zum Bahnstreik: Der unsympathischste Arbeitskampf Deutschlands
DPA

Grundsätzlich hat jeder Streik die Solidarität anderer Arbeitnehmer verdient. Bei den Lokführern ist das anders: Für das Kompetenzgerangel unter konkurrierenden Gewerkschaften muss man kein Verständnis aufbringen.

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troy_mcclure 05.11.2014, 09:08
100.

Zitat von syd_
Im Gegensatz zu Piloten verdienen die einen Witz und sind genauso für sehr viele Menschenleben verantwortlich. Wer da kein Verständnis hat soll dann bitte selbst auch nicht mehr Streiken. Klar betrifft das mehr Personen als ein Streik bei Metallarbeitern aber das ist halt so wenn man Lokführer ist.
Der Unterschied ist: ein Zug fährt auf Schienen, da muss der Zugführer keine anspruchsvollen Manöver o.ä. machen.
Die Schwere der Aufgabe ist eine ganz andere.
Von daher halte ich es für gerechtfertigt, dass Piloten ein höheres Gehalt als Lokführer beziehen.

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Schluß mit dämlich 05.11.2014, 09:09
101.

Hab gerade erst gesehen, wer diesen Artikel verfaßt hat.

Herrk Kuzmany hat wohl den Existenzkampf der Lokführer für eine Theateraufführung gehalten.

Wow, bin ich polemisch! Und ich bereue es nicht!

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Korf 05.11.2014, 09:09
102. Halbe Wahrheit

Ich verstehe nicht, weshalb immer nur von Pendlern und Bahnreisenden die Rede ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der wirtschaftliche Schaden durch Ausfälle und Verzögerungen im Güterverkehr viel beträchtlicher ist. Hier muss tatsächlich eine politische Konsequenz her, die verhindert, dass Unbeteiligte und vor allem die Wirtschaft eines ganzen Landes derart in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Konjunkturdaten für Deutschland sehen schlecht aus, und dieser irrsinnige Streik trifft alle, auch die, die nicht selbst mit der Bahn fahren. Es kann und darf nicht sein, dass für die Interessen weniger Einzelner ein ganzes Land in Geiselhaft genommen und an seinen empfindlichsten Stellen geschädigt wird. Das alles hat keinerlei Verhältnismäßigkeit mehr. Dass das Verständnis für die GdL schrumpft ist folgerichtig und notwendig.

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thorthe37 05.11.2014, 09:09
103. Liebe Arbeitnehmer der GDL...

...lasst euch nicht unterkriegen!
Ich bleibe einfach mal zu Hause ;)

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PeNi 05.11.2014, 09:10
104. Der Kommentar...

... von Hr. Kunzmany ist sehr, sehr oberflächlich. Er bedenkt z.B. nicht die Auswirkungen des Streiks auf den Güterverkehr und damit auf die deutsche Wirtschaft. Außerdem stellt er sich nicht die Frage nach dem auslösenden Übel der derzeitigen Situation. Dieses liegt in der Bahnreform von 1994 und dem jahrzehntelangen Zugrundewirtschaften der Bahn in Deutschland. Gefördert durch die Automobil- und Wirtschaftslobby (und entsp. Parteispenden) wurde hier ganz bewusst eine Infrastruktur, die mit dem Volksvermögen von Generationen aufgebaut wurde, soweit heruntergewirtschaftet dass das System Bahn kaum noch funktioniert (siehe Verspätungen, Zugausfälle, Streckenstilllegungen in der Fläche, abgehängte Städte vom Fernverkehr, stillgelegte Anschlussgleise von Fabriken...). Mit einer dem Allgemeinwohl dienenden Staatsbahn wären die Belastungszustände des DB- Personals (Überstunden Lokführer etc.) nicht so unerträglich wie heute und ein Streik von Splittergewerkschaften nicht möglich. Die Politiker (und deren Wähler) müssen sich also fragen ob sie die Zustände, die zu den gegenwärtigen Streiks führen, nicht selbst durch jahrzehntelanges Missmanagement verursacht haben.

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Mancomb 05.11.2014, 09:11
105. So etwas

treibt den Fernbusunternehmen doch Kunden noch und nöcher in die Arme.

Ich bin neulich für 60 Euro von Nürnberg nach Köln nach Hamburg nach Berlin nach Nürnberg gefahren, inklusive gratis WLAN und Steckdose an jedem Sitzplatz. Bei so etwas kann die Bahn einfach nicht mithalten, selbst wenn die Preise dreimal so hoch wären. Mitfahrgelegenheiten erleben dank entsprechender Apps auch eine Renaissance.

Alles in allem ein Streik, der zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ausgetragen wird. Das kommt davon, wenn man ein Unternehmen jahrzehntelang auf Monopolbetrieb fährt und an allen Ecken und Enden spart weil man das Kind auf Biegen und Brechen an die Börse bringen will. Treffen tut es natürlich nicht das verantworliche Management, sondern die Lokführer, die eigentlich gar nichts dafür können und jetzt zum Spielball ihrer Gewerkschaften werden.

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redfreakz 05.11.2014, 09:15
106.

Was für ein schlechter Artikel, mehr kann ich dazu nicht sagen.
Zum Thema:
Für das Kompetenzgerangel hab ich auch kein Verständnis, das müssen die Gewerkschaften und die Bahn unter sich austragen und nicht über einen Streik. Für alle anderen Forderungen hab ich vollstes Verständnis, auch wenn ich selbst betroffen bin. Eine andere Möglichkeit haben ja Arbeitnehmer nicht um in unserem System für bessere Bedingungen zu kämpfen.

Allerdings halte ich es für einen großen Fehler, Streiks bei so wichtigen Bereichen wie der Bahn zu ermöglichen. Das ist einer der vielen Nachteile der Privatisierung der Bahn. Man kann als Kunde nicht auf einen Konkurrenten ausweichen, der für seine Arbeitnehmer bessere Konditionen anzubieten hat. Infrastruktur bzw. natürliche Monopole gehören mMn in die öffentliche Hände.

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aufklarer 05.11.2014, 09:15
107.

Unabhängig von Gründen (die übrigens nachvollziehbar sind, weil viele der Nachfolgeorganisation von Transnet nicht über den Weg trauen):

Ein Streik geht per Definition IMMER zu Lasten der Kunden! Denn alle Unternehmen haben Kunden. Und wenn nicht gearbeitet wird, gibt es demnach Nachteile für die Kunden.

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raeggaegandalf 05.11.2014, 09:15
108. Stark bleiben!

Falls das ein Bahner liest, lasst euch gesagt sein das nicht alle den Mist der gekauften Presse glauben... Bleibt stark und setzt euch durch!

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produster 05.11.2014, 09:16
109. Ganz einfach.

So what? Nach einem Jahrzent der Lohneinbußen und kleingeredeter Inflation, die jeder Bürger gespürt hat, nur nicht die Politik, ist es jetzt Zeit, klare Ansagen zu machen. Was nützt es, mit der Trillerpfeife vor irgendwelchen Werkstoren rumzustehen, wie der DGB das empfiehlt? Es geht um das Streikrecht und um gerechte Bezahlung. Ganz einfach.

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