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Konzern in der Krise: Ex-VW-Manager soll Opel führen
dapd

Auf Karl-Thomas Neumann wartet eine der schwersten Aufgaben in der deutschen Wirtschaft: Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der frühere VW-Manager Chef des angeschlagenen Autobauers Opel werden. "Er hat das Format, das wir brauchen", sagt ein Aufsichtsratsmitglied.

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glücklicher südtiroler 02.11.2012, 08:29
10. Autos mal generell...

Zitat von sysop
Auf Karl-Thomas Neumann wartet eine der schwersten Aufgaben in der deutschen Wirtschaft: Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der frühere VW-Manager Chef des angeschlagenen Autobauers Opel werden. "Er hat das Format, das wir brauchen", sagt ein Aufsichtsratsmitglied.
Autos sind nicht Smartphones; das Appeal von Autos generell ist seit Jahren im Sinken und die konservative Klientel die bisher die Konjunktur der Autobauer gestützt hat wird eher immer weniger. Die Krise wird das noch verschärfen; mittlerweile ist selbst VW davon betroffen zumal der neue Golf zu Nachlässen angeboten wird die früher in Wolfsburg undenkbar waren. Es hat keinen Sinn; VW erwirtschaftet noch ein kleines Plus(was sich in Europa bald ändern wird) die anderen Konzerne stehen mit dem Rücken zur Wand und werden so und anders Fabriken schließen und Arbeitsplätze abbauen; bei einigen Marken geht es um die schiere Existenz. Es werden zu viele Autos produziert und zu wenige und mit einer bei weitem zu geringen Marge verkauft. Durch die Krise werden die kommen die international besser aufgestellt sind und vor allem auch die die bereit sind die europäische Durststrecke durch globale Verkäufe zu stützen...
Wie manch Vorredner glaube ich kaum daß Karl-Thomas Neumann diese Akzente setzen kann; aber eine Chance hat er verdient...
GM muß sich entscheiden; in Europa auch zwischen Chevrolet und Opel.
Investiert man in neue Produkte und in ein neues Appeal oder verwaltet man den Abstieg...?
Aber machen wir uns nix vor; die Krise mit mageren Absatzzahlen wird noch bis wenigstens 2016 andauern. Aber das Problem ist vor allem auch generell; Autos sind ein konservatives Produkt für eine konservative Klientel; an den Konzernen nun mehr Innovation zu bringen, besonders in den Antriebssystemen und natürlich auch im Auto insgesamt. Und Innovation ist nicht einfach das Auto in ein rollendes Smartphone zu verwandeln. Das Produkt an sich muß sich ändern. Rechne in Europa so und anders mit einer Bereinigung...

Schian Gruaß...

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BekloppteRegierenD 02.11.2012, 08:35
11. Falscher Mann mit falscher Intention

Nachdem Volkswagen keine Wagen mehr fürs Volk baut (welcher Normalverdiener kann sich schon einen VW mit ein paar Extras kaufen?!) ist das ja mal eine tolle besetzung für Opel...
Die Richtung "Premium" ging ja schon mit dem Signum (ein tolles Auto!) in die Hose - da fragt man sich, wohin er Opel denn steuern soll.
Meiner Meinung nach hätte man vielleicht jemanden von Dacia nehmen sollen. Die zeigen momentan, wie man Autos für die Kunden baut, die auch welche KAUFEN.
alle anderen "Premiummarken" haben sich seit langem fast nur noch aufs Leasing-geschäft und Flottenkunden eingeschossen. Nicht umsonst schießen die Neuwagenpreise immer mehr durch die Decke. Eben weil Firmenkunden Rabatte und Abschreibungen nutzen können und da ein höherer preis sogar Steuervorteile bring.
Die Opelaner sollten schon mal anfangen, nach Jobalternativen zu suchen!
leider steht zu befürchten, daß der gute Mann als Abwickler und Ausweider kommt!

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falki0615 02.11.2012, 08:37
12. Gut so.............

..... meiner Meinung nach ist Herr Neumann ein Mann mit Erfahrung und läßt sich nicht verbiegen. Er ist es gewohnt zu kämpfen, auch gegen seine persönlichen Interessen (Conti!!!) - er hat Erfahrung im Chinageschäft, den tatsächlichen Grund seines Ausscheidens werden wir wohl nie erfahren.
"goodsprit" hat natürlich recht, wenn er schreibt dass GM der Marke OPEL die lukrativen Märkte vorenthält, mit denen sich andere Marken, z.B. der Ex Arbeitgeber des Herrn Neumann, sehr gut über Wasser halten!!!
Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen können möglicherweise auch bei GM etwas erreichen - also "auf zu neuen Ufern" mit Herrn Neumann.
Zu "wabaka" noch kurz, ein Firmenchef kann keine Aufgabe wirklich beenden; diese Leute sind auch für die Entwicklung zuständig - wann bitte soll da ein ENDE gewesen sein????

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MrBrutus 02.11.2012, 08:41
13. ---

Zitat von sysop
Auf Karl-Thomas Neumann wartet eine der schwersten Aufgaben in der deutschen Wirtschaft: Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der frühere VW-Manager Chef des angeschlagenen Autobauers Opel werden. "Er hat das Format, das wir brauchen", sagt ein Aufsichtsratsmitglied.
Woher kommt eigentlich der Dummglaube, dass man nur einen hoffnungslos überbezahlten Top-Manager einkaufen muss um ein Unternehmen zu retten? Hat sowas schon mal irgendwo funktioniert? Der wird auch nur wieder Millionen an Beratungsunternehmen verballern, das Tafelsilber verscherbeln, die Leute demotivieren bis die Bude pleite ist, so wie immer.
Dann kommt der Insolvenzverwalter und bereichert sich nochmal millionenfach, zur Not an den Staatshilfen, welche dann vom Steuerzahler nochmal hinterhergeworfen werden.

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krutschi04 02.11.2012, 08:48
14. Ich macher den Job

für einen Bruchteil dessen, was der Herr Neumann verdient. Ich bin Diplom Ökonom, habe Zeit, keine Sperrfrist, eine Menge Ideen und kenne die Probleme die Opel hat. Mit dem Gehalt das Opel bei mir einspart könne die schonmal einige Leute mehr beschäftigen.

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hubertrudnick1 02.11.2012, 08:52
15. Konzern in der Krise

Zitat von sysop
Auf Karl-Thomas Neumann wartet eine der schwersten Aufgaben in der deutschen Wirtschaft: Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der frühere VW-Manager Chef des angeschlagenen Autobauers Opel werden. "Er hat das Format, das wir brauchen", sagt ein Aufsichtsratsmitglied.
Die Überschrift sagt es schon sehr deutlich, GM steckt tief in der Krise, diese Staatsunternehmen ist so wie all die anderen vielen alten US Konzernen einfach nicht mehr überlebensfähig, der Kapitalismus ist an ihnen vorbeigezogen.
Die gut laufenden Konzerne sind in einem anderen Landesteil der USA entstanden und sie ehemalige Hochburg der amerikanischen Wrtschaft geht ein bitteres Ende entgegen.GM hat mit Opel nichts mehr am Hut, außer die deutsche Entwicklungsabteilung ist für sie interssant.
Sie wollen einfach nicht das Opel seinen Absatzmarkt verbreitern kann, denn sie sind ein Konkurrent für ihre Autos und darum wird ein neuer Mann bei Opel auch nichts ausrichten können.
Die Hauptursache dieser GM Krise liegt an dem Nichtinteresse ein Konzern insgesamt zu modernisieren, die alten Strukturen will man leider nicht aufgeben, man hat das eigene kapitalistische Wirtschaftssystem selbst nicht begriffen.
GM ist ist so unfähig wie die einst alten Ostkombinaten es waren, sie haben die Zeit verschlafen und wollen sich nicht der Wettbewerb stellen, sie sollten am besten all ihre Werkstore schließen.
HR

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Spiegelleser 04/59 02.11.2012, 08:57
16. 12 Monate,

länger wird es Herr Neumann nicht auf dem Chefsessel von Opel aushalten, dann wird ihn GM wieder ablösen. Schuld daran ist das kurzfristige Denken der Amis, Kontinuität an der Spitze ist nicht gefragt, sondern nur der Quartalserfolg. Bei GM muss sich Einiges ändern. Da wird die GM-Tochter Chevrolet ( ehem. Daewoo ) auch in Europa gepusht, während Opel seine technisch erheblich besseren Fahrzeuge im Prinzip nur in Europa verkaufen darf. Da wird über eine Kooperation mit Peugeot nachgedacht, um angeblich Synergieeffekte zu erzielen. Merke: Man kann aus 2 Kranken nicht 1 Gesunden machen. Hinzu kommt, dass Opel auch im Vergleich zu Peugeot einen technischen Vorsprung hat, in der jeweils vergleichbaren Fahrzeugklasse besser dasteht als die Franzosen und nur im Bereich Dieselmotoren von der dort besseren Kompentenz bei PSA profitieren könnte.

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enfield 02.11.2012, 08:59
17. Naja...

Zitat von goodspirit
Auch Karl-Thomas Neumann dürfte es schwer fallen, Opel ohne neue Absatzmärkte wie z.B. Asien wieder flott zu machen.
Bei aller Sympathie für deutsche (Marken-)Namen, die auch sicherlich tendenziell im Ausland gegeben ist, kann ich mir nicht vorstellen dass es sich auch nur irgendwie lohnen würde die weitgehend unbekannte Marke "Opel" zusätzlich zu Chevy zu pushen. was soll das bringen? In Schwellenländern muss (auch wegen Strafzöllen) vor Ort produziert werden - was taugt es da auf einen Anteil der Karren "Opel" draufzupappen? Tipp: keine Sau (bzw. Fast niemand) bringt im Ausland "Opel" mit Deutschland überhaupt in Verbindung....also der deutsche Qualitätsbonus (wie bei z.B. Mercedes), zieht im Ausland nicht für Opel.
Zitat von
Solange die Mutter GM ihre Massen-Marke Chevrolet bevorzugt/schützt und Opel neue Märkte vorenthält, sehe ich keine Chance auf Besserung.
Die müssen m.E. nur dringend in den Quark kommen, eine vernünftige Weltauto-Strategie zu fahren - und zwar auch in Deutschland/EU. Ich habe das Gefühl, dass es bei Opel noch viele gibt, die nicht akzeptieren können, dass die Marke Opel abgebürstet ist und mittlerweile ein Chevy auch in Deutschland vielfach als die bessere Alternative empfunden wird. GM (und damit Opel so, leid es mir tut) ist nicht Premium, hat keinen Premium Anspruch aber taugt für globalen Mainstream - das ist doch auch schon was....

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naklar? 02.11.2012, 09:03
18. Die Hauptkunden von Opel ...

... waren einst die gutbezahlten Facharbeiter. Von denen gibt es leider immer weniger, aufgrund der zügellosen Ausweitung von Zeitarbeit und der generellen Lohndrückerrei bei den Normalarbeitnehmern. Ein Beispiel ist z. B. Siemens in Frankfurt/M. Der Anteil von Zeitarbeitern liegt hier bei ca. 25%.
Also bliebe Opel nur übrig ebenfalls massenhaft Billigautos auf den Markt zu schmeißen, da wo die Konkurrenz noch größer ist als im Premiummarkt.
Sieht nicht gerade rosig aus, denn Autos kaufen keine Autos.

Und zum neuen Manager gesagt:
VW ist ein halber Staatsbetrieb, dank Niedersachsen. Da ist das Pleitegehen doch weitgehend verhinderbar.

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gsm900 02.11.2012, 09:17
19. Schon zweimal rausgeflogen

Zitat von sysop
Auf Karl-Thomas Neumann wartet eine der schwersten Aufgaben in der deutschen Wirtschaft: Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der frühere VW-Manager Chef des angeschlagenen Autobauers Opel werden. "Er hat das Format, das wir brauchen", sagt ein Aufsichtsratsmitglied.
aber Opel fahren ist ja auch wie fliegen ;-)
Obwohl es in der Elitearena ja heisst "neue Herausfoprderungen" suchen.
Die hart er dann ja gefunden.
Schöne Grüße an Kapitän Ahab.

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