Forum: Wirtschaft
Kommentar zur Energiewende: Lasst die Stromkonzerne sterben
DPA

Die vier großen Stromkonzerne in Deutschland stecken in einer existenzbedrohenden Krise. Und sie sind selbst daran schuld. Wir sollten ihnen keine Träne nachweinen.

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bbrot99 11.03.2015, 05:39
1. System-immanent und kein Problem der Energiewende

ich stimme dem Autor zu, dass am Ende der Steuerzahler und nicht der Stromkunde haften wird. Das Problem hat allerdings nur am Rande mit der Energiewende zu tun. Der Steuerzahler zahlt die Milliarden bereits seit Anbeginn der konventionellen Stromerzeugung - für Forschungen, gebaute und wieder abgerissene Atomanlagen (Wackersdorf, Kalkar etc.), Atommülltransporte, Renaturierungen und natürlich die nach wie vor völlig ungeklärte Endlagerung für zigtausend Jahre.
Genau dieses absurde Missverhältnis zur nach aussen kommunizierten ach so günstigen Energieversorgung gepaart mit extrem niedrigen Preisen für die Industrie hat gar nichts mit der Energiewende zu tun. Ebenso die fatale Fehlentscheidung die Stromnetze zu privatisieren hat diesen Effekt nur verschlimmert - fehlende Investitionen schlagen jetzt zurück. Mein Professor zur Netzwerktechnik hat dies bereits Mitte der 90er sehr treffend als zwingend, weil System-immanent, vorhergesagt. Da hat die Stromindustrie noch behauptet, dass selbst unter Ausnutzung spektakulärster Neuentwicklungen regenerative Energieerzeugung unter gar keinen Umständen auch nur einen kleinen einstelligen Anteil an der Stromerzeugung erreichen könnte

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dbrown 11.03.2015, 05:41
2. Oh ja, gerne.

Weg mit denen, freier Markt.
Aber Frau Merkel wird schon fein einknicken, die 4 werden ihr genügend einen vorheulen, Muttis Hilfe ist denen gewiß.

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radioactiveman80 11.03.2015, 06:02
3. Naja...

1.) Die bedrohten Arbeitsplätze scheinen den Autor nicht im Geringsten zu Interessieren. Als ob der zweifache Familienvater im AKW den "bösen" Energiekonzern repräsentiert. 2.) die hier vielgepriesenen "neuen" Anbieter, die gerade entstehen, locken die Kunden mit Kampfpreisen - und gehen dann insolvent (ist uns selber passiert, bei "Löwenzahn" - Geld futsch). 3.) Deutschland wird sich noch umschauen was die Energiewende am Schluss wirklich kostet. Bin mal gespannt ob die Freude einzelner Heile-Grüne-Welt-Fantasten dann noch so gross sein wird.

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edelrost 11.03.2015, 06:03
4. Vielleicht sollte man sich das wirklich mal wünschen

Der Autor darf der gespannten Leserschaft gerne verraten, wie dann die Vielzahl von kleinen Klitschen die Netzstabilität sicherstellen möchte.

Mit einem immer größer werdenden Anteil an Strom, der nach Lust und Laune eingespeist wird, werden die Anforderungen, das Netz nicht zusammenbrechen zu lassen, immer größer, und es sind vor allem die verhassten Großkraftwerksbetreiber, die dafür sorgen, daß wir nicht im Dunklen sitzen, wenn der Spaßstrom rauf und runter geht. Möglicherweise sehen manche nach einem großräumigen Stromausfall für nicht nur wenige Stunden die Situation mit etwas anderen Augen.

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seid-kritisch 11.03.2015, 06:07
5. Der Autor hat übersehen, dass

die Betreiber auf dem Atomstrom einen Zuschlag erheben dürfen, der für den Rückbau der Atomkraftwerke gedacht ist. Diese Zusatzeinnahmen summierten sich im Laufe der Jahrzehnte auf zig Milliarden und wurden u.a. in die Abfallwirtschaft - Verbrennungsanlagen, Grüner Punkt etc. - investiert.

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Miere 11.03.2015, 06:12
6. Plötzliche Brüche sind schlecht.

Eon und RWE haben sich darauf verlassen, dass die Politik keine plötzliche Energiewende verfügen würde. Und die Kommunen, die RWE-Dividenden in ihre Haushalte eingeplant haben, dachten das gleiche. Genauso wie alle Einrichtungen (zB bei Kunst&Kultur oder Sozialleistungen), die auf Förderung der Kommunen, die von RWE abhängen, angewiesen sind.
Plötzliche Brüche in der Politik sind schlecht. Eine allmähliche, voraussehbare, kalkulierbare Entwicklung wäre besser.

Davon abgesehen brauchen wir nach wie vor einige Groß-Versorger, die Kohle- oder Gas-Kraftwerke jederzeit bereit halten, um einzuspringen, wenn die Sonne mal nicht scheint und der Wind nicht so weht, wie man das gern hätte. Stichwort Versorgungssicherheit.

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Gela2006 11.03.2015, 06:12
7. Leid tun sie mir,...

...die Angestellten und Arbeiter. Den Führungsriegen aber rate ich tief durchzuatmen beim Bodenluft-Schnuppern - und dass die über Jahrzehnte ausgebeuteten Bürger (etwas) gnädig sind beim Hinterntreten.

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kosu 11.03.2015, 06:17
8. Marktwirtschaft

Sollen die Aktionäre Zahlen oder abschreiben. Bei den Strompreisen wurde doch genug verdient. Was geht es den normalen Bürger an. Jeder andere der ein Geschäft tätig erhält auch keine Unterstützung für Fehlentscheidungen. Nur die großen Jammern sollen Sie Ihre hoch und überbezahlten Manager in Haftung nehmen. So ist der Kapitalismus. Wird Merkel aber auch nicht zulassen die Aktionäre (Investoren) Zahlen zu lassen.

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R2-D3 11.03.2015, 06:18
9. Wer hätte das gedacht

So hat sich der lange Widerstand gegen die teuerste Energie der Welt nun doch bezahlt gemacht! Bedauerlich, dass diese Unternehmen, trotz Rücklagen für den Rückbau, wohl diesen nicht bezahlen können!

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