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Konzept gegen Wohnungsnot: Höher, enger, dichter
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In deutschen Großstädten fehlen Wohnungen und freie Flächen. Die sogenannte "Nachverdichtung" könnte die Wohnungsnot mindern. Das Potenzial ist groß - doch Anwohner sind oft alles andere als begeistert.

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HaraldKönig 28.03.2016, 14:20
150.

Sobald dank IS die ersten Bomben in den Ballungsgebieten und deren ÖPNV hochgehen, wird der Trend wieder zur Provinz und zum Individualverkehr gehen.

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killing joke 28.03.2016, 14:23
151. Landflucht

Zitat von Paul Panda
Ich kann nicht nachvollziehen, warum sich Menschen in überfüllten Städten drängeln und sich gegenseitig den Platz streitig machen, wo es gleichzeitig außerhalb der Städte Platz ohne Ende gibt. Muss wohl mit irgend einem psychologisch noch nicht erforschten Trieb des Menschen zum Zusammenballen in Gruppen zusammenhängen.
Ja, es ist die irrationale, tiefenpsychologisch zu erklärende Suche nach auskömmlichen Beschäftigungsverhältnissen und ausgebauter Infrastruktur.

Wobei wahre menschliche Wärme und Kultur gibt es ja nur auf dem flachen Land, weiß jeder der schonmal die Dorfjugend auf dem McDonals-Parklatz erleben durfte.

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INGXXL 28.03.2016, 14:24
152. #77

15% Kaltmiete da hat man doch nichts zu meckern. Nach dem Studium bin auch vor 30 Jahren nicht nach München gegangen sonder nach Leverkusen. Gehalt höher Lebenshaltung billiger. Na ja manchmal bedauere ich nicht nach München gegangen zu sein

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fm2004 28.03.2016, 14:27
153. Industrieruinen beseitigen

Mir fallen viele nicht mehr genutzte Gewerbegrundstücke in Städten auf, die recht ungünstig bebaut sind. Da könnte man viel draus machen, wenn man die bestehenden Gebäude abrisse und Wohnraum, aber bezahlbaren, darauf errichtete. Der Leerstand ist meist auf Spekulation oder Erbstreitigekeiten zurückzuführen.
Außerdem sollte man an Stelle von Büroräumen Wohnraum errichten, daran besteht ein Überangebot.
Verdichtung macht unsere Städte oft weniger lebenswert, noch mehr Leute, noch mehr Autos. Vielleicht sollte man die Moden Stadtflucht/Landflucht besser steuern, sie richten sich nach den Arbeitsplätzen.

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spiegelleser987 28.03.2016, 14:28
154.

Was ist denn das mal wieder für eine komische Studie? War das Ergebnis bereits das bei der Aufgabenstellung geforderte Ziel?

Vor einigen Jahren hat man mal nachgewiesen, dass es durch die Nachverdichtung einen unerwarteten Nebeneffekt gibt: die Mieten steigen.

Dazu kommt der Nachweis, dass durch dichtere Städte, die Wärme steigt. Gleichzeitig erhöht sich die Feinstaubbelastung extrem. Das funktioniert auch ohne Autos und ohne Kohle. Es gibt nur keine ausreichende Luftströmung. Die Chinesen haben es schon erkannt und bauen in Peking ab, um mehr Wind zu schaffen.

Ebenso wird der Energieverbrauch steigen. Ich finde es schon immer etwas ungewöhnlich, wenn auch im Sommer in dicht gebauten Straßen oder wo Bäume stehen, auch im Sommer in den unteren Wohnungen tagsüber das Licht eingeschaltet werden muss. Es ist einfach zu dicht gebaut.

Vor ungefähr 20 Jahren hatten wir auch mal einen Umweltminister, der auch eine Studie erstellen ließ. Das Ergebnis: ganz Deutschland muss entvölkert werden und alle haben in (dichte) Großstädte umzuziehen. Dann ist die ganze Landschaft frei für Solaranlagen.

Die großen weltweiten Immobilienkonzerne werden sich über die Studie auch freuen.

Über Dinge die wirklich für eine Gesellschaft notwendig und sinnvoll sind und der Bevölkerung auch Freude bereitet, denken unsere heutigen Forscher nicht nach.

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deftone23 28.03.2016, 14:30
155. Es gäbe eine schnelle Lösung.

In den Innestädten sind viele Wohnungen insbesondere Altbauten "besetzt" durch Architekten, Praxen etc pp.

Es wäre doch eine Maßnahme wenn der Gesetzgeber dem einen Riegel vorschiebt. Wohnungen sollten nicht zweckentfremdet werden dürfen. Parallel dazu stehen diverse Bürogebäude halbleer. Einfache Umsiedlung und man hat tausende "neue" Wohnungen.

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view3000 28.03.2016, 14:38
156.

...und am Ende sitzen dann alle beim Psychologen, weil sie ihr artifizielles, herdentriebgesteuertes, anonymes Stadtleben nur noch krank macht. Mit der Intelligenz des Menschen scheint es in mancherlei Hinsicht leider nicht weit her zu sein aber jeder ist halt seines Glückes Schmied.

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Magentasalex 28.03.2016, 14:39
157. China versus Deutschland

Zitat von The Restless
in China werden ja oft ganze Stadtbezirke planiert und innerhalb eines Zeitraums von 1-2 Jahren neu bebaut, nicht selten in 30 Stockwerken. Hinterher gibt es dann sogar mehr Platz auf dem Boden als vorher, für Grünflächen und Sportanlagen. Meckern gilt jedoch nicht, als Anwohner erfährt man manchmal recht spät, dass man innerhalb eines Monats aus den alten Häusern raus muss (Ersatzwohnungen stehen dann allerdings schon bereit).
Leider läßt sich das in Deutschland nicht durchführen, so lange das tumbe Untergeschichtengewäsch in sogenannten Bürgerinitiativen nicht vom demokratisch legitimierten Gesetzesgeber in seine unwiderruflichen Schranken zum Wohle aller verwiesen wird.

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Ottokar 28.03.2016, 14:39
158. Kleine Anmerkung

Es gibt sehr viele Warenhäuser in den Innenstädten die man abreissen könnte denn alle Städte haben an den Stadtgrenzen riesige Shoppingcenter. Dann braucht man auch keine Parkhäuser mehr in der Innenstadt.

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mens 28.03.2016, 14:39
159. Dichte = Stress

In der Biologie gibt es das Phänomen, dass Mäusepopulationen bei zu grosser Dichte plötzlich anfangen durch Todesfälle zu schrumpfen. Die häufigen Begegnungen mit anderen Artgenossen versetzt die Tiere in Dauerstress - sie kommen nicht zur Nahrungsaufnahme - Ende. Was man jetzt schon in deutschen Innenstädten erleben kann - mit Menschen. Zweitreihenparker, die aus dem Haus gelaufen kommen und andere (ankommende) Autofahrer bedrohen, die gerade in einen eben zufällig frei gewordenen Parkplatz fahren. Mal in schon verdichtete Städte gucken: Neapel/Rom: Hupkonzert am Morgen. Weil ALLE nachts in einem Pulk parken. Paris: 1-Zimmer-Beklemmungsmansarden für 1000€ Miete. Usw. Das ist doch kein Leben!Nur die Makler reiben sich die Hände. Viel Spaß! Mich nerven jetzt nur noch Eichhörnchen und Gartenarbeit.

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