Forum: Wirtschaft
Konzept zur Grundrente: Heils gebrochenes Versprechen
DPA

Wer Jahrzehnte gearbeitet hat, muss mehr haben als jemand, der nie gearbeitet hat - das verspricht Arbeitsminister Heil. Doch sein Grundrentenvorstoß löst das nicht ein. Dabei gäbe es eine gerechte Lösung.

Seite 2 von 17
Schartin Mulz 04.02.2019, 14:27
10. Es ist zu früh,

den Entwurf zu verdammen. Er ist immerhin besser als nichts.
Aber in der Tat fehlen noch wichtige Ansätze.
Zum einen das Grundproblem der Altersarmut: Es ist eigentlich ein Unding, dass jemand nach 35 Arbeitsjahren überhaupt von Altersarmut bedroht ist.
- Punkt 1 wäre daher für mich mehr Lohngerechtigkeit. Höhere Mindestlöhne. Und die Forderung an die Gewerkschaften, mal ein paar Jahre keine prozentualen Lohnerhöhungen, sondern Festbeträge zu erkämpfen, die das Gefälle etwas ausgleichen würden.
- Dann sollte Heil noch mal über diese starre Grenze Nachdenken. Warum für 34 Jahre, 11 Monate nichts, für 35 Jahre alles? Da kann man auch fließende Grenzen einführen mit allmählich steigenden Beträgen.
- Und nicht zuletzt die Finanzierung. In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen kann man gut sagen "aus Steuermitteln". Langfristig aber muss eine Finanzierung her. Die viel diskutierte "Digitalsteuer" ist da ja nur ein Vorschlag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muunoy 04.02.2019, 14:27
11. Vollkommen korrekt

Hey, und das auf SPON. Der Autor hat vollkommen Recht. Die Ungerechtigkeit besteht in der Tat darin, dass angesparte Rentenleistungen komplett entwertet werden, wenn sie nicht für einen Bezug oberhalb der Grundsicherung reichen. Der Vorschlag des Autors wäre auch ein klares Signal, dass sich Leistung immer lohnt. Nur hadert die SPD mit so einem Gedanken naturgemäß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
faz-leser 04.02.2019, 14:28
12. Welchen "Respekt" schulden Beitrags- und Steuerzahler für 35 Jahre Teilzeit?

Wenn sich jemand entschieden hat, 35 Jahre in Teilzeit zu arbeiten, dann kann er/sie das nicht in diesem Umfang mit der Aufgabe der Kindererziehung rechtfertigen. Ich kann nicht erkennen, welchen "Respekt" vor der Lebensleistung andere, die 40 - 45 Jahre in Vollzeit gearbeitet haben, davor haben sollen, wenn andere etliche Jahre weniger und dann auch noch etliche Wochenstunden weniger gearbeitet haben. Warum also sollen "Vollzeitler" ihre erarbeiteten Rentenansprüche mit "Teilzeitlern" teilen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
capote 04.02.2019, 14:29
13. Rentenkürzungen

Man muss die Rentenkürzungen von 2005 wieder rückgängig machen, so einfach ist das!

Wenn man vor 2005 50 Jahre lang oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient hätte, bekamman rechnerisch die halbe Beitrasbmessungsgrenze als Rente. Heute ist die Höchstrente 2600,- € und die halbe Beitragsbemessugsgrenze 3200,- €, also wurden die Renten auf 81,25 % gekürzt. Dazu kommen 7 % für die Krankenversicherung, bleiben nur noch 74,25 % und davon müssen dann noch neu Steuern bezahlt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leopold123 04.02.2019, 14:29
14.

Schreiende Ungerechtigkeit? Ich weiß der Spiegel liebt es krass aber was soll der Blödsinn? Der Staat hilft jedem, der es im Laufe seines Lebens nicht schafft, genügend Rentenanspruch zum Leben zu erwirtschaften. Und zwar bis zur Höhe der Grundsicherung. Falls ich einen Anspruch habe, der aufgefüllt werden muss, heißt das nur, dass ich weniger bedürftig bin. Jetzt soll es die Grundsicherung geben und on top noch teilweise den zu geringen Rentenanspruch? Wie will man das eigentlich den Leuten vermitteln, die Ansprüche knapp oberhalb der Grundsicherung erworben haben? Defacto verfallen mit dem Vorschlag der SPD Rentenpunkte um die Grundsicherung. Und zwar mehr als für Rentner, die monatlich nur ein paar Euro an die Kasse überweisen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mtt 04.02.2019, 14:30
15. Jaja

Seit Jahren wird mit recht gemault das es einen spürbaren Unterscheid bei der Rente geben muss, zwischen Menschen die in ihrem Leben gearbeitet haben und solchen die es nicht haben.
Dennoch wird sofort reflexartig kritisiert.
Der SPD wird reine Wahlkampfmasche vorgeworfen, da wichtige Landtagswahlen anstehen, denkt man so, dürfte nie etwas gemacht werden, schliesslich stehen immer irgendwelche Wahlen bevor....
An der Kritik der Grünen sieht man wie sehr sie sich von ihrem ehemaligen Klientel distanziert haben, der Schulterschluss mit der FDP macht das nocheinmal mehr als deutlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 04.02.2019, 14:31
16.

Zitat von HerzogVonLauenburg
Das Problem ließe sich m.E. deutlich entschärfen, wenn in D flächendeckend ein Mindestlohn eingeführt werden würde, der zu entsprechend hohen - menschenwürdigen - Altersbezügen führt. Es macht doch wenig Sinn, zuerst die zu niedrige Bezahlung zu ......
In irgendeiner Form muss es gegenfinanziert sein. Die beste Lösung wäre eine Bürgerversicherung, alle vom Arbeiter, Beamten uns Selbständigen zahlen ein, optimal Rente und KV. Um die Verwaltung zu optimieren, das Ganze über die Steuer. Dann kam man Krankenkassen, Pflegeversicherung etc.pp in aus einem Topf bezahlen. Langfristig erspart sich der Staat die immer teurer werdenden Rücklagen für Beamte.

Ich Bin gespannt, wann die CDU dies aufgreift. Die Bürgerversicherung steht bei der SPD schon im Programm.
Und die, die jetzt um ihre PKV weinen sicherlich werden sich Zusatzversicherungen finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_4790321 04.02.2019, 14:33
17. Vor allem zu diesem Fall unterscheiden sich wahre Demokratien

in Europa zum deutschen Problem 900 Euro für jeden Rentner. In unseren westlichen Nachbarländern erhalten die Rentner mit Grundrenten Mietzuschüsse. Nach Abzug der Mietkosten bekommen die Rentner in Österreich (bei fast gleichen Lebenshaltungskosten wie in D.) Minimum 1 044 Euro bis 1 600 Euro in Dänemark zum Leben. Wie auch siehe Beispiel Quelle: " 1 100 Euro Grundrente in Holland seit 2011." Plus Mietzuschuss, so dass die Niederländer 1 100 Euro zum Leben behalten. Wer z.B. 40 Jahre lang, auch nur stundenweise, in Belgien gearbeitet hat, bekommt zum Leben monatlich heute 1 771,25 Euro. In Deutschland nur 424 Euro zum Leben plus Mietzahlung. So lange, wie Herr Heil nicht auch die Miete herausrechnet aus den 900 Euro, ist natürlich keine Verbesserung für unsere Rentner in D. zu erkennen. Deswegen würde weiterhin siehe Fakt Quelle: "OECD Studie - Deutsches Rentenniveau ganz weit unten," Sowie "Deutsche Renten am niedrigsten in ganz Europa." Eine Schande für das reiche Deutschland auf Grund einer sozial ungerechten Politik der Politiker der GroKo Parteien. Kein westliches Nachbarland behandelt heute seine Rentner im Durchschnitt so würdelos wie in unserem Land.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neptun680 04.02.2019, 14:33
18. Ich kann es nicht mehr hören!

Es könnte so einfach sein, würde aber die ganzen Schaumschläger, die ihre Existenz auf diesem System aufgebaut haben, in die Wüste schicken.
1. Einführung eines Menschen würdigen Mindestlohnes
2. Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens
3. Abschaffung sämtlicher Ämter der Angst (Jobcenter, Sozialamt, Rentenversicherung, Finanzamt...)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ottokar 04.02.2019, 14:34
19. Das ist nicht gerecht

und es ist auch kein Neid das ich hier meine Meinung scheibe. Jeder Mensch sollte im Alter ausreichend Geld zur Verfügung haben. Mit 14 Jahren habe ich eine Lehre angefangen und mit 68 Jahren bin ich in Rente gegangen. Somit habe ich über 50 Jahre, lückenlos, meine Beiträge eingezahlt. Wenn nun Menschen die nie oder nur teilweise in die Versicherung eingezahlt haben und von der Allgemeinheit eine Rente bekommen sollen ist es nicht gerecht. Der Betrag der diesen Menschen dann ausgezahlt wird ist nur etwas geringer als meine Rente dich ich über Jahrzehnte angespart habe. Scheinbar gilt der alte Spruch, Jeder ist seines Glückes Schmied, nicht mehr. Das eine Gleichbehandlung nach dem Grundgesetz vorgegeben ist verlange ich das meine um diesen, vorgesehenen, Betrag erhöht wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 17