Forum: Wirtschaft
Konzept zur Grundrente: Heils gebrochenes Versprechen
DPA

Wer Jahrzehnte gearbeitet hat, muss mehr haben als jemand, der nie gearbeitet hat - das verspricht Arbeitsminister Heil. Doch sein Grundrentenvorstoß löst das nicht ein. Dabei gäbe es eine gerechte Lösung.

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stolte-privat 04.02.2019, 14:10
1. leere Versprechungen?

Warum wird jeder Vorstoß aus der Politik für eine Verbesserung der Situation von geringen Einkommen gleich wieder abgewatscht? Der Wille ist da, an den Details muss noch gefeilt werden. Leider wird das ganze wieder als Vor-Wahl-Luftnummer enden. Schade um den kreativen und sozialen Anstoss...

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HerzogVonLauenburg 04.02.2019, 14:11
2. Anständige Bezahlung würde helfen

Das Problem ließe sich m.E. deutlich entschärfen, wenn in D flächendeckend ein Mindestlohn eingeführt werden würde, der zu entsprechend hohen - menschenwürdigen - Altersbezügen führt. Es macht doch wenig Sinn, zuerst die zu niedrige Bezahlung zu akzeptieren (Die Erträge daraus landen bei den Unternehmen, die darauf Ministeuern zahlen) um dann mit Steuergeldern auszuhelfen. Das ist doch Subventionspolitik pur. Natürlich müssten wir uns als Verbraucher dann daran gewöhnen, für Dienstleistungen entsprechend mehr zu zahlen.

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Berliner42 04.02.2019, 14:14
3.

Das Konzept ist schon deshalb diskreditiert, weil die Zahnarztgattin, die halbtags als Empfangsschwester gearbeitet hat und von ihrem Mann 3 vermietete Wohnungen und vererbt bekommt und vielleicht sogar noch die Praxis für viel Geld abtreten kann, genauso diesen Zuschuß bekommen soll wie die Friseuse, die kein Kapital gebildet hat und auch keinen Bestverdiener-Ehemann hat.

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Emderfriese 04.02.2019, 14:15
4. Unverständnis

"... Jeder Hartz-IV-Empfänger darf schon jetzt von dem, was er dazuverdient, etwas behalten - die ersten 100 Euro ganz, darüber hinaus einen Teil. Auch für Riester-Renten gibt es einen solchen Freibetrag, er macht bis zu 212 Euro mehr Geld im Monat aus. Nur für die gesetzliche Rente gibt es ihn nicht. …"
So ist es! Ich habe gegen Ende der letzten Legislaturperiode die damals zuständige Frau Nahles angeschrieben und sie auf dieses Zuverdienst-Problem bei Sozialrenten aufmerksam gemacht. Außer großem Verständnis und der Zusage, alles zu prüfen, geschah - nichts! Nada!
Wer als Sozialrentner heute 100 Euro mehr haben möchte auf seine 400 zum Leben, der muss fast 300 Euro verdienen. Der Staat ist mit 200 abgeschöpftem Verdienst dabei! Und das bei alten Menschen in Rente! Es kümmert die Spezialdemokraten offenbar nicht, das hat Frau Nahles bewiesen.

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jjcamera 04.02.2019, 14:15
5. Gerechtigkeitsprinzip

Heils Logik bedeutet dann aber auch: wer ein Leben lang gearbeitet und viel einbezahlt hat, hat ein Recht darauf, deutlich mehr zu erhalten, als jemand, der zwar ein Leben lang gearbeitet, aber dabei nur sehr wenig einbezahlt hat.
Rentner zahlen auch Steuern, von denen Herrn Heils Großzügigkeiten finanziert werden müssen.

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pulverkurt 04.02.2019, 14:17
6. Einleuchtender Kommentar!

Hubertus Heils Plan wird die SPD nicht wieder auf einen gesunden Weg bringen. Aus mindestens 2 Gründen: 1. Die Unterstützung wird per Gießkanne ausgeschüttet. Aber ein vermögender Villenbesitzer der zufällig die Voraussetzungen der Grundrente erfüllt, braucht sie nicht. 2. Die scharfe 35-Jahre-Grenze: Und jemand der 34 Jahre eingezahlt hat geht leer aus? DAS ist ungerecht!

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ruhepuls 04.02.2019, 14:20
7. Leistungsgerechtigkeit ist wichtig!

Die Idee mit dem Freibetrag halte ich für richtig und wichtig. Wenn wir uns von der Idee verabschieden, dass jemand durch Arbeit einen Vorteil vor jemand hat, der nicht arbeitet, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn immer mehr Menschen sich aus der "geregelten Arbeit" verabschieden und auf die Kombi "Grundsicherung plus Schwarzarbeit" setzen. Schon heute ist dieses Modell in vielen Fällen einträglicher als ein normaler Job. Es erklärt auch, warum so mancher Hartzer mit einem Auto herumfährt, das er sich eigentlich gar nicht leisten können dürfte...

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johnny_b 04.02.2019, 14:21
8.

Dem kann man eigentlich nur uneingeschränkt zustimmen. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich die Anrechnung von Riester-Renten ganz abschaffen. Wer es schafft trotz geringem Einkommen, mehr anzusparen, sollte das bitte auch honoriert bekommen.

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malcom1 04.02.2019, 14:24
9. Grundrente

Im Prinzip ist der Vorschlag richtig. Aber was ist mit den vielen Ich-AG´s die die SPD angepriesen hat. Diese Menschen haben nicht oder nur kurze Zeit in die Rentenkasse einbezahlt. Auch diese haben ihr Lebenlang gearbeitet. Und nicht nur 8 Std. am Tag. Und nicht jeder ist dabei zu Reichtum gekommen. Wie z.B. der Kioskbetreiber oder der kleine Gemüsehändler oder, oder. Diese Menschen werden jetzt schon in der PKV (basisversicherung) mit ca. Euro 800,00 im Mönat belastet. Was ist mit denen?

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