Forum: Wirtschaft
Kommentar zum Mindestlohn: Endlich!
DPA

An diesem Donnerstag beschließt der Bundestag den Mindestlohn. Einige Preise werden dadurch steigen. Doch das muss es uns wert sein.

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propagare 03.07.2014, 08:42
40. Mindestlohn ist ein Arbeitsverbot für Geringverdiener.

Wir sollten doch wissen das Gesetze auch Unrecht legitimieren können. Dürfen wir unsere Lebensweise anderen aufzwingen weil wir sie für die Richtig halten? Ist es richtig andere zum moralischen Handlen zu zwingen?
Was wäre wenn ich Ihnen sagen würde, dass meine Abneigung (als Wähler oder Regierender) mir noch lange kein Recht dazu gibt, sie allen anderen zu verbieten? Vielleicht da es dieses Wesen der "Öffentlichkeit" gar nicht gibt, weil die Öffentlichkeit nur eine gewisse Anzahl von Individuen darstellt, ist jede konkreter oder angedeuteter Konflikt mit "dem öffentlichen Interesse" nur der Versuch, die Interessen von einigen den Wünschen und Interessen von Anderen zu opfern.
Wenn Arbeitnehmer für höhere Löhnen kämpfen, feiert man es als soziale Errungenschaft, wenn Unternehmer nach grösseren Profiten streben, verteufelt man es als "egoistische Gier".
Man lässt einfach die Menschen nicht entscheiden ob sie zu einem Staat und seinen Regeln gehören möchten. Wie auch bei dem Menschenbild?
Vielleicht ist der Staat tatsächlich eine Krankheit die sich für die Heilung ausgibt.

Jede Macht, die alle Menschen an ein einzelnes politisches System binden möchte, ist von ihrer Natur aus aus totalitär. Sie mag sich sozialistisch, kommunistisch oder demokratisch nennen, aber ihre Handlungen werden darauf ausgerichtet sein, die Loyalität ihrer Bürgen zu lenken und kontrollieren wie auch Kritiker und andere Meinungunen zu unterdrücken. Geschweige denn diese in der staatl. Schule zu unterrichten.

Die Regierenden haben bereits deutsches Vermögen über Generationen verpfändet und verkaufen sich uns als Helden der Geldkrise. Sie schwenken das Füllhorn des "Wohlfahrtstaates" auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung. Sie verbieten und regulieren den Wohlstand offen und verkaufen es uns als sozial. Das staatliche Zwangsgeldmonopol, welches seinem jeweiligen Herrn und Meister dient, dient ihm umfangreicher als mancher denkt. Wo ist hier der Wettbewerb? Die viel beschworene Schwarmintelligenz, ihr wisst schon, die Mehrheit entscheidet, was richtig und falsch ist, verfolgt und mordet Minderheiten und wählt Politiker, die blutige Kriege führen. Der Wähler in einer "Demokratie als Gewaltverbrecher". Weltklasse.

Zitate Ende.

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Medman 03.07.2014, 08:43
41. Vielleicht nicht mehr Geld...

Zitat von Palmstroem
Von den 4,5 Millionen, die angeblich vom Mindestlohn profitieren, werden die meisten keinen Cent mehr in der Tasche haben. Denn was sie nun Netto mehr hätten, verrechnet ihnen der Staat mit bisher gewährten Leistungen wie etwa dem Wohngeld. Einzig der Staat spart pro Jahr rund vier Milliarden mehr, aber auch nur dann, wenn durch den Mindestlohn keine Arbeitsplätze verloren gehen oder in die Schwarzarbeit abdriften.
Aber sehr viel mehr Würde. Das Gefühl für eine Arbeit zumindest soweit entlohnt zu werden, dass man vor den "freundlichen" Mitarbeitern der Arbeitsagenturen, deren unangemeldeten Kontrollen zu Wohnverhältnissen u.ä. Sicher ist. Denn wer täglich arbeiten geht und sich dann noch gängeln lassen muss, kann nicht zufrieden sein. Zumal ich als (Teil-)Selbstständiger nicht einsehe, dass andere (Ausbeuter)unternehmen auch noch für deren Dumpinglöhne staatlich subventioniert wurden - nichts anderes ist das "Aufstocken", während die, die gerecht bezahlt haben belächelt wurden.

Dumpinglöhne waren kein Mittel um die Arbeitslosigkeit abzubauen, sie waren nur ein Mittel die Gewinne zu erhöhen - denn die Arbeit war, ist und wird da bleiben, muss getan werden.

Schlimm ist nur, dass man sich genug Ausnahmen geschaffen hat - da ist die SPD schwach geblieben, bzw. der viel zu mächtige Seeheimer Kreis konnte sich, wie immer in den letzten Jahren, durchsetzen.

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9eor9 03.07.2014, 08:44
42.

Das ist keynesianisches Gedankengut. Durch den Mindestlohn steigen die Preise, das gesamtwirtschaftliche Einkommen fällt, die Arbeitslosigkeit steigt an (Diskriminierung von Arbeitnehmern, die für niedrigeren Lohn arbeiten würden da sie nicht qualifiziert sind und nun nicht für 8,50 EUR eingestellt werden). Das gesamtwirtschaftliche Güterangebot geht zudem zurück, so dass der Mindestlohn insgesamt zum Nachteil der Gesellschaft wirkt. Die Parteien sollten sich lieber mal auf die Empfehlungen vom Sachverständigenrat konzentrieren!!! Nein statt dessen lieber Mindestlohn und Rente mit 63 zu Lasten der aktuellen und zukünftigen Generationen.

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ulihalasz 03.07.2014, 08:47
43. Fahren Sie...

mal nach Ostdeutschland, suchen Sie sich dort einen beliebigen Blumenladen und fragen Sie die dort Angestellten, was jene vom Mindestlohn und insbesondere Ihrer Argumentationskette denn so halten. Sie werden staunen. Die Welt ist nicht so simpel, wie Sie sie in Ihrem Beitrag geschnitzt haben.

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propagare 03.07.2014, 08:50
44. Mindestlohn ist ein Arbeitsverbot für Geringverdiener.

Es ist schwierig sich eine dümmere und gefährlichere Art der Entscheidungsfindung vorzustellen, als die, sie in die Hände von Menschen zu legen, die keinen Preis dafür zahlen, falsch zu liegen. Wir sollten doch wissen das Gesetze auch Unrecht legitimieren können. Dürfen wir unsere Lebensweise anderen aufzwingen weil wir sie für die Richtig halten? Ist es richtig andere zum moralischen Handlen zu zwingen?
Was wäre wenn ich Ihnen sagen würde, dass meine Abneigung (als Wähler oder Regierender) mir noch lange kein Recht dazu gibt, sie allen anderen zu verbieten? Vielleicht da es dieses Wesen der "Öffentlichkeit" gar nicht gibt, weil die Öffentlichkeit nur eine gewisse Anzahl von Individuen darstellt, ist jede konkreter oder angedeuteter Konflikt mit "dem öffentlichen Interesse" nur der Versuch, die Interessen von einigen den Wünschen und Interessen von Anderen zu opfern.
Wenn Arbeitnehmer für höhere Löhnen kämpfen, feiert man es als soziale Errungenschaft, wenn Unternehmer nach grösseren Profiten streben, verteufelt man es als "egoistische Gier".
Man lässt einfach die Menschen nicht entscheiden ob sie zu einem Staat und seinen Regeln gehören möchten. Wie auch bei dem Menschenbild?
Vielleicht ist der Staat tatsächlich eine Krankheit die sich für die Heilung ausgibt.

Jede Macht, die alle Menschen an ein einzelnes politisches System binden möchte, ist von ihrer Natur aus aus totalitär. Sie mag sich sozialistisch, kommunistisch oder demokratisch nennen, aber ihre Handlungen werden darauf ausgerichtet sein, die Loyalität ihrer Bürgen zu lenken und kontrollieren wie auch Kritiker und andere Meinungunen zu unterdrücken. Geschweige denn diese in der staatl. Schule zu unterrichten.

Die Regierenden haben bereits deutsches Vermögen über Generationen verpfändet und verkaufen sich uns als Helden der Geldkrise. Sie schwenken das Füllhorn des "Wohlfahrtstaates" auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung. Sie verbieten und regulieren den Wohlstand offen und verkaufen es uns als sozial. Das staatliche Zwangsgeldmonopol, welches seinem jeweiligen Herrn und Meister dient, dient ihm umfangreicher als mancher denkt. Wo ist hier der Wettbewerb? Die viel beschworene Schwarmintelligenz, ihr wisst schon, die Mehrheit entscheidet, was richtig und falsch ist, verfolgt und mordet Minderheiten und wählt Politiker, die blutige Kriege führen. Der Wähler in einer "Demokratie als Gewaltverbrecher". Weltklasse.

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Hank Hill 03.07.2014, 08:54
45. Wir sollten nicht vergessen,

daß es die Schroeder SPD war, welche die Zeitarbeitgesetzgebung massiv geaendert hat und stolz war auf ihr Modell mit der Lohnauftstockung (Hartz4). Wolfgang Clement ist uebrigens schon lange im Aufsichtsrat eines grossen Zeitarbeitskonzern (Adecco). Florian Gerster, vorheriger Chef der Agentur fuer Arbeit, hat eine aehnliche Position bei einer Firma die Menschen als billige Briefzusteller ausbeutet. Und jetzt verkauft die heutige SPD das Mindestlohngesetz mit den vielen unwuerdigen Ausnahmen als große Errungenschaft. Fuer wie bloede halten die ihre Waehler und die anderen Deutschen eigentlich ?

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udolino75 03.07.2014, 08:57
46. Es schreibt sich so leicht

... wenn man nicht betroffen ist, wie dieser sicherlich gut verdienende Redakteur. Die paar Euro mehr für Dienstleistungen und Spargel und Erdbeeren kann er locker verkraften, spätestens mit der nächsten Lohnerhöhung hat er das alles wieder drin.

Die Mindestlöhner selbst werden nichts davon haben. Entweder sie verlieren ihren Job (weil der geizige Deutsche dann doch lieber Erdbeeren aus Spanien oder sonstwo her kauft), oder der Mehrlohn geht für höhere Kosten drauf.

Und man darf eines nicht vergessen: es geht nicht nur um Dienstleister und Spargelstecher, es gibt auch viele Unternehmen, die im Wettbewerb mit EU-Ländern wie Rumänien, Kroatien, Slowakei usw. stehen, und da liegt der Mindestlohn deutlich unter unserer Grenze, und dazu gibt es weniger strenge Umweltauflagen usw.

Für die linken Sozialutopisten in diesem Land mag das ja alles ganz toll sein, aber die Theorie wird halt nur dann funktionieren, wenn der Deutsche seine Mentalität ändert und tatsächlich auch bereit dafür ist, Mehrkosten in Kauf zu nehmen und zu aktzeptieren. Aber daran habe ich meine sehr berechtigten Zweifel ...

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Botox 03.07.2014, 08:57
47. Nie wieder SPD

Vergessen hat man sicher nicht ganz unbewusst die Leiharbeiter. Die bekommen von 40STD nur 35Std ausbezahlt. Der Rest geht auf Überstunden Konto, damit Bauer/Handwerk kein Wetter/Auftragsrisiko tragen muss.
Aufstocken kann man sich das von der ARGE nicht, weil die Stunden ja als "Guthaben" bewertet werden.

BoToX

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friggebrisse 03.07.2014, 08:58
48. Das ist absolut richtig.

Zitat von Palmstroem
Von den 4,5 Millionen, die angeblich vom Mindestlohn profitieren, werden die meisten keinen Cent mehr in der Tasche haben. Denn was sie nun Netto mehr hätten, verrechnet ihnen der Staat mit bisher gewährten Leistungen wie etwa dem Wohngeld. Einzig der Staat spart pro Jahr rund vier Milliarden mehr, aber auch nur dann, wenn durch den Mindestlohn keine Arbeitsplätze verloren gehen oder in die Schwarzarbeit abdriften.
Er gibt wenig volkswirtschaftliche Themen, wo sich Experten und wissenschaftliche Forschung derart einig sind wie bei den Auswirkungen eines Mindestlohns. Und die gibt es insbesondere im angelsächsischen Raum zur Genüge. Es passieren genau drei Dinge: 1.) Einige Lohnbereiche verschwinden in die Schwarzarbeit, einige gehen durch erzwungene Produktivitätssteigerung verloren und nur sehr wenige (<10%) bilden sich auf höherem Niveau aus 2.) Mehrverdienst geht oft direkt verloren durch Besteuerung oder Streichung von Transferleistungen 3.) Es findet keine Anpassung im Angebot von Arbeitsleistungen auf dem Markt statt (z.B. bei der Lenkung zu Berufsentscheidungen oder Zuwanderung). Aber, wie man so schön sagt: Don't let the facts get in the way of a good story.

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laplage 03.07.2014, 09:04
49.

Seit 1950! hat Frankreich den Mindestlohn (9,53 € im Augenblick) und kommt damit zurecht!

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