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Kommentar zum Bahnstreik: Lasst die Kleinen machen
DPA

Nach dem nächtlichen Streik sind die Bahnkunden sauer auf die Lokführer und ihre Spartengewerkschaft GdL. Doch die sind keineswegs alleine schuld an der verfahrenen Situation.

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f14-tomcat 09.10.2014, 06:10
1. Aber wenn es

wie in diesem Fall den Anschein macht das die GDL lediglich ihre eigene Macht ausbauen mag, ihr ehemaliger Chef Herr Schell für die jetzige Führungskraft keine guten Worte hat, dann bin ich für das Gesetz.
Fakt ist, die Äußerungen über Behinderte von Herr Weselsky zu wiederholten Male zeigt das dieser nicht an die Spitze gehört. Zweitens diese Lügen der GDL sie würden so und soviel vertreten. Sie vertreten nicht einmal 10% des gesamten Bahnpersonal. Und Drittens was mich aufstößt ist diese Arroganz das sie nicht einmal annähernd Kompromissbereitschaft zeigt. Habe nie gehört das sie die Interessen anderer Mitarbeiter der Bahn vertreten mag. Warum nicht? Vielleicht würden sie mehr Mitglieder bekommen wenn die mehr Interessen vertreten würden.

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studibaas 09.10.2014, 06:18
2. Lt hören sagen...

Verdient so ein Lokführer 2000 EUR / Brutto. Für die Tätigkeit gerechtfertigt, für die Verantwortung zu wenig.
2000 Brutto sind bei Lohnsteuerklasse 1 ziemlich genau 14xx Netto (jedenfalls bei mir, verdiente Brutto zwischen 1980 - 2020 EUR, da pro Stunde).
Für einen Single mag das reichen, für eine Familie ist das haarscharf über Hartz IV, auch inkl. Lohnsteuerklasse 3.
Parallel liegt das Durchschnittseinkommen in Deutschland bei 31.000 EUR. Insofern muss man sich schon überlegen, wie weit deren Streikforderung gerechtfertigt ist. Jedenfalls ist unter Verzicht von ICE die Bahn mit Abstand günstiger als jeder Wagen. Preisererhöhung würde mich nicht schrecken.

Und was die bösen Flugzeugführer angeht, die on the fly mitgebasht werden:
Ja, die verdienen zu viel, aber NEIN, die haben nicht für mehr Lohn gestreikt!
Es gibt einen Fonds für deren Altersvorsorge. Dieser sollte aufgelöst werden, aber nicht um anderen Arbeitnehmern mehr zu zahlen, sondern um diesen Fonds an Aktionäre, also Menschen die eh zu viel Geld haben, auszuschütten. Insofern habe ich für deren Streik auch Verständnis. Eine Forderung nach mehr Gehalt hätte ich nicht verstanden.

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imlattig 09.10.2014, 06:18
3. genauso....

kann man dem arbeitgebern die schuld zuschieben weil sie auf keine kompromisse eingehen. warum wird in deutschland immer e i n schuldiger
gesucht, wenn alle beteiligt sind? ohne streiks wuerden wir arbeitnehmer noch
barfuss rumlaufen. siehe dritte welt.

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thunderstorm305 09.10.2014, 06:22
4. Eine Reform muss es geben!

Klar würde ich auch am liebsten weit mehr verdienen als zur Zeit. Bei vielen anderen mag das genauso sein. Hier geht es am Ende um den Vorteil einiger weniger die an entscheidender Stelle sitzen und den kompletten Betrieb lahm legen können. Und diesen Vorteil versuchen sie sich vergolden zu lassen. Auf Kosten aller anderer Mitarbeiter eines Unternehmens. So kann es nicht weitergehen. Wie kann es sein dass ein Gesetz zur Tarifeinheit das bis vor wenigen Jahren galt auf einmal gegen die Verfassung verstoßen soll? Ich bin anderer Meinung als der Autor. man wird einen Weg finden der konform mit der Verfassung einhergeht. Wir müssen diesen Weg einfach finden um den inneren Betriebsfrieden wieder zu sichern. Damit sind wir seit Jahrzehnten sehr gut gefahren.

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loops-2000 09.10.2014, 06:41
5. Lustig

Eigentlich ist es lobenswert, wie hier die Lokführer für ihre Rechte und Löhne kämpfen. Bitte mehr davon. ..

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nickleby 09.10.2014, 06:49
6. Grundrechte

Die GDL ist eine verfassungsmäßig etablierte Gewerkschaft, die die Interessen ihrer Mitglieder vertritt. Das ist in einem freien Staat üblich. Sie nun zu verunglimpfen und hetzerisch zu verleumden, ist höchst undemokratisch.
Wenn Frau El-Sharif sich zu solchen Beleidigungen hinreißen lässt, sollte sich der Spiegel überlegen, ob sie als eine geeignete Mitarbeiterin anzusehen ist, die die Prinzipien des fairen Journalismus achtet.

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winkler00 09.10.2014, 06:54
7. Bedeutend mehr Gesamtblick

Dieser Kommentar hat bedeutend mehr Kenntnisstand, als der letzte. Das Gesetz wird durch das Verfassungsgericht kassiert. Deshalb ist eine Drohung mit der Frau Nahles nur aufgeschobener Populismus. Was hintert die Bahn sich gleichzeitig mit GdL und VdL an einen Tisch zu setzen. Dann fällt auch der Existenstreit der Einzelgewerkschaften weg, und eine Einigung wäre eher möglich. So lange aber der AG eine Chanse sieht, sich durch Drohung mit dem neuen Gesetz einen schlanken Fuß macht, und einige Einigung verhindert, wird keine Einigung erzielt.

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mabi99 09.10.2014, 06:58
8. Pluralismus ja- aber...

... die Fünfprozenthürde wurde in unserem Wahlsystem nicht ohne Grund und entsprechend abschreckende historische Erfahrung eingeführt. Wieso nicht auch bei den Tarifparteien?

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Markus Zietlow 09.10.2014, 07:10
9.

Ich bin Bahnkunde.
Ich bin nicht sauer.
Und dass Gewerkschaften stärker für die Interessen ihrer Mitglieder eintreten (und somit endlich mehr Spartenorganisationen entstehen), ist erforderlich.

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