Forum: Wirtschaft
Kommentar zur Energiewende: Lasst die Stromkonzerne sterben
DPA

Die vier großen Stromkonzerne in Deutschland stecken in einer existenzbedrohenden Krise. Und sie sind selbst daran schuld. Wir sollten ihnen keine Träne nachweinen.

Seite 24 von 45
soulbrother 11.03.2015, 11:33
230.

Zitat von wb99
Nein, das stimmt nicht. AKW wurden in Relation praktisch überhaupt nicht subventioniert. EE hingegen mit 25 Mrd jährlich(!!). Das liegt weit über jeder Subvention, die alle AKW über die gesamte Zeit erhalten haben.
Für die 20 Mrd bekommen wir allerdings 30% des insgesamt in D verbrauchten Stroms.

Das EEG-Konto ist mit über 4 Mrd im Plus, die EEG-Umlage ist demnach deutlich zu hoch und wird nächstes Jahr weiter sinken.

Soviel zur Kostenexplosion durch EE.

Beitrag melden
wb99 11.03.2015, 11:38
231.

Zitat von sayor
1. So hart wie es für Einzelfälle ist, schafft die Energiewende deutlich mehr Jobs als sie kostet
Erstens sind es nicht mehr, und zweitens sind das keine Jobs, sondern subventionierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Greenpeace und die ganzen Auftragsstudienschreiber dürften sowieso mehr oder weniger ehrenamtlich arbeiten.

Beitrag melden
pieterbruegel 11.03.2015, 11:40
232. 17.000

Zitat von wb99
O Mann. Die ist schon seit 10 Jahren aufgelöst. Du kannst zwischen ca. 17.000 Stromlieferanten wählen. Und billiger wird der Marktstrom sicher nicht mehr, denn der ist ohnehin auf dem Niveau von vor 15 Jahren. Explodiert sind lediglich die ganzen Steuern und Umlagen.
..ja genau,dann wechsel mal schön zu Yellow Strom(100% EnBW)oder eprimo(100% RWE).Von en 17.000 freien Stromlieferanten bleiben vielleicht 500 übrig

Beitrag melden
testy06 11.03.2015, 11:40
233. Tja,

Zitat von dwbrook
Genau dort liegt die Chance der Großkonzerne. Umbau zum "Stromspeicherkonzern". Verwunderlich, dass die das noch nicht angegangen sind ...
vielleicht liegts daran, dass weit und breit keine Speicher in der benötigten Größenordnung entwickelt sind bzw. es erhebliche Zweifel gibt, dass diese Speicher je wirtschaftlich sein werden, wie die famose "Power to gas" Idee und ähnlicher Unfug der nur mit Subventionen funktioniert, gegen die die EEG Umlage ein Taschengeld ist. Wasserspeicher sind gegen die Bevölkerung nicht durchsetztbar (siehe Schwarzwald), mal ganz abgesehen davon, das die geographischen Gegebenheiten in D vermutlich nicht ausreichend sein werden zur Überbrückung von 1-2 Wochen Flaute / Nebel

Beitrag melden
specialsymbol 11.03.2015, 11:41
234.

Wo leben sie denn? Lesen sie mal den Subventionsbericht der EU-Kommission.

Kohle und Atomstrom werden nicht nur subventioniert, sie streichen sogar MEHR Subventionen ein als die EE.

Hinzu kommen noch die Kosten für die Allgemeinheit, die ebenfalls von der Gesellschaft getragen werden. Das fängt bei der Luftverschmutzung an und hört bei der Absicherung auf.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Beitrag melden
kiteman 11.03.2015, 11:43
235. ie Schuld trifft Regierung, Versorger und Gesellschaft.

Seit Tschernobyl 1982 sind die Gefahren zur Atomkraft real in Europa bekannt. Fukushima und die hysterische Reaktion der Bundesregierung ist einzigartig. Man mag den Grund wo anders vermuten - eher in der Entmachtung der Energieversorger.

Der "Steuerzahler" hat diese Regierung und Partei gewählt, genauso wie diese Partei auch schon von 1982 über 16 Jahre Zeit hatte Gesetze zu erlassen zur Erzeugung von Atomkraft und deren Rückbau. Den Vorwurf rein auf die Energieversorger abzuwälzen ist einseitig. Die Schuld trifft Regierung, Versorger und Gesellschaft.

Ein Vergleich: Wir schreiben das Jahr 2035. Eine Regierung beschliesst aufgrund einer Naturkatastrophe Windparks abzuschalten. Damit wird die Geschäftsgrundlage entzogen. Zuvor haben die Windparks "große Profite" gemacht - auch wegen opulenten Förderungen. Länder und Städte verdienen mit daran. Daran hat sich 20 Jahre niemand gestossen, solange Strom verlässlich fließt. Nach der Logik von diesem Kommentar, wären nun die Windparkbetreiber allein schuld. So einfach ist die heile Welt der neuen Generation an Gutmenschen.

Wenn der Staat private Energieversorger einsetzt zur Grundversorgung, dann kann er ja diese per Gesetz vorher verpflichten für Rückbaukosten entsprechend hohe Rückstellungen zu bilden. Der Steuerzahler zahlt das dann über den Strompreis und nicht später indirekt über Stützungen. Man kann das drehen und wenden wie man will: Gezahlt wird auf jeden Fall, weil die Energieversorgung nicht kostenlos ist.

Wenn man dann noch in den Kommentaren liest: "Dividenden stoppen" kann man nur sagen, dass einige Leute die Zusammenhänge nicht kapieren. Würde die Regierung sich "von oben" in die Dividendenpolitik einmischen, dann wäre das ein verheerendes Signal für diesen Wirtschaftsstandort. Investoren aus dem Ausland, die frisches Geld hierher tragen würde da wohl eine Alternative wählen. Deutschland lebt von einer wirtschaftspolitischen Intelligenz.

Fazit: Die Energiekonzerne sind nicht alleine Schuld - das ist falsch! Es war Frau Merkel, die das über das Knie gebrochen hat - wohl eher aus populistischen Gründen. Wer so entscheidet muss auch die Kosten tragen und das ist letztendlich der Wähler und Steuerzahler, der diese Regierung eingesetzt hat. Wir sollten den Konzernen bei all den Fehlern und Verstrickungen schon Tränen nachweinen. Denn wir haben nicht so viele und können es uns nicht leisten anderen das Terrain zu überlassen, die den gleichen Wohlstand suchen und uns von vorderen Rängen verdrängen wollen.

Beitrag melden
wb99 11.03.2015, 11:44
236.

Zitat von soulbrother
Für die 20 Mrd bekommen wir allerdings 30% des insgesamt in D verbrauchten Stroms. Das EEG-Konto ist mit über 4 Mrd im Plus, die EEG-Umlage ist demnach deutlich zu hoch und wird nächstes Jahr weiter sinken. Soviel zur Kostenexplosion durch EE.
Die ganzen restlichen 70 % des Stromes kosten keine 20 Mrd.

Und die 4 Mrd am EEG-Konto reichen sicher nicht, um die Solarsubventionen im Sommer zu decken. Für wie dumm hälst du die Leute eigentlich?

Beitrag melden
Nonvaio01 11.03.2015, 11:47
237. koennte so einfach sein

wenn man wirklich will ist es ganz einfach.

Der Staat nimmt es in die hand.

Jedes haus wir gleichzeitig energie hersteller mit Solar auf dem Dach, das wird in Lokale zentren eingespeist, von dort wird es dann verteilt.

Die Zentren werden vom Staat betrieben, dazu hat der Staat noch eigene Energie quellen (windparks, und Wasser energie aus staudaemmen und Gezeiten tubienen).

Grosse Energie versorger braucht es nicht mehr.

man muss nur wollen und sich von der Energie betreibern nichts vorschreiben lassen.

Beitrag melden
Immanuel_Goldstein 11.03.2015, 11:47
238. Es ist einzig und allein Mißmanagement

Zitat von seid-kritisch
die Betreiber auf dem Atomstrom einen Zuschlag erheben dürfen, der für den Rückbau der Atomkraftwerke gedacht ist. Diese Zusatzeinnahmen summierten sich im Laufe der Jahrzehnte auf zig Milliarden und wurden u.a. in die Abfallwirtschaft - Verbrennungsanlagen, Grüner Punkt etc. - investiert.
Entschuldigung, aber das ist Quatsch. Der Rückbau der Anlagen muss aus den Rücklagen finanziert werden, so steht das im Gesetz. Und wenn diese Rücklagen nicht reichen, dann haften die Eigentümer, also die Aktionäre, denn dann handelt es sich schlichtweg um Mißmanagement.

Beitrag melden
Immanuel_Goldstein 11.03.2015, 11:48
239.

Zitat von R2-D3
So hat sich der lange Widerstand gegen die teuerste Energie der Welt nun doch bezahlt gemacht! Bedauerlich, dass diese Unternehmen, trotz Rücklagen für den Rückbau, wohl diesen nicht bezahlen können!
Der Grund ist wohl eher, dass sie diese Rücklagen immer schön verfrühstückt haben, also dass viel mehr an die Aktionäre und das Management ausgeschüttet wurde, als erlaubt war. Deshalb sollten diese Leute auch haften.

Beitrag melden
Seite 24 von 45
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!