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Kompromiss zur Grundsteuer: So will der Staat künftig Immobilien bewerten
imago/Christian Ohde

Olaf Scholz und die Länder haben sich auf Eckpunkte für eine Reform der Grundsteuer geeinigt. Sie wäre weniger aufwändig als der erste Vorschlag des Bundesfinanzministers. Doch besonders in Großstädten dürfte es teurer werden.

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wühlmaus_reloaded 01.02.2019, 19:32
10. Na, dann bin ich aber mal gespannt.

Ich wohne auf dem flachen Land mit geringen Bodenpreissteigerungen und erwarte - wenn das mit der Aufkommensneutralität keine Lüge war - nun eigentlich die Senkung meiner Grundsteuer. Das Gleiche erwarten aber sicher auch alle anderen Einwohner derselben Gemeinde, also ist die Sache zumindest für mein Heimatstädtchen alles andere als aufkommensneutral. Dumm gelaufen, liebes ****stadt.

Oder etwa doch nicht? Am Ende wird womöglich so lange gefeilscht werden, bis keine Gemeinde ein Minus, die meisten aber ein dickes Plus machen - kleinster gemeinsamer Nenner eben, wie weiland bei der letzten Mehrwertsteuererhöhung (wo der Kompromiss zwischen 1% und 2% dann 3% war). Den Politikern werden die Mehreinnahmen schrecklich leid tun, aber die Sache sei nun mal alternativlos.

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torpedofrog 01.02.2019, 19:33
11. Die rote Pest hat dieses Land fest im Griff...

In Rot-Rot regierten Ländern werden immense "Strassenbaubeiträge" erhoben.
Nun werden die Sparer, die ihr mühsam verdientes und dann hoch versteuertes Geld mit Blick auf die eigene Daseinsvorsorge in ihr eigen Haus und Hof investiert haben, bestraft - ausgerechnet von diesem Teil der Politkaste, der vorgibt, die Interessen der "kleinen Leute" zu vertreten ...
Pfui Teufel...
Wer sein Geld dagegen verbraucht und verpulvert hat - wurde nur einmal besteuert.
Nicht verwundert sein, wenn bei der nächsten Kasperlewahl die Farbe der Gewählten deutlich dunkler als Rot ausfällt...

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karl.salfer 01.02.2019, 19:36
12. Die SPD ist tot

Sollte es tatsächlich zu einer Erhöhung der Grundsteuer nach den geplanten Berechnungsmodellen kommen und es nicht gleichzeitig eine Änderung der Umlagevorschriften für Mieter kommen (Miete, eines der wenigen Themen, die sie sich auf die Fahne schreibt), hat die SPD für mich ausgedient. Ach was, das hat sie schon, weil dieses Thema nicht gleichzeitig mit der Grundsteueränderung angemessen behandelt wird. Und das möchte ein zukünftiger Kanzlerkandidat sein? Muss ich jetzt auf die CSU hoffen? Mir wird schlecht.

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piton 01.02.2019, 19:41
13. Die Gier des Staates ist unbegrenzt.

Mal wieder typisch, unterm Strich muss mehr geblecht werden. Dies vor allem auch für selbstgenutzte Häuser die endlich abbezahlt sind. Da kann man den Rentnern noch zusätzliche Groschen abknöpfen

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schwäbischalemannisch 01.02.2019, 19:43
14. Grundsteuer abschaffen und ersetzen durch Wohnsitzsteuer

Wozu immer alles so kompliziert machen. Immer wenn die SPD im Boot ist geht alles vom Hundertsten ins Tausendste. Und am Ende kommt irgendwas hoch kompliziertes bei raus, das alles ist, aber ganz sicher nicht gerecht. :………

Eine Wohnsitzsteuer wie in Frankreich oder auch in England wäre viel einfacher und viel gerechter. Die Infrastruktur wird ja von den Bewohnern genutzt und nicht vom Grundstück, bzw. der Immobilie. Grundstücks bezogene Abgaben wie Wasser, Abwasser, Müll usw. sind ja Mengen bezogen und das ist auch ok.

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mailo 01.02.2019, 19:46
15. Lasst euch nicht verarsvhen

Es braucht sich keiner Sorgen darüber machen, dass die Steuer die Mieten langfristig steigen lässt, denn die Preise werden vom Markt gemacht und nicht vom Finanzamt. Inklusive Steuer versteht sich. Maximal wird der Unterschied darin bestehen, dass der Vermieter ein bisschen weniger und der Staat ein bisschen mehr. Doe Traumwohnung in der Stadt wird immer so viel kosten wie der Mieter bezahlen kann.

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fin2010 01.02.2019, 19:55
16. weniger aufwändig, aha.

Man braucht nur einen passenden Vergleichsmassstab wählen, dann sieht alles gut aus. Hier den völlig irren Erstvorschlag des Ministers. Auch der aktuelle Vorschlag ist noch reichlich kompliziert. Personalwünsche sind sicherlich schon in der Röhre. Es lebe der Bürokratieaufbau mit seinen Arbeitsplatzbeschaffungsmassnahmen.

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Das dazu 01.02.2019, 20:00
17. Artikel gelesen?

Zitat von Solid
Olaf Scholz hat beschlossen, dass die Grundsteuer künftig nicht per Nebenkosten oder per Kaltmiete (Mietpreisbremse) an die Mieter durchgereicht werden kann. Daher werden ausschließlich Bewohner selbst bewohnter Eigenheime von der Steuer getroffen. Es werden also Selbstbewohner gegen Mieter ausgespielt. Ohne Angst vor den Mietern haben zu müssen, können die Kommunen die Grundsteuer hemmungslos erhöhen, bis zur rechnerischen Obergrenze einer Warmmiete. Denn dann lohnt es sich, das Eigentum an der eigenen Immobile aufzugeben, weil das wohnen zur Miete billiger sein wird als das Wohnen im abbezahlten Eigenheim. Und die dankbaren Mieter danken es der SPD durch fleißiges Kreuzchenmachen bei der Wahl.
Denn dort steht explizit, das dies von der CDU abgelehnt wurde.
Also lesen, verstehen, dann kommentieren. Diese Reihenfolge bitte einhalten.

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harronal 01.02.2019, 20:02
18. Grade deswegen

Zitat von calm
Ein historisches Haus ist - gut saniert - oft mehr wert, als ein Neubau.
Sie scheinen wie so viele Unwissende der Meinung zu sein, so eine Sanierung sei günstiger als ein Neubau, trage sich quasi von allein. Gerade weil hier vorhandener Wohnraum mit viel Eigenleistung erhalten und für den Mieterbestand gepflegt wird, statt im Gentrifizierungswahn ganze Stadtteile entweder zu entkernen oder gleich ganz plattzumachen, ist eine günstigere Grundsteuer-Einstufung für Altbauten nur gerecht.

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foerster.chriss 01.02.2019, 20:03
19.

“Vertreter von SPD, Grünen und Linken hatten deshalb gefordert, das Abwälzen auf Mieter zu untersagen. Doch dieser Vorstoß fand keine Mehrheit. "Ich finde das nicht richtig", sagte zum Beispiel CDU-Mann Schäfer über den Vorstoß aus dem anderen politischen Lager. Über die Grundsteuer würden schließlich kommunale Leistungen wie Schwimmbäder finanziert, von denen alle Bürger profitieren.”

Mit dem Argument kann man auch für eine Flat-Tax werben, wie sie bereits mit der Mehrwertsteuer allein aus praktischen Gründen existiert. Sozial gerecht argumentiert der Herr daher nicht. Kurz: Vermögende sollen prozentual genauso viel zahlen wie Niedriglohnjobber.

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