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Konsortium A1 Mobil: Das lange Siechtum der privaten Autobahn
DPA

Einem der größten privaten Autobahnprojekte droht die Pleite. Doch die Finanzprobleme des Konsortiums A1 Mobil sind nach SPIEGEL-Informationen schon länger bekannt. Verkehrsminister Dobrindt schwieg.

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jaspertk 26.08.2017, 11:24
10. Privatinitative...

wäre eigentlich zu begrüßen, WENN diese nicht meist in die Hose gehen. Profit-orientiertes Handeln (s.u. die Vorbereitungen eines Herrn Mäh-dorn bei der DB - die heute noch leidet) passt nicht in öffentliche Infrastrukturen.
Das muss unter staatlicher Lenkung sein. Allerdings auch hier (s. Rastatt-Debakel) sollte man dies ziel-orientiert und nicht nach optimierter Wählerklientel (CSU) machen. Aber man muss in diesem Falle auch anmerken, dass die Vergabe und Vorbereitung unter SPD Regierung lief.

Wie heißt es: Nobody is perfect!

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freigeistiger 26.08.2017, 11:24
11. Nachfrage

Was sagen die Experten und Vertreter vom Neoliberalismus von FDP mit Herrn Lindner und die Grünen mit Herrn Özdemir als die Wirtschaftskompetenten (eigene Aussagen) dazu? __ Um Kosten zu sparen wurde beim Bau auf Sicherheitsmaßnahmen verzichtet. Mit dadurch vermehrten Unfällen mit Toten und Verletzten. Diese Kosten zahlen die Angehörigen und Familien, ein Leben lang. Diese werden bei den Finanzinvestoren nicht bilanziert.

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marcaurel1957 26.08.2017, 11:25
12.

Mit ist nicht klar, wo hier eigentlich ein Problem ist, jemand hat sein Geld in eine Autobahn investierte und ist nun pleite.

Na und? Verschwindet deshalb die Autobahn?

Ich nehme an, dass deutsche Insolvenzrecht bietet alle Möglidchkeiten, dass Verfahren geräuschlos über die Bühne zu bringen.

In jeden Fall hat dies nichts mit der Frage zu tun, ob Autobahnen nun privat oder öffentlich finanziert werden sollten.

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ihawk 26.08.2017, 11:28
13. A1 Mobil GmbH & Co KG

Mit einer GmbH & Co KG macht man keine Geschäfte, wenn diese ein Finanzrisiko darstellen. Nicht böse sein, aber das weiß nun jeder BWL Student im ersten Semester.
Wenn dies doch geschieht, ist fast immer Korruption im Spiel - interessantes Thema im Wahljahr ... ist das der Grund weshalb Finanzminister und Oberlehrer Schäuble seit Monaten in Deckung gegangen ist?
Auf Grund welcher Rechtslage bzw. Geheimverträge ist eigentlich das Geschäftsrisiko einklagbar?

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johann.schmieder 26.08.2017, 11:31
14. Bitte um Erklärung?

Privaten Investoren haben 73 Kilometer Autobahn erneuert und von 4 auf 6 Spuren ausgebaut, die jetzt dem Staat gehören. Geht das Konsortium pleite gehören sie ihm immer noch, nur muß er sie dann selbst betreiben, was er auch bei öffentlicher Finanzierung müsste und die Banken müssen ihre Kredite abschreiben. Verliere sind demnach in erster Linie die privaten Investoren und die Banken, nicht die öffentliche Hand. Ursache dafür ist, dass die öffentliche Hand ein kaum zu kalkulierendes Risiko, nämlich die Entwicklung des Verkehrsaufkommens, auf die privaten Investoren und damit auch auf die Banken übergewälzt hat und die sich darauf eingelassen haben. Die öffentliche Hand hat daher die privaten Investoren über den Tisch gezogen, nicht umgekehrt. Wieso ist dann PPP Teufelszeug für die öffentliche Hand? Bitte um Erklärung.

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RRR79 26.08.2017, 11:31
15. Typisch für alle Privatisierungen....

Autobahnen und Infrastruktur, langweilig für die Politik. Da wird ganz schnell Staatseigentum das heißt der Besitz der deutschen Staatsbürger an Privatiers verscherbelt, zu Unrecht behauptet, die Privaten würde das viel besser machen (... viel billiger, allerdings auch qualitativ unter aller Kanone, billig kauft zweimal...) und das Ganze als großer Erfolg präsentiert. Zu lange wird man als Bürger über diesen Betrug dann getäuscht - die Privaten sparen an allen Ecken und Enden, bekanntlich plündert der Erste das offensichtliche, dann wird es weiterverscherbelt, der letzte der Privaten fängt, weiß ja auch jeder, dann zu klagen an und am Ende muss der Staatsbürger das doppelte, dreifach oder vierfache zahlen. Auch nicht sehr viel anders, als wenn man das selbst (=staatlich) macht, nur da gehört das zum Schluß tatsächlich dem der es auch finanziert hat. Hier finanziert man als Staatsbürger dann Managergehälter, Dividenden und durch den Profitdruck subventioniert man Niedriglöhne. Das ist so gewünscht?

So ist man in der Hand einiger Privatunternehmen, die ja genau wissen, das es ihnen Sie gar nicht geht. Bei Konsumgütern lass ich mir das eingehen, da gibt es trotz Kartellen einen halbwegs funktionierenden Wettbewerb. Bei Strassen, Wasserversorgung und anderen Dingen, die man nicht so einfach "vergleichen" kann und dann den Besten oder billigsten auswählt geht das nicht.

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lsdeep2000@aol.com 26.08.2017, 11:37
16. und nun?

sollen wahrscheinlich wieder steuerglder verblasen werden! das ist doch wohl ganz einfach (theoretisch... in den vertraegen wirden sich die bundesversager wohl wieder abzocken lassen haben LOL).
wie jedes privatunternehmen, in der normalen, nicht bundesverflochtenen vetternwirtschaft, startet man mit einer idee/ einem plan gewinn zu machen. das klappt manchmal, oder auch nicht. in letzterem falle macht der laden zu (ums mal simpel zu machen). das ist dann leider in die hose gegangen und die erhofften geschaefte haben sich nicht umsetzen lassen.
und damit ist das thema doch wohl auch gegessen, oder?
A1 Mobil hat sich ein geschaeft erhofft und einen entsprechenden vertrag abgeschlossen. dabei haben sie sich verzockt (ich bleibe hier mal salopp). das kann viele gruende haben, die alle nicht interessieren!
nun ist der laden pleite... und das wars. tschuess, danke fuer euer investment am anfang, aber ihr habt's verbockt.
das geht jeder anderen firma auch so (siehe nokia, chrysler, wer auch immer). also insolvenz, totalabschreibung fuer die zocker involviert.
die haetten auch nicht gesagt: wir machen ja zu viel geld! wenn alles supergut gelaufen waere. rest kann der bund dann fuer ein oder zwei euro kaufen. und selbst weiter rennen, evtl ehemalige partner von a1 mobil auf betrug verklagen, weil sie bewusst runtergerechnet haben um den vertrag zu bekommen.
mix klage gegen bund, der doofe michel wirds schon wieder reinschaffen mit seinen steuern... spekuliert, verloren, schade!

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Hank-the-Voice 26.08.2017, 11:38
17. bislang brachten Privatisierungen keine Vorteile für die Bürger

nichts wurde besser, weder die Telekommunikation (kein Breitband auf dem Land), Stromversorgung (sehr teuer in Deutschland), Rente (dank Riester & Co. droht ab 2030 Altersarmut für Millionen), Krankehäuser (reinraus so schnell es geht / Keimprobleme), Bundesbahn (muss vom Staat gepäppelt werden / unzuverlässige Technik) etc etc.... sobald ein privatisierter Zweig in Schieflage gerät, muss eh der Steuerzahler einspringen (Banken, Stromkonzerne, Air-Berlin und nun die Autobahnen)

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kfvk 26.08.2017, 11:38
18. No risk, no fun

Wären plötzlich die Mauteinnahmen deutlich über das prognostiziert Maß hinaus angestiegen, hätten die heutigen Kläger sicher, edel wie sie nun einmal sind, einen Teil davon, wenn nicht alles, an den Finanzminister geschickt. Nun ist das Leben aber oft ungerecht und es ist anders gekommen und im zuständigen Ministerium sitzen keine Menschenfreunde, sondern humorlose Bürokraten und da muss man dann eben klagen. Blöd, wenn man schlechte Verträge macht.
Leider ist, nach allem was man so liest, der Fall meist umgekehrt -- der private Teil zieht den öffentlichen ganz gehörig über den Tisch und wartet, dank gut bezahlter Anwälte, eine Klage seines öffentlichen Partners, meist zurecht, gelassen ab.
Der Staat sollte, auch wenn er hier einmal am besseren Ende sitzt, den Unsinn mit den ÖPP Projekten einfach lassen. Meist verliert er dabei, denn sein privater Partner will möglichst viel verdienen. Wie der Staat bei Vorzugszinsen für eigene Kredite und ohne Gewinnabsicht glauben kann, dass ein privates Unternehmen bei Finanzierung zu höheren Kosten und bei ordentlichen Gewinnen es schafft etwas für den Staat günstiger liefern zu können, ist mir ein Rätsel oder Behörden und Ämter sind doch so unfähig wie oft behauptet.

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vliege 26.08.2017, 11:40
19. Der schlanke Staat?

Das soll er also sein, der schlanke Staat. Privatisierung öffentlicher Infrastruktur zum Wohle einiger weniger. Der Staat mit seinen Rekorden an Steuereinnahmen entzieht sich immer weiter aus seinen gesellschaftlichen Pflichten und verscheuert Staatseigentum. Die SPD sollte sich mit ihrer gespielten Empörung zurück halten. Haben sie doch ihr ok zur Grundgesetzänderung gegeben. Mit der wahrscheinlich nächsten Regierung aus Schwarz/ Gelb wird dem Ausverkauf dann weiter Tür und Tor geöffnet. Sara Wagenknecht hat zu diesem Thema eine aufschlussreiche Rede im Bundestag gehalten. Eine satirische Erklärung gab es in der Sendung Neues aus der Anstalt. Ich kann nur jeden empfehlen sich diese beiden Beiträge anzuschauen inwieweit die Bevölkerung belogen und schließlich auch betrogen wird.

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