Forum: Wirtschaft
Kompromiss mit Flugsicherung : Fluglotsen bekommen bei Extraschicht 220 Euro pro Stun
Oliver Berg / DPA

Die Deutsche Flugsicherung will massenhafte Flugverspätungen in diesem Sommer verhindern. Dafür hat sie sich mit der zuständigen Gewerkschaft auf üppige Zuschläge für Lotsen bei Extraschichten geeinigt.

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Grünspahn 06.06.2019, 16:43
10. @1

Fluglotsen sind hochspezialisierte Leute, für die es kaum geeignete Bewerber gibt. Es rächt sich, dass man lange Jahre versäumt hat das nötige Personal auszubilden. Der Pris (= Lohn) ist durhaus gerechtfertigt. Die Flugsicherung ist eine hoheitliche staatliche Aufgabe, die sie nicht privatisieren können. Für mich klingt Ihr Beitrag eher nach Neid als nch enem sachlchen Debattenbeitrag.

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mires 06.06.2019, 16:48
11. Krankmeldung?

Somit melden sich künftig nicht nur die Piloten sondern auch die Lotsen nicht mehr krank sobald sie in den Überstunden sind. Die letzten Tage des Monats werden dann sicher nicht die mit der besten Performance aller Beteiligten...

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pterodactylus 06.06.2019, 16:49
12. Die Arbeit bei der DFS

erfordert sehr hohe Konzentration, man trägt unheimlich viel Verantwortung, mehr als so mancher Chef, sie erfordert extrem hohe Qualifikationen, die nur sehr wenige erfüllen können - da ist ein solcher Stundenlohn bei Überstunden durchaus gerechtfertig. Das geht so schon an die Konsistenz, Überstunden zehren natürlich nochmal zusätzlich.

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felisconcolor 06.06.2019, 16:49
13. Hut ab

vor den Beschäftigten im Tower. Die Konzentrationsfähigkeit die dort in der jeweiligen Schicht verlangt wird ist enorm. Da ist 8 Stunden Felgen an nen Golf schrauben Kindergarten gegen. Insofern sind diese Menschen jeden Cent wert. Wenn am Band jemand pennt geht höchstens der Motor genau nach der Garantiezeit kaputt. Wenn im Tower jemand pennt sterben Menschen. Insofern werter Nordstadtbewohner erst mal kurz nachdenken dann posten. Und wenn ihn ihrem Job zu wenig bezahlt wird... schulen sie doch einfach um. Fluglotsen werden immer gebraucht. Ach ja die Ausbildungskosten trägt man dort als Schüler selber nur mal so nebenbei bemerkt. und die Kosten sind happig.

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Ein_denkender_Querulant 06.06.2019, 16:55
14. Wo ist das Problem?

Zitat von Nordstadtbewohner
... Die Folge davon sind Stundenlöhne von bis zu 220 Euro pro Stunde. ...
Die Arbeitgeber halten die Mitarbeiterzahl klein und müssen mit Ausfällen und hohen Konventionalstrafen rechnen. Das ganze ist jetzt ein Optimierungsproblem für die Arbeitgeber, die Randbedingungen kennen sie. Einfach darauf zu hoffen, den Ball mit Überstunden auf die Lotzen abzuwälzen, klappt nicht. Aber gut, vielleicht sollten unsere Lotzen nach französischen Beispiel immer in der Ferienzeit streiken.

Aber Sie haben natürlich Recht. Wenn wir endlich alle Arbeitnehmer auf den Mindestlohn gedrückt haben, ja dann, ... , ja was ist dann wohl los?

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Mr T 06.06.2019, 16:56
15. Gewerkschaft

Zitat von hup
Mediziner haben eine Gewerkschaft? Wohl eher eine Standesvertretung oder einen Berufsverband wie den Hartmannbund. Das ist nun nicht direkt das gleiche.
Ich denker, er meinte die FDP....

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Nordstadtbewohner 06.06.2019, 16:56
16. Mit Steuern rechnen ist unseriös

Zitat von hup
Das Geld wird ja nur gezahlt, weil das wirtschaftlich sinnvoll ist - die Verspätungen kommen die Betreiber und alle Beteiligten sonst sehr viel teurer. Das ist im Vergleich auch nicht "ungebührilich" viel Geld, denn 8 x 220 = 1760 Euro, das ist zwar nicht der niedrigst mögliche, aber durchaus erreichbare Tagessatz für einen Senior Consultant, bzw. Lead Consultant. Ich weiss nicht was die Fluglotsen so normal pro Stunde verdienen, aber ich schätze mal dass das ein 100% Aufschlag ist. Die Fluglotsen müssen das übrigens versteuern - ich denke dass die ohnehin den Spitzensteuersatz abdrücken, also bleiben netto vermutlich gut 50% von den 220 Euro pro Stunde übrig.
Lohnvergleiche werden stets in Brutto gemacht, da Abzüge nach privater Lebenslage völlig verschieden sind. Alles andere ist einfach unseriös. Einen Fluglotsen mit einem Senior Consultant bzw. Lead Consultant. zu vergleichen, ist völlig realitätsfremd. Die Arbeit eines Fluglotsen ist immer gleich und nicht so schwer, wie hier einige meinen. Das meiste macht die Technik. Ein Consultant muss jeden Tag anders denken und arbeiten und trägt dabei eine hohe Verantwortung für das Unternehmen und die Kunden. Wie gesagt, das deutsche Fluglotsenwesen hat starke Anlehnungen an die Zeit der Zünfte und gehört privatisiert.

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plusquam.perfekt 06.06.2019, 16:59
17. ist nicht so ..

...viel, 220 Euro pro Schicht, nicht pro Std.... die Fluglotsen sollten sich selbständig machen, Luftraumberater nennen und dann 220 Euro pro Std kassieren.

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gankuhr 06.06.2019, 17:02
18.

Zitat von
Das Geld wird ja nur gezahlt, weil das wirtschaftlich sinnvoll ist - die Verspätungen kommen die Betreiber und alle Beteiligten sonst sehr viel teurer. Das ist im Vergleich auch nicht "ungebührilich" viel Geld, denn 8 x 220 = 1760 Euro, das ist zwar nicht der niedrigst mögliche, aber durchaus erreichbare Tagessatz für einen Senior Consultant, bzw. Lead Consultant. Ich weiss nicht was die Fluglotsen so normal pro Stunde verdienen, aber ich schätze mal dass das ein 100% Aufschlag ist. Die Fluglotsen müssen das übrigens versteuern - ich denke dass die ohnehin den Spitzensteuersatz abdrücken, also bleiben netto vermutlich gut 50% von den 220 Euro pro Stunde übrig. Das ist also auch ein gutes Geschäft für den Staat. In einer Not-, bzw. Ausnahmesituation ist das nun ehrlich keinen Aufreger wert. In vielen Branchen in denen gut verdient wird werden kurzfristige Lücken teuer mit Spezialisten gestopft. Die kommen aber wie gesagt ja nicht ständig zum Einsatz, und Flexibilität und KnowHow haben eben ihren Preis. Wenn das jeder machen könnte wären die Preise nicht so hoch. Und jeder der selbst fliegt ist vermutlich froh, dass hier gut ausgebildete Spezialisten arbeiten. Passiert schon genug in der Luft. Das einzige was nicht gut ist: Durch den Preis wird die Freizeit / Erholungszeit der Fluglotsen gesenkt - das kann nun nicht im Sinn der Sicherheit sein. Ich hoffe, dass hier genau hingesehen wird wer wie lange arbeitet.
Also das mit den Tagessätzen können Sie nicht so sehen. Davon wird nämlich anteilig die Sekretärin des Consultants, das Büro des C., die Abschreibung von Handy und Laptop des C., Softwarelizenzen des Consultants, seine Lohnnebenkosten etc. etc. mitbezahlt - Vollkostenrechnung eben. Das ist mitnichten der Stundenlohn des Consultants. Ansonsten gebe ich Ihnen aber recht.

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Orthoklas 06.06.2019, 17:03
19. Ja nee, is klar

Den Lotsen wird das üppige Salär hier weitgehend großherzig gegönnt - Stress im Job etc..Wenn ich jetzt an die Lehrer denke, die entweder für Ihre erhebliche Mehrarbeit, die sie fast alle leisten, leer ausgehen, oder aber erheblich geringer vergütet werden, dann heißts hier gebetsmühlenartig faule, unfähige, überbezahlte Säcke. Traurig ist das - und engstirnig. Jeder möchte heile im Flugzeug ankommen - logisch. Die Ausbildung der Kinder soll dagegen zum Nulltarif funktionieren. Geht's noch?

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