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Konsum: Deutsche bezahlen erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld
DPA

Für manchen stellt sie das ultimative Werkzeug dar, um Konsumenten zu kontrollieren - doch die meisten Deutschen sehen das offenbar nicht so eng: Die Karte hat dem Bargeld den Rang abgelaufen.

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uwe4321 07.05.2019, 08:43
20. Giro- und Kreditkarte

wird im Bericht genannt. Im Foto sieht man den Zahlvorgang mit einem "Smartphone". Wie sieht das Ergebnis differenziert nach den bezahlten Summen aus, bzw. der Zahlvorgänge absolut? Bezeichnet "Umsatzanteil" die Summe aller Zahlvorgänge (in EUR) mit diesem Medium oder die Anzahl der Zahlvorgänge?
Bei größeren Anschaffungen schleppe ich ungern Bargeld mit mir herum, zahle mit Karte bzw. Lastschrift., also unbar. Kleinbeträge beim Discounter bis vielleicht 50+ EUR zahle ich überwiegend bar.

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hegoat 07.05.2019, 08:45
21.

didel-m: "Egal ob kleine oder größere Beträge. Immer bar. Geht schnell und ist einfach"
Ich weiß ja nicht, wie oft Sie einkaufen, aber kennen Sie folgende Situation? Sie stehen in der Kassenschlange und vor Ihnen steht eine (meist ältere) Frau. Sie hat für 9,78 Euro eingekauft. Jetzt kommt der unvermeidliche Satz von ihr: "Ich hab's klein!" Sodann wühlt sie in ihrem Portemonnaie nach den Münzen, legt nacheinander Zwei- und Ein-Euromünzen auf den Kassentisch, dann 50- und 20-Cent-Münzen und am Ende wird das Rotgeld auf den Kassentisch geschüttet um mit der Kassiererin die einzelnen Münzen zu identifizieren. Das erlebe ich jeden zweiten Tag; meine Freundin, die als Kassiererin arbeitet, mehrmals stündlich.

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Esib 07.05.2019, 08:52
22. Typische Schummelstudie von Kartenbefürwortern

Es wundert mich, dass bei dieser Berechnung erst jetzt die Karte gegenüber dem Bargeld "gewinnt", denn die meisten Menschen kämen nicht auf den Gedanken, Autos oder andere Großkäufe in bar abzuwickeln. Leider hat man "vergessen", die Zahl der Transaktionen zu vergleichen, sondern sich mit einem "mehr" begnügt. Meine Schätzung: 70% aller Transaktionen werden nach wie vor mit Bargeld durchgeführt und das ist auch gut so!

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Hamberliner 07.05.2019, 08:53
23. Trinkgeld

Ich gebe in der Kneipe, im Restaurant, im Hotel grundsätzlich Trinkgeld, und zwar um zu vermeiden, dass lauter Kleingeld liegenbleibt (stellt in Spanien eine Beleidigung dar) indem ich zum Aufrunden auffordere.
Trinkgeld hat nicht den Zweck, das Finanzamt für den Überwachungsstaat zu belohnen, es hat nicht den Zweck, den Chef für die Ausbeutung zu belohnen. Beiden steht es nicht zu, auszuspionieren ob und wieviel Trinkgeld ich gebe und sich daran zu vergreifen. Es geht das Finanzamt und den Chef nichts an.

Nur Bargeld garantiert mir, dass das Trinkgeld genau so, wie ich es entschieden habe, vor den Krallen des Finanzamts und des Chefs geschützt bleibt und zur Gänze den belohnt, den ich für Freundlichkeit, Aufmerksamkeit, Schnelligkeit und guten Service belohnen will.

Trinkgeld ist Kultur. Wer keines gibt oder wem es egal ist wer sich daran vergreift hat keine.

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VadidWyle 07.05.2019, 08:54
24. Bargeld

Seit meine lokale Bankfiliale letztes Jahr geschlossen wurde, zahle ich fast ausschließlich mit Karte, da mein Zugriff auf Bargeld massiv eingeschränkt wurde. Auch ein Punkt.

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Esib 07.05.2019, 08:55
25. Gedankenexperiment

Zitat von Der_Scheich
„Gerade bei kleinen Summen sind Scheine und Münzen laut EHI nach wie vor als Zahlungsmittel erste Wahl.“ Es ist vor allem oftmals die EINZIGE Wahl da leider noch zu viele Geschäfte keine bargeldlose Zahlungsform bei Kleinsummen akzeptieren. Viele Bargeld-ist-Freiheit-Mimimiler mögen dies begrüßen, ich meide diese Läden so gut es geht.
Stelle Sie sich vor, im dritten Reich wäre es möglich gewesen, bargeldlos zu bezahlen. Was glauben Sie, wofür das genutzt worden wäre? Und wie schnell eine Demokratie in eine Diktatur abgleiten kann, sehen Sie in der Türkei. Und dann werden es auch Leute wie Sie sein, die ein lautes Mimimi anstimmen - zu Recht.

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uhrentoaster 07.05.2019, 08:59
26. Bequemlichkeit und Ungeduld

Vielen Menschen scheint Bequemlichkeit wichtiger als Unabhängigkeit zu sein. Häufig sind diese Menschen auch ungeduldig. Hinzu kommt die Verlockung, die Ware selbst einzuscannen, um damit die Arbeit der Kassiererin zu übernehmen. Die Supermärkte forcieren dies, in dem sie weniger Kassen besetzen.
Da sich die Anzahl der Abhängigen elektronischer Drogen vergrößern wird, ist die Abschaffung des Bargelds die logische Konsequenz sein. Letztendlich kann dies dem Staat und der Industrie nur recht sein.

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Erika.Mustermann@spon.de 07.05.2019, 09:08
27.

Zitat von hegoat
didel-m: "Egal ob kleine oder größere Beträge. Immer bar. Geht schnell und ist einfach" Ich weiß ja nicht, wie oft Sie einkaufen, aber kennen Sie folgende Situation? Sie stehen in der Kassenschlange und vor Ihnen steht eine (meist ältere) Frau. Sie hat für 9,78 Euro eingekauft. Jetzt kommt der unvermeidliche Satz von ihr: "Ich hab's klein!" Sodann wühlt sie in ihrem Portemonnaie nach den Münzen, legt nacheinander Zwei- und Ein-Euromünzen auf den Kassentisch, dann 50- und 20-Cent-Münzen und am Ende wird das Rotgeld auf den Kassentisch geschüttet um mit der Kassiererin die einzelnen Münzen zu identifizieren. Das erlebe ich jeden zweiten Tag; meine Freundin, die als Kassiererin arbeitet, mehrmals stündlich.
Kennen Sie folgenden Situation? Hipster legt seine Flasche Smoothie, eine Plastikschale Weintrauben aus Indien und drei Brötchen von der Selbstbedingungstheke auf das Band an der Kasse.
Und obwohl noch zwei oder drei Kunden vor ihm sind - ruft er der Kassiererin laut zu: "Ich zahle mit Eifohn"

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checkitoutple 07.05.2019, 09:08
28. Selbst Schuld wer Elektroiscj bezahlt

Oersönlich habe ich vor 4 Jahren mein Bankkontos aufgellöst seidem wächst mein Vermögen deutlich schneller.
In den Soziologie Vorlesungen war ein Teil der Vorlesung das Mendchen welche mit Bank und Kreditkarte zahlen deutlich häufiger Insolvent werden und höhere Kreditverpflichtungen haben.
Ausserdem ist bei Karten Zahlern die Mittlere Zinslasr für Kredite viel höher.
Die wirklichen Profiteure sind also Ausschlieslich die Banken Krwfitkartenunternehmen und der Handel.Da sowenig Konsum wie möglich sowieso unser Ziel sein sollte ist der Konsum Booster Elektroisches Bezahlen sowieso Kontraproduktiv.
Ausserdem ist ja sowieso zu erwarten das Elektroischen zahlen teurer wird dann ist der Euro nur noch 95 cent wert.

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GyrosPita 07.05.2019, 09:08
29.

Zitat von hegoat
didel-m: "Egal ob kleine oder größere Beträge. Immer bar. Geht schnell und ist einfach" Ich weiß ja nicht, wie oft Sie einkaufen, aber kennen Sie folgende Situation? Sie stehen in der Kassenschlange und vor Ihnen steht eine (meist ältere) Frau. Sie hat für 9,78 Euro eingekauft. Jetzt kommt der unvermeidliche Satz von ihr: "Ich hab's klein!" Sodann wühlt sie in ihrem Portemonnaie nach den Münzen, legt nacheinander Zwei- und Ein-Euromünzen auf den Kassentisch, dann 50- und 20-Cent-Münzen und am Ende wird das Rotgeld auf den Kassentisch geschüttet um mit der Kassiererin die einzelnen Münzen zu identifizieren. Das erlebe ich jeden zweiten Tag; meine Freundin, die als Kassiererin arbeitet, mehrmals stündlich.
Na ja, das hab ich aber auch schon oft andersrum erlebt: ich hab für 100 € getankt und dann steht vor mir an der Kasse nur ein weiterer Kunde. Und der kauft ein Päckchen Kaugummi. Und das will er mit EC-Karte bezahlen. Und gibt dann beim ersten Versuch die PIN falsch ein. Und dann beginnt das große Grübeln...

Generell gibt der Bargeld-Fetisch mancher Zeitgenossen aber nur noch Anlaß zur Verwunderung. Die "Bares-ist-wahres"-Fraktion hat nicht ansatzweise eine Vorstellung davon was Bargeld für einen Händler an Risiko und Aufwand darstellt. Und wer hier von "Diktatur" faselt weil die elektronische Zahlung immer mehr in Mode kommt, der sollte sich eh mal auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. Na ja, sind sicher dieselben die in Bürgerinitiativen gegen Handymasten mitmachen und gleichzeitig Mord und Brand schreien das Deutschland so rückständig ist.

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