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Konsum: Deutsche bezahlen erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld
DPA

Für manchen stellt sie das ultimative Werkzeug dar, um Konsumenten zu kontrollieren - doch die meisten Deutschen sehen das offenbar nicht so eng: Die Karte hat dem Bargeld den Rang abgelaufen.

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carranza 07.05.2019, 11:51
120. Kartenzahlung kostet Gebühr und führt zu Rücklastschriften

Zitat von Der_Scheich
„Gerade bei kleinen Summen sind Scheine und Münzen laut EHI nach wie vor als Zahlungsmittel erste Wahl.“ Es ist vor allem oftmals die EINZIGE Wahl da leider noch zu viele Geschäfte keine bargeldlose Zahlungsform bei Kleinsummen akzeptieren. Viele Bargeld-ist-Freiheit-Mimimiler mögen dies begrüßen, ich meide diese Läden so gut es geht.
Bei EC-Kartenzahlung per Unterschrift besteht für den Unternehmer das Risiko der Rücklastschrift, wenn das Kundenkonto nicht ausreichend gedeckt ist. Kartenzahlung mit PIN ist zwar insofern gesichert, dass der Zahlvorgang bei nicht ausreichender Deckung sofort abgebrochen wird, kostet noch mehr Gebühr. Bei Kreditkartenzahlungen kostet es zudem noch mehr.
Deshalb wird Kartenzahlung gerne vermieden.

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marcaurel1957 07.05.2019, 11:53
121.

Zitat von 1948-2008
Jede Woche wieder ein Artikel, der uns die ach so tollen Vorzüge des bargeldlosen Bezahlens vermitteln soll, und wir dummen Deutschen kapieren es einfach nicht. Ach herrje! Und wenn die Medien es täglich bringen: Ich werde niemals bargeldlos zahlen, wenn ich die Möglichkeit habe, mit Bargeld zu zahlen. Ich ärgere mich jeden Tag über all die Leute, die meinen, cool oder modern zu sein, wenn sie an der Kasse den unvermeidlichen Halbsatz von sich geben: "Mit Karte!" Und dann geht für alle anderen die Warterei los, bis beim zweiten Versuch endlich die PIN korrekt eingegeben wurde oder der Thermodrucker die ewig lange Quittung für die Unterschrift ausgedruckt hat und der Kunde seinen Servus draufgekritzelt hat. Einfach nervtötend und zeitraubend für die anderen Kunden, die in der Schlange warten. Ich frage mich auch, wie das in 10, 20 Jahren werden soll, wenn lauter alte und demente Menschen mit Karte zahlen sollen ... die vergessen doch ihre PIN! Mit Bargeld kann notfalls auch der Kassierer aushelfen, indem er den Geldbeutel einer alten Dame selbst in die Hand nimmt und die entsprechenden Münzen und Scheine heraussucht, wenn die alte Dame dazu zu zittrige Finger hat. Mit der PIN klappt das nicht! Wehret den Anfängen, heisst es doch immer. Ich bleibe daher und aus allen anderen bekannten Gründen beim Bargeld.
Ok, das ist Ihre Entscheidung...haben sie auch noch ein Telefon mit Wählscheibe und einen Röhrenfernseher?

Spaß bei Seite, ich habe meine PIN noch nie 2 mal eingeben müssen, weil ich durchaus in der Lage bin 4 Ziffern zu behalten.

Grundsätzlich geht das bargeldlose Zahlen erheblich schneller und billiger ist es aus der Gesamtsicht ebenfalls.

Demente Menschen sollte weder mit Bargeld noch mit Kreditkarten allein losgelassen werden

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Alias FN 07.05.2019, 11:54
122. Denkt an Ärmere

Wer keine Kreditkarte oder Handy hat wird immer weiter abgehängt von der Gesellschaft.
Zahlt daher viel in bar! - um gesellschaftliche Ungleichheit nicht größer werden zu lassen.

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weltverkehrt 07.05.2019, 11:56
123.

Zitat von MatthiasPetersbach
...das eine ist eben für DAS gut, das Andere für was anderes. Ich erwarte kein Zahlterminal am Bierstand auf dem Dorffest noch auf dem Flohmarkt noch an der Parkuhr. In Zeiten, in denen wir -angeblich- Energie- und Ressourcen sparen müssen, ist es völliger Blödsinn, jede Milchkanne mit dem Internet verbinden zu müssen und ne einfache, durchorganisierte Handlung durch was technisch anspruchsvolleres und umweltfeindlicheres zu ersetzen. UND teuer. Bargeldloser Zahlungsverkehr erhöht auch nur die Anzahl derer, die völlig LEISTUNGSLOS dran mitverdienen. Welchen Anteil haben denn irgendwelche Banken, irgendwelche Kartenbetreiber und irgendwelche Terminalfritzen an dem Bier, das mir jemand gebraut hat und an der Tatsache, daß sich da ne Servicekraft die Füße platttritt, damit ich es kaufen kann? Garkeinen. Man muß schauen, wo das Geld bleibt - und zwar DA, wo die Leistung erbracht wird. Schmarotzer haben wir übergenug.
Sie haben so etwas von recht.

Kleine Anekdote: In einem Urlaub hatte ein Restaurantbesitzer eine so kriminelle wie auch pfiffige Idee. Sein Restaurant war so ziemlich in der Pampa und das einzige, wo aber viele Touristen vorbei kamen. Drinnen kosteten die Getränke mehr als doppelt so viel, wie im Land üblich. Vor dem Restaurant hat er (das bestritt er natürlich) allerdings einen Getränke-Automaten aufgestellt, mit dem üblichen Preis. Allerdings: Einen Automaten ohne Strom, was man regelmäßig erst nach dem Geldeinwurf sah. Der Besitzer hat die Leute gleich doppelt abgezockt.

Ich will sagen: Ich dachte seitdem ja immer, die einfachste Art reich zu werden ist, einen Automaten aufzustellen. Am besten noch einen Geldautomaten.

Heute weiß ich: Die einfachste Art für die Banken reich zu werden, sich das Bezahlen bezahlen zu lassen. Und auch hier wird doppelt abgezockt. Denn nur die eine Hälfte der Kosten steht nachher auf dem Kontoauszug. Die andere Hälfte, die die Bank einstreicht, hat der Verkäufer eingepreist.

Leichter kann man gar nicht reich werden.

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MatthiasPetersbach 07.05.2019, 12:01
124.

Zitat von cabeza_cuadrada
Welche Anfänge denn? Wie lange haben sie geschlafen? Ihre Wahrnehmung täuscht sie offensichtlich. Barzahler brauchen zu 99% länger bei dem Bezahlvorgang. .....
Das ist völliger Nonsens. Da täuscht wohl IHRE Wahrnehmung. Da kann ich auch behaupten, Nachts scheint die Sonne.

Mal abgesehen davon, daß die Zeit an der Kasse bzw. die paar Sekunden für den tatsächlichen Bezahlvorgang so ziemlich vernachlässigbar sind, weil alles andere (raussuchen, einladen, aufs band laden, wieder einladen, rausladen) um den Faktor 50 000 länger dauert:

Jeder, der mit Karte im Supermarkt zahlt, hält eher auf. Wie der Rentner, der sein Bargeld abzählt (was im übrigen sein gutes Recht ist).

Es mag olympiareife Leistungen wie Ihre geben und es mag diese Pinlose Zahlungsoption unter X Euro geben - aber der normale Vorgang ist eben Karte rauskramen, reinschieben, PIN eingeben, Bon ausdrucken lassen, unterschreiben usw usw usw....

In der Zeit hab ich 3mal nen 50er hingelegt und das Rausgeld kassiert.

Ob die Leute jetzt an der Kasse spät merken, daß sie den Geldbeutel brauchen oder ob sie spät merken daß - und welche - Karte sie brauchen - DAS gibt sich ja wohl nichts.

Und die Leute, die mit Händi zahlen, die haben es meist schon in der Hand - allerdings um die letzten Nachrichten zu lesen. Das "Stocken" verhindert das nicht.

Man kann gegen und für vieles sein - aber dann doch bitte nicht mit Argumenten, die einfach falsch sind.

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weltverkehrt 07.05.2019, 12:01
125.

Zitat von cabeza_cuadrada
sind sie definitiv. Sie sollten sich über Alternativen informieren. Ich habe bei meiner Bank noch nicht einen Cent Gebühren bezahlt. Weder bei weltweitem Einkauf noch weltweitem Abheben am Automaten. Und EC und Visa Karte kosten auch nichts.
Automat kostet auch nichts. Aber eben die Zahlung z.B. im Supermarkt oder Tankstelle. Und ich wette, das ist bei Ihnen auch der Fall. Schauen Sie noch mal nach.

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wombie 07.05.2019, 12:02
126.

Zitat von cabeza_cuadrada
Es hat auch etwas mit Bequemlichkeit zu tun sich neuen Technologien zu verweigern. War es erst der Sachbearbeiter der "auf meinen Schreibtisch" kommt kein so ein Computer Dingens, so sind es jetzt die Bargeldbefürworter die Angst haben beklaut und ausspioniert zu werden. Die Deutschen sind schon ein eigenes Völkchen.
Die Weigerung effizientere Arbeitswerkzeuge zu nutzen -Computer vs. Schreibmaschine- lässt sich doch nicht mit der Art zu zahlen gleichsetzen. Es ist lediglich eine andere Art zu zahlen, nicht mehr und nicht weniger.
Sie unterstellen damit Bargeldzahlern eine grundsätzliche Fortschrittsverweigerung. Die Art zu zahlen lässt sich doch nicht auf den technischen Fortschritt eines Landes schließen. Damit wären die hier häufiger als Beispiel für bargeldloses Zahlen aufgeführten Schwellen- und Entwicklungsländer ja wirtschaftlich erfolgreicher.
Wobei Digitalisierung in Kommunikation und Entwicklung natürlich einen echten Mehrwert bringen und Deutschland im Bereich der Kommunikation einen starken Nachholbedarf hat.

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!!!Fovea!!! 07.05.2019, 12:02
127.

Zitat von NixAlsVerdruss
Es geht einfach schneller und hat den Vorteil, dass ich nachvollziehen kann, was ich gekauft habe.
Und warum kann man beim Bargeldkauf nicht nachvollziehen, was gekauft wurde?

Wenn ich 100.-€ im Portmonnaie habe und 90.-€ ausgebe, weiß ich, ohne auf dem Smartphone nachzuschauen oder online die Kreditkartenrechnung hereinzuschauen bzw. bis zur Info, dass meine Rechnung online ist, dass ich noch 10.-€ Restgeld habe und wenn ich den Einkaufszettel aufhebe, dann kann ich auf verifizieren, was ich für 90.-€ gekauft habe....

Ihre Begründung ist dahingehend eher, sagen wir mal, intellektuell im dunklen Bereich.

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wombie 07.05.2019, 12:07
128.

Zitat von cabeza_cuadrada
Welche Anfänge denn? Wie lange haben sie geschlafen? Ihre Wahrnehmung täuscht sie offensichtlich. Barzahler brauchen zu 99% länger bei dem Bezahlvorgang. Mal ganz abgesehen der " ich glaub ich habs passend, ach doch nicht" Fraktion. Wenn ich mit meinem Smartphone bezahle brauche ich nicht mal eine Pin eingeben. Ich sage nur dass ich mit Karte zahlen will, halte mein Smartphone an das Lesegerät und der Bon wird ausgedruckt, fertig. Das ist nun mal die Zukunft, auch wenn es in Deutschland üblicherweise immer etwas länger dauert bis wir neue Technologien annehmen.
Die Dauer des Bezahlvorgangs ist ähnlich.

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/was-ist-schneller-bargeld-oder-kartenzahlung-14546519-p2.html

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carranza 07.05.2019, 12:12
129. Bargeld lacht

Zitat von jws1
Wenn das Geld zugeteilt wird, z.B. 50 Euro pro Tag wie damals in Griechenland, wird das ganze Ausmaß der Kontrolle sichtbar werden. Ich habe noch mein Gehalt in der Lohntüte bekommen und das war gut so. Man brauchte keine Bank und es gab damals keinen Bankencrash und keine Bankenrettung.
Meine Mutter, von Beruf Bankkauffrau, berichtete mir in meiner Kindheit aus Zeiten vor meiner Zeit von kostenlosen Girokonten, die es damals, als das noch neu war, überall angeboten wurden. Kaum hatten alle eins, weil das ja für die Arbeitgeber so bequem war, wurde der Sack zu gemacht und jede Bank drehte an der Gebührenschraube. Genau das selbe erwarte ich bei den derzeit oft noch kostenlosen Onlinekonten der Internetbanken. Bei Bargeldauszahlungen am Automaten fängt es teilweise schon an.

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