Forum: Wirtschaft
Kommentar zum Wärmedämmungs-Beschluss: Asozialer Wohnungsbau
DPA

Heute wird die Bunderegierung ein neues Milliardenprogramm zur Wärmedämmung beschließen - und damit einen teuren Irrweg beschreiten. Das teure Styropor an den Hauswänden lohnt sich für die Hersteller, aber weder für Mieter noch für die Umwelt.

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hifimacianer 03.12.2014, 09:29
150.

Zitat von biike
Ja, da gebe ich Ihnen gerne Recht! Und auch was die Behandlung zur Feuerfestigkeit betrifft und den Einsatz der Chemikalien. Ich war wenig erfreut als diese Platten vor einigen Jahren an unsere Hauswand kamen.
Das HBCD in den Dämmplatten ist fest in die Struktur eingebunden und nicht löslich. Da brauchen Sie sich gesundheitlich keinerlei Gedanken zu machen!

Auch die Bioziden die in manchen Fassadenputzen und Farben enthalten sind, haben keinerlei Auswirkung auf die Umwelt. Diese sind nämlich fest in der Farbe verkapselt und waschen sich nicht einfach so raus. Die geringen Mengen die in den Boden gelangen können, werden schon in den ersten Zentimetern von Mikroorganismen zersetzt und sind praktisch nicht mehr nachweisbar.

Oder haben Sie etwa massenhaft eingegangene Pflanzen im Sockelbereich von Häusern entdeckt?

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zitrone73 03.12.2014, 09:30
151. Es kommt darauf an, ob man

Zitat von ketzer2000
Wenn ich jetzt die Einsparungen pro qm vor 20 Jahren durch die Dämmung mit denen durch den Tausch der Heizung vergleiche, glaube ich, dass die Erneuerung der Heizungsanlage den größeren Vorteil bringt.
ein Entweder-Oder oder Sowohl-Als-Auch betrachtet. Jede Maßnahme für sich allein an einem Haus, an dem noch NICHTS gemacht wurde, bringt erst mal viel. Jede weitere Maßnahme kann dann nur noch einen kleineren Beitrag leisten.
Bei unserem zum Passivhaus sanierten Altbau bringt natürlich keine zusätzliche Maßnahme mehr was.

Vielleicht sollten wir sachlicher und pragmatischer werden. Wenn alle Kommentatoren, die vor einer brennenden Fassade Angst haben (obwohl ihr Dachstuhl aus Holz ist O_o), dann halt wenigstens Fenster oder Heizung erneuern, ist auch schon viel gewonnen.
Nur Mut, "a bissel was geht immer."

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gott777 03.12.2014, 09:30
152. Auch in meinen Augen

Ist diese Styropordämmung, mal von ein paar Extremfallausnahmen abgesehen, purer Quatsch. Wer massiv baut, soll einfach dickere Steine nehmen, dies ist besser was den Schimmel, die Geräusche und die Dämmung angeht. Zudem werden Gebäude irgendwann abgerissen bzw. saniert, dann fällt mit den Platten wieder ein Haufen Sondermüll an. Zumal die Handwerker wohl zu 90% beim anbringen versuchen soviel Befestigungsmaterial wie möglich zu sparen, was dann wieder Kältebrücken, ein Schwitzen des Hauses, etc. verursacht. Wir hatten auch zuerst mit Dämmplatten geplant, nach Besuch mehrerer Neubauten aber ganz schnell davon abgelassen.

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jogola 03.12.2014, 09:31
153. Und das Dach

Zitat von motzki687
Habe mein Flachdach erneuern/dämmen lassen für 40.000 € die Fenster durch dreifach isolierte ersetzt 9000 € und die Warmwasserheizung durch Wärmetauscher ersetzt 7000 € Wasserentkalkungsanlage eingebaut für 3000 € und Pelletofen zur Unterstützung der E Fußbodenheizung für ebenfalls 7000 € eingebaut.Neue Raumtermostate eingebaut für 1000 € Kellerdecke isoliert 1000und und und. Mein Stromverbrauch konnte ich von 22 000 Kw (2009) auf nunmehr weniger als 10 000 Kw senken. Allerdings ich habe auch rund 100 000 € versenckt und habe die Kosten in ca 30 Jahren wieder eingespielt. Mein Alter 60 Jahre. Was sagt man dazu?
war undicht und musste sowieso erneuert werden ?

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kojak2010 03.12.2014, 09:31
154.

Ein Haus sollte aus min. 36 cm starken Ziegeln oder Mauern erschlossen sein. eine zusätzliche Dämmung ist dann unnötig. genauso sinnbefreit sind diese ganzen Fertighäuser, auch die sind komplett aus Plastik umgeben. selbst Ökohäuser haben eine Plastiktüte als Dämmsperre.

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roger13 03.12.2014, 09:32
155. Panik

Hier im Forum sind aber einige Fassadenbauer präsent.Bei denen geht die Angst um.Das dämmen der Fassaden mit Styropor ist gefährlich(Brandgefahr),ökologisch sinnlos und in hohem Masse gesundheitsgefährdend.Die Kosten der Entsorgung werden später unendlich hoch sein.Dafür haben die Menschen dann in Brandbomben gelebt.

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derigel3000 03.12.2014, 09:32
156.

Fassen wir mal zusammen:

- Wir haben (angeblich) mit einem menschgemachten Klimawandel zu kämpfen
- Es sollen fossile Brennstoffe so weit wie möglich reduziert werden
- zudem soll auch der Energieverbrauch gesenkt werden.
- Beim Hausbau geht das am besten durch Verdämmung der Bude
- Jetzt aber sagt Spiegel Online, dass sich Dämmen eigentlich gar nicht lohnt, weil die Dämmkosten bis zu viermal höher sind, als die eingesparten Kosten durch weniger Heizmaterialverbrauch.

Jetzt frage ich mich aber mal allen Ernstes: Wie soll denn jetzt diese runde Sau durchs eckige Loch? Soll ich die Bude unverdämmt lassen, aber gleichzeitig wenig heizen???

Wie wäre es mal mit Lösungsansätzen anstatt nur den ewig neuen (und doch gleichen) Vorwürfen und Kritiken?

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Odde23 03.12.2014, 09:32
157. Was ist denn mit SPON los?

Was ist denn mit SPON los, einen solchen realitätsnahen Artikel frei von Ideologie habe ich seit Jahren hier nicht mehr gelesen! Der Artikel trifft nämlich genau des Pudels Kern, eine Fassadendämmung ist in den meisten Fällen, insbesondere im Bestand, völlig unwirtschaftlich und sinnfrei. Hinzukommen erhebliche Gefahren für Mensch, Umwelt und nicht zuletzt für das Gebäude. Wer wirklich Heizkosten sparen möchte, muss an die Fenster, Außentüren und die Heizung ran, dort liegt das wahre Potential zum Energiesparen. Auch eine Dämmung der Dachaußenhaut, kann sinnvoll sein, wenn das Dach ohnehin ersetzt wird. Selbiges gilt für Geschossdecken, wenn es sinnvoll umsetzbar ist. Eine Fassadendämmung zieht hingegen wahnsinnige Mehrkosten nach sich, wie Austausch sämtlicher Fensterbänke, Versetzen von Regenfallrohren, Ändern von Balkongeländern und Anpassungen am Dachvorsprung. Dadurch ist eine Fassadendämmung im Bestand letztlich etwas, das man machen kann, wenn man nicht weiß wohin mit dem Geld. Wirtschaftlich ist es jedoch selbst bei Energiepreissteigerungen von 5% pro Jahr nicht.

Bitte zukünftig mehr von derart realitätsbezogenen Artikeln, dann steigt auch wieder die Leser Anzahl, nicht zuletzt auch bei den Abonnenten für den gedruckten Spiegel.
Was ist denn mit SPON los, einen solchen realitätsnahen Artikel frei von ideologie habe ich seit Jahren hier nicht mehr gelesen! Der Artikel trifft nämlich genau des Pudels Kern, eine Fasadendämmung ist in den meisten Fällen, insbesondere im Bestand, völlig unwirtschaftlich und sinnfrei. Hinzukommen erhebliche Gefahren für Mensch, Umwelt und nicht zuletzt für das Gebäude.

Bitte zukünftig mehr von derart realitätsbezogenen Artikeln, dann steigt auch wieder die LEseranzahl, nicht zuletzt bei den Abonnenten.

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Cathetel 03.12.2014, 09:32
158.

Zitat von BeatDaddy
nur der Wohnungsbau mutiert hinüber in den asozialen Bereich sondern unser ganzes Land. Vielen Dank an Merkel und ihre Lobbyisten. Aber bis zur nächsten Wahl ist alles wieder vergessen und die 40% demenzkranken Wähler werden denen widerum die Macht in die Hände geben. Es läuft doch alles so gut...und wer finanzielle Probleme hat, ist sowieso selbst daran schuld...;)
Das ist so wahr! Wer kann unabhängig regieren, wenn die eine Hand vom Staat und die andere von einer Lobby bezahlt wird.

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dani216 03.12.2014, 09:33
159. Wer soll das glauben?

Für ein Reihenmittelhaus?
Vermutlich heizen Sie mit Strom und ganzjährig geöffneten Fenstern.

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