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Kommentar zum Wärmedämmungs-Beschluss: Asozialer Wohnungsbau
DPA

Heute wird die Bunderegierung ein neues Milliardenprogramm zur Wärmedämmung beschließen - und damit einen teuren Irrweg beschreiten. Das teure Styropor an den Hauswänden lohnt sich für die Hersteller, aber weder für Mieter noch für die Umwelt.

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maxuli 03.12.2014, 11:53
320. Wärmedämmung ansich ist O.K.

aber jede Maßnahme zur Gesundung des globalen Klimas hat natürlich auch "Nebenwirkungen". Diese Nebenwirkungen müssen natürlich minimiert werden. Dazu gibt es bestimmt auch deutsche oder europäische Standards bzw. Regelwerke, die - wie es sich für technische Standards gehört - nicht von Lobbyisten beeinflusst werden sollten. Dass es solche technischen Standards, Regelwerke oder Qualitätszertifikate gibt, ist natürlich Voraussetzung für jegliche Fördermaßnahme.

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roland.wolf.asb 03.12.2014, 11:54
321. Brandschutz

Die meisten Fassaden werden entweder mit Syrodur (NICHT Styropor) oder Mineralwolle gedämmt-damit ist das Argument der Brandschutzchemikalie hinfällig.

Das sich bei den jetzigen Regeln die Isolation für die Mieter nicht, jedoch für den Vermieter rechnet-wohl richtig. Ob allerdings die Energiekosten über die nächsten 30 Jahre nicht noch steigen....

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hifimacianer 03.12.2014, 11:55
322.

Zitat von chengel1978
das was Sie da beschreiben sind wahrscheinlich eher Algen und kein Schimmel, ein bekanntes problem bei den sog. Wärmedämmverbundsystemen, vor allem bei Verwendung von Kunststoffen wie z.B. Styropor als Dämmung.
Das hat mit dem Dämmmaterial an sich gar nichts zu tun, sondern ist ein rein physikalisches Problem.
Bei WDVS wird in der Regel ein nicht so dicker Putz aufgetragen. Dieser kann weniger Wärme aus der Umgebung speichern als dickerer Putz, und bekommt durch die Dämmung außerdem keine Wärme von hinten ab.

Dadurch sinkt die Oberflächentemperatur des Putzes, so daß es eher zu Tauwasserbildung auf der Oberfläche kommt. Und Feuchtigkeit ist ein gutes Milieu für Algen und Pilze.

Inzwischen geht man aber dazu über die Putze auf dem WDVS dicker zu machen und sie silikatisch zu formulieren. Dadurch bieten sie einen natürlichen Schutz gegen Pilze und Algen. Außerdem kann man die Putze und Farben mit biozider Ausrüstung bekommen. Die Biozide sind in den Produkten verkapselt und waschen sich nicht einfach so heraus. Sie sind also für das Erdreich im Sockelbereich unbedenklich.

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sponcon 03.12.2014, 11:57
323. Sie sages es:

Zitat von hifimacianer
Sytyropor kann in Kleinmengen sogar im Hausmüll entsorgt werden. Und jeder Wertstoffhof wird sich ebenfalls darum reißen, weil es thermisch verwertet werden kann. Also erzählen Sie bitte keine Märchen!
In Kleinmengen! Stecken Sie mal eine Hausfassade in den Hausmüll.

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ohnebenutzername 03.12.2014, 11:58
324. Was noch fehlt

sind Auskünfte zu der aufzuwendenden Energie bei der Herstellung dieser Styroporolatten.

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WwdW 03.12.2014, 11:59
325. Hier spielt jemand mit falschen Zahlen

Zitat von Christoph L
Also dieser Beitrag ist ja schon verhetzend. Ich glaube da hat jemand ordentlich Geld von der Ölindustrie bekommen. Alleine schon die "Umfrage"-Fragen: "Ich als BASF-Aktionär kann das Förderprogramm nur .....
Die 500-600 Euro Heizkosten im Monat im Schnitt nehme ich ihnen nicht ab für ein Reihenmittelhaus. Das ist gelogen oder sie wohnen in einer Höhle.
Ich besitze ein 2. Familienhaus mit Standardisolierung aus 1996. Heizung auch von damals. Ich heize nur mit Gas. Ich bezahle im Jahr 1800 Euro (also 150 Euro im Monat) was in etwas 31000 kw/h an Energie entspricht.

Ihr Betrag von 600 Euro würde 120000 kw/h entsprechen. Damit können sie mehrere Einfamilienhäuser heizen.

Sie sind Lobbyist der Dämm-Industrie oder sie sind Handwerker der so eine Dämmung vornimmt. Dann macht ihr Post wieder Sinn.

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Frittenbude 03.12.2014, 11:59
326.

Zitat von geando
...Wer ökologisch ganz korrekt fahren will, kann sich z.B. für Isofloc entscheiden. Dieser Dämmstoff besteht aus recyceltem Papier, hat gute Dämmeigenschaften, ist aber leider etwas teurer und auch nicht Feuersicher.
Problem der meisten, gerade ökologischen Alternativen zu Styropor: Sie sind feuchteempfindlich. Dringt doch mal Feuchtigkeit in die Dämmung, dann gammelt sie oder fällt zusammen (Mineralwolle). Styropor ist da wesentlich unempfindlicher.

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horsteddy 03.12.2014, 11:59
327. Ungewohnt

Ein ungewohnt guter und endlich mal systemkritischer Artikel. Ich wohne hier in meiner Heimat Hannover in einem überwiegenden Wohngebiet, welches in den 20er und 30er Jahren geplant bzw. bebaut wurde. Geschlossene Bebauung, 2 - 4-stöckige Häuser, zum Großteil nach dem Krieg wieder aufgebaut, das meiste im Zeitraum 1951 - 1955. Die meisten Gebäude hier um mich herum sowie das Haus in dem ich lebe sind mit diesen Dämmplatten zugekleistert. Ich sehe vom Energiesparen her keinerlei Effekt. Es zieht wie vorher auch. Einen nachvollziehbaren Effekt gab es damals, als anständige Fenster eingebaut wurden. Da war es von Vorteil, daß der Vermieter nicht irgend ein Prolet ist, der ein paar Immobilien erbte und sich nun wie Graf Koks vorkommt, sondern ein Architekt, der weiß was er tut. Viele der Gebäude um mich herum gehören großen Wohnungsgenossenschaften, die Pflaster alle ihre Gebäude mit Styropor voll, man sieht bald jedes zweite Haus eingerüstet, immer nur eine einzige Gerüstbau Firma, alle Dämmplatten vom selben Hersteller. Eine einzige Firma, die die arbeiten vornimmt. In Hannover ist aller orten Klüngel, hier sind Kommunalpolitik, Firmen und Wohnungsgenossenschaften verbandelt und verschwägert. Bei der Art der geschlossenen Bebauung möchte ich nicht wissen, was passiert, wenn ein Feuer ausbricht.

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Rockaxe 03.12.2014, 12:00
328. Epic Fail

Zitat von großwolke
Zwei gedankliche Fehler, Herr Neubacher: zum ersten betreffen die Probleme mit den steigenden Kosten nicht die finanziell Schwächsten. [b]Denen nämlich greift der Staat (bzw. die ohnehin klammen Kommunen) bei der Miete unter die Arme. Sei es, wie bei den ALGII-Beziehern, indem er die Miete .....
was die (von mir) markierten Stellen angeht. Bitte vorher informieren, denn den Beziehern von ALG II wird nur der Anteil an Miete ersetzt, der für das entsprechende Gebiet anerkannt wird. Dies bezieht sich dann meistens auf einen Betrag X pro m² Wohnfläche kalt + Nebenkosten. Da aber bei diesen (sogenannten) Modernisierungen die Aufschläge auf die Kaltmiete erfolgen ist kein JC daran gebunden diese Kosten zu übernehmen, da die ReGIERung ja die KDU nicht entsprechend anpasst.
Auch ein Umzug wird von den JCs nicht so ohne weiteres gestattet und Kostenübernahme ist entweder als Darlehn eine Möglichkeit aber eine grundsätzliche Kostenübernahme kommt in den aller seltensten Fällen vor.
Hier wird einfach mit dem Mäntelchen Energieeinsparung hirnlos seitens der ReGIERung herumgeworfen, wie auch beim Thema Elektromobilität. Denn der Strom den diese Fahrzeuge benötigen wird ja anscheinend per Induktion aus der Luft gewonnen und muss nicht (umweltschädlich) erzeugt werden.

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carlitom 03.12.2014, 12:02
329. Viele unlogische Entscheidungen

Dass Wärmedämmung in dem Maß, wie sie gepredigt wird, totaler Unsinn ist und sich nur für die Hersteller lohnt, ist richtig. Dazu noch extrem brandgefährdet. Das nur nebenbei.

Aber das ist genau der gleiche Unsinn, wie die Elektromobilität ums Verrecken fördern zu wollen und den E-Autos sogar Busspurbenützung (wie das?) und andere Vorteile einräumen zu wollen. Auch hier ist der Grundgedanke falsch. Neben der Reichweite, die zu kurz ist, den hohen Stromkosten und den zu wenigen Ladestellen (das wäre ja änderbar), ist vor allem unlogisch, dass wir gleichzeitig Atomkraftwerke abschalten und dafür viel mehr Stromverbraucher auf die Straße bringen wollen. Stört das keinen?

Nebenbei: ein bisschen Marktwirtschaft darf es schon noch sein, bitte! Wenn der Verbraucher die E-Autos nicht will, dann soll er doch bitte auch so entscheiden, wie er möchte. Die angebliche Umweltfreundlichkeit erledigt sich angesichts von Batterien und dem Weiterlaufen von Kohlekraftwerken für die Stromversorgung sowieso. Der Markt regelt das schon richtig.

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