Forum: Wirtschaft
Kompromiss zur Grundsteuer: So will der Staat künftig Immobilien bewerten
imago/Christian Ohde

Olaf Scholz und die Länder haben sich auf Eckpunkte für eine Reform der Grundsteuer geeinigt. Sie wäre weniger aufwändig als der erste Vorschlag des Bundesfinanzministers. Doch besonders in Großstädten dürfte es teurer werden.

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AnotherUserInTheDark 02.02.2019, 06:51
100. @51, Gudrun3:

Obwohl sich Bevölkerungszahl und Bundesgebiet nicht wesentlich ändern, ist die Wohnungsknapoheit m.E. Im Wesentlichen aufgrund zweier Aspekte entstanden:
- die Wohnungsnachfrage hat sich regional verschoben: Es gibt Regionen (und vor allem Städte) mit deutlichem Bevölkerungswachstum und andere mit Bevölkerungsrückgang. Hier mal nur als Beispiel ein kurzer Zeitraum:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Bevölkerungsentwicklung_Landkreise_2007-2009.png
- die durchschnittliche Wohnfläche pro Person ist deutlich gestiegen. Gründe sind vor allem gestiegene Wohnansprüche (z.B. größere Räume), wie auch der Trend zu kleineren und Singlehaushalten:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wohnfläche

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doclondon 02.02.2019, 06:57
101. Ungerecht

Ich halte mal fest:
Die Familie kauft stadtnah auch weil man den öffentlichen Nahverkehr nutzen will (Umwelt). Man zahlt komplett überhöhte Preise für das Haus auch weil durch die Umweltvorschriften die Häuser mit allem möglichen Firlefanz ausgestattet werden müssen. Man hat also den tollen grünen Energiepass. Man zahlt grenzwertige monatliche Belastungen (Müll, Strasse.Wasser, Strom etc etc). Und jetzt wird dies noch belohnt indem garantiert die Grundsteuer für die recht neue Immobilie erhöht wird. Es trifft nicht den Miethai...es drifft Dich und mich. Danke dafür. Gleichtzeitig geht die staatliche Daseinsfürsorge den Bach runter. Schwimmbäder schliessen etc....was soll das?

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tsavorit 02.02.2019, 07:24
102. Pensionskassen sind leer

Es geht bei diesen Themen ausschliesslich um Generierung zusätzlicher Einnahmen, um die überzogenen Pensionen für Beamte weiterhin auch noch in 30 Jahren weiter stemmen zu können oder sogar diese weiter auszubauen.

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Fredling 02.02.2019, 07:25
103. Besitz? Fehlanzeige! Was gehört einem tatsächlich noch selbst?

Grunderwerbssteuer, Mehrwertsteuer beim Hausbau, jährliche Grundsteuer, Steuern beim Immobilienverkauf (unter 10 Jahre). Man zahlt Erschließungskosten.
Aber bei der heutigen Niedrigzinspolitik will anscheinend jeder was aus dem Topf.

Ich wohne in einer dieser "Ballungsgebieten" und habe mich vor dem großen Preisanstieg für eine Immobilie entschieden. Dies war der erste Schritt zur Familiengründung, sodass ich mir bezahlbaren Wohnraum für meine heutige 4 köpfige Familie gesichert habe.
Der Wert der Immobilie ist seit dem sehr angestiegen. Sicherlich sollte ich mich darüber freuen, aber ich habe auch keine Lust hier wegzuziehen, da irgendwelche fiktive Regeln die Steuer auf mein "Eigentum" ins utopische Steigen lassen.

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Toni GFK 02.02.2019, 07:29
104. An Alle, die ...

die sich hier (und den vielen anderen Foren) ständig über die Inkompetenz, die Faulheit, die Selbstbedienungsmentalität oder auch die unlauteren Absichten unserer Politiker ereifern. Ich empfehle Ihnen sich politisch zu engagieren, und es besser zu machen. Ich verstehe, dass Sie sich nach einfachen, unbürokratischen und gerechten Lösungen sehnen, doch leider ist die Sachlage oft komplizierter als es auf den ersten Blick scheint. Aufgrund solch simpler Denkweisen haben die Briten nun ihren Brexit, die Amerikaner ihren Trump.

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vulcan 02.02.2019, 07:29
105.

Zitat von thequickeningishappening
ist DER ZINSSATZ ! Wenn nun Die Regierung waehrend Einer beispiellosen Nullzinsphase Gebäude neu bewertet dann ist Das staatliche Abzocke auf hoechstem Niveau. Weitere Faktoren sind Die Konjunktur und Die Fluechtlinge ( als außerdergewoehnliche Nachfrage ) Die Gretchenfrage ist ob Die neuen Bewertungen im Besdarfsfall auch wieder nach unten korrigiert werden ? Ich habe Da so meine Zweifel.
Nichts, buchstäblich nichts wird jemals wieder nach unten korrigiert. Interessant ist immer nur Erhöhung, Erhöhung und nochmals Erhöhung.

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stefan7777 02.02.2019, 07:31
106. Was soll dieses Troll-Gepolter

Das ist ja ein einziger Trollrauschen hier! Es ist kein Wahlkampf aktuell. Also was soll das? Die Gemeinden haben es über der Hebesätze im Griff neutral oder eben nicht zu berechnen. Wirklich ungerecht ist das derzeitige System, mit Bewertungen auf Grundlage von Zahlen aus dem letzten Jahrtausend.

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da_pheles 02.02.2019, 07:35
107. Ha sich mal jemand gefragt

... wie die Besteuerung von Grundflächen in anderen Ländern geregelt ist? Man könnte sich ja mal infomieren, was sich anderswo bewährt hat. So wie es sich derzeit anbahnt, kann doch nur peinlicher Stuss bei rauskommen. Typisch deutsche Politik eben!

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mailo 02.02.2019, 07:37
108. @rasmus.gerdes:Zuende gedacht

Der Gedanke mit der geringeren Rendite ist mir sehr wohl gekommen. Aber ich halte diese Größe für nicht relevant. Die Angebotsverknappung wäre minimal. Das ergibt sich allein schon daraus, dass nicht der Bau von Wohnraum die große Variable ist, sondern der Grundstückspreis. Dann gibts halt nen bisschen weniger für den Altbau/das Grundstück. Klar, dies beeinflusst Kaufentscheidungen... Aber genau hier wirds dann vernachlässigbar.

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janfred 02.02.2019, 07:41
109. kein Mitleid wenn gejammert wird

Zitat von Gudrun3
Geburtenrate u. Einwohnerzahlen haben sich seitdem doch nicht allzu wesentlich geändert? Warum herrscht dann seit vielen Jahren dennoch Wohnungsmangel bis Wohnungsnot? Amüsante Erklärungen, bitte!
Ich bin mit drei Geschwistern und Eltern auf 65m² Mietwohnung groß geworden, bevor meine Eltern unter Entbehrungen ein Eigenheim gebaut haben was mit rd 120m² Wohnfläche eher klein war. Auch ich habe mein eigenes Haus und gönne mir 170m² für unsere 4-köpfige Familie. Kleinstadt, Altbau, kleines Grundstück. Ich sehe der Grundsteuer Neuberechnung gelassen entgegen. Selbst wenn sich die Grundsteuer verdoppeln würde, wovon ich nicht ausgehe, käme ich nicht in finanzielle Notlage. Ich finde es einfach nur peinlich, wie überall wegen der Grundsteuer Neuberechnung so fürchterlich negativ von allen Seiten reagiert wird. Besonders von denen, die es immer wieder so betonen, dass man, wenn man sein Leben lang zur Miete wohnt, einen finanziellen Vorteil hat. Bla Bla bla

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