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Konjunktur: Deutschland baut ein paar Schulden ab
DPA

Die Steuereinnahmen sprudeln, die Zinsen sind auf Rekordtief: Deutschland hat seine Staatsschulden im vergangenen Jahr um 18 Milliarden Euro verringert. Die Euro-Schuldengrenze reißt der Bundesfinanzminister trotzdem.

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muellerthomas 31.03.2017, 14:27
10.

Zitat von Sonnestrandundmeer
Unfaire Belastung für unsere Kinder und Kindeskinder 2140 Milliarden Euro Schulden sind wirklich zu viel. Es wird immer wieder verdrängt, dass es unsere Kinder und Kindeskinder sind, die diese zurückzahlen müssen. Und dies wir in Zukunft mit Sicherheit schwieriger als heute,
Nein, denn die Kinder erben natürlich nicht nur die Schulden, sondern auch die dazugehörigen Staatsanleihen und in Zukunft würde die Bedienung der Schulden bei gleichem Schuldenniveau natürlich leichter und nicht schwerer, da das nominale BIP in Zukunft höher sein wird.

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Frokuss 31.03.2017, 14:35
11. Schulden sind nichts schlimmes!

Nur mal so am Rande... Wer Schulden aufnimmt und investiert macht zumindestens aus unternehmens Sicht alles richtig. Denn man erhällt dadurch einen Wettbewerbsvorteil. Das gleiche gild natürlich auch für den Staat, wobei dieser auch noch andere verpflichtungen hat. Es ist allerdings auf der anderen Seite nichts verwerfliches daran zu finden, wenn man die Schulden abbaut, insbesondere wenn man sich international zu einer Quote (wie sie in der EU besteht) verpflichtet hat. Daher sollte die Diskussion nicht über Schulden bzw keine Schulden geführt werden, sondern eher über die Höhe/Wert der Schuldenquote.

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coloneltw 31.03.2017, 14:40
12. Die Leute vergessen etwas

2140 Mrd € Schulden heißt auch 2140 Mrd € Vermögen. Und wer hat investiert? Nicht nur die Reichen. Auch wir kleinen Sparer. Riester Rente, priv. Rente...all diese Pakete bedienen sich bzw. investieren in Staatsanleihen.
0 Schulden heißt dem nach 0 € in sicheren Anlagevermögen. Dann muss Reister auf Aktien ausweichen. Schulden sind nicht das Problem, sondern der Antriebsmotor des Kapitalismus. Schulden werden nicht getilgt sondern weg inflationiert.
Aber wie überall im Leben - die Mischung machts. Zuviel von einem ist zu viel.
Sie können ohne Süßwasser nicht leben. Trinken sie mal am Tag 8 Liter davon - dann sind sie tod.
Irgendwann hat man mal die Grenze bei 60 % gezogen und diese Werte sind einfach mal festgelegt worden. Anderes Beispiel. Sie kaufen eine Eigentumswohnung für 100k €. Sie nehmen dafür 120k € Kredit auf (Nebenkosten). Sie sind damit zu 120 % überschuldet. 5 Jahre später haben sie es geschafft 10.000 € abzutragen. Die Wohnung ist im Wert pro jahr um 5 % gestiegen.
Die Wohnung hat damit einen Wert von 150.000 € Ihre Schulden liegen bei 110.000 €. Ihre Schuldenquote liegt noch bei gut 70 %. Sie haben also 50 % Ihrer Schuldenquote verloren obwohl sie nur 8 % Ihrer Schulden getilgt haben. Und jetzt schulden Sie mal um mit Eigenkapital von ca. 30 %. Ihre Zinsen sinken.
2008 war es anders herum. In den USA gb es eine Kriese. Die Leute mussten teilweise die Häuser verkaufen. Die Preise sanken. Damit stieg die Schuldenquote und die Banken bekamen Panik und wollten Ihre Kreidte sofort zurück haben. Das trieb die Leute in die Pleite - obwohl sie den Abtrag hätten zahlen können. Die Zinslast stieg massiv.
Insofern einfach mal nachdenken und versuchen zu verstehen. 60 % Schulden oder 80 % das alles spielt keine Rolle. Sehen sie sich Griechenland an. Ihre Quote stieg nicht wegen neuer Schulden sondern wegen der Rezession. Wenn die EZB bei 2 % Inflation bleibt sind unsere 2 Bio € in 50 Jahren weg oder eben wertlos. 2 % Inflation sind ok, Hyperinflation wie in den 30ern natürlich nicht.

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muellerthomas 31.03.2017, 14:54
13.

Zitat von coloneltw
Hyperinflation wie in den 30ern natürlich nicht.
Es gab keine Hyperinflation in den 1930er Jahren. Die Weltwirtschaftskrise 1929/33 war - wie die allermeisten großen Wirtschaftskrisen - eine Deflationskrise. Eine kurze Hyperinflation gab es in Deutschland 1923.

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Spiegelleserin57 31.03.2017, 15:06
14. naja...

bei über 3 Billionen kann man sich ausrechnen wie lange das dauert :))

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Sixpack, Joe 31.03.2017, 15:47
15. Unfäre Belastung für die Kinder?

Zitat von Sonnestrandundmeer
2140 Milliarden Euro Schulden sind wirklich zu viel. Es wird immer wieder verdrängt, dass es unsere Kinder und Kindeskinder sind, die diese zurückzahlen müssen. Und dies wir in Zukunft mit Sicherheit schwieriger als heute, denn nicht immer brummt die ......
Die unfäre Belastung für ihre Kinder ist doch schon langst Realität. Ihre (und meine!) Kinder erfahren jeden Tag was es bedeutet um in maröden Schulen mit überfullten Klassen sitzen zu müssen.

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sogos 31.03.2017, 15:52
16. @supergrobi123 #9

Ich glaube der Urheber hat BRD leiht sich Geld mit die EZB verleiht Geld verwechselt. Manchmal das gleiche (ueber Umwege).

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Poco Loco 31.03.2017, 17:12
17. Die Ära Merkel....

.....wird mit der größten Verschuldung in die Geschichte der BRD eingehen. Wenn man bedenkt wieviel Geld die Scheckbuchpolitik dieser Kanzlerin noch kosten wird und bisher schon gekostet hat. Dabei wird in das Land und seine Infrastruktur kaum investiert, die Steuern sprudeln, die bisherige Verschuldung kostet kaum noch Zinsen. Aber Großprojekte verschlingen Unsummen, für Bad Banks und den Rettungsschirm stehen wir bis zum Hals in der Kreide, die Bürger werden massenhaft enteignet dank Nullzins, Lohndumping und Energiewende. Wir subventionieren das Projekt Europa, zahlen u.a. Entwicklungshilfe an China und "schaffen" nun die Flüchlingskrise. Jetzt sollen auch noch 250 Millionen für Berater (Lobbyisten der Rüstungskonzerne) dazugekauft werden, weil die unfähigen Beamten des Beschaffungsamtes es nicht gebacken bekommen. Ich behaupte mal, soviel Geld wurde noch von keiner Regierung verbrannt wie von dieser GroKo und in 12 Jahren Merkel.

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Aberlour A ' Bunadh 31.03.2017, 17:53
18. Reduziert die Staatsausgaben heute?

Zitat von Sonnestrandundmeer
2140 Milliarden Euro Schulden sind wirklich zu viel. Es wird immer wieder verdrängt, dass es unsere Kinder und Kindeskinder sind, die diese zurückzahlen müssen. Und dies wir in Zukunft mit Sicherheit schwieriger als heute, denn nicht immer brummt die Konjunktur so wie jetzt. Die Schulden wurden in schlechten Zeiten aufgenommen, mit dem Versprechen, sie in guten Zeiten zurückzuzahlen. Das ist jetzt! Bund und Länder zahlt die Schulden nun zurück! 68 Mrd. Euro Schuldenabbau ist grotesk wenig. Reduziert die Staatsausgaben heute, den die Fehler werden in guten Zeiten gemacht. Wenn die Staatsausgaben erst in der Rezession gesenkt werden, wird es noch viel schmerzhafter!
Es ist falsch zu glauben, dass überindividuelle Institutionen (Staaten, Banken etc.) irgendwann ihre Schulden zurückzahlen müssen. Das gilt nur für Privatpersonen. Ich habe im Anschluss mal ein Zitat des Ökonomen Carl Christian von Weizsäcker aus einem interessanten SPON-Interview mit dem Titel "Macht mehr Schulden!". Es ist Ihrer Auffassung aus gutem Grund fundamental entgegengesetzt: "Öffentliche Schulden sind zugleich auch privates Vermögen. Das hat sich historisch entwickelt: Der Sozialstaat basiert seit der Bismarck-Zeit auf dem Prinzip individueller Ansprüche gegenüber dem Staat. Die Summe dieser Ansprüche ist aufgrund des demografischen Wandels stark gewachsen. Der Staat ist der einzige Akteur, der sie bedienen kann: Er kann sich immer weiter verschulden, weil er als Einziger in der Lage ist, Sicherheit zu versprechen." Hier der Link: (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-124097507.html).

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kuschl 31.03.2017, 18:51
19. Nullzins machts möglich, ... aber

Vergessen wird bei dieser Betrachtung gerne, daß mit dieser Nullzinspolitik, mit der der Staat sich geringfügig entschuldet, der Sparer enteignet wird.

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