Forum: Wirtschaft
Kompromiss mit Flugsicherung : Fluglotsen bekommen bei Extraschicht 220 Euro pro Stun
Oliver Berg / DPA

Die Deutsche Flugsicherung will massenhafte Flugverspätungen in diesem Sommer verhindern. Dafür hat sie sich mit der zuständigen Gewerkschaft auf üppige Zuschläge für Lotsen bei Extraschichten geeinigt.

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kaltschale 07.06.2019, 07:31
50. So geht echter Fachkräftemangel

Denn es wirkt sich in erheblichen Ausmaß auf die Entlohnung aus, die Gehälter steigen signifikant.

Anders als bei dem üblichen Gejammer der Industrie über den Fachkräftemangel, der eigentlich nur die Beschreibung des Zustands ist, dass qualifizierte Leute von ihrem Gehalt auch leben wollen und nicht die angebotenen Hungerlöhne mehr akzeptieren wollen.

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anttoxic 07.06.2019, 07:51
51. @Nordstadtbewohner

der Vorfall über Bodensee, wo 70 Menschen und davon 49 Kinder sterben mussten, weil die Schweizer ihre Luftüberwachung zu schlank gestaltet haben hat doch eigentlich jedem gezeigt haben müssen, dass mit der Luftsicherheit nicht zu spaßen ist.

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leidernein 07.06.2019, 09:08
52. Interessant ist doch,

Dass nun den Fluglotsen für Mehrarbeit eine hohe Mehrvergütung gezahlt wird, da (deutlich höher) bezahlte Manager und Berater externer Firmen über Jahre hinweg den Personalstamm der Lotsen deutlich zu drastisch reduziert haben, um dies als sogenannte Sparmaßnahmen präsentieren zu können, um sich zusätzlich die Taschen zu füllen. Ein heutzutage in der Industrie gängiger Vorgang; der Ärger über eine vermeintliche hohe Bezahlung trifft hier definitiv die Falschen!

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ringotheone 08.06.2019, 00:58
53. Ursachen?

Der drastische Lotsenmangel wurde durch die Airlines herbeigeführt. Sie haben durch großen Druck auf die EU-Kommission eine starke Regulierung der Flugsicherung und somit in den letzten Jahren sinkende Flugsicherungsgebühren erwirkt. Das konnte von den Flugsicherungen nur durch erhebliche Sparmaßnahmen beim Personal kompensiert werden. Inzwischen ist der Luftverkehr extrem stark gestiegen und den Flugsicherungen fehlt das Personal um dies zu bewältigen. Da die Ausbildung 3 bis 4 Jahre dauert und das Anwerben von Lotsen aus dem Ausland fast erfolglos ist (dort herrschen ähnliche Probleme), kann mehr Kapazität im Luftraum nur durch Mehrarbeit des vorhandenen Personals erreicht werden. Da die Lotsen seit Jahren auf die Misere im Zeitraum 2018 bis 2023 hingewiesen und verstärkte Ausbildung gefordert haben, gibt ea die erhebliche Mehrbelastung nicht umsonst. Solange Mehrarbeit günstiger ist als Neueinstellungen würde sich an der Situation nie etwas ändern.
Im Übrigen zahlt der Passagier für seinen Kaffee am Flughafen meist mehr als für den Flugsicherungsanteil im Flugpreis. Die Aufregung um Preissteigerungen ist also unangemessen.

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