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Kompromiss zugestimmt: Endgültige Tarifeinigung im öffentlichen Dienst
DPA

"Das beste Ergebnis seit Jahren": Ver.di-Chef Bsirske lobt die Einigung im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes. Laut Innenminister Seehofer steigen die Löhne der 2,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen rückwirkend ab März.

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spmc-12355639674612 21.04.2018, 16:18
150. Alter Hut

Zitat von spiegelleser987
Es gibt zuviele Gesetze. Die sind meistens extrem kompliziert. Wenn man selbst keine Erfahrungen mit den jeweiligen Gesetzen hat, kann man sich nicht auskennen. Die Bearbeiter vom Finanzamt kennen auch nicht alle Gesetze und haben meistens auch keine Vorstellung von der Arbeit. Bei Betriebsprüfern sieht das anders aus. Sie können auch mal das Buch von Stefan Horn "Lexikon des bürokratischen Wahnsinns: Die skurrilsten Bestimmungen, die unsinnigsten Regelungen" lesen. Dort finden Sie eine Reihe von Gesetzen, wo über diese gesetzlichen Tricks abkassiert wird. Ich hatte vor einigen Jahren einen Betriebsprüfer zu Besuch, der alle 5 Minutren immer gesagt hat, dass die Prüfung wegen Steuergerechtigkeit erfolgt. Nach 1 Stunde hat es mir gereicht, ich habe gefragt, was das mit Steuergerechtigkeit zu tun hat und 5 Gesetze als Beispiele genannt. Dann kam die Antwort, dass das keine Gerechtigkeit ist und eigentlich Ausbeutung. Aber er kann nichts ändern, weil das gesetzlich so festgelegt ist. Das Erlebnis werde ich nie vergessen. Der andere Teil, was Sie geschrieben haben ist auch falsch. WEnn Sie Fehlinvestitionen schreiben, dann informieren Sie sich mal über das jetzt verschärfte BilRug-Gesetz. Da muss man Steuern auf nichts zahlen. Als Beispiel:vor 18 Jahren ist ein Kunde pleite gegangen, weil deren Investor ausgestiegen ist und das Konto abgeräumt hat. Ich bekomme theoretisch noch 170.000 Euro. Für die Entwicklung habe ich eine Menge Geld ausgegeben und nichts verdient. Das Finanzamt hat daraus gemacht, dass ich kein Einnahmen hätte und es deshalb nur eine "Investition" ist. Die haben festgelegt, dass die Ausgaben kein Verbrauchsmaterial sind. Aber das ist absolut falsch. Ich musste Steuern, Strafe und Zinsen nachzahlen und sollte es über 10 Jahre abschreiben. Ich habe es aber überlebt, weil ich in die PKV gewechselt habe. Erklären Sie auch, warum der ÖD des Staates Rechnungen erst nach 1 Jahr zahlt. Ich hatte auch mal noch eine andere Firma, wo der ÖD erst nach 9 Monaten die 70.000 Euro gezahlt hat. Aber wir mussten nach dem Druck der Rechnung darauf schon Steuern zahlen. Ich könnte die Liste noch verlängern. Aber lassen wir das mal. Gründen Sie mal eine Firma und sammeln selbst Erfahrungen. Dann wird sich Ihre Meinung völlig ändern.
Was Sie gerade berichten, ist ganz normaler Geschäftsalltag, sorry, und ja, ich weiß, dass manche Kunden ohne Vorankündigung pleite gehen und der Staat seine Rechnungen viel zu spät zahlt (immerhin geht er nicht pleite - Sie können auf staatliche Aufträge natürlich auch ganz verzichten). Allerdings würde ich bei Spezialentwicklungen für einen bestimmten Kunden versuchen, nicht mit über 100000 Euro in Vorleistung zu gehen. Dass eine solche Vorleistung kein "Verbrauchsmaterial" ist, ist mir auch bekannt. Und ab bestimmten Grenzen zahlen Sie die Steuern nach Rechnungsstellung und nicht dann, wenn etwas auf Ihrem Konto ankommt - ist schon klar. Aber für Probleme mit dem Finanzamt gibt es ja Steuerberater und für Probleme mit Gesetzen Anwälte.

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karljosef 26.04.2018, 20:37
151. Stichwort Unsinn

Zitat von supergrobi123
Durch stetige prozentuale Steigerungen bleibt das ursprüngliche Gehaltsgefüge bestehen. Wenn etwa der Abteilungsleiter das Doppelte vom Assistenten verdient, wird er dies auch in 1000 Jahren noch tun, wenn man die Gehälter jeweils konsequent um denselben Prozentsatz steigert. Die Gehaltslücke bliebt gleich. ...
Nur ein Beispiel:
Sie haben doch sicherlich schon von den Beitragsbemessungsgrenzen gehört?

Der Assistent bezahlt die Sozialbeiträge proportional zum Einkommen, oder? Über die Gehaltssteigerung freuen sich auch die Sozialkassen!

Und der Abteilungsleiter?

Zitat:
"Wer stattdessen mit absoluten Beträgen arbeitet, der schließt die Lücke zwischen verschieden hohen Gehältern aktiv und in 1000 Jahren werden Assistenten und Abteilungsleiter dann annähernd das Gleiche verdienen."

Die Differenz bleibt aber doch konstant.
Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit der Steuerprogression!
Der Abteilungsleiter hat doch sicherlich eher Geld für einen findigen Steuerberater als der Assistent.

Nachdenkliche Grüße

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andrea.munz 05.03.2019, 14:32
152. was sind denn 8% auf gut 2,5 Jahre? Lächerlich

Arbeitergeber meckern über jede Lohnerhöhung - egal wie klein sie auch sein mag. Was gibt es an nicht mal 3% im Jahr zu jubeln? Nichts! Die Wirtschaft brummt, die Aktien steigen, nur bei mir im Portmonai ist Ebbe

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