Forum: Wirtschaft
Konsum: Deutsche bezahlen erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld
DPA

Für manchen stellt sie das ultimative Werkzeug dar, um Konsumenten zu kontrollieren - doch die meisten Deutschen sehen das offenbar nicht so eng: Die Karte hat dem Bargeld den Rang abgelaufen.

Seite 17 von 21
jutta_weise 07.05.2019, 13:42
160.

Zitat von RedOrc
Weil so langsam die Tiefkühlkost antaut während Oma die Cents zusammenkratzt und noch der Verkäuferin ein kleines Schwätzchen hält ("Früher war ich ja auch Angestellte und bla bla bla...") während die Schlange sich schon bis zur Frischetheke zieht?
Ihre Zeilen beißen sich mit dem Artikel im SPIEGEL von letzter Woche über eine über 70 jährige Kassiererin in einem Supermarkt. Da kommen die Kunden von weiter her und an ihrer Kasse steht immer die längste Schlange und das, weil sie alle kennt und alle gern ein Schwätzchen mit ihr halten! So wie Sie denken, so sieht auch unsere Gesellschaft aus. Keine Zeit, Omas sind sowas von out etc pp.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
weltverkehrt 07.05.2019, 13:48
161.

Zitat von RedOrc
Das ist aber dann ein sehr merkwürdiges Konto, wobei der Name "klassisch" evtl schon darauf hindeutet: Lassen mich raten, kein Onlinebanking und die Kontoauszüge muss man sich auch noch am Drucker holen oder - kostenpflichtig - zuschicken lassen? Bei meinem Konto mit Onlinebanking bei der Sparkasse gibt es 0 Cent Gebbühren bei der Zahlung mit Karten (Ausnahme: Non-Euro-Ausland)
Hallo noch einmal. Zunächst haben Sie falsch geraten, was den Umfang der Leistungen betrifft. Ich habe jetzt auch mal telefoniert und genau nachgefragt. Ein derartiges Konto, wie Sie haben gibt es dort auch. Dort ist der Umfang allerdings objektiv betrachtet kleiner, sofern man überhaupt noch andere Leistungen der Bank (z.B. am Schalter, Beratung) in Anspruch nimmt. (Natürlich kann man jetzt darüber streiten oder meinen, ob man da vielleicht verzichten kann.) Hier: Man muss alles online machen (was man sonst "kann"), dafür entfällt tatsächlich auch bei dieser Bank die Kartenzahlungsgebühr. Das heißt aber auch, dass jede Beratung und jeder Anruf in Rechnung gestellt wird (vermutlich üblicherweise gleich über die Telefongebühr - nehme ich an).

Es gibt also auch hier die Möglichkeit, womit Sie eindeutig recht haben und ich unrecht hatte.

Aber: Sie müssen eben auch alles online machen und ohne Beratung, sonst wird es richtig teuer. Für mich wäre das kein Problem und würde evtl. Sinn machen, müsste ich nachrechnen. Für viele ältere Menschen könnte es aber schon schwierig sein, insbesondere wenn man schon etwas tüddelig wird. Und dann wird es richtig teuer, wenn man ein online-Konto hat, aber Beratung braucht, oder keines hat, aber bargeldlos bezahlt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GyrosPita 07.05.2019, 13:48
162.

Zitat von wolly21
wechseln sie die Bank nicht, wenn sie z.B. bei der einen Hypothekenkredit für Ihr Eigenheim zu laufen haben. Was glauben Sie, hat den Satz (ich glaube er ist von Bert Brecht) hervorgebracht: "Was ist scvhon ein Bankeinbruch gegen die Gründung einer Bank."
Was für ein Unsinn. Ich habe ein Baudarlehen bei der X-Bank, für das die Raten bei der Y-Bank abgebucht werden. War von Anfang an so, ohne das irgendwer bei der X-Bank daran was auszusetzen gehabt hätte. Das soll mal einer versuchen mich am Kontowechsel zu hindern, das wird lustig.

Aber gut, was weiß ich schon, der Weltökonom Brecht hatte schon den Durchblick...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jutta_weise 07.05.2019, 13:51
163.

Zitat von jujo
Das ist wohl jeder persönlich gefragt. Ich hatte noch nie einen Überziehungskredit, stets abgelehnt, hatte noch nie eine rote Zahl als Saldo. Zahle fast nur noch mit Karte, kaufe schon immer nur das was ich brauche. Für mich macht es keinen Unterschied cash oder Karte. Karte ist bequemer
Dann sind Sie eine große Ausnahme! Schauen sie offenen Auges mal an einem Samstag in die Einkaufswagen der Kunden. Hätten sie nur 50€ im Portmonnai würden sie sich ganz genau überlegen was sie am Wochenende brauchen. Aber da es mit Karte geht, wird der Karren vollgepackt. Auffälling sind dabei Familien mit Kindern. Dazu kommen dann noch die ganzen online Bestellungen, die ja "nichts" kosten. Ich weiß nicht wieviele Pakete ich wöchentlich für meine Mitbewohner entgegennehme..... naja, ist nicht mein Problem!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RedOrc 07.05.2019, 13:52
164. Einkaufen ist nicht mein Hobby

Zitat von jutta_weise
Ihre Zeilen beißen sich mit dem Artikel im SPIEGEL von letzter Woche über eine über 70 jährige Kassiererin in einem Supermarkt. Da kommen die Kunden von weiter her und an ihrer Kasse steht immer die längste Schlange und das, weil sie alle kennt und alle gern ein Schwätzchen mit ihr halten! So wie Sie denken, so sieht auch unsere Gesellschaft aus. Keine Zeit, Omas sind sowas von out etc pp.
Na und? EInkaufen ist nicht mein Hobby, sondern schlicht und ergreifend ein notwendiges Übel, das ich möglichst schnell und effizient (Sortierung der EInkaufsliste nach Standorten der Artikel im Supermarkt) hinter mich bringen möchte, damit ich meine Zeit für angenehmere Dinge haben. Besonders schön sind auch die Pappnasen die die Gänge mit Einkaufswagen versperren um sich mit dem Nachbarn zu unterhalten und sich gestört fühlen wenn man da durch möchte, ebenso die Pärchen bei Ikea die die Gänge in voller Breite durch Nebeneinanderlaufen versperren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
so-long 07.05.2019, 13:53
165. Weil

Zitat von RedOrc
Wird zwar offtopic, aber das stimmt nicht. Nehmen wir einfach mal die Einkaufsliste (das mit Hue würde zu weit führen): Ich merke beim Backen, dass mir demnächst was ausgeht und sage direkt "Alexa, packe Roggenmehl 1190 auf die Einkaufsliste" oder "Alexa, setze Küchenrolle auf die Einkaufsliste" usw. Irgendwann gehe ich dann einkaufen, vorher sortiere ich die Einkaufsliste nach Standorten der Artikel im Laden. Dadurch brauche ich nicht - wie die meisten Leute - ständig hin- und her laufen sondern kann schön linear meine Einkäufe erledigen, was sowohl Zeit als auch Stress spart. Ansonsten können Einkaufsapp noch dazu dienen dass man vorher weiß, wie teuer der Einkauf ungefähr wird - und sofort Preiserhöhungen mitbekommt. Wo bitte soll der Vorteil von einem handschriftlichen Zettel sein ("Was wollte ich denn noch.. was fehlte mir denn.") statt per Zuruf sofort das nötige auf den elektronischen Einkaufszettel setzen lassen?
Ihnen Herr Bezos gleich die „passenden“ Angebote unterbreitet und nach kurzer Zeit 100% weiß, „wer Sie sind und wie Sie ticken“.
Warum haben Leute Vorhänge vor dem Fenster?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frietz 07.05.2019, 13:56
166.

Zitat von RedOrc
Weil so langsam die Tiefkühlkost antaut während Oma die Cents zusammenkratzt und noch der Verkäuferin ein kleines Schwätzchen hält ("Früher war ich ja auch Angestellte und bla bla bla...") während die Schlange sich schon bis zur Frischetheke zieht?
die Tiefkühlkost wird nach weiteren 5 Minuten auch nicht schlechter., gut, wenn sie um besonders günstig zu kaufen, vorher eine halbe Stunde zum entsprechenden Markt fahren mussten. Darüberhinaus gibt es sogar Taschen, in die man solche Dinge verstauen kann, damit sie nicht so schnell auftauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
!!!Fovea!!! 07.05.2019, 13:56
167.

Zitat von Loosa
Vielleicht ist es ihnen nicht bewusst, aber Bargeld ist für den Verkäufer auch nicht kostenlos. Was meinen sie, warum man an immer mehr Stellen bargeldlos zahlen kann? Das hat nicht nur mit dem Service zu tun. Ein Verdienst der EU, dass die Transaktionsgebühren für Kreditkarten auf 0,3% und EC-Karten auf 0,2% gedeckelt wurden (in USA verlangen die um die 2%). Günstiger geht es kaum. Bargeld? Eine Rolle mit 50 Cent an Wechselgeld kostet den Händler im Extremfall über einen Euro. Dazu der ganze Personalaufwand für die Einnahmen. Das Geld muss mehrfach gezählt, dann gelagert, ge- und versichert werden. Dann muss es an eine Sammelstelle transportiert werden. Dort wird es wieder gezählt und geprüft. Jede Menge Stationen, an denen jedes Jahr Milliarden versanden.
Das ist eine Milchmädchenrechnung, mit Verlaub.

D.h., jeder der mit Karte zahlt, müsste dann billiger einkaufen?!
D.h., im Umkehrschluss, jeder der mit Bargeld zahlt müsste einen teureren Preis zahlen?!

Da aber der zu bezahlende Preis beim Bezahlen mit Bargeld oder Karte gleich bleibt, ist es wohl eher unerheblich, wie viele Milliarden/Jahr (Ihre Aussage) versanden.

Daher ist ihr Beitrag falsch. Der Kartenzahler zahlt mehr und es ist "Good Will", wenn der Verkäufer Ihnen die ca. 0,2% nicht auf den Preis aufschlägt. Daher zahlt man als Bargeldnutzer tatsächlich mehr. Der Verkäufer erhält weniger Geld, da er einen Prozentsatz an die Bank abführt.

Aber weder Sie noch ich haben irgendeinen finanziellen Gewinn. Also, wer gewinnt, die Bank?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 07.05.2019, 13:57
168.

Zitat von carranza
Meine Kleinmünzen sammel ich und zahle sie, wenn die Spardose voll ist auf das Sparbuch ein. Sollte meine Bank diesbezüglich irgendwann Terror machen, also Gebühren verlangen wollen, etc., dann wird eben gewechselt. Notfalls auch zu einer Onlinebank. Ausschließlich bargeldlos zu zahlen, birgt neben dem Risiko der permanenten Kontrollmöglichkeiten auch die Technik. Habe neulich noch einer Tankstelle den Ausfall der Terminals erlebt: 5 Leute, die eigentlich vor mir dran gewesen wären, durften erst mal warten. Richtig lustig wird das aber erst bei Stromausfall über mehrere Stunden.
"Notfalls auch zu einer Onlinebank"
Und bei welcher Onlinebank können Sie Ihre Münzen genau wo kostenlos wechseln/einzahlen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frietz 07.05.2019, 14:01
169.

Zitat von RedOrc
Na und? EInkaufen ist nicht mein Hobby, sondern schlicht und ergreifend ein notwendiges Übel, das ich möglichst schnell und effizient (Sortierung der EInkaufsliste nach Standorten der Artikel im Supermarkt) hinter mich bringen möchte, damit ich meine Zeit für angenehmere Dinge haben. Besonders schön sind auch die Pappnasen die die Gänge mit Einkaufswagen versperren um sich mit dem Nachbarn zu unterhalten und sich gestört fühlen wenn man da durch möchte, ebenso die Pärchen bei Ikea die die Gänge in voller Breite durch Nebeneinanderlaufen versperren.
warum kaufen sie das Zeug nicht online und lassen sich es liefern. kein echter Kontakt zu Menschen, keinen Ärger über Mitmenschen wäre doch eigentlich perfekt für sie. aber lieber ein paar cent im Supermarkt sparen wollen und sich über Mitmenschen aufregen, die etwas mehr Zeit brauchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 17 von 21