Forum: Wirtschaft
Konflikt mit Russland: EU verlängert Krim-Sanktionen
REUTERS

Im Streit um die Krim-Annexion hat die EU ihre Sanktionen gegen die Halbinsel verlängert. Präsident Putin redet dennoch über eine Wiederannäherung.

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vicy1404 17.06.2016, 15:53
20. Wirklichkeitsfremd

...manche Autoren haben ausgeblendet, dass sich die Bevölkerung der Krim schon vor 2014 2x gegen die Ukraine entschieden hatte...
Sanktionen/Gegensanktionen nützen bestimmt nicht der deutschen Wirtschaft und schon gar nicht der Landwirtschaft! Der Verfall der Milchpreise in der EU geht einher mit dem Beginn der Sanktionen. Viele Existenzen in der EU wurden und werden damit vernichtet... In Rußland lernt man aber dadurch unabhängiger zu werden und pumpt Milliarden in die Modernisierung der Landwirtschaft und Verarbeitungsindustrie...
Miteinander Reden ist wichtig! Sanktionen gehören auf den Scheiterhaufen der Geschichte!

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taglöhner 17.06.2016, 16:01
21. Im Rausch handgreiflich

Er tut so, als verstehe er nicht, worum es geht, seine Trolle auch nicht. Man darf derzeit angesichts der jüngsten Signale auch nicht erwarten, dass sie einsichtig sind.

Es funktioniert nur Zwang, das heißt den Preis für feuchtfröhliche Abenteuer zu erhöhen. Das kann über Sanktionen ganz prima und friedlich erreicht werden.

Wenn der Sprit ausgeht, kommt die Ernüchterung von ganz allein.

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calvincaulfield 17.06.2016, 16:05
22.

Zitat von step77
Ich erwarte, dass die Sanktionen gegen die Krim so lange aufrechterhalten bleiben, bis die Ukraine die Zugehörigkeit der Halbinsel zu Russland anerkennt oder die Krim zur Ukraine zurückkehrt. Alles andere wäre ein himmelschreiendes Unrecht und geradezu eine Einladung dazu, Grenzen eigenmächtig neu zu ziehen. Dass Putin das Unschuldslamm spielt und großzügig verlauten lässt, man sei nicht nachtragend, wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Hätte Putin nicht seine Geheimdienstler und Soldaten in die Ostukraine geschickt, hätte es den Krieg dort nie gegeben. Moskau trägt die Hauptverantwortung für die bislang fast 9.500 Toten dieses Konflikts!
Folgend ihrer Logik sind dann der Westen, die Türkei und SA sind dann für 400.000 tote Syrer verantwortlich.

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bammy 17.06.2016, 16:06
23.

Zitat von Raubtierkapitalist
Was soll denn erreicht werden? Dass Russland die Krim wieder hergibt und seinen strategisch wichtigen militärischen Stützpunkt im Schwarzen Meer der NATO überlässt? Das wollen weder die Russen noch die Krim-Bewohner... und wir Europäer sollten uns besser überlegen, was unseren Interessen und Zielen dient. Dieser Unsinn mit den Sanktionen kann jedenfalls nicht in unserem Interesse sein! Stabile und sichere Verhältnisse in Europa schafft man nur durch wirtschaftlich starke Verbindung - auch zu Russland! Aber das wollen natürlich Interessengruppen außerhalb Europa nicht!
Ich kann mir vorstellen, das wenn Putin wirklich aktiv für eine Befriedung der Ost-Ukraine sorgt, ohne das diese aus der Ukraine abgespalten werden, das dann auch die Sanktionen zurückgenommen werden.
Das Russland die Krim wieder hergibt, rechnet wohl Niemand. Aber umkommentiert, kann man Russlands Gebaren auch nicht lassen.

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lupenreinerdemokrat 17.06.2016, 16:08
24.

Zitat von Androupolis
Über eine Einstellung der Sanktionen kann man reden, wenn Russland die Krim wieder der Ukraine zurückgibt und sämtlich Aktionen im Donbass beendet.
Es ist eher anzunehmen, solange die USA ihre schmutzigen Finger in der Ukraine im Spiel haben, Russland dem nicht tatenlos zusehen wird.
Schönen Tag noch!

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frank57 17.06.2016, 16:08
25. Wenn man Kommentare

von einigen Foristen liest kann einem Angst und Bange werden! Die Kriegsrethorik von Frau M und der Nato scheint bei vielen doch zu fruchten, wobei auch Spon das noch befeuert in dem immer noch von Annexion geschrieben wird! Anders als im Kosovo gab es ein Referendum und auf der Krim herrscht Ruhe.....keine Demos oder ähnliches! Aber was soll man von Leuten erwarten, welche einen Poroschenko, eine Timoschenko und einen Jazenjuk hoffieren!

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Sonia 17.06.2016, 16:08
26.

Zitat von dipl-inge
Russland hat die Krim völkerrechtswidrig annektiert. Die Sanktionen müssen im Gegenteil noch weiter verschärft werden. Einreiseverbote für Russen in der gesamten EU! Die Sanktionen werden erst aufgehoben wenn sich Putin von der Krim und aus der Ostukraine zurückzieht. Ich rede hier nicht nur von europäischen Werten die es zu verteidigen gilt, sondern auch von unseren eigenen moralischen Werten. Dafür müssen wir auch kleine Opfer bringen. Russland ist für die deutsche Wirtschaft kaum bedeutsam wie auch das Wachstum im letzten Jahr trotz der Sanktionen gezeigt hat.
Es fehlt was in Ihrem Beitrag: Schluss mit der völkerrechtswidrigen Annektion Ost-Jerusalems und der Besatzung des Westjordanlandes und der Golanhöhen, Schluss mit der Besetzung Nord-Zyperns und Tibets. Und die Russen sollten dennoch weiterhin sanktioniert werden, damit die endlich mal ihre eigene Wirtschaft auf Trab bringen, ihre eigenen landwirtschaftlichen Produkte herstellen und nicht ihre Regale mit Waren aus dem Westen vollpacken ....sie haben alle Vegetationszonen, die größten und meisten Bodenschätze dieses Planeten u. gammeln vor sich hin in Sachen Arbeitsproduktivität. Angewiesen auf den Westen wären die gar nicht, wenn sie die Arbeitsmoral der Asiaten hätten - oder die der Norweger, die nicht in der EU sind und ihre Regale mit eigenen Produkten füllen.

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gruesenko 17.06.2016, 16:11
27. Clowneske Einlagen?

Wenn auch irrelevant, so trotzdem bemerkenswert: "Wir sind nicht nachtragend." Woher hat Putin plötzlich diesen Humor? Allerdings, die Annexion der Krim dürfte eine unumkehrbare Tatsache bleiben, auch wenn es sich um einen groben Bruch des Völkerrechts und anderer bedeutsamer zwischenstaatlicher Abkommen durch Rußland handelte. Weil Putin den Donbass aber weiterhin in seinem Würgegriff fixiert hält, wäre die Verschärfung der Sanktionen die richtige Konsequenz. Franziska Augstein hat sich vor einigen Tagen mit den bestehenden Sanktionen in einem Beitrag in der SZ auseinandergesetzt. Und - auch wenn dazu durchaus der Berechtigung auf auseinandergehende Meinungen zuzustimmen ist, klang eine ihrer Feststellungen doch ziemlich verstörend. Kurz, das Riesenreich Rußland lässt sich unter allgemeingültigen demokratischen Maßstäben nicht regieren, laut Frau Augstein. Was aber bedeutet dies? Dass Gleichschaltung, politischer und ökonomischer Feudalismus, wie z. B. das Ernennen der Gouverneure durch den Staatspräsidenten, das Mittel der Wahl sein muss? Dass Autokratie die einzige zuverlässige Methode zum Erhalt des Imperiums ist, und jedwede Entwicklung zur Zivilgesellschaft im Keim erstickt? Und vor allem, dass alle diese spezifischen und exklusiven "Verwaltungsprinzipien" natürlich auch für das nahe Ausland gelten? Dann liegt die Antwort auf der Hand: Bestrafung und Knebelung der Ukraine aus Angst vor einem moskwowiter Maidan. In Putins' Logik würde dies unter umgekehrten Vorzeichen die Verschärfung der Sanktionen, und zwar drastisch, bedeuten. Das hat er schon hinlänglich bewiesen, mit Wein und Mineralwasser aus Georgien, Mandarinen aus Abchasien, Wein aus Moldawien und jüngst, Lebensmitteln aus der Ukraine. Nun - aber er ist ja nicht nachtragend!

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whitemouse 17.06.2016, 16:12
28.

"Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi kritisierte in Sankt Petersburg die europäischen Sanktionen. Die Strafmaßnahmen schadeten Russland wie der EU, sagte er der staatlichen russischen Agentur Tass."

Genau so ist.

Und was kommt von Merkel? Nichts. Gerade Deutschland ist dringend auf gute Beziehungen zu Russland angewiesen.

Sanktionen sind geboten gegen die Türkei - nicht gegen das stets zuverlässige Russland.

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hans.rueckert 17.06.2016, 16:14
29. Wie wurde die Entscheidung getroffen?

"EU verlängert Krim-Sanktionen" gibt es eine demokratisch und nachvollziehbare Prozedur für einen solchen Prozess? Wie sieht der aus?

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