Forum: Wirtschaft
Konjunktur: Industrie verzeichnet drastischen Rückgang der Neuaufträge
Danny Gohlke/DPA

Lange Zeit schien die deutsche Industrie immun gegen die weltwirtschaftlichen Verwerfungen durch Handelskriege, Konjunkturflauten und Brexit-Unsicherheit. Jetzt entfaltet die unselige Entwicklung ihre ganze Wucht.

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Nandiux 04.04.2019, 10:49
40. Exportabhängigkeit.

Tja, wenn eine Volkswirtschaft so einseitig auf eine stetig wachsende Auslandsnachfrage angewiesen ist, kann das nicht ewig und auf Dauer ohne Einbrüche funktionieren. Die letzten Jahre hatt man noch Glück, dass z.B. die Chinesen als Konjunkturmotor eingesprungen sind. Gott bewahre was hier los ist, wenn China mal eine größere Krise hat.

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hpampel 04.04.2019, 10:52
41. Hausgemacht

Natürlich wird DE massiv Probleme bekommen. Es liegt aber nicht alleine an der Weltkonjunktur. Alleine die viel zu geringen Investitionen der Privatwirtschaft der letzten Jahre haben dafür gesorgt, dass die Produktivität nicht gestiegen ist. Die deutsche Industrie ist nur noch aufgrund der niedrigen Löhne Wettbewerbsfähig. Das ist auch der Grund warum es in DE keine des Bruttoinlandsproduktes adäquate Binnenkonjunktur haben. Die Folgen dieser Entwicklung werden weitere Verarmung von Teilen der Bevölkerung sein. Aber das ist politisch ja offenbar gewollt.

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fleischwurstfachvorleger 04.04.2019, 10:52
42. Die Energiewende

Zitat von filimou
ist doch zum größten Teil durch die deutsche Politik verursacht. Man denke nur an das Dieselfiasko, die Energiewende. Deutschland muss nicht nicht immer und überall der Musterknabe der Welt sein. Egal was hier geschieht, es wird weltweit gesehen, keine Auswirkungen haben. Träumereien helfen nicht weiter, Realitätssinn ist gefragt.
hat massiv Arbeitsplätze geschaffen und Deutschland in dieser Technologie zum Experten gemacht und zu vielen Exporten verholfen.

Angestellte Konzernlenker und deren kurzsichtige, willfährige Diener aus der Politik, sind schuld an dem Desaster. Allen voran die deutsche Automobilindustrie, die jede technische Innovation verpennt haben, aber Hauptsache Winterkorn, Schrempp und Zetsche können jeden Tag 3.000 € verbraten.

Seit Jahrzehnten reden wir davon den LKW-Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Passiert ist, dank der Lobbyisten aus der Automobilindustrie, genau das Gegenteil.

Hunderttausende von Arbeitsplätzen in der Solarindustrie wurden vernichtet, Weltanbieter ist nun China. Wirklich sehr visionär hier die Förderung einzustellen.

Es gibt Dutzende von Beispielen, wo die Politik erbärmlich versagt hat, weil sie nur blind das Wohlwollen der Großkonzerne sehen. Unsere Agrarpolitik ist ein weiteres Beispiel dafür, wie man Alles falsch machen kann. Aber das würde natürlich ans Eingemachte gehen. Und das wollen die CDU-CSU-Massentierhalter eben nicht.

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mannakn 04.04.2019, 10:53
43. Ich dachte eigentlch...

...das ein deutscher Firmenvorstand seine Barockfürstenapanage dafür kassiert, das er genau solche Dinge abfedert. Aber wahrscheinlich täusche ich mich da. Also stimme ich in das Geheul mit ein......oh Gott, wer soll jetzt das Segeboot und den Liegeplatz in St. Tropez bezahlen....

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quark2@mailinator.com 04.04.2019, 10:53
44.

Zitat von MPeter
ein gutes Zeichen für den Klimaschutz. Und außerdem können wir dann vielleicht endlich mal mit unseren viel zu wenig Fachkräften den enormen Auftragsbestand abarbeiten der sich in unserer kleinen Softwarefirma gebildet hat. Neue Aufträge sind das letzte was wir brauchen können.
Ich fürchte, das kann man widerlegen. Wenn die Wirtschaft unter Druck gerät, wird oft gerade da gespart, wo man es gerade kann. Und der Staat schaut ggf. nicht so genau hin. Da ist schon manche Sauerei geduldet worden, eben weil z.B. die Arbeitslosigkeit gerade hoch war.

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Europa! 04.04.2019, 10:57
45. Zu viel Politik, zu wenig Innovation

Die deutsche Wirtschaft leidet unter zu hohen Steuern, zu vielen Vorschriften und mangelhafter Förderung von Innovationen. Statt die Digitalisierung voranzutreiben, betrachtet die Bundesregierung die Einführung von 5G als Gelegenheit, um bei der Lizenzversteigerung Geld zu erpressen. Die Verkehrspolitik ist so katastrophal, dass die Autoindustrie wie ein sterbender Dinosaurier aussieht, der verzweifelt der "E-Mobilität" hinterherrennt, (einer Technologie aus dem 19. Jahrhundert!). Statt nachhaltige, ökologische Landwirtschaft zu fördern, mästet man die Agrarfabriken. Statt Amazon, Microsoft, Google, Alibaba, Baidu, Huawei europäische Lösungen entgegenzustellen, schreit man nach einer Digitalsteuer. Den Zusammenschluss der Eisenbahnbauer verhindern die bekloppten "Kartellbehörden". Das einzige, was (bis jetzt) funktioniert hat, ist Airbus.

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P-Schrauber 04.04.2019, 10:58
46. Die Wirtschaft / Industrie braucht neue Impulse auch neue Produkte,

um einen Wettberwerbsvorteil zu egnereiern, das ist die einfache und schlichte Erkenntnis in unserem Wirtschaftssystem, wir waren bisher so gute Exportweltmeister weil wir eine hohe Qualität und technisch hochwertige Produkte produzieren.

Tun wir as dafür dass das so bleibt?

Meines Erachtens NEIN, die Auslandfsflucht besonders gut ausgebildeter junger Akademiker und Techniker und Ingenieure hat erhebliche Ausmaße angenommen, derzeit verlassen 280.000 Bundesbürger (2016'er Zählung aus 2018) die Republik, Gründe sind bessere Bezahlung und besseres Arbeitsklima und weniger Steuern, Einwandererländer: Schweiz, USA, Austrailien, Skandinavien (hier Dänemark und Norwegen), alles Länder die mit einer sehr guten Steuerung der Migration die auf Qualität setzt.

Unser Ersatz durch Migration ist im Vergleich zu den vorgeannten Ländern schwach, wir alimentieren stattdessen unqualifizierte und sozial schwierige Personen zu uns. Für unsere Zukunft ist das nicht gut, weil wir uns damit dem Mittelmaß anschließen an anstatt wie bisher aus der Masse technologisch und damit wirtschaftlich herauszustechen.

Quellen:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article174502114/Zu-und-Abwanderungen-Immer-mehr-Deutsche-verlassen-das-Land.html
https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/newsletter/57163/deutschland-abwanderung-von-arbeitskraeften

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erdmann.rs 04.04.2019, 11:01
47. Bayer und Glyphosat

Zitat von Johann Dumont
mehr Chinesen als gestern auf der Hannover Messe waren nur noch in China. Kuka verkauft, Smart verkauft, usw. mehr als 400 deutsche Firmen wurde bereits von Chinesen aufgekauft, genau wie Farmland in Australien oder Land in Afrika. Bei Kuka (war Weltmarktführer bei Robotern - einem der Wachstumsmärkte- die ganze Autoindustrie hängt davon ab) werden jetzt Arbeitsplätze abgebaut - die Chinesen - oh Wunder - produzieren in China - Lizenzzahlungen gibt es keine. Es sind aber nicht nur die Chinesen - nachdem der Plan - mit TTIP die deutsche Industrie zu kastrieren nicht geklappt hat - wird es auf anderem Weg realisiert. Bayer ist ein Beispiel: Generationen von fleißigen Chemikern, Ingenieuren und Arbeitern haben einen Weltkonzern aufgebaut - der jetzt durch den Kauf von Monsanto zerstört wird. Selbst an der Zerschlagung am Ende verdient Blackrock und andere. Wir haben keine Industriepolitik und keine Strategie - eher eine Politik die spontanen Interessen unterschiedlichster Lobbyisten nachgibt.
@Johann Dumont (04.04.19 um 10:05)
Warum nur hat sich Bayer die amerikanische Firma Monsanto an das
Bein gebunden? Was haben die sich dabei gedacht?
Hat Bayer aus freien Stücken so tief ins Klo gegriffen?
Seit Bayer Monsanto übernommen hat, geht die Zahl der Klagen
auf Schadenersatz, z.T. im zweistelligen Millionenbereich - vor allem von Amerikanern - in die Höhe.
Man darf gespannt sein, ob und wie Bayer das verkraftet.
Einer der Kläger hat jahrzehntelang an Hepatitis gelitten, was dazu
führen soll, eher an einem bestimmten Krebs zu erkranken.
Das könnte seine Erfolgsaussichten schmälern.
Zudem wird Bayer jede Möglichkeit der Revision nutzen.
Der Streit darüber, ob und wie schädlich Glyphosat tatsächlich
bzw. überhaupt ist, dauert mittlerweile schon sehr lange an.
Nicht nur Monsanto hat Glyphosat stets als unschädlich bezeichnet,
auch etliche unabhängige Institutionen tun dies.
Von ihnen wird aber auch z.B. der "Friseurberuf als wahrscheinlich
krebserregend", "Alkohol und Nikotin als mit Sicherheit krebs-
erregend" bezeichnet.
Wäre Glyphosat tatsächlich krebserregend, müsste dann nicht
die Hälfte der Landwirte in allen Ländern, in denen es zum Einsatz kommt, längst an Krebs erkrankt sein? Das ist aber nicht der Fall.

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Hoppla! 04.04.2019, 11:01
48. haha geht es noch eine Nummer größer

"entfaltet die unselige Entwicklung ihre ganze Wucht., Die Industriekonjunktur sei schon fast im freien Fall".
Da sieht man ja schon wieder die aus dem Fenster springenden Börsianer vor dem inneren Auge.
Im Artikel dann sehen beide "Experten" völlig unterschiedliche Haupt-Einflußfaktoren und als Ergebnis heißt es "Die Gefahr einer "ausgeprägten Rezession" halten die Konjunktur-Experten jedoch für gering".
Was ein ärmlicher Angstmacher und Panik-Artikel und dann auch noch als Wirtschaftsartikel getarnt.

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murmelbier 04.04.2019, 11:05
49.

Zitat von oidamo
Was für ein ausgemachter Unsinn. Jeder, der sich schon einmal 10 Minuten mit volkswirtschaftlichen Entwicklungen beschäftigt hat, weiß, dass es in JEDER Volkswirtschaft schon immer Perioden des Auf- und Abschwungs gab, sogenannte Schweinezyklen. Deutschland hat gerade die wohl längste Aufschwungphase der Nachkriegsgeschichte hinter sich. Dass es irgendwann mal wieder in die andere Richtung geht, ist doch klar. Erst recht bei der derzeitigen unsicheren weltweiten Lage.
Kleiner Hinweis: Der "Schweinezyklus" ist ein einfaches Modell aus der Mikroökonomie. Konjunkturverläufe von Volkswirtschaften werden in der Makroökonomie behandelt.

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