Forum: Wirtschaft
Konzept der Regierungskommission: Das sind die Folgen des Kohleausstiegs
DPA

Der Kohleausstieg wird die Republik stark verändern. Steigen die Strompreise? Bleibt die deutsche Industrie wettbewerbsfähig? Und wie teuer wird die Umstellung für die Steuerzahler? Der Überblick.

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Grummelchen321 26.01.2019, 15:15
20. Und wieder

einmal blinder Aktionismus ohne Plan.Der ausbau der Trassen vom Norden in den Süden ist noch nicht mal ansatzweise abgeschlossen.Da werden Schritt 4 und 5 vor 1,2 und 3 getan.

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schnuerli 26.01.2019, 15:18
21. Ja, die Antwort ist einfach:

Zitat von Palemoine
Derzeit wird unsere Stromversorgung noch zu 13% aus Atomstrom und zu 17% aus Kohle beliefert. Bis 2022 sollen alle AKW vom Netz, bis 2038 alle Kohlekraftwerke. Mir fehlt immer noch eine klare Aussage woher die dann fehlenden 30% herkommen sollen. Das wird noch verschärft, wenn der Strombedarf steigen sollte, bspw durch eine massive Steigerung der Anteil E-Mobilität. Wer kann dazu mal eine verbindliche Aussage treffen?!?
Wenn wir alle wieder auf den Bäumen sitzen, in den sauberen Himmel träumen mit dem halben Finger in der Nase, dann haben wir es endlich geschafft. Der Traum hat begonnen ....

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curiosus_ 26.01.2019, 15:22
22. Ist doch ganz einfach, faktisch...

Zitat von hegoat
"Die energieintensive Industrie soll dauerhaft von Kosten entlastet werden, die durch den Preis derCO2-Verschmutzungsrechte entstehen. Die Stromkonzerne reichen diese Kosten bislang an die Industrie weiter. Die Firmen werden dafür bereits jetzt kompensiert" Hä? Die Stromkonzerne zahlen an den Start für die CO2-Verschmutzungrechte. Sie reichen diese Kosten an ihre Kunden weiter. Die Kunden bekommen dafür eine Kompensation von Staat. Also ist letztlich der Staat der Zahler seiner erhobenen Verschmutzungsrechts-Gebühren???
…entfallen in diesem Fall die CO2-Gebühren. Also eine Subvention. Mal sehen was die EU dazu sagt.

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Mara Cash 26.01.2019, 15:24
23. Billigstrom für Deutschland

Ich will keine Atomkraft, keine Kohleverstromung und keine abertausende, die Umwelt zerstörenden Windkraftspargel - billig muss der Strom auch sein, damit es sich für unsere Industrie, die Privathaushalte und eine zukünftig breit angelegte E-Mobilität in Deutschland auch rechnet. Jetzt ist die Physikerin Merkel mit ihrem Sachverstand für einen ökologisch nachhaltigen und funktionierenden Energiemix gefordert!

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buescre 26.01.2019, 15:27
24. Was nützt das dem Klima?

Die wichtigste Frage bleibt leider unbeantwortet, nämlich wie sich der deutsche Kohleausstieg auf das Weltklima auswirkt. Und was geschieht mit den dann frei werden Verschmutzungsrechten? Ich bin schon aus ökologischen Gründen gegen die Zerstörung der Landschaft durch den Abbau der Kohle, aber das Weltklima lässt sich durch einen solchen nationalen Alleingang ganz bestimmt nicht retten.

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quark2@mailinator.com 26.01.2019, 15:27
25.

Lustig, der Anfang ... Nun ist es beschlossen ... und dann folgt ... Wenn Regierung, Parlament und Bundesrat (den Vorschlägen weitestgehend) folgen ... Ja was denn nun ? Es liest sich für mich so, als wäre dies eine Formalität, deren Eintreten man annehmen kann. Hinzu kommen die regelmäßigen Prüfungen und die Streßtests. Es ist also keineswegs so, daß nun klar ist, was wirklich passieren wird. Insofern wurde diesmal wenigstens mit mehr Augenmaß vorgegangen als bei der Kernkraft.

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moeh1 26.01.2019, 15:33
26. Kohleausstieg

Mal sehen ob die Begeisterung der Bürger auch abhält wenn die Rechnung in Form von Stromkosten und Steuern präsentiert wird. Auch wenn unser Kohleausstieg für das Weltklima unerheblich ist, bezahlen müssen wir alle.

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maxuli 26.01.2019, 15:35
27. Priorität der Klimaziele

Da schreibt tairen hier im Formum „die Klimaziele in allen Ehren aber nicht auf Kosten von Arbeitsplätzen, Wirtschaft und der eigenen Netzstabilität.“ sowie von „gesunder Energiewirtschaft“.
Was ist „gesunde“ Wirtschaft? Doch wohl nur gewinnbringende Wirtschaft.
Die bestmögliche Beibehaltung des Klimas bzw. des globalen Stoffkreislaufs ist wohl wichtiger als Arbeitsplätze, Wirtschaft und Netzstabilität, denn ohne des für Menschen zuträglichem Klimas, in dem die Menschheit erst entstehen konnte, ist natürlich wichtiger als Arbeitsplätze, Wirtschaft und Netzstabilität. Dann sollte man die CO2 Problematik gerechterweise nicht nur national sehen: wir in Deutschland und den anderen frühen Industrienationen wie GB haben wohl in den vergangenen Jahrhunderten um ein Vielfaches mehr gebundenen (fest oder flüssig) Kohlenstoff in CO2 umgewandelt als die gesamte restliche Welt und damit bereits irreversible Klimaveränderungen verursacht.
Die Subvention für energieintensive Betriebe ist eine Unverschämtheit, da diese nicht mehr in die heutige Zeit passen. Wir sollten nicht mehr so viel Stahl und andere Metalle herstellen sondern möglichst andere nicht energieintensive Werkstoffe anwenden. Auch Beton kann durch nachhaltigere Baustoffe ersetzt werden.

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thoms1957 26.01.2019, 15:35
28. Ein Schritt in die richtige Richtung - immerhin

Abee ohne Versorgungssicherheit gehts nicht. Wir brauchen zumindest noch für eine Zeit Gaskraftwerke. Und zwar solche, wie hier in Kiel gerade eines gebaut wird. Die einzelnen Motoren lassen sich in kurzer Zeit hochfahren und liefern nebenbei Fernwärme, die zwischengespeichert werden kann. Die Zeit der gigantischen Großkraftwerke ist vorbei. Die Reservekraftwerke müssen natürlich finanziert werden. Und wichtig wäre auch endlich eine europäische Energiepolitik. Spanien könnte gigantische Mengen Solarenergie erzeugen, aber die dortige Energielobby setzt ausschließlich auf fossile Brennstoffe, angeblich auch wegen der Versorgungssicherheit. Erneuerbare Energien werdeb möglichst behindert. Da lohnt sich noch nicht einmal die Warmwassersolaranlage auf dem eigenen Dach. Der reinste Irrsinn. Wie gesagt: Eine EU Energiepolitik ist dringend nötig, im Verbund mit der Schweiz und Norwegen.

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bauklotzstauner 26.01.2019, 15:36
29.

Interessant an dem Artikel ist ja - wie so oft - was NICHT gesagt wird: Daß nämlich der Kohleausstieg unweigerlich zu einem Anstieg des Erdgasbedarfes führen wird. Und das, wo doch angeblich die Folgen des Kohleausstieges illustriert werden sollten.

Das hat mehrere Gründe:

1. ist Erdgas eine der wenigen direkt verfügbaren Alternativen zur Kohle.

2. ist Erdgas ein KohlenWASSERstoff - emittiert also bei der gleichen Menge an erzeugter Elektro- und Wärmeenergie weniger CO2 als Kohle.

und 3. ist der - ja durchaus begrüßenswerte - Ausbau der erneuerbarern Energien zwingend mit dem Ausbau von Reserven verbunden, die schnell (also teilweise sogar binnen weniger Minuten) auf Schwankungen im Netz (Wind und Sonne sind unstete Kandidaten) reagieren können. Das können zB. Kohle- oder Kernkraftwerke gar nicht leisten. Und Pumpspeicherwerke, die Überkapazitäten speichern und im Bedarfsfall schnell abgeben können, haben wir ja kaum.

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