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Kompromiss zur Grundsteuer: So will der Staat künftig Immobilien bewerten
imago/Christian Ohde

Olaf Scholz und die Länder haben sich auf Eckpunkte für eine Reform der Grundsteuer geeinigt. Sie wäre weniger aufwändig als der erste Vorschlag des Bundesfinanzministers. Doch besonders in Großstädten dürfte es teurer werden.

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thinking_about 07.02.2019, 06:47
180. Seit wann

Zitat von MagittaW
jetzt sollen doch bitte alle aufhören, die Grundsteuer für hohe Mieten verantwortlich zu machen! erstens hat der Vermieter gar nichts von der Grundsteuer, sondern legt diese 1:1 um. zweitens liegt die Grundsteuer bei pi mal Daumen ca. 1 Euro pro Quadratmeter pro Jahr (wenn überhaupt)! Das ist lächerlich wenig. Drittens sollte die Grundsteuer nicht mehr als Nebenkosten umlagefähig sein, denn nur den Eigentümer kann sie von der Steuer absetzen, nicht aber der Mieter, der sie zahlt - völlig absurd. Und viertens sollte schon ein Grundstück in bester Lage höher besteuert werden, als ein Grundstück weit ab vom Schuss - denn in bester Innenstadtlage sind auch kommunale Einrichtungen, ÖPNV etc. viel leichter und besser erreichbar, als im hintersten Winkel des platten Landes. Der Bodenrichtwert und die Mieten sind also unbedingt zu berücksichtigen. Dass dadurch die Mieten steigen würden ist ein Märchen, weil ja schon heute jeder Vermieter den maximalen Profit aus seinem Eigentum ziehen will, und er überhaupt keinen Nutzen aus einer niedrigen oder hohen Grundsteuer hat. Dem Vermieter ist es völlig Banane, der Mieter muss die Nebenkosten schon heute mit einkalkulieren - und diese sind beinahe vernachlässigbar - kann jeder auf seiner Nebenkostenabrechnung nachlesen!
kann man die Grundsteuer steuerlich geltend machen? Die fließt höchstens als Nebkosten in einem vermieteten Objekt ein. Wenn Sie aber Selbstnutzer sind, kann man garnichts geltend machen.
Die Grundsteuer ist abhängig von der Gemeinde, wo man wohnt und wie sie diese aufstellen und errechnen. Ich zahle derzeit für ein 900qm Grundstück in der einen Stadt fast die gleiche, wie in einer anderen Stadt für ein halbsogroßes. Und in beiden Fällen steigt diese Steuer Jahr für Jahr um einen gewissen Prozentsatz, aber auch unterschiedlich. Die angeführten 1€ sind absolut aus der Luft gegriffen. Das kann durchaus das Doppelte sein.

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thinking_about 07.02.2019, 07:02
181. Ich weiß auch nicht

Zitat von spon_3607221
EFH BJ. 2000, 140 m² Wohnfläche, 730 m² Grundstück: 305 € pro Jahr Grundsteuer. Wir sind extrem gespannt, welchen Phantasiewert wir in Zukunft bezahlen dürfen. Immerhin ist unsere Bude im Vergleich zu den 250 m² Villen in der Umgebung ziemlich winzig. Eigentlich müsste es dann für uns billiger werden. Ich tippe aber auf mindestens. 400 €. Eine Wundertüte...
Wie man in Zukunft Grundstücksgröße und Bebauungsgröße miteinander zur Berechnung zusammenlegen kann in der Berechnung. Wenn der Bodenrichtwert miteinbezogen wird, dann spielt das eben eine besondere Rolle. Falls aber dann auch noch die fiktive Miete zuschlägt, sieht das schon wieder ganz anders aus.
Es ist ja auch eine seltsame Berechnung, wenn man auf einem großen Grundstück ein kleines Haus hat, und dieses verkaufen will, und den Verkaufspreis ermitteln will, dann wird eine gewisse Fläche zum Bodenrichtwert berechnet, alles darüber hinaus aber als Gartenland zu einem Wert von 20€ .
Deshalb kaufen viele Leute Häuser älteren Datums zum Abriss, zu einem Preis, günstiger als das leere Grundstück. Besonders Baugesellschaften machen dies, wo vorher ein altes Einfamilienhaus stand, ensteht dann ein drei, oder vierstöckiges Mehrfamilienhaus.

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Weg mit den Steuern 14.03.2019, 15:29
182. Die Mittelklasse wird es wieder bezahlen!

Dann zahlt man schon 3,5% Grunderwerbsteuer, >30% Einkommensteuer, Mehrwertsteuer, Versicherungssteuer, Solidaritätssteuer, etc. … In Deutschland gibt es inzwischen, nach Belgien, die größte Steuerbelastung für die Bürger.
Es wäre mal an die Zeit darüber nach zu denken ein Steuer abzuschaffen.
Fazit: Grundsteuer ABSCHAFFEN!!!!!!

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Otto Müller 17.06.2019, 23:49
183. "Es wird Zeit"

Zitat von BishopSix
Es ist schon traurig... Es geht dabei nicht darum was fair, sondern nur darum wie komme ich an mehr Steuereinnahmen... Entweder ist Mieter der dumme oder der fleißige Sparer der sich als Altersvorsorge eine Mitswohnung angeschafft hat... Der klein Vermieter aus dem Mittelstand, welcher mit Mietnomaden kämpft, investieren und Renovieren muss ständig sowie seine Einnahmen versteuern muss und und und, so das es am Ende meistens nicht nur ein null Summenpiel raus kommt sondern gar ein Verlustgeschäft... Wird nochmals belastet, der große, der lacht darüber weil es ihm nicht wirklich weh tut... Der einzige der hier wieder der dumme ist, ist der Mittelstand der für alles immer zahlen muss und nie was bekommt... Warum weil seine Wertschöpfung zu wenig zum Leben ist und zu viel zum Sterben ist... Es wird Zeit das deutsche gelbwesten nach Berlin ziehen und das der Reichstag mal wieder in brennt und in Schutt und Asche gelegt wird und diesmal für immer, aus Berlin ist noch nie wars positives in der deutschen Geschichte gekommen...
Meinen Sie das ernst? Benzin oder Napalm für den Reichstag? Ist mir ein Rätsel, wie Ihr Beitrag durch die SpON-Zensur gegangen ist...

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