Forum: Wirtschaft
Kommentar zum Hauptstadtflughafen: Die peinlichste Baustelle Deutschlands
DPA

Selbst wenn ab jetzt alles glatt gehen sollte - von den bisherigen Pannen wird sich der Hauptstadtflughafen nie mehr erholen. Am besten wäre ein Neustart an einem anderen Standort. Und mit anderen Verantwortlichen.

Seite 10 von 20
Charlie Brown II 25.06.2014, 10:11
90. ...

Zitat von redwed11
Was sollen die Berliner Fluggäste denn auf dem Provinzflughafen MUC? Einen Flughafen, der von ursprünglich geplanten 2 Milliarden DM Baukosten am Ende 8 Milliarden DM gekostet hat. Um solch eine Preisteigerung bei BER zu erreichen, können noch einige Milliarden ausgegeben werden. Wobei dieses Povinzflugfeld bis heute noch keinen notwendigen Anschluss an das Fern- und Regionalbahnnetz hat. Und auf solch eine Fehlplanung wollen Sie die Berliner Fluggäste schicken? Sie sollte mal etwas nachdenken und nicht solche unsinnigen Vorschläge machen. Aber solche, die Wirklichkeit ausblendenden Kommentare kommen immer wieder aus der bayrischen Ecke. Vor solchen, von Hochmut gekennzeichneten Kommentaren, sollten erst einmal die Tatsachen wahrgenommen werden. Der Münchener Flughafen ist kein positives Beispiel für BER sondern ein abschreckendes, besonders was die Kostensteigerung angeht.
Beide Airports sind wohl ein finanzielles wie verkehrspolitisches Desaster. Eine ICE Hochgeschwindigkeitstrasse von München und Berlin nach Frankfurt/Main wäre deutlich sinniger gewesen. Aber da geht es wohl and das Ego der Provinzhäuptlinge.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hardyhardy 25.06.2014, 10:12
91. Teures Gehudel überall.

Es ist im Grunde genommen Raub, was an einigen Prestige-Objekten passiert. Nämlich Raub von Steuergeldern, die von uns Bürgern sauer erarbeitet wurden. Spitzen-Beispiel "Elb-Philharmonie" in Hamburg. Mit rd. 55 Millionen veranschlagt, wir sie letztendlich bei 1 Milliarde liegen. Die Verantwortlichen haben sich die Taschen gefüllt und diskret zurückgezogen. Die gehörten strafrechtlich verfolgt !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maw36 25.06.2014, 10:12
92. Ich stimme Ihnen zu 100% zu!

Zitat von matbhmx
... nicht Mal mehr Unterhaltungswert! Dass diese Baustelle einfach nur peinlich ist, ist nun seit längerem jedem bekannt, hilft als Erkenntnis in der Sache nicht weiter. Darüber hinaus fußt der Kommentar auf der Grundlage nicht abschließend recherchierter Daten und symptomatisch für die Minderqualität deutscher Journalisten. Bevor man di Mauro irgendwelche Vorwürfe machen will, sollte man dann erst einmal recherchieren, was er überhaupt selbst geplant hat und was tatsächlich von Ingenieuren geplant worden ist (er führt offensichtlich Firmen mit Angestellten; wenn dort Ingenieure beschäftigt sind, bleibt die Frage, was ihm vorgeworfen werden sollte, offensichtlich hat SPON in diese Richtung nix, aber absolut nix recherchiert). Und schließlich sollte SPON, auch da ist wieder nix, aber auch überhaupt nix recherchiert, erst einmal prüfen, welche Planungsmängel an der Entrauchtungsanlage bestehen. Bisher sind Planungsmängel nicht Mal ansatzweise mitgeteilt. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand ist die Entrauchungsanlage an der Software, die Bosch und Siemens liefern sollten, sowie an der Ausführung durch die Baufirmen gescheitert. So sollen für die Schächte zu dünne Bleche verbaut worden sein, sodass bei Einschalten der Ventilatoren diese implodierten. Geplant waren offensichtlich dickere Bleche. Aber all das könnten ja Mal die Dauerschwätzer von Journalisten recherchieren, statt hier Mal wieder ins Blaue hinein wilde Behauptungen aufzustellen. Und das bietet Anlass für folgende Bemerkung: Dem deutschen Journalisten steht genau genommen Kritik an irgendetwas überhaupt nicht zu, weil er nicht nur seine Arbeit nicht macht, sondern noch nicht Mal erkennt, was Gegenstand redlicher journalistischer Tätigkeit ist. Seit dem unseeligen Onanistenjournal "Tempo" meinen die meisten Journalisten, journalistische Tätigkeit bestehe darin, vom fesch gestylten Schreibtisch mit Apple-Rechner (weil dieser so schick aussieht) flotte, kesse Sprüche loszulassen - und solchen lockeren Srüchen steht nichts mehr im Wege als Fakten, Fakten, Fakten. Dass journalistische Tätigkeit in erster Linie darin besteht, solche Fakten zu sammeln (sehr arbeitsaufwändig, und man muss tatsächlich das gestylte Büro verlassen und sich in die Niederungen des Alltags begeben) und diese dann auch - belegbar (hört, hört!) im Artikel wiedergeben. Anschließend darf man das Ganze dann auch gerne noch kommentieren.
Dies ist wieder ein Beispiel für billigsten Online-Journalismus, selbst wenn es sich hierbei nur um einen Kommentar handelt.
Schon an der Überschrift erkennt man den billigen Klickfang.

Aber ein reißerischer Kommentar zum BER funktioniert auf jeden Fall immer. Damit kann man dem gemeinen deutschen Bürger auch wieder eine Plattform liefern, sich hier im Forum auszupöbeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isegrim der erste 25.06.2014, 10:12
93. Der Flughafen Schönefeld wir genauso wie der Turm

von Babel als Wahrzeichen für den Größenwahn seiner Erbauer in die Geschichte eingehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quakiutel 25.06.2014, 10:13
94.

...eignet sich als grosse, internationale Kunstausstellung,
sowie wöcheentlich "Rock-am-Ring" - wenn man noch 200 DIXIE-Klos aufstellt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reinerotto 25.06.2014, 10:14
95. Vielleicht einfach zugeben

Daß es "Die Deutschland Gesellschaft" nicht mehr kann. Als alter, guter Dipl.Ing. mit internationaler Erfahrung, auch in Übersee, muß ich sagen: PISA hinterläßt deutliche Spuren: Transrapid, G36, BER, A400-M ...
Nur die Politiker können offensichtlich immer noch sehr gut ihre Reden schwingen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter_1974 25.06.2014, 10:15
96.

Zitat von hasimen
Aber 5,4 Milliarden in den Sand zu setzen, das ist schon eine Unverschämtheit die unvergleichbar und nahezu einmalig ist. Wie erdreistet sich ein Nest wie Berlin und deren Verantwortlicher auf Kosten der Allgemeinheit eine solche Summe wie selbstverständlich zu verbrennen.
Ich glaube, Berlin und Geldverschwendung kann man zusammenfassen unter dem Oberbegriff "Gewohnheitsrecht".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j.willocks 25.06.2014, 10:15
97. Fakten nicht ausreichend beleuchtet.

Sicher waren Großmann als Giconchef nie Fachmann für Entrauchungsanlagen und di Mauro ist kein Ing. So eine Anlage wird doch nicht von 2 Personen geplant bzw. gesteuert. Also gibt es doch sichet viel mehr Fakten als hier im Artikel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tommi46 25.06.2014, 10:17
98.

Zitat von redwed11
Was sollen die Berliner Fluggäste denn auf dem Provinzflughafen MUC? Einen Flughafen, der von ursprünglich geplanten 2 Milliarden DM Baukosten am Ende 8 Milliarden DM gekostet hat. Um solch eine Preisteigerung bei BER zu erreichen, können noch einige Milliarden ausgegeben werden. Wobei dieses Povinzflugfeld bis heute noch keinen notwendigen Anschluss an das Fern- und Regionalbahnnetz hat. Und auf solch eine Fehlplanung wollen Sie die Berliner Fluggäste schicken? Sie sollte mal etwas nachdenken und nicht solche unsinnigen Vorschläge machen. Aber solche, die Wirklichkeit ausblendenden Kommentare kommen immer wieder aus der bayrischen Ecke. Vor solchen, von Hochmut gekennzeichneten Kommentaren, sollten erst einmal die Tatsachen wahrgenommen werden. Der Münchener Flughafen ist kein positives Beispiel für BER sondern ein abschreckendes, besonders was die Kostensteigerung angeht.
Da plustert sich aber ein Möchtegernweltstädter mächtig auf.
München ist und bleibt Deutschlands zweitgrößter Airport.
Selbst wenn Ihr Möchtegernweltflughafen Berlin fertig werden sollte,
Sie Möchtegernweltstädter............

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wywy 25.06.2014, 10:18
99. Der Kröger hat's drauf

Ein geistreicheres Résumé als die hier vorliegende Glosse ist kaum zu ziehen: umfangreich in der Analyse, logisch in der Schlussfolgerung. Der bereits vor Eröffnung zu kleine Flughafen wird als provinzieller Größenwahn der Brache überantwortet. Da machen hohe Investitionen am Ende wenigstens doch noch einen Sinn. Warum beschleicht mich nur der kaum zu fassende Gedanke, dass die an dem Werk arbeitenden doch seriöser und professioneller zu sein scheinen, als so manch ein Kritiker, der als Trittbrettfahrer auch noch Geld damit verdient.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 20