Forum: Wirtschaft
Konjunktursorgen in Deutschland: Das Land mit der roten Laterne
Jan Woitas/ DPA

Deutschlands Volkswirtschaft wächst derzeit so langsam wie kaum eine andere in Europa. Hält der Trend an, werden wir zum nächsten Problemfall für den Euro.

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leo19 28.07.2019, 11:56
130. Das ewige Wachstum hat es wieder nicht geschafft.

Dabei sollte es doch die "Tutnix-und-Korrupt-Regierung an der Macht halten. Es sollte doch der Physikerin aufgefallen sein, dass es das "Perpetuum Mobile" nicht wirklich gibt. Und Erfolge der Bundeswehr mit den "Flintenweibern" auch nicht. Jetzt wollen sei sogar eine EU-Seestreitmacht ins Arabische Meer entsenden um die Interessen des abtrünnigen Brexitlandes zu stützen! Wie blöd ist das denn?? Und alles finanziert vom Deutschen Michel! Dem damit das Geld entzogen werden soll, das den Umbau der Wirtschaft finanzieren soll. Höchste Zeit, die Groko abzuwählen.

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Neapolitaner 28.07.2019, 11:58
131. Der widersprüchliche TargetII-Saldoerzi

Zitat von syracusa
Dieser Dummfug wird durch ständige Wiederholung nicht plötzlich wahr. Tatsache ist vielmehr, dass die Target-Salden KEINE Kredite sind, und KEIN Guthaben darstellen. Sie sind Salden. Diese braucht man in einem gemeinsamen Währungsraum nicht wirklich ( ........ ) Damit wird also nur ausgedrückt, wie die Lira zum Euro steht, falls Italien aus der Eurozone ausschert und zur Lira zurück kehrt.
Dass man Target-Salden "nicht wirklich braucht", war in der Euro-Zone tatsächlich so gesehen worden. "Eigentlich" hätte diese inzwischen fast 13-stelligen Salden nie entstehen dürfen. Taten sie aber! Wenn diese keine Bedeutung hätten (man braucht sie ja nicht) , dann hätten sie auch für ein "ausscherendes" Italien keine Bedeutung. Haben sie aber: Es sind Schulden der italienischen Zentralbank an das Euro-System. Es sind auch Salden zweifellos. Wenn Sie ihr Konto überziehen, haben sie einen negativen Saldo. Damit haben Sie bei ihrer Bank Schulden - es sei denn, ein anderes Konto würde das ausgleichen. Solch ein Konto hat die italienische Zentralbank aber nicht. Sagen wir es so: Einer von uns beiden versucht, den Leuten (oder auch sich selbst) etwas vorzumachen... Dennoch, jeder kann sehen, was Sache ist.

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klugscheißer_hoch3 28.07.2019, 11:58
132. Womit noch wachsen?

Zunächst: ich habe nie ganz verstanden, wie unendliches Wachstum mit endlichen Ressourcen funktionieren soll - außer auf dem Papier. Da sieht das immer schick aus.

Ich arbeite als Dienstleister für die Elektronikindustrie - da haben mich der Donald und der Diesel tatsächlich kalt erwischt. Zart untermalt von den planlosen Briten. Bei all den Unsicherheiten lande ich als erstes auf der Reservebank - danke dafür, all ihr Vollidioten, die uns alle aus eigener Gier oder Machtgeilheit locker über die Klinge gehen lassen.

Zudem können meine Kunden gar nicht mehr wachsen, weil sie alle händeringend nach mehr Mitarbeitern suchen, es jedoch (trotz 2 Mio. arbeitsloser) niemanden gibt, den man einstellen könnte.
Mit wem soll Deutschland noch wachsen, wenn niemand mehr da ist, der dafür arbeiten möchte?

Wer zu dieser Zeit noch arbeitslos ist, aber eigentlich verfügbar für den Arbeitsmarkt, hat entweder keine Lust zu arbeiten oder ist unbrauchbar.

Ohne Personal kannste nicht wachsen.
Und mit Deppen wie Trump, Johnson und hochintelligenten Diesel-Ingenieuren sowie immer erdrückenderen Steuern ist dann halt irgendwann mal schluss.
Zusätzlich - spüre ich als Selbstständiger gerade - dreht das Finanzamt gerade durch - vermutlich aus Angst vor geringeren Einnahmen, nehme ich an - und bombardiert einen auch noch mit unverhältnismäßig hohen Strafzahlungen, wenn man mal nicht gleich alles absolut termingerecht schafft, fehlerhaften Berechnungen und schier erschlagender Bürokratie.

Wer hat da überhaupt noch Bock "zu wachsen". Wofür? Für wen?

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haarer.15 28.07.2019, 11:59
133. Am Ende eines Aufschwungs

Es ist normal, dass Volkswirtschaften nicht permanent auf Wachstumskurs sein können. Der Abschwung, der sich ankündigt hat viele Ursachen. Deutschland hat sich zuviel auf dem Status Quo ausgeruht und viel zuwenig in die Zukunft investiert. Zuviel verpennt in den letzten 10 Jahren. Dazu noch die wirklich ungünstige Demographie. D ist das Land, das am meisten vom Export abhängig ist. Die Schieflage innerhalb der EU ist gewaltig. Auch darin liegt eine der Ursachen der Krise in vielen Euroländern. Und jetzt noch diese Niedrigzinspolitik. Kann es denn noch weiter nach unten gehen ? Ich denke, das Instrumentarium der EZB greift auch nicht mehr. Wo bleibt denn politisch die Einsicht, dass wir endlich umsteuern müssen ?

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postmaterialist2011 28.07.2019, 12:00
134. Wieso ?

Zitat von www-professor
Bislang war mein Eindruck eher der, dass die Bayrische Staatsregierung (CSU!) keine Stromtrassen will. Dann habe ich mich aber geirrt. Danke für Ihre Aufklärung. Wird Bayern dann mit Söder größere Wege für den Stromtransport öffnen?
Wird denn Bayern nicht seit Jahrzehnten von den Grünen regiert ? Komisch in Ländern in denen die Grünen an der Regierung beteiligt sind, sehe ich viel mehr Windräder als im ultrakonservativen Bayern, das wird extrem sichtbar an der A7 wo in Baden-Württemberg jede Menge Windräder zu sehen sind, sobald man nach Bayern kommt kein Einziges.

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curiosus_ 28.07.2019, 12:00
135. Ein Ende des Wachstums..

Zitat von shivas88
Unbegrenztes dauerhaftes Wachstum für alle ist halt auf Dauer nicht möglich. Wie denn auch, wenn Ressourcen begrenzt sind? Es ist der Grundfehler unseres Systems von permanenten Wachstum abhängig sein. Warum kann es kein stabilen Kreislaufzustand geben?
..ist der Tod. Das macht uns die Evolution vor, ohne qualitatives Wachstum würde sie zum Stillstand kommen.

Das ist der Fehler den viele machen: Sie kennen nur quantitatives Wachstum. Das ist aber immer nur von relativ kurzer Dauer da es irgendwann an seine (natürlichen) Grenzen stößt.

Das eigentlich entscheidende ist das qualitative Wachstum. Das läuft in der Evolution schon seit Jahrmilliarden erfolgreich. Und dort sind, auch auf dem Feld des wirtschaftlichen Wachstums, die Grenzen noch weit, weit hinter dem Horizont.

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mimak 28.07.2019, 12:01
136. Wer immer noch glaubt

dass stetiges Wachstum in einem endlichen Raum gut ist, hat den Knall noch nicht gehört.
Es kann nicht ständiges Wachstum geben.
Und wenn etwas hier in diesem Lande was "wachsen" soll, dann sind es Sozialegerechtigkeit, Abbau von Industriesubventionen und Steuergeschenke an Firmen, Multimilonäre etc. und der Ausbau von Bildung.

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HanzWachner 28.07.2019, 12:02
137. Es nervt nur noch...

...wie diese (echten?) Experten auf allen Kanälen und in allen Gazetten ihre Besorgnis kundtun, dass Deutschland demnächst in einer Flut von Arbeitslosigkeit und einer gigantischen Konjunkturflaute untergetaucht wird. Bisher war man nur von positiven Meldungen überschüttet worden, von stetigem Exportwachstum, beinahe Vollbeschäftigung etc., nun also die schnelle Wende zur Katastrophe hin. Ich verstehe die Menschen, die den ganzen Mist nicht mehr hören oder lesen wollen.

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haarer.15 28.07.2019, 12:02
138.

Zitat von syracusa
Wenn sich die Lebensverhältnisse in der EU angleichen sollen, dann muss zwingend logisch die Wirtschaft im stärksten Staat langsamer wachsen als in den schwächeren Staaten. Und wir müssen einsehen, dass der in Deutschland erreichte Wohlstand bereits weit mehr Ressourcen verbraucht, als uns anteilig zustehen. Gewöhnt Euch dran, dass unser Wohlstand nicht mehr wächst.
Klar - dem wird so sein. Aber die Feigheit und Ignoranz der (etablierten) Politik, den Bürgern gewisse Wahrheiten ungeschönt zu vermitteln, ist das eigentliche Problem. Ja lieber weiter-so, das macht es am Ende noch schlimmer.

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AlBundee 28.07.2019, 12:03
139.

Als diese Woche nach den Messungen der Rekordtemperaturen in der Tagesschau mitgeteilt wurde, dass manche Geschäfte und Menschen mit einem 'mediterranen' Verhalten damit umzugehen versuchen, musste ich schmunzeln. Vielleicht stellt sich am Ende heraus, dass sich Deutsche und Menschen aus der Pauschalkategorie 'Südländer' in Genetik, Verhalten und Bedürfnissen ähnlicher sind, als manches wertschöpfende Wunderwesen hierzulande annahm. An die Jahre, in denen andere EU-Länder über Defizitverstösse Deutschlands hinwegsahen erinnert sich kaum noch einer. Vielleicht führt am Ende auch die Erhöhung der ökonomischen Temperatur wenigstens zu etwas mehr Annäherung und Kooperation auf Europäischer Ebene, wo die Leitlinie der dt. Politik seither war 'uns geht's doch gut, es wird nichts verändert' und zu mehr als einem Jahrzehnt der Blockade geführt hat.

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