Forum: Wirtschaft
Konflikt um Griechenland: Kampf der Ideologen
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Warum kochen die Emotionen beim Thema Griechenland so hoch? Weil der Konflikt auch ein Wettkampf der Ideologien ist. Was die einen für verrückt halten, scheint für die anderen völlig logisch. Der Versuch einer Erklärung.

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surry 04.07.2015, 09:40
170. So nicht!

Zitat von Harald A. Irmer
Er wollte '53 von den Siegermächten eine Schuldenhalbierung. Und er hat sich auch noch durchgesetzt; auch Griechenland stimmte zu. Und es ist ihm gelungen, die Erstattung des Griechenland aufgezwungenen Kredits auf den St. Nimmerleinstag zu vertagen. Solche Leute wie Tsipras und Adenauer darf sich kein anständiger Deutsche zum Vorbild nehmen.
Wo wären wir heute, wenn ein Konrad Adenauer und ein Ludwig Erhard nicht Hand in Hand für Einigkeit und Recht und Freiheit und für den Wohlstand deutschen Volkes gearbeitet hätten?

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conrath 04.07.2015, 09:40
171. Es geht um Einsicht. ..

... in die Realität, nicht um Ideologie. Auf der Basis von Ideologie ist im Gegenteil keine Akzeptanz der Realität zu erwarten. Das gilt für beide Seiten: GR wird akzeptieren müssen, dass ohne verbindliche und kontrollierte Reformen keinen Schnitt geben kann. Der Rest der Eurozone mu akzeptieren, dass ein Teil der Schulden erlassen werden muss als Gegenleistung. Sonst lügen wir uns gegenseitig in die Tasche.

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suplesse 04.07.2015, 09:42
172. Ideologie hin , Ideologie her!

Ich hoffe sehnlichst, dass die Griechen mehrheitlich mit "Nein" stimmen. Dann können sie in Zukunft allein sehen, wie sie klar kommen. Das Geld sehen wir eh nicht wieder. Aber es wird wohl nicht eintreten, weil Ihnen das Hemd näher ist, als der Mantel. Danach geht das Gefeilsche um unsere Kohle weiter und die europagläubigen Politiker verzocken damit ihr letztes Vertrauen in diese Gemeinschaft.

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AxelSchudak 04.07.2015, 09:42
173.

Zitat von testthewest
Das Hauptproblem ist - richtig, der Euro! Denn bislang konnte jedes Land seiner Ideologie folgen. Nun müssen wir uns auf eine einigen und das geht scheinbar nicht. ... Der Euro kettet zusammen was nicht zusammengehört und was auch nicht zusammen sein will. Diese "Einheit" tötet die Vielfalt.
Die Mitgliedschaft im Euro war freiwillig, die Regen - das der Staat nicht durch die Druckerpresse finanziert wird - waren klar.

Im Falle Griechenlands ist also nicht der Euro das Hauptproblem, sondern die Erkenntnis dass die Euroregeln tatsächlich gelten sollen.

Griechenland sollte aus dem Euroraum austreten. Es wäre für alle Beteiligten das Beste.

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sam242 04.07.2015, 09:42
174.

SPON lernt dazu, hat aber noch zuzulegen. Woher kamen denn die Schulden, die 2009 zum ersten Hilfspaket geführt haben? Von einer Keynesianischen-Nachfragepolitik (vulgo schuldenfinanzierte, leider eher unproduktive Staatsausgaben). Da diese Schulden bereits dramatische Ausmasse angenommen hatten, mussten die EU-Partner als neue Gläubiger einspringen oder Griechenland schon damals pleite gehen lassen. Rückblickend: man hat leider die falsche Entscheidung getroffen. Dass diese neuen Gläubiger auf die Bekämpfung der Ursachen gedrängt haben, versteht sich eigentlich von selbst (welcher Gläubiger tut das nicht?). Wenn man dann nach Jahren feststellen muss, dass viele der Ursachen noch immer nicht bekämpft wurden, dann versteht sich auch von selbst, dass die Gläubiger nicht konzilianter, sondern rigider werden. Wer das nicht begreift, hat entweder ein sehr schwerwiegendes kognitives Problem oder versucht seine Gläubiger zu erpressen. Dass SPON da scheinbar den Steigbügelhalter geben will, muss mit Auflagegenerierung zu tun haben - anders kann ich es mir bei der eigentlich üblichen Qualität des SPON nicht erklären.

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Hermes75 04.07.2015, 09:42
175.

Zitat von Fuxx2000
Ein internationaler tätiger und promovierter Ökonom, einer der besten seines Faches offensichtlich und auf der anderen Seite: ein promovierter Jurist und Verwaltungsbeamter. Dazu noch Schwarzgeldkassenwart. Und die tauschen sich über ein Ökonomisches Problem aus...
Nur ohne das Geld von dem "Verwaltungsbeamten" bleiben die Ideen des "promovierten Ökonomen" Theorie.
Herr Varoufakis kann von mir aus jede Politik machen, die er sich leisten kann, solange ICH sie nicht bezahlen muss.
Herr Schäuble tut in dieser Situation was seine Aufgabe als deutscher Finanzminister ist und darüber bin ich als deutscher Steuerzahler sehr froh.
Abgesehen davon finde ich die ständigen persönlichen Angriffe gegen Herrn Schäuble widerlich.

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katzenheld1 04.07.2015, 09:43
176. Angst wohl eher nicht

Warum auch sollten „die Regierungen der Eurostaaten einem solchen Schritt zusagen“? Weil sie der Meinung sind, ihre eigenen Wähler könnten den nicht wollen? Dann liegen sie wohl sehr richtig und haben zu Recht „Angst vor den eigenen Wählern“. Denn auch diese Regierungen wurden demokratisch gewählt, nicht nur die griechische. Und die „Angst, die Griechen würden dann gleich wieder Reformen verschleppen“ dürfte sich nach einem dritten Schuldenschnitt wohl in kürzester Zeit als sehr begründet herausstellen.

Die griechische Regierung wird keine Bedingungen akzeptieren, deren Notwendigkeit sie nicht sehen oder deren Umsetzung sie gar nicht erreichen können, weil sie dem Verständnis des griechischen Volkes von einem staatlichen Gemeinwohl einfach nicht entsprechen. Das hat ein bisschen was mit Ideologie, sehr viel mehr aber mit der Kultur und Mentalität der Staatsvölker zu tun.

Das muss man akzeptieren, aber nicht finanzieren. Referenden in den EUR-Ländern würden sicher hilfreich sein. Die griechische Regierung will sich die Unterstützung ihres Volker sichern, die anderen EUR-Länder sollten das auch tun.

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tao chatai 04.07.2015, 09:43
177. Bezahlt von 30000 Lobbyisten in Bruessel

haben die lieben Ideologen von SPD , Conservativen,UK Labour und Tory die verschobene Wahl vom 8 Juni zu TTIP am 30 Juni kurzfristig und waehrend das PreKariat mit Griechenland beschaeftigt ist auf den 8 July angestzt.
Wie hervorragend von David Cameron den Lobbyist Lord Hill als Commissar einzusetzen muessten Junckers und Schulz doch nun zugeben!

Laeuft doch alles wunderbar.....und Alexis Tsripas hat doch fertig,oder?

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Treibsand 04.07.2015, 09:43
178. Bitte Entwicklungshilfe beantragen.

In den letzten Tagen hat das Verhalten der Griechen surreale Züge angenommen. Dieser kleine Agrarstaat möchte leben und wahrgenommen werden, wie ein ganz großer, pflegt seinen Stolz, erwirtschaftet kaum etwas und hat ein System zur Alimentation seiner Bürger eingeführt, die ihresgleichen sucht. Warum soll Europa das bezahlen? Griechenland braucht weitere 50 Mrd. EURO meint der IWF?! Ich schätze es sind mindeste 100 Mrd. und die brauchen Länder wie Somalia, der Kongo und andere Teile Dritten Welt sowieso. Bitte liebe Griechen, begebt euch dort hin und beantragt höflich Entwicklungshilfe, denn mehr ist zukünftig nicht drin.

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pledi 04.07.2015, 09:43
179. Täglich

Unsern täglich Kaiser gib uns heute, denn er erklärt uns die Krise, wie auch wir erklären unsere Meinung.

Eine sachliche, differenzierte, präzise Kommentierung würden ich mir von so vielen Journalisten wünschen. Oder man lässt einfach die überhand nehmende Kommentierung sein. Wir Bürger sind selbst in der Lage, uns eine Meinung zu bilden.

Ah, ich sehe gerade. Es handelt sich gar nicht um einen Kommentar. Dann bitte, Herr Kaiser, wünsche ich mir eine sachliche, differenzierte, präzise Berichterstattung ohne die übliche Weglassung wichtiger Aspekte, vornehmlich die unliebsamen.

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