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Konjunktur: Schlechte Wirtschaftsdaten verstärken Sorge um Chinas Wachstum
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Chinas Währung wertet ab - und weltweit geraten die Märkte unter Druck. Neue Daten belegen, wie gravierend die Wirtschaft der Volksrepublik schwächelt.

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raschhelmut 12.08.2015, 17:08
40. Währungskriegs-Krise vermeidbar - Teil 2

Ff, s.o.
Bleibt also: Inflation vorantreiben. Damit würde indirekt eine Abwertung der eigenen Staats-Schulden erfolgen. Mit 10% Inflation p.a. hat der Staat "de facto" nach 10 Jahren keine Alt-Schulden mehr. Doch es sind schon viel zu viel Gelder, welche für die o.g. Zwecke, gedruckt wurden/werden, um jetzt noch zusätzliches Geld zu drucken, damit die Preise steigen. Weiteres Drucken würde vom Ausland als "offene Währungs-Kriegs-Erklärung" interpretiert werden.

Hinzu kommt, dass alle zusätzlich zur Verfügung gestellten Gelder von den Banken einzig und allein für deren Spekulation benützt werden - und würden. Das hat die Vergangenheit gezeigt. Die Haupt-"Inflation" die statt findet, findet man in den Börsenkursen (welche nicht unbedingt mit den realen Verhältnissen zu tun haben), Immobilienpreisen (Immobilienblasen), und sonstigen Spekulationsobjekten(-Blasen). Aber auch bei indirekten Staatlichen Gebühren, wie Strom, Gas, Bahn, usw. findet sich "Inflation" - weil hierüber der marode Staatshaushalt finanziert werden muss.
Der erste Teil dieses Absatzes führt zu Blasen, und alles zusammen führt zu Konsumeinschränkungen.

Große Einkommenserhöhungen - zwecks Wachstum durch Konsum - sind bei der derzeitigen Lage mit 1. leeren Staatskassen und 2. starkem Wettbewerbsdruck, welche schließlich zu den Währungskriegen geführt haben, kaum von staatlichen/privaten Arbeitgebern zu bezahlen.

Ein Teufelskreis? Mit dem Blick aus bisherigen Wirtschaftsmodellen ja. Hoffentlich keiner, der ein Ende, wie 1929 hat. Die Hoffnung ist das letzte, was verloren geht.

Und: Es gibt Hoffnung: Es ginge auch anders. Albert Bright ( www.universesolving.com ) hat ein faszinierend alternatives Wirtschaftsmodell entworfen. Eine Revolution, welche jedoch die aktuellen Besitzstände bewahrt. Besonders das letzte Buch, „AstronTimeOnomy Solutions“ sollte jeder involvierte gelesen haben – um neue Perspektiven im obigen Sachverhalt ersinnen zu können, um eine fatale Krise zu vermeiden und um die Wohlfahrt der Nationen auf eine bessere, solidere Basis zu stellen - und zu erhöhen.

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raschhelmut 12.08.2015, 17:10
41. Währungskrieg-Krise vermeidbar - Teil 1

Der Währungskrieg findet leider schon seit mehreren Jahren statt. Seit 2001 hat sich die "Geld"-Menge (auch die "virtuelle") in fast allen Staaten fast verzehnfacht. Dieses resultierte nur zum Teil zwecks Subventionierung des Exports - oder als Gegenreaktion auf anderseitige Abwertungen. Zum anderen Teil haben Regierungen Geld drucken müssen: zur Finanzierung ihres eigenen Haushalts und der hier seit J.M. Keynes ständig steigenden Schulden, sowie zur Rettung von Banken, Versicherungen, Staatsunternehmen, usw. Aber auch dieses "intern" bedingte Gelddrucken trägt natürlich zum Währungskrieg bei.

So lange kein Wachstum entsteht um die Schulden durch Steuereinnahmen bedienen zu können, werden die Staaten weiter Geld drucken "müssen", und die Zinsen auf niedrigem Niveau "belassen müssen" (weil nur so auch sie ihre Schulden bedienen können). Das heißt, die Staaten werden bereit sein, hohe Kursabschläge bei den staatlichen Emissions-Papieren hinzunehmen - welche vom Markt wegen zu geringen Zinsen verlangt werden. Dieses erfolgt zu Lasten immer höher werdender Schuldenberge in der Zukunft (weil bei der Rückzahlung natürlich auch die Abschläge zu 100% bedient werden müssen).

Doch woher soll Wachstum entstehen, wenn die Staaten primär und allein für ihre 1. Fehlspekulationen (Bad-Banks), 2. Schuldendienst, 3. Banken- (und Privat-Bad-Banks), 4. Versicherungen-, 5. Staatsfirmen-Rettungen, 6. usw. den gesamten Cash-Flow des Marktes aufgesogen haben - und dem produktiven, privaten Bereich kein Geld mehr zur Verfügung steht? Wenn wegen des staatlichen Schuldendienstes 80% der notwendigen Strassen- und Brücken-Bauarbeiten aufgeschoben werden muss, zeigt dieses zum einen, dass selbst beim Staat kein Geld übrig ist - außer für Schuldendienst. Zum anderen hat der Staat aber auch kein Geld mehr für seine Pflichten, wie Infrastruktur - und alle hier involvierten Privat-Firmen bekommen demnach auch keine Gelder mehr für Reparaturaufträge.
Ff, s.u.

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Sonia 12.08.2015, 17:39
42. Clevere Chinesen

Mit dieser gesteuerten Abwertung des Yuan werden chinesische Waren noch wettbewerbsfähiger werden u. der nächste Schritt im Währungskrieg ist eingeleitet.Wenn der IWF diese Referenzkurse sogar positiv bewertet, was dem Verfasser des Artikels offensichtlich (noch) nicht bekannt ist, zeigt das, die Chinesen sind ein cleveres Völkchen. China baut die eigene Währung als weltweite Alternative zum Dollar auf. dass die Chinesen es schaffen werden, in zwei bis drei Jahren einen sog. frei schwankendendes Wechselkurssystem zu haben und damit die weltweite Alternative zum Dollar zielgerichtet aufgebaut wird. Die Einzigen, die das derzeit ziemlich nervös macht, sind die Amis u. die haben allen Grund dazu. Nachdem die Russen vor 2 Jahren ihre Petersburger Rohstoffbörse vom Dollar abkoppelten, hatten sie die Ukraine-Revolution an der Backe; und wie es Gadaffi u. Hussein erging, die ihr Öl auch nicht mehr an den Dollar koppeln wollten, wissen wir. Es stecken immer wirtschaftliche u. geostrategische Interessen dahinter. Die Chinesen werden ihr Ziel erreichen, zumal im asiatischen Raum u. in den sog. BRICS-Staaten alle nur genau darauf warten, weg vom Dollar.

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rudi_ralala 12.08.2015, 17:59
43.

Zitat von muellerthomas
Die Gesamtschuldenquote Chinas liegt höher als die der USA und Deutschlands (Ende 2014 waren es 282% in China, 269% in den USA und 258% in Deutschland).
Ihre Infos sind ja immer besonders gut, deshalb kommen solche hervorragenden Zahlen raus.
Die USA hat einen Gesamtschuldenberg von 61,2 Trillionen (am) und ein GDP von 17,8 Trillionen (am).
Das macht ca. 350 % und nicht 269 %.

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muellerthomas 12.08.2015, 18:15
44.

Zitat von raschhelmut
Der Währungskrieg findet leider schon seit mehreren Jahren statt. Seit 2001 hat sich die "Geld"-Menge (auch die "virtuelle") in fast allen Staaten fast verzehnfacht. Dieses resultierte nur zum Teil zwecks Subventionierung des Exports - oder als Gegenreaktion auf anderseitige Abwertungen. Zum anderen Teil haben Regierungen Geld drucken müssen: zur Finanzierung ihres eigenen Haushalts und der hier seit J.M. Keynes ständig steigenden Schulden, sowie zur Rettung von Banken, Versicherungen, Staatsunternehmen, usw.
Das Geldmengenwachstum ist seit Herbst 2008, also seit Ausbruch der akuten Krise, historisch niedrig. Die Staatsschuldenquoten wiederum sind in den 1990er Jahren bis 2007, eben bis zum Ausbruch der Krise, in vielen Ländern gesunken. Und wo Sie derzeit eine Keynesianische Politik sehen, ist mir fast rätselhaft (fast, weil ich ahne, wie Sie darauf kommen). Die Staatsausgaben in Griechenland, Portugal, Spanien und Irland sind in den letzten Jahren gesunken und nicht gestiegen. Die Fiskalpolitik war also massiv restriktiv und das Gegenteil einer keynesianischen Politik. Das Ergebnis dieser Kürzungen waren dann ein sinkendes BIP, sinkende Steuereinanahmen, mehr Arbeitslose und am Ende mehr Schulden.

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muellerthomas 12.08.2015, 18:17
45.

Zitat von Sonia
Mit dieser gesteuerten Abwertung des Yuan werden chinesische Waren noch wettbewerbsfähiger werden u. der nächste Schritt im Währungskrieg ist eingeleitet.Wenn der IWF diese Referenzkurse sogar positiv bewertet, was dem Verfasser des Artikels offensichtlich (noch) nicht bekannt ist, zeigt das, die Chinesen sind ein cleveres Völkchen. China baut die eigene Währung als weltweite Alternative zum Dollar auf. dass die Chinesen es schaffen werden, in zwei bis drei Jahren einen sog. frei schwankendendes Wechselkurssystem zu haben und damit die weltweite Alternative zum Dollar zielgerichtet aufgebaut wird. Die Einzigen, die das derzeit ziemlich nervös macht, sind die Amis u. die haben allen Grund dazu. Nachdem die Russen vor 2 Jahren ihre Petersburger Rohstoffbörse vom Dollar abkoppelten, hatten sie die Ukraine-Revolution an der Backe; und wie es Gadaffi u. Hussein erging, die ihr Öl auch nicht mehr an den Dollar koppeln wollten, wissen wir. Es stecken immer wirtschaftliche u. geostrategische Interessen dahinter. Die Chinesen werden ihr Ziel erreichen, zumal im asiatischen Raum u. in den sog. BRICS-Staaten alle nur genau darauf warten, weg vom Dollar.
Weshalb sollten die USA nervös sein, wenn China - wie die USA lange fordern - seine Währung frei gibt?

Wenn die BRICS weg vom USD wollen, sollten die Währungen einfach frei konvertierbar sein. Es sind doch nicht die USA, die andere nötigen, in USD zu bezahlen, sondern die schlichte Notwendigkeit, wenn die Währung eben nicht frei konvertierbar ist.

Aber Hauptsache ein paar VT verbreiten....

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matijas 12.08.2015, 18:35
46. nicht vergleichbar

Zitat von egoneiermann
China braucht noch einige Jahre hohe Wachstumsraten bis der Wohlstand die breite Masse erreicht hat. Daher kann man die Daten nicht mit denen aus Deutschland vergleichen.
Weil in Deutschland längst der "Wohlstand die breite Masse erreicht hat"?

Wann war das, hab ich das verpasst?
Wieviele Vollzeit-Arbeitenden hierzulande haben Löhne, die bei weitem nicht für Wohlstand und noch nicht mal zur Altersvorsorge ausreichen?

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Beat Adler 12.08.2015, 18:39
47. US$ war, ist und bleibt die Leitwaehrung der Welt.

Zitat von Sonia
Mit dieser gesteuerten Abwertung des Yuan werden chinesische Waren noch wettbewerbsfähiger werden u. der nächste Schritt im Währungskrieg ist eingeleitet.Wenn der IWF diese Referenzkurse sogar positiv bewertet, was dem Verfasser des Artikels offensichtlich (noch) nicht bekannt ist, zeigt das, die Chinesen sind ein cleveres Völkchen. China baut die eigene Währung als weltweite Alternative zum Dollar auf. dass die Chinesen es schaffen werden, in zwei bis drei Jahren einen sog. frei schwankendendes Wechselkurssystem zu haben und damit die weltweite Alternative zum Dollar zielgerichtet aufgebaut wird. Die Einzigen, die das derzeit ziemlich nervös macht, sind die Amis u. die haben allen Grund dazu. Nachdem die Russen vor 2 Jahren ihre Petersburger Rohstoffbörse vom Dollar abkoppelten, hatten sie die Ukraine-Revolution an der Backe; und wie es Gadaffi u. Hussein erging, die ihr Öl auch nicht mehr an den Dollar koppeln wollten, wissen wir. Es stecken immer wirtschaftliche u. geostrategische Interessen dahinter. Die Chinesen werden ihr Ziel erreichen, zumal im asiatischen Raum u. in den sog. BRICS-Staaten alle nur genau darauf warten, weg vom Dollar.
US$ war, ist und bleibt die Leitwaehrung der Welt.

Warum haben Russland und China eine Vertrag ueber die Lieferung von Erdgas von 2018 bis 2048 in US $ geschlossen? Nicht in Rubel oder Renminbi/Yuan?

Warum sind die Einlagen in die BRICS Bank in US$? ebenso in die AIIB?

Warum?
mfG Beat

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rudi_ralala 12.08.2015, 18:40
48.

Zitat von muellerthomas
..Es sind doch nicht die USA, die andere nötigen, in USD zu bezahlen, sondern .....
Natürlich nicht.
In Betton Wood wurde der Petrodollar vereinbart auf "demokratischer" Weise.
Die Bezahlung von Enegieträgern mit Petrodollars ist auch heute noch usus und die USA verdienen prächtig daran. Wer andere Ideen zur Bezahlung hat, hat Schlechte Karten. Immerhin ist die USA die letzte verbleibene Supermacht. Ein wenig Geschichtskenntnisse würden ausreichen.

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carahyba 12.08.2015, 19:46
49. Das ist schon richtig ...

Zitat von muellerthomas
... Wenn die BRICS weg vom USD wollen, sollten die Währungen einfach frei konvertierbar sein. Es sind doch nicht die USA, die andere nötigen, in USD zu bezahlen, sondern die schlichte Notwendigkeit, wenn die Währung eben nicht frei konvertierbar ist. ...
Aber Sie wissen auch, dass die Währungen bei freier Konvertibilität sofort Ziel von massiven Währungsspekulationen aus Richtung Wall-Street und Londoner City wären. Die Wall-Street gemeinsam mit der Londoner City sind immer noch stärker als der gesamte Währungsmarkt der BRICS zusammen. Deshalb fallen z.B. in Bezug auf den Real ca. 12% an Tauschpauschalen und Gebühren an.
Und das ist richtig so, sonst wären die Währungsmanipulationen und ständigen Rein-Raus-Operationen tödlich für den Real. Das ist doch schon durchexerziert worden mit schlimmen Folgen. Das müssten Sie doch wissen.

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