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Kompentenz-Wirrwar: Bundesrechnungshof beklagt teures Chaos bei Energiewende
DPA

Viele Ministerien mischen mit, doch niemand hat die Kosten im Griff: Der Bundesrechnungshof zieht ein verheerendes Fazit zur Energiewende. Vor allem die schwarz-gelbe Koalition kommt schlecht weg.

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günter1934 22.08.2014, 09:59
140. § 12 eeg

Zitat von knuty
"wird ja sowieso per EEG zwangsvergütet." Nein, nur produzierter Strom wird vergütet.
Das stimmt nicht.
Laut § 12 EEG " Härtefallregelung" muss auch abgeregelter und damit nicht produzierter Strom mit 95% vergütet werden.

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wettersbach 22.08.2014, 10:34
141. Falsche Förderpolitik des EEG

Zitat von sachgerecht
Schon heute ist Grüner Strom wesentlich billiger herzustellen als mit den alten Dreckschleudern, Sie sollten auch mal zur Kenntnis nehmen, dass die Grünen Energien bereits erhebliche Preissenkungen an der Strombörse bewirkt haben, diese aber von der Viererbande nicht an die kleinen Stromkunden weitergereicht werden, stattdessen blasen sie aber mit allen Tricks die EEG-Umlage ungerechtfertigt auf. http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/das-eeg-umlagenmrchen-oder-die-wundersame-vermehrung-der-eeg-umlage_100012057/ Wenn sie und Otto auch noch in 10 Jahren bezahlbaren Strom nutzen wollen, dann sollten sie sich nicht länger von der verlogenen Energiepropaganda für dumm verkaufen lassen.
Ich bin sehr für den Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) insbesondere der Windkraft (aber nicht vor meiner Haustür!). Deshalb regt sich auch allenthalben der Widerstand gegen die Aufstellung neuer Windräder, echte Monster mit Höhen über 200 m. Mir geht es aber vor allem um die Förderpolitik des EEG, und die ist grundsätzlich falsch angelegt.

Anstatt die Förderung aus dem großen Steuertopf zu regulieren, in dem auch diejenigen mit den starken Schultern einzahlen, wurde das Umlageverfahren eingeführt, das den Strompreis hochtreibt. Gleichzeitig machten sich die großen Stromverbraucher per Ausnahmeregelung vom Acker, sodass Kleinbetriebe und der Normalkonsument die Zeche bezahlen müssen.

Auch wurde im Bereich der Photovoltaik in den Jahren 2008 - 2012 die Kostenreduktionen der Solarmodule auf Druck der Solarlobby nicht schnell genug in Form von Vergütungskürzungen weitergereicht, so dass durch den Boom der PV-Anlagen ein Kostenberg von mehreren Hundert Milliarden Euro entstand, der die Stromverbraucher noch über Jahrzehnte belasten wird.

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OrreWombell 22.08.2014, 10:37
142.

Die gesicherte Leistung bei PV ist null, und zwar sehr vorhersagbar zwischen Sonnnenuntergang und Sonnenaufgang.
Die gesicherte Leistung bei WKA ist beinahe Null, nehmen wir die Daten von Agora Energiewende, dann wurde gestern maximal 4GWh erzeugt, maximal.
Und das bei insgesamt 30000 kWh, also 30GWh installierter Leistung, das sind 7%, und zwar maximal.
Minimal ca 1 GWh, also 0,3%, wie hoch darf ich den jetzt die gesicherte Leistung ansetzen.
Und ich habe wahllos Daten rausgesucht, sie finden bestimmt noch Tage wo über längere Zeiträume die Leistung geringer ist.

Das unlösbare Problem ist die Speicherung, wie und zu welchen Kosten wollen sie die notwendigen Speicher errichten?
Und was ihren letzten Satz betrifft, der ist schlicht falsch. Der Forist Optimah hat behauptet, Zitat:
"Im Sommer ergänzen sich PV und Windkraft ganz gut, da gibt es nicht so viel Regelbedarf. Im Winter kann man den Überschuss-Strom auch zum heizen verwenden. Und wenn man mal die Wärme nicht verwenden kann, was solls, hochgezüchtete Groß-KW haben im Teillast-Betrieb auch keinen so tollen Wirkungsgrad und dann gibt es noch Netzverluste"

-> Der Strom wird produziert und vergütet, die Wärme die daraus gewonnen wird aber nicht weiter genutzt, das ist also Verschwendung die wir alle bezahlen müssen.

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karl-felix 22.08.2014, 10:40
143. ein

Zitat von OrreWombell
Gibt es ein Naturgesetz, das wenn die Sonne nicht scheint der Wind weht? Sehen sie sich doch die reale Einspeisung bei Agora Energiewende an, da finden sie Monate im Frühjahr, da scheint weder die Sonne, noch weht Wind. Die gesicherte Leistung bei beiden Formen der Energieerzeugung ist Null. Und das mit dem Wirkungsgrad und dem zuviel produzierten Strom ist ja auch egal, wird ja sowieso per EEG zwangsvergütet. Sich dann aber hier über die EVUs echaufieren, das die es wagen Gewinne machen zu wollen....
Naturgesetz, aber Messungen. Und danach ergänzen sich Sonne und Wind hervorragend, da im Sommer der Anteil der Solarenergie hoch ist, im Winter der Anteil der Windenergie, die Betriebsstunden liegen über 8000 Stunden im Jahr, also über 90% .

In unseren Breiten ist es nicht möglich, dass im Frühjahr
weder die Sonne scheint noch der Wind weht. Wenn Sie da keine Einspeisung finden. ist Ihr Gerät defekt.
Gerade im Frühjahr trifft starker Wind in unseren Breiten auf hohe Fotovoltaikleistung die zum Sommer hin abfallen.

Also, völliger physikalischer Kokolores, den Sie da von sich geben.

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OrreWombell 22.08.2014, 11:09
144.

Zitat von karl-felix
Naturgesetz, aber Messungen. Und danach ergänzen sich Sonne und Wind hervorragend, da im Sommer der Anteil der Solarenergie hoch ist, im Winter der Anteil der Windenergie, die Betriebsstunden liegen über 8000 Stunden im Jahr, also über 90% . In unseren Breiten ist es nicht möglich, dass im Frühjahr weder die Sonne scheint noch der Wind weht. Wenn Sie da keine Einspeisung finden. ist Ihr Gerät defekt. Gerade im Frühjahr trifft starker Wind in unseren Breiten auf hohe Fotovoltaikleistung die zum Sommer hin abfallen. Also, völliger physikalischer Kokolores, den Sie da von sich geben.
Ich habe ihnen doch gerade die Daten von heute rausgsucht, sie arugmentieren gegen belegbare Daten, entschuldigung, aber das können sie schlicht nicht ernst meinen.

Agora Energiewende, Daten dieser Woche:

Maximale Produktion von WKA: ca. 20 GW, minimal 1,2 GW
PV maximale Produktion: 13 GW, minimal 0.

Kumiliert: Maximal: 33 GW, minimal 1,5 GW.

-> Alleine von den Daten dieser Woche, und wir haben August, muss! ich zwangsweise von einer minimalen gesicherten Leistung von 1,5 GW ausgehen.
Und das bei 30GW installierter Windleistung und bei ca. 34 GW installierter PV Leistung.

Daraus folgt zwingend, das die gesicherte Leistung diese Woche nur 1,5 / 65 * 100 = 2,3 % Beträgt.

Da benötige ich keine weitere Messung zu, da reichen die Daten von heute die sie selber bei Agora Energiewende nachsehen können.
... und ich habe mir noch nichtmal die Mühe gemacht, mir eine besonders schlechte Woche rauszusuchen.

Bitte erklären sie mir meinen "physikalischen Kokolores", noch befinden wir uns nämlich auf dem Niveau der Dreisatzrechnung

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wauz 22.08.2014, 11:56
145. Nichts,aber auch garnichts, verstanden!

Es ist kein Problem der Tarife noch der Besitzverhältnisse. Egal, wie ein Netzbetreiber rechtlich organisiert ist, er ist ein Monopolist. Aus technischen Gründen. Daran ändert auch die Rechtsform der Genossenschaft nichts.
Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Eigeninteresse des Monopolisten den gesellschaftlichen Interessen zuwider laufen muss. Darüber hinaus ist die Prioritätensetzung politisch. Wer hat Vorrang, die Aluminiumhütte oder die Herde der Hausfrauen? (Überspitzung)
Letztendlich kann ein Energieverteilungsmonopol zweckmäßigerweise nur beim Generalmonopolisten, dem Staat, liegen. Marktkräfte sind Blödsinn, die sorgen nur für eine verteilung nach Reichtum. das heißt, Hartzer werden sich das elektrische Licht irgendwann nicht mehr leisten können (Überspitzung).

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knuty 22.08.2014, 12:38
146.

"Die gesicherte Leistung bei PV ist null, und zwar sehr vorhersagbar zwischen Sonnnenuntergang und Sonnenaufgang."
Und wie hoch ist die gesicherte Leistung zwischen Auf- und Sonnenuntergang?
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"Die gesicherte Leistung bei WKA ist beinahe Null, "
Beinah Null ist nicht Null, wie Sie vorhin noch behauptet haben.
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"Und ich habe wahllos Daten rausgesucht, sie finden bestimmt noch Tage wo über längere Zeiträume die Leistung geringer ist."
Und wo die Leistung über längere Zeiträume höher ist.
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Ich vermute, dass Sie darauf hinaus wollen, dass eine 100% Abdeckung mit Wind und Sonne nicht möglich sei.
Damit liegen Sie zwar richtig, aber das dieses Ziel strebt allerdings niemand an.

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