Forum: Wirtschaft
Kompromiss zugestimmt: Endgültige Tarifeinigung im öffentlichen Dienst
DPA

"Das beste Ergebnis seit Jahren": Ver.di-Chef Bsirske lobt die Einigung im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes. Laut Innenminister Seehofer steigen die Löhne der 2,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen rückwirkend ab März.

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liberaleroekonom 18.04.2018, 07:20
10. Übertragung auf Bundesbeamte mit einem oder drei Gesetzen?

Nachdem angekündigt wurde, dass dieser Tarifabschluss auch auf die Bundesbeamten/Soldaten übertragen werden soll stellt sich mal wieder die Gretchenfrage erfolgt dies tatsächlich in EINEM Gesetz mit einer dreistufig gestaffelten Erhöhung oder mit DREI aufeinander folgenden Anpassungsgesetzen. Da von jeder Gehaltserhöhung nach §14a Bundesbeamtengesetz nach wie vor (inzwischen bis 2024) 0,2 Prozentpunkte als Versorgungsrücklage einbehalten werden, würde dies in ersterem Fall bedeuten, dass ausschließlich die Erhöhung zum 01. März 2018 von 3,19 auf 2,99 Prozent gemindert wird. Bei der zweiten Variante würde der Bund die 0,2 Prozentpunkte bei jeder Gehaltserhöhung, als insgesamt dreimal, einbehalten.

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ganon 18.04.2018, 07:20
11. Schönfärberei

Dieses Ergebnis kann ich nur als Schönfärberei betrachten. Bei einer geschätzten Inflation für 2018 von 1,7% und für 2019 von derzeit prognostizierten 1,9 % beträgt die tatsächliche Gehaltsteigerung für das Jahr 2018 gerade einmal 1,5 % und für das Jahr 2019 sagenhafte 1,2 % . Da es für 2020 noch keine Prognose der Inflationsrate gibt kann die Erhöhung von 1,1 % nur als Versuch des Ausgleiches der dann herrschenden Inflation gesehen werden. Auch hier zeigt sich wieder: Es ist nicht alles Gold was glänzt!

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DR.TL 18.04.2018, 07:22
12. Augenwischerei

Das Ergebnis liegt meilenweit hinter der Forderung von mindestens 200 € Gehaltserhöhung und 6 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Jetzt beträgt die Laufzeit 30 Monate bis Herbst 2020 und es gibt im ersten Jahr 3,19 %, im zweiten Jahr 3,09 % und im dritten Jahr 1,09 % sowie einmalig 250 €. Bei einer durchschnittlichen Preissteigerung von ca. 2 % pro Jahr bleiben 2018 und 2019 also ca. 1,2 % und 1,1% und 2020 minus 1 % übrig. Zusammen sind das dann dürftige 1,3 % effektive Tariferhöhung, die ausserdem vollständig durch die sog. kalte Progression durch Steuern und zusätzliche Sozialabgaben aufgezehrt wird. Es ist real betrachtet also eine weitere Nullrunde für den öffentlichen Dienst und die Beschäftigten haben tatsächlich nicht mehr Geld zur Verfügung, als vorher! Von dem "Geschenk" in Höhe von einmalig 250 € bleiben netto nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben auch nur ca. 125 € übrig. So wird der öffentliche Dienst gegenüber der Wirtschaft gerade in den unteren Lohngruppen nie wettbewerbsfähig! Da können nur die Gewerkschaftsfunktionäre feiern, haben Sie ihre Mitglieder einmal wieder verramscht.

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retourenpaket 18.04.2018, 07:25
13. Das sind ja 7,4% mehr Lohn....

Naja auch nicht mehr als Inflationsausgleich, da über 3 Jahre gestreckt.
Als Niedriglohnland sind wir mit unserer Lohnzurückhaltung schuld an den Krisen in den anderen EU-Ländern. Trump kritisiert zurecht unseren hohen Außenhandelsüberschuss.

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eineeigeneneinung 18.04.2018, 07:30
14. Bsirske hat sich etwas abkaufen lassen...

...nämlich dem geforderten Sockelbetrag. Von der jetzigen Lösung profitieren die Besserverdienenden über Gebühr. Ist halt des Horstens Klientel...

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kiwi.pro 18.04.2018, 07:35
15. Problem bleibt

Insbesondere in den Ballungsräumen ist der Abstand der unteren Stufen angesichts der hohen Mieten (zu) gering.
Bei den oberen Stufen fällt dann die Ballungsraumzulage weg und es lohnt sich kaum mehr Verantwortung zu übernehmen.
Dann lieber gleich in die Privatwirtschaft wechseln

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holy64 18.04.2018, 07:36
16. kann bei der Laufzeit

kein lobendes Wort für diesen Abschluss finden. Im ersten Jahr hätte es mindestens an die 4% geben müssen. Auf der Strecke bleiben - wie immer im öffentlichen Dienst - die Beschäftigten, die nicht ganz unten und nicht ganz oben angesiedelt sind, da untere Lohngruppen Mindestbeträge erha lten und obere Lohngruppen mit prozentualer Regelung übermäßig profitieren. Schulterklopfen ist nicht angesagt und wozu 1,1% Monat 25 bis 30?

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Spr. 18.04.2018, 07:38
17. Was soll daran so toll sein?

Dieses Jahr gibt es also gerade mal 1,4% mehr, wenn man die Inflationsrate 2017 von 1,8% berücksichtigt. Im nächsten Jahr bleibt noch weniger übrig, denn die Inflationsrate wird eher steigen. In 2019 gibt es dann wieder eine Erhöhung, die kaum der Inflationsrate entspricht.

Und diese mickrigen Erhöhungen sollen das beste Ergebnis seit vielen Jahren sein? Dann hat Ver.di offensichtlich schlecht verhandelt und sollte sich dafür nicht auch noch feiern!

Deutlich spürbare Lohnerhöhungen sind in allen Branchen schon sehr lange überfällig! Auch wenn die Unternehmen noch so sehr jammern. Solange die Lohnschraube nicht ganz kräftig nach oben gedreht wird, ist das Jammern über den angeblichen Fachkräftemangel pures Theater zwecks weiterer Lohndrückerei.

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ex rostocker 18.04.2018, 07:47
18. Geschäft zu Lasten Dritter

Die Zecche bezahlt der Steuerzahler. Mag das Tarifergebnis die Belastung des Bundes gering halten (der Bund hat hohe Überschüsse), sieht das bei den meisten Kommunen anders aus. Wenn also demnächst die Grundsteuer steigt, die Hundesteuer angehoben wird, die Kita und der Bauhof privatisiert werden - dann darf sich der betroffene Bürger bei Verdi und Herrn Seehofer bedanken. Müssen die saturierten und privilegierten Staatsbediensteten (auch die Beamten!) wieder einmal so bevorzugt werden? Sind sie es tatsächlich wert?

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mirage122 18.04.2018, 08:05
19. Glückwunsch Seehorsti!

Das war doch von vorne herein absehbar und sicher auch abgesprochen. Da hat unser Heimatminister eindeutig Punkte für die Bayern-Wahl gesammelt!

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